Leitkultur des Regenbogens

Der gestrige Tag hatte viel zu bieten. Wer sich dem Informationssturm der Medien nicht völlig entziehen konnte, wurde eindrucksvoll mit dem kulturellen Wandel konfrontiert, der unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten erfasst hat.

Was ist passiert?

Da spricht ein Sportler über seine sexuellen Präferenzen und erntet dafür den Respekt der Bundesregierung sowie eine mediale Aufmerksamkeit, von der ein Olympiasieger sein Leben lang nur träumen kann. Als ich heute Morgen bei Spiegel.de vorbeischaute, zelebrierten die ersten fünf Meldungen das „Coming-out“ eines Fußballspielers. Es ist, so wurde mir bekundet, „mutig, überfällig, wunderbar“. Wer das anders sieht, bekommt gleich eine Form der Angststörung unterstellt. Na gut.

Gleichzeitig rücken Politiker und die Presse den Initiator der Online-Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ derart ins Zwielicht, dass man den Eindruck bekommt, hier habe sich jemand strafbar gemacht, indem er als Bürger seine Meinungsfreiheit und das Mitspracherecht in Anspruch genommen hat. Die Grünen erkennen in der Petition „ein erschütterndes Maß an Homo- und Transphobie“. „Gegen den Initiator, einen Realschullehrer, gebe es inzwischen eine Strafanzeige und eine Dienstaufsichtsbeschwerde, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums“, schreibt die ZEIT. Die Petition, so der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landesfraktion „birgt den Geist massiver Intoleranz und ist pädagogisch wie politisch unterste Schublade“.  „Lehrer hetzt gegen sexuelle Toleranz“, titelt der SPIEGEL.

Ach so? Heftige Vorwürfe stimulieren Neugier. Ich habe mir also die Petition gleich mal angeschaut. Und siehe da: Der Initiator grenzt sich eindeutig und glaubwürdig gegen die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung ab. Wörtlich heißt es:

Wir unterstützen das Anliegen, Homosexuelle, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle nicht zu diskriminieren. Bestehende Diskriminierung soll im Unterricht thematisiert werden. Die „Verankerung der Leitprinzipien“ und der Aktionsplan „Für sexuelle Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg“ (2) schießen jedoch über das Ziel der Verhinderung von Diskriminierung hinaus. Das vorliegende Papier „Verankerung der Leitprinzipien“ und die Ankündigung die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in ähnlicher Weise in den Bildungsstandards der einzelnen Fächer zu verankern, zielt für uns auf eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen.

Von Homophobie also keine Spur! Die Petition wendet sich lediglich gegen die Vereinnahmung der Schulkinder durch die einseitig interessengeleitete „Aufklärungsarbeit“. Eine heute nachgeschobene Pressemitteilung macht zudem deutlich, dass die Initiative den pädagogischen Ansatz sehr wohl durchleuchtet hat. Dort ist zu lesen:

Verschiedene Lebensentwürfe sind in einer pluralistischen Gesellschaft selbstverständlich. Es gibt dem, dass diese im Unterricht thematisiert werden, nicht das Geringste entgegenzusetzen. Schon heute ist die Behandlung des Themas Familie & Lebensentwürfe in Fächern wie Biologie, Gemeinschaftskunde oder Ethik Normalität. Nach den Leitprinzipien soll die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ in der Sekundarstufe I vermittelt werden. Die LSBTTIQ- Interessensvertreter wollen „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ weiter gefasst sehen. Diese soll „spiral-curricular“ vermittelt werden, das heißt: von der kleinkindlichen Bildung bis zum Abitur in allen Altersstufen und über alle Fächer hinweg. Das würde einen Paradigmenwechsel in der Sexualerziehung darstellen, der das gute Miteinander von Schule und Elternhaus beendet. Wenn die Leitprinzipien so durchgehen, wie sie geschrieben sind, können die LSBTTIQ-Interessensvertreter ihre Agenda – wie bisher am Beirat vorbei – in allen Kompetenzformulierungen der Fächer unterbringen.

Weiterhin fehlt eine Kompetenzformulierung, wie aufrichtige Toleranz gelehrt wird und was „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ konkret bedeutet. Akzeptanz stellt ein zustimmendes Werturteil dar. Indem jemand etwas akzeptiert, heißt er es für gut, billigt es und geht auf die inhaltlichen Forderungen des Gegenübers ein. Akzeptanz schreibt die inhaltliche Positionierung der Schülerinnen und Schüler fest. Ihnen steht die Wahl eines persönlichen Werturteils nicht offen. Demgegenüber bedeutet Toleranz, dass Menschen mit unterschiedlichen Haltungen, Wertevorstellungen, etc. respektiert werden. In dem Werturteil, das man trifft, kann man inhaltlich aber einen anderen Standpunkt einnehmen. In der Akzeptanzforderung der Leitprinzipien wird die begründete Gefahr deutlich, dass der Bereich der Freiheit hin zur Unfreiheit überschritten wird.

