Mangelnde Wertschätzung alter Menschen

Der Heidelberger Theologe Wolfgang Drechsel hat die mangelnde gesellschaftliche Wertschätzung alter Menschen kritisiert. epd meldet:

„Nicht-Altsein gilt als schön“, sagte Drechsel am Samstag bei einer Tagung über Altenseelsorge in Pforzheim-Hohenwart. So werde in Medien und Werbung entweder das „Nicht-Alter“ gezeigt mit Rezepten für Anti-Aging oder Bedrohungsszenarien einer überalternden Gesellschaft Gründe für die „Abwertung des Alters“ liegen nach Auffassung des Theologen im gesellschaftlichen Streben nach einem gelingenden Leben. Dieses sei zugeschnitten auf die jungen, dynamischen und fitten Menschen, die meinten, ihr Leben selbst in der Hand zu haben. Der „Mythos des gelingenden Lebens“ übe Druck auf die Menschen aus, die sich dann immer mehr mit sich selbst beschäftigten statt mit anderen.

Die Schwachen, Gebrechlichen, Kranken und Dementen fielen aus dieser Wahrnehmung heraus, kritisierte Drechsel. Wer dagegen das Leben auch mit seinen Schattenseiten wie Schwäche, Krankheit und Tod sehe, begehe eine Art „Tabu-Bruch“. Menschen, die sich als von Gott geliebt und gewürdigt wahrnehmen, könnten eine kritische Distanz zu den gesellschaftlichen Vorurteilen einnehmen.

So ist das. Hier mehr: www.epd.de.

Kommentare

  1. Das ist so wahr. Wenn Wertschaetzung an Leistung gebunden wird wie in unserer Gesellschaft, dann kommen die Senioren schlecht weg. Es kommen auch die Kinder und Jugendliche schlecht weg, denn sie haben sich die Wertschaetzung noch nicht verdient. Ich arbeite seit Jahren am Konzept einer Wertschaetzungsgesellschaft, in der Wertschaetzung das Fundament aller und alles ist. Ich freue mich ueber jede Auseinandersetzung mit Wertschaetzung in unserer Gesellschaft. Danke fuer diesen Beitrag.

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