Kindle: Ein Erfahrungsbericht

Das elektronische Buch Kindle ist inzwischen auch außerhalb der U.S.A. erhältlich. Aber nur die amerikanischen Angebote des Internetbuchhändlers Amazon lassen sich auf dem Kindle lesen. Obwohl das Lesegerät in vielen Punkten überzeugt, gibt es noch andere Schwächen:

Abschließend ein Blick auf die Zeitungen und Zeitschriften. Wir haben die »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, das »Handelsblatt«, die »New York Times« und das amerikanische »PC Magazin« am Kindle gelesen. Die Preise für eine einzelne Ausgabe oder das Abonnement sind abermals sehr attraktiv, und der reine Lesevorgang bereitet keine Probleme. Aber die Umsetzung ist grottenschlecht. Es fehlen alle Bilder, Tabellen und Grafiken. Die »New York Times« bringt genau ein Foto, nämlich das Titelbild. Der Verzicht auf sämtliche visuellen Elemente ist ein Unding, das allein verleidet einem sämtlichen Spaß am Zeitunglesen.

Ebenso fehlt jedwede Möglichkeit, sich auf gewohnte Weise in der Zeitung oder in dem Magazin zu orientieren, also zum Beispiel alle Artikel auf einer Seite in den Blick zu nehmen, schnell den jeweiligen Vorspann zu überfliegen und sich zielgerichtet interessant Erscheinendes herauszupicken. Dazu müsste das Display viel größer sein und Artikel über- oder nebeneinander zeigen. Man sieht im Inhaltsverzeichnis lediglich die Rubriken, dann kommen meist schon die Artikel. Bei der F.A.Z. erfährt man nicht einmal den vollständigen Namen des Ressorts »Deutschland und die …«, und wer auf »Technik und Motor« klickt, bekommt die einzelnen Artikel in einer scheinbar willkürlichen Reihenfolge vorgesetzt, nämlich zunächst den »Aufmacher« jeder Seite, und dann geht es wieder retour zu den kürzeren Stücken.

Hier der vollständige Bericht: www.faz.net.

Kommentare

  1. Die neuen E-Book-Reader sind eine tolle Sache und funktionieren insgesamt schon sehr gut. Allerdings hat fast jeder E-Book-Reader-Hersteller ein eigenes Format und die E-Books sind noch an die Buchpreisbindung gebunden und somit genauso teuer wie ein klassisches Buch. Daher sollte man ohnehin warten, bis die Hersteller sich auf ein Format geeinigt haben und der dt. Buchhandel in unserer Zeit angekommen ist. Vielleicht hat es bis dahin die FAZ auch geschafft, Bilder zu integrieren … LG, Johannes

  2. … ist halt eine andere Nutzung. Beschwert sich ja auch niemand, dass man im Internet nicht „umblättert“ ….

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