Wenn die Forderungen der Landtagsfraktion der Grünen zum Bildungsplan 2015 durchgesetzt werden, müssen Lehrkräfte zukünftig auch irrationale Gender- Theoriekonstrukte unterrichten. Hier stellt sich die Grundsatzfrage, wie es die Landesregierung mit dem Wissenschaftsprinzip in Schule, Unterricht und Lehrerbildung hält. Zudem sind die Forderung nach „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ auf ihre Übereinstimmung zum Grundgesetz und dem Erziehungsauftrag der baden-württembergischen Landesverfassung zu überprüfen.

Das ist sachlich, nachvollziehbar und verdient Zustimmung!

Um das Jahr 2000 herum gab es in Deutschland eine Debatte um das Thema „Leitkultur“. Der Begriff, der von dem muslimischen Politologen Bassam Tibi in die politikwissenschaftliche Debatte eingeführt wurde, sollte einen gesellschaftlichen Wertekonsens beschreiben. Der Streit um die kulturelle Identität wurde damals reflexartig abgewürgt. Tage wie der 8. Januar 2014 erwecken den Eindruck, dass wir freilich doch eine Leitkultur bekommen. Vor allem diejenigen, die damals vor einer Leitkultur-Diskussion gewarnt hatten, zwingen uns nun intelligent und im Verbund mit mächtigen Medieninstitutionen eine Kultur auf, die von den Interessen einiger elitärer Minderheiten bestimmt ist. Wer anders denkt, wird schnell mal wegen Verunglimpfung einer bestimmten Personengruppe oder wegen Volksverhetzung angezeigt.

Das Verfahren gegen den Initiator wurde – wie die STUTTGARTER ZEITUNG heute meldet (09.01.2014, S. 6) – übrigens eingestellt. Die Prüfung habe ergeben, dass die Äußerungen der Petition durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien.

Ich bin für die Aufregung des gestrigen Tages gar nicht so undankbar. Sie gab mir den Anstoß, die Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ heute zu unterzeichnen.

Kommentare

  1. Ihr Lieben! Und genau bei so etwas verabschiede ich mich dann lieber aus diesem Blog-Beitrag -> „Da Homosexualität nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft nicht contra naturam ist …“ Nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft stirbt auch niemand, ist dann nicht tagelang absolut mausetot, aufersteht dann nicht zum Leben und fährt (nach einer gewissen Zeit) ebenfalls nicht leibhaftig in den Himmel auf. Nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft kann auch niemand über Wasser gehen, Tote zum Leben auferwecken oder Leute durch ein gesprochenes Wort oder eine Berührung instantan völlig heilen von Blindheit, Aussatz, Besessenheit, Lähmungen und ähnlichem. Nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft gab es auch Adam und Eva nicht. Nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft müßte man wohl mehr als die Hälfte des Wortes Gottes wegstreichen, ausradieren, leugnen und als Lüge begreifen – seien wir doch bitte so ehrlich, ja als Lüge. Welcher Christ will das? Sorry, aber all das erinnert mich stark an die ganzen, total ermüdenden Diskussionen, die ich jahrelang vor allem zum Thema „Homosexualität“ mit „Christen“, die durch ihre Gemeinde/Kirche zur EKD gehören, geführt habe. Das bringt nichts. Da wird hier was weggestrichen, da was rot markiert, hier was ignoriert, da was nicht geglaubt und so weiter und so fort, daß sich ein etwas „dümmlicher Christ“ wie ich, der doch tatsächlich das glaubt, was in der Bibel steht, ganz einfach fragt, warum jene Leute sich überhaupt noch als „gläubig“ bezeichnen … Nur so viel: Jesus Christus war nicht einfach nur ein „netter Mann“, dem man ständig die „nette Bergpredigt“ als etwas Gutes ausweisen kann, der irgendeine groteske „politisch korrekte Ethik“ hatte, die jedem schmeichelt, und den man dann auch nicht mehr „Christus“, sondern nur noch „von Nazareth“ nennt, nein, ER war, ist und bleibt der eingeborene Sohn des einen, lebendigen und heiligen Gottes, der mich, jedenfalls mich NICHT angelogen hat … Für mich gilt Gottes Wort, das klarer und deutlicher ist als es manchem lieb sein dürfte. Dennoch wünsche ich allen Gottes Segen, Gesundheit und Freude! Bis bald!

  2. Alexander meint:

    @Christian: dass Deine Ethik völlig willkürlich ist, haben andere ja schon zur Genüge festgestellt, und das muss mE daher nicht weiter diskutiert werden. Aber ein Nachtrag zur Aussage Homosexualität sei nach dem Stand heutiger Naturwissenschaft nicht contra naturam. Ich weiß nicht, auf welche naturwissenschaftlichen Erkenntnisse Du Dich beziehst, aber das ist auch egal. Denn es dürfte eigentlich den meisten einleuchten, dass die natürliche Funktion der primären Geschlechtsorgane nur in einer heterosexuellen Beziehung zum Tragen kommt. Angesichts der ’natürlichen‘ Funktion der primären Geschlechtsorgane von Mann und Frau weiß ich nicht wie man praktizierte Homosexualität anders als „contra naturam“ bezeichnen kann.

