Kirche ist eine zarte Sache

Martin Luther schreibt in seiner Galatervorlesung zu 1,6:

Da die Kirche eine so empfindliche und zarte Sache ist und so leicht zerstört werden kann, gilt es wachsam zu sein gegen jene Schwarmgeister, die, kaum dass sie ein paar Predigten gehört, ein paar Seiten in den hl. Schriften gelesen haben, sich alsbald zu Lehrern aller Lernenden und Lehrenden machen, gegen aller Autorität. Solche Leute findet man heute in großer Anzahl auch unter den Meistern der Künste, freche Menschen, die sich in keiner Versuchung bewährt, niemals Gottesfurcht gelernt haben, niemals einen Geschmack der Gnade gehabt haben. Weil sie ohne den Hl. Geist sind, lehren sie, was ihnen gefällt und was dem Volke leicht eingeht. Das unerfahrene Volk, das nach Neuigkeiten lechzt, fällt ihnen sofort zu. Ja, auch viele, die wie sie meinen, die Glaubenslehre richtig festhalten und die durch Anfechtungen geübt sind, werden von solchen Leuten verführt.

Kommentare

  1. ernst meint:

    Hier zeigt sich einmal mehr, was wirkliche prophetische Gabe ist!

    Sicher hast Du das auch gepostet, weil Du an mancherlei aktuelle Tendenzen denkst, nicht wahr? 😉
    Solche „freche[n] Menschen, die sich in keiner Versuchung bewährt, niemals Gottesfurcht gelernt haben, niemals einen Geschmack der Gnade gehabt haben“, gibt es fürwahr überall, auf allen Seiten des theologischen Spektrums, unter allen Gruppierungen und Gemeinschaften, ob weniger fromm oder mehr…!

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