  3. Christian meint:

    „HS war damals nicht nur aus naturwissenschaftlicher, sondern auch aus exegestisch-theologischer Sicht, Sünde.“

    Aber offensichtlich doch nur deshalb, weil sie aus naturwissenschaftlicher Sicht als widernatürlich galt. Das ergibt sich aus der gesamten Argumentation Luthers.

    „Ob Ehepaare Kinder tatsächlich bekommen, liegt in Gottes Hand. Wenn sie Kinder empfangen, sind sie anzunehmen. Abtreibung ist nach Bonhoeffer Mord. Bonhoeffer hat von den Ehepaaren erwarten, sowohl das Recht möglicher Kinder als auch das Nein Gottes zu Kindern in der Ehe zu bejahen.“

    Das ist weitgehend richtig (ein Einwand weiter unten), schließt aber eine Adoption oder IvF in keiner Weise aus. Bonhoeffer geht davon aus, dass Ehe den natürlichen Zweck der Fortpflanzung habe und dass dieser – gemäß der daraus resultierenden lex naturae – Gottes Wille sei: „Die Begrenzung des Rechts der Eheschließung durch die Forderung der Zugehörigkeit beider Ehegatten zu einer bestimmten Konfession […] raubt der Ehe ihren wesentlich natürlichen Charakter und ihr natürliches Recht und macht sie aus einer Ordnung der Natur zu einer Ordnung der Gnade und des Heils […]“ (Ethik, Gütersloh 2010, 201f.). Die Naturforschung aber hat eindeutig nachgewiesen, dass es eben auch ganz natürliche Bindungen von gleichgeschlechtlichen Paaren gibt, sowohl unter Menschen als auch im gesamten Tierreich, deren Zweck nicht die eigene Fortpflanzung, aber dennoch bei manchen Arten durchaus oft die Aufzucht von (fremden/elternlosen) Kindern ist. Auch die gleichgeschlechtliche Partnerschaft bei Menschen ist daher eine Ordnung der Natur, entsprechend der lex naturae und – man kann es nicht anders sagen – von Gott in gleichem Maß gewollt wie die gemischtgeschlechtliche Partnerschaft und alle andern Inhalte der lex naturae. Die Fortpflanzung sowie die Partnerwahl werden von Bonhoeffer als Rechte des Menschen begriffen. Die „Anerkennung des Rechtes des werdenden Lebens“, die Bonhoeffer mit der Eheschließung verbindet, schließt freilich weder IvF noch Adoption aus, sondern vielmehr ein. Freilich muss die „Anerkennung“, der „Wille zum Kind“ gegeben sein, damit eine Ehe legitim ist. Dieser Wille ist geradezu Kriterium der Legitimität einer Ehe (qua lex naturae). Bonhoeffer schreibt zwar vom Segen Gottes durch die Geburt des Kindes (a.a.O., 204), allerdings nur als Gegensatz zur grundsätzlichen Ausschluss des Willens zum Kind. Frappierend ist dabei auch die Formulierung, dass die grundsätzliche Verhinderung der Entstehung neuen Lebens gegen das Recht werdenden Lebens verst0ße. Hier würde man leicht auf die Idee kommen, das könnte man gegen Homosexualität anführen. Die Pointe aber ist: Er parallelisiert und setzt das gleich mit dem Ausschluss des Willens zum Kind! Es wäre heutzutage eine reine Spitzfindigkeit, hierin nur den Nachfahren gemäß dem biologischen Erbgut sehen zu wollen. Der Wille zum Kind kann bei homosexuellen Paaren wie auch bei heterosexuellen Paaren gleichermaßen gegeben sein.

    Fazit: Bonhoeffers Verständnis von Ehe schließt eine legitime gleichgeschlechtliche Partnerschaft nicht aus. Nach heutiger Erkenntnis von der Natürlichkeit gleichgeschlechtlicher Partnerschaften schließt dieses Verständnis von Ehe die legitime Möglichkeit gleichgeschlechtlicher Partnerschaften gar mit ein – als Ehe.

    „Bonhoeffer hat von den Ehepaaren erwarte[t], sowohl das Recht möglicher Kinder als auch das Nein Gottes zu Kindern in der Ehe zu bejahen.“

    Das „Nein Gottes zu dem Kindern in der Ehe zu bejahen“, könnte ich im weitesten Sinn nur aus einer Äußerung von Bonhoeffer herleiten, nämlich: „In der Anerkennung [des Rechtes des werdenden Lebens] aber ist der freien Schöpfermacht Gottes, der aus dieser Ehe neues Leben hervorgehen lassen kann nach seinem Willen, Raum gegeben.“ Eine Ablehnung von IvF oder Adoption impliziert das nicht. Was bejaht werden soll, ist bestenfalls Gottes Nein zu eigenen, leiblichen Kindern oder zu Kindern, die auf dem üblichen Weg gezeugt werden. Aber ein grundsätzliches Nein zu Kindern überhaupt, ist daraus nicht abzuleiten.

    „Ich finde es abenteuerlich, jetzt sogar die Leihmutterschaft theologisch zu rechtfertigen.“

    Ich habe die Leihmutter ohne moralische Wertung als eine Möglichkeit für zwei Männer angegeben, eine Familie zu gründen. In Kalifornien ist das z.B. Praxis. Eine theologische Rechtfertigung habe ich nicht versucht.
    Aber nur aus Interesse: Wie würdest Du denn das Verhältnis zwischen Abraham und Hagar theologisch beschreiben oder rechtfertigen?

  4. Christian meint:

    @Chris
    „Nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft stirbt auch niemand, ist dann nicht tagelang absolut mausetot, aufersteht dann nicht zum Leben und fährt (nach einer gewissen Zeit) ebenfalls nicht leibhaftig in den Himmel auf. Nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft kann auch niemand über Wasser gehen, Tote zum Leben auferwecken oder Leute durch ein gesprochenes Wort oder eine Berührung instantan völlig heilen von Blindheit, Aussatz, Besessenheit, Lähmungen und ähnlichem. Nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft gab es auch Adam und Eva nicht. Nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft müßte man wohl mehr als die Hälfte des Wortes Gottes wegstreichen, ausradieren, leugnen und als Lüge begreifen – seien wir doch bitte so ehrlich, ja als Lüge. “

    Das alles hätte man nach dem Stand der Naturwissenschaft auch zu Luthers und Bonhoeffers Zeiten – ja selbst zu Paulus Zeiten – als Lüge bezeichnen müssen. Dennoch haben sich Paulus, Luther und Bonhoeffer auf die Stände der Naturwissenschaften ihrer Zeiten in dem Punkt der Homosexualität berufen. Und ich darf das plötzlich Deiner Meinung nach nicht? Den Rest, den Du mir unterstellst, habe ich nie behauptet. Sorry, aber Deine Argumentation gegen mich ist ganz und gar inkosistent. Deine Polemik läuft ins Leere.

    @Alexander
    „dass Deine Ethik völlig willkürlich ist, haben andere ja schon zur Genüge festgestellt, und das muss mE daher nicht weiter diskutiert werden.“

    Nur, dass diese Behauptung nicht richtiger wird dadurch, dass Du sie wiederholst oder wiederkäust. Ich habe eindeutig und unmissverständlich dargelegt, dass meine Ethik nicht willkürlich ist, aber das wird ja ständig ignoriert.

    „Denn es dürfte eigentlich den meisten einleuchten, dass die natürliche Funktion der primären Geschlechtsorgane nur in einer heterosexuellen Beziehung zum Tragen kommt. Angesichts der ‘natürlichen’ Funktion der primären Geschlechtsorgane von Mann und Frau weiß ich nicht wie man praktizierte Homosexualität anders als “contra naturam” bezeichnen kann.“

    Die „natürliche Funktion der primären Geschlechtsorgane“? Spaß zu haben, was denn sonst! Wenn man möchte, kann man das auch mit gleichgeschlechtlichen Partnern oder alleine haben. Mitnichten braucht man dazu eine heterosexuelle Beziehung. =) Weise Du erst einmal nach, dass das nicht eine natürliche Funktion der primären Geschlechtsorgane ist. Es ist genauso eine wie Kinder zu bekommen. Weder die eine, noch die andere kann absolut gesetzt oder gegen die jeweils andere ausgespielt werden, noch besteht eine natürliche Pflicht, die eine oder andere Funktion zu erfüllen.

    Aber mal im Ernst: Es wäre grundfalsch, die „Natürlichkeit“ einer Sache nur in der Erfüllung einer vordergründig erkennbaren und persönlich präferierten Funktion annehmen zu dürfen.

    Gute Nacht!

  5. @Christian:

    Aber offensichtlich doch nur deshalb, weil sie aus naturwissenschaftlicher Sicht als widernatürlich galt. Das ergibt sich aus der gesamten Argumentation Luthers.

    Eine (neuzeitliche) Naturwissenschaft gab es damals eigentlich noch nicht, eher mehr oder weniger akzeptierte Naturphilosophien. Luther konnte sich durchaus von diesen abgrenzen. Hier hatte er aber keine Probleme, z.B. einem Aquinas zu folgen, da seine Sicht der zweigeschlechtlichen Ehe (nicht der Sexualität allg.) in dieser Hinsicht biblisch begründbar ist (nicht umgekehrt).

    Fazit: Bonhoeffers Verständnis von Ehe schließt eine legitime gleichgeschlechtliche Partnerschaft nicht aus. Nach heutiger Erkenntnis von der Natürlichkeit gleichgeschlechtlicher Partnerschaften schließt dieses Verständnis von Ehe die legitime Möglichkeit gleichgeschlechtlicher Partnerschaften gar mit ein – als Ehe.

    Ich schließe mich diesem Fazit nicht an und behaupte, dass Bonhoeffer eine gleichgeschlechtliche Ehe (mit dem Segen Gottes) überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Zugegeben: Ich konnte keinen starken Nachweis dafür bringen, dass B. die HS ablehnt (ich habe allerdings auch nicht gründlich gesucht). Das aber liegt mE genau daran, dass B. keine Notwendigkeit sah, diese Auffassung zu erläutern oder zu begründen. Für ihn war das klar. Immerhin konnte ich nachweisen, dass für Bonhoeffer zur geschlechtlichen Gemeinschaft die Bereitschaft gehört, (mE eigene) Kinder zu empfangen.

    Kannst Du denn einen Nachweis dafür erbringen, dass Bonhoeffer in dieser Frage anders dachte, er also gleichgeschlechtliche Ehen bejahte?

    Auch das Argument: „In der Natur gibt es diese und jene Sachverhalte, also ist das normativ (oder gottgewollt)“, lehne ich ab.

    Aber nur aus Interesse: Wie würdest Du denn das Verhältnis zwischen Abraham und Hagar theologisch beschreiben oder rechtfertigen?

    Abraham wollte einen Erben und ging deshalb die Verbindung mit Hagar ein, was damals rechtlich wohl legitim war, aber dennoch nicht der Absicht Gottes entsprach.

    Ich habe die Leihmutter ohne moralische Wertung als eine Möglichkeit für zwei Männer angegeben, eine Familie zu gründen. In Kalifornien ist das z.B. Praxis. Eine theologische Rechtfertigung habe ich nicht versucht.

    So eine Möglichkeit kann mE nur jemand in Betracht ziehen, der ein ziemlich distanziertes Verhältnis zur Leiblichkeit hat. Einer Frau zuzumuten, ein Kind im eigenen Leib großzuziehen, zu gebären und dann gegen Geld an zwei Männer abzugeben, setzt eine erheblich emotionale Kälte voraus. Im Fall, dass zwei Männer die Gebärmutter „mieten“, ist es genetisch sogar das Kind der Frau.

    Was passiert wohl mit dieser Frau? Was später einmal mit dem Kind? Aus der Sicht der Bindungsforschung kann das nur eine Katastrophe sein. Würde mich mal interessieren, was Frauen darüber denken, die Kinder geboren haben. Ich finde schon die Denkmöglichkeit abscheulich und will da nicht weiter über Gottwohlgefälligkeit nachdenken.

    Liebe Grüße, Ron

  6. Ich glaube ja, dass die wenigsten Unterzeichner der Petition sich Mühe gemacht hat eine Originalquelle zu dem genannten Bildungsplan zu lesen. Wer das noch machen möchte:
    http://www.kultusportal-bw.de/site/pbs-bw/get/documents/KULTUS.Dachmandant/KULTUS/kultusportal-bw/Bildungsplanreform/Arbeitspapier_Leitprinzipien.pdf

  7. Alexander meint:

    @Christian:
    „Es wäre grundfalsch, die “Natürlichkeit” einer Sache nur in der Erfüllung einer vordergründig erkennbaren und persönlich präferierten Funktion annehmen zu dürfen.“
    Deswegen nimmst Du feste und flüssige Speisen sicher auch über die Ohren zu Dir. Nur so aus Interesse: Vorzugsweise feste über das rechte und flüssige über das linke oder lieber umgekehrt?

  8. Theophil Isegrim meint:

    @ Ron:

    Ich schließe mich diesem Fazit nicht an und behaupte, dass Bonhoeffer eine gleichgeschlechtliche Ehe (mit dem Segen Gottes) überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Zugegeben: Ich konnte keinen starken Nachweis dafür bringen, dass B. die HS ablehnt (ich habe allerdings auch nicht gründlich gesucht). Das aber liegt mE genau daran, dass B. keine Notwendigkeit sah, diese Auffassung zu erläutern oder zu begründen. Für ihn war das klar. Immerhin konnte ich nachweisen, dass für Bonhoeffer zur geschlechtlichen Gemeinschaft die Bereitschaft gehört, (mE eigene) Kinder zu empfangen.

    Vor ein paar Wochen war ich bei einer Veranstaltung mit Siegfried Zimmer. Er meinte, Jesus habe zur HS keine Stellung bezogen und leitete daraus wohl ab, daß es ok sein. In der Tat hat Jesus sich zur HS nicht geäußert. Er hat nur von Ehe und Ehelosigkeit aus den verschiedensten Gründen geredet. Aber das ist doch recht billig dann daraus ein Einverständnis zur HS abzuleiten. Mit dieser Methode wäre Sodomie auch ganz ok oder noch viele andere Dinge, zu denen sich Jesus nicht ausdrücklich geäußert hat. Immer so wie es gerade der Trend ansagt. Nur weil jemand sich nicht explizit zu etwas äußert bedeutet es nicht sein Einverständnis. Da stimme ich Dir zu, daß man Bonheffer nicht einfach so einen Standpunkt unterschieben kann.

  9. Roderich meint:

    @Chris,
    nur kurz: ich hatte Deinen Beitrag in der Beilage von idea damals gelesen und war sehr positiv angetan. Finde ich wirklich super, was Du geschrieben hast. Dir da ganz viel Segen Gottes auf dem Weg der Wahrheit, den Du gehst.

    Eine kleine Anmerkung:

    Nach aktuellem Stand der Naturwissenschaft kann auch niemand über Wasser gehen, Tote zum Leben auferwecken

    Dazu kann die Naturwissenschaft eigentlich nichts sagen, sondern nur die Philosophie. Und es ist schlechte Philosophie, die „Wunder“ für unmöglich erklärt.
    (Naturwissenschaft versucht nur, durch Beobachtung und Verallgemeinerung von Einzelbeobachtungen, sog. Naturgesetze (empirische Regelmäßigkeiten) festzustellen. Diese Regelmäßigkeiten (z.B. ein Stein fällt wegen Gravitationskraft immer zu boden) kommen aber nur zum Tragen, wenn keine andere Kraft dagegen wirkt. Gottes Eingreifen muss man also gar nicht so sehen, als stünde es im Widerspruch zu den Naturgesetzen).
    Siehe dazu die Dissertation von Daniel von Wachter. http://epub.ub.uni-muenchen.de/1975/, siehe das Kapitel über Wunder. S. 367 – Sind Eingriffe eine Verletzung von Naturgesetzen?

    Das aber nur als ganz kleiner Punkt nebenbei.

  10. @Theophil Isegrim: Danke! Ich habe in meinen Unterlagen mal nachgeschaut. Prof. Rainer Mayer, einer der besten Bonhoeffer-Kenner in Deutschland, hat in: Zehn Fakten und Argumente zum „Lebenspartnerschaftsgesetz“ mit Erläuterungen und Hinweisen auf Dietrich Bonhoeffers Verantwortungsethik. In: ThBeitr 33 (2002), Heft 1, 35–45, geschrieben:

    Ehe und Familie sind auch bei Bonhoeffer unlöslich miteinander verbunden, es handelt sich um ein und dasselbe Mandat. An Stellen, wo Bonhoeffer nur von „Ehe“ (E 223=DBW 6,58), das andere Mal nur von „Familie“ (E 295=DBW 6,383) spricht, zeigt der Kontext, daß es ihm um beides geht. Obwohl der Begriff „Lebensform“ schon seit 1914 durch die „geisteswissenschaftliche Psychologie“ und die „Ethik der Persönlichkeit“ Eduard Sprangers in die Diskussion eingeführt war, spricht Bonhoeffer keineswegs von der „Lebensform“ Ehe, sondern im Unterschied dazu bewußt vom „göttlichen Mandat“ (= göttlichen Auftrag) der Ehe und Familie. Gemäß der Mandatenlehre Bonhoeffers muß widersprochen und widerstanden werden, wenn definiert wird, Ehe sei dort, wo Menschen, auch gleichgeschlechtlich, sich für längere Zeit zu sexueller Beziehung zusammentun; und Familie sei dort, wo immer auch Kinder aufgezogen werden. – Im übrigen können Staat und Kirche definieren, was sie wollen, sie verfehlen dann zwar ihren eigenen Auftrag im Miteinander der Mandate, aber das Mandat von Ehe und Familie selbst bleibt gültig. Bonhoeffer betont: „Ehen werden weder durch die Kirche noch durch den Staat geschlossen und empfangen auch nicht erst durch diese Institutionen ihr Recht. Die Eheschließung erfolgt vielmehr durch die beiden Ehegatten… Das ist lutherische Lehre“ (E 186=DBW 6,202).

    Die Aussage, Jesus habe nichts über die HS gesagt, ist mE überhaupt kein Argument. Erstens stimmt es nicht, denn Jesus hat durch seine Worte die göttliche Stiftung der Ehe als Verbindung von Mann und Frau bestätigt (vgl. Mt, 19,4–5; Mk 10,6). Stimmte, dass er auch implizit nichts gesagt hätte, ließe sich zeigen, dass das NT insgesamt die altt. Ordnung oder eben Mandate voraussetzt. Bei Schlatter oder bei Lütgert (Bonhoeffer war übrigens Assistent bei ihm), wird man dazu Material finden. Überhaupt war die jüdische Auffassung zu dieser Zeit recht klar. Bei Philo oder Josephus lässt sich nachlesen, dass die Ehe damals eine Verbindung von Mann und Frau mit der Absicht zur Fortpflanzung usw. war.

    Liebe Grüße, Ron

  11. Johannes Strehle meint:

    @ Anonym
    „… zu AKZEPTIEREN,
    dass wir Menschen nun einmal … homo- und heterosexuell geschaffen sind,
    gehört zu einer DEMOKRATIE dazu!“
    Bevor ich dazu etwas politisch Unkorrektes schreibe,
    was mich postwendend der Diskriminierung „homophob“ aussetzt,
    muss ich eine Vorbemerkung machen.
    Zur Zeit der Entnazifizierung brauchte man möglichst einen Juden,
    der einem bescheinigte, dass man kein Antisemit war.
    Heute braucht man einen Homosexuellen,
    der einem bescheinigt, dass man nicht homophob ist.
    Ich kann jederzeit eine Bescheinigung vorlegen.

    Der Mensch ist biologisch ein heterosexuelles Lebewesen.
    Sonst wäre er vor Urzeiten ausgestorben.
    Eine kleine Minderheit hat homosexuelle Neigungen.
    Ein pluralistischer Staat hat das zu akzeptieren.
    Der homo occidentalis ist allerdings künftig vom Aussterben bedroht,
    wenn unsere Nachfahren sich über die Genderitis ihrer Vorfahren totlachen.
    Die Norweger, die bekanntlich besonders nachhaltig denken,
    wollten das nicht riskieren und haben den Gender-Nonsens vom Pult gefegt.
    „Des Kaisers neue Kleider“ ist ja auch ein skandinavisches Märchen.
    Ich weiß nicht,
    ob es in den baden-württembergischen Lehrplänen berücksichtigt ist.

  12. Christian meint:

    @Ron

    „Ich […] behaupte, dass Bonhoeffer eine gleichgeschlechtliche Ehe (mit dem Segen Gottes) überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.“

    Exakt das habe ich geschrieben.

    „Kannst Du denn einen Nachweis dafür erbringen, dass Bonhoeffer in dieser Frage anders dachte, er also gleichgeschlechtliche Ehen bejahte?“

    Das zwar nicht und deshalb habe ich das auch nicht versucht. Jedoch leben wir heute nicht mehr in den 1930er/40er-Jahren und müssen von anderen sachlichen und gedanklichen Voraussetzungen ausgehen als Bonhoeffer, wenn wir heute, in unserer Gesellschaft, Theologie betreiben wollen. Mit den theologischen Argumentationsstrukturen Bonhoeffers kann man, unter den heutigen sachlichen Voraussetzungen, meine Position begründen. Und das habe ich getan.

    „Auch das Argument: „In der Natur gibt es diese und jene Sachverhalte, also ist das normativ (oder gottgewollt)“, lehne ich ab.“

    Ich ebenfalls. Wenn Löwen die Kinder ihrer Rivalen auffressen, müssen Menschen das noch lange nicht tun. Es geht aber wohl darum, was für den Menschen natürlich ist. Natürlichkeit ist dabei nicht mit dieser oder jener Funktion gleichzusetzen. Dabei muss man gar nicht in stumpfsinnige Absurdität verfallen wie Alexander. Sonst wäre es ja widernatürlich, Fahrrad zu fahren, weil die menschlichen Beine ja für das Laufen geschaffen wurden; Klavierspielen wäre widernatürlich, Lesen wäre widernatürlich … auch sexuelle Enthaltsamkeit wäre widernatürlich.

    „Normativ“ wäre so etwas schon gar nicht – und eine Normativität beansprucht auch niemand in der aktuellen Debatte für Homosexualität. Was für Homosexualität beansprucht wird, ist, nicht aus dem Bereich des Normalen ausgeschlossen zu werden.

    „Normativ“, d.h. den Bereich der Normalität definierend (und, um Missverständnissen vorzubeugen, nicht bloß ergänzend), ist übrigens nicht gleichzusetzen mit „gottgewollt“. Von Gott gewollt ist das Heil der Menschen – aber es gibt keinen usus legis, der Normativität bedeuten würde.

    Was ich aber mit Luther sage, ist: Was für den Menschen natürlich ist, widerspricht nicht dem Gesetz Gottes für den Menschen.

    @Johannes Strehle

    „Der Mensch ist biologisch ein heterosexuelles Lebewesen.
    Sonst wäre er vor Urzeiten ausgestorben.“

    Nun, nicht ganz, eigentlich ein naturalistischer Fehlschluss, begründet im dichotomischen Denken des Menschen. Ich empfehle die Beschäftigung mit dem Kinsey-Report, insbesondere mit der Kinsey-Skala.

  13. Johannes Strehle meint:

    @ Christian
    „Ich empfehle die Beschäftigung mit dem Kinsey-Report, insbesondere mit der Kinsey-Skala.“
    > Judith Reisman:
    Sexual Sabotage: How One Mad Scientist Unleashed a Plague of Corruption and Contagion on America

  14. @Christian
    Auf welcher Grundlage empfiehlst du jetzt den „Kinsey-Report“?
    Dass dieser nach wie vor in der Kritik steht, ist dir sicher bekannt.
    Dass Kinsey etwas ausgelöst hat, ist unbestritten. Nur auf welcher Basis sind solche Ergebnisse tatsächliche verwertbar und für was?

    Nur einmal zwei frei zugängliche Quellen: http://www.welt.de/vermischtes/article119981298/Als-der-Sex-der-Frauen-zum-Skandal-wurde.html
    Zitat: „Ganz unberechtigt war die Kritik an Kinsey nicht: Würden nicht, zugesicherte Anonymität hin oder her, gerade solche Leute über ihre Sexualität Auskunft geben, die eher experimentierfreudig und offen sind? Und ging der Zoologe nicht etwas zu trocken an die Materie, in dem er Menschen wie Tiere untersuchte? Schon der Titel „Das sexuelle Verhalten des menschlichen Weibchens“ zeigte doch, dass Kinsey Werten wie Gefühl, Psychologie und Seele keine Beachtung schenkte.
    Die Kritik ist nicht verstummt. Religiöse und Feministinnen gehen in seltener Eintracht dagegen vor, und Experten kritisieren, dass Kinsey seine Folgerungen über sexuelle Gefühle von Kindern auf die Erfahrungen eines Pädophilen stützte. War er besessen von Sex? Oder von der Forschung?“

    http://www.dijg.de/paedophilie-kindesmissbrauch/alfred-c-kinsey-report/
    Und hier verweise ich nur mal auf den Titel: „Kinseys Daten“.
    Auszug: „ Einen Einblick in die Einstellung Kinseys zur Datengewinnung geben die beiden folgenden Zitate von Gebhard und Pomeroy: „Im Indiana-State-Farm-Gefängnis wollten wir keine Repräsentativbefragung durchführen – wir pickten nur einfach Sexualstraftäter heraus; später vermieden wir dabei die allgemeineren Straftaten (z.B. Geschlechtsverkehr mit Minderjährigen) und konzentrierten uns auf die selteneren Straftaten… Für Dr. Kinsey waren die Häftlinge keine besondere Gruppe, die von den Menschen außerhalb [der Gefängnisse] zu unterscheiden wären… Das hatte zur Folge, dass wir in unserem Buch von 1948 nicht zwischen Personen mit und ohne Hafterfahrung unterschieden…”34
    „Von Zeit zu Zeit wurden wir von Leuten angegriffen, die der Auffassung waren, wir hätten keine Fallgeschichten von Probanden mit Hafterfahrung in unsere Studie aufnehmen dürfen. Kinsey sagte gerne, diese Auffassung basiere auf dem alten Trugschluss, dass Kriminelle anders als der Rest der Bevölkerung seien.”35
    Der einzige Unterschied zwischen Sexualstraftätern und anderen Männern, so Kinsey, bestünde darin, dass die Ersteren das Pech gehabt hätten, geschnappt worden zu sein.“

  15. Alexander meint:

    @Christian:
    Natürlich kann man mit den Beinen radfahren, das ändert aber nichts daran, dass die primäre Funktion unserer Beine gehen und stehen ist. Ebenso gibt es für alle anderen Gliedmaßen und Organe primäre Funktionen. „Spaß haben“ zählt nicht dazu. So eine Behauptung ist albern, und Du konntest Dich ja auch nur mit Smileys behelfen.
    Der Kinsey-Report ist also der ‚Stand heutiger Naturwissenschaft‘, auf den Du Dich berufst??? Ernsthaft oder ist das ’n Witz?

  16. Johannes Strehle meint:

    Inzwischen hat sich auch der populäre Ministerpräsident zu Wort gemeldet
    und erfreulicherweise aus seinem Denken kein Geheimnis gemacht:
    „Die „Gender-Theorie“ grundsätzlich nicht mehr
    als Grundlage für die Erarbeitung der Bildungspläne heranzuziehen,
    lehnte der Ministerpräsident ab.“
    „Bei den Unterzeichnern der Online-Petition
    handle es sich um „religiös imprägnierte Menschen“.
    (FAZ vom 15. Januar)

    Die Baden-Württemberger haben grün-rot gewählt,
    und sie erhalten, was sie gewählt haben:
    Grün-rote Gesellschaftspolitik.
    (Die CDU hat allerdings ihr Teil dazu beigetragen):
    Die Gender-ideologisch Imprägnierten geben die Richtung vor.
    Die Anzahl der „religiös Imprägnierten“ liegt inzwischen bei über 100.000.

  17. Schandor meint:

    Aus aktuellem Anlass ein Video zum erschreckenden Thema Genderismus – Die Kultur des Todes:

    https://www.youtube.com/watch?v=HzscL5PPkPY

    Nicht vor dem Zubettgehen ansehen!

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