Martin Walser über Glauben

Martin Walser hat im Gespräch mit dem DLF sehr knapp über den Glauben (und sein neuestes Buch) gesprochen. Glaube, für Walser eine Gleichung, die nie aufgeht (hier ein gesprochener Buchauszug).

Der Mitschnitt ist nur 1:15 Minuten lang:

Kommentare

  1. Roderich meint:

    Ja, schade, dass er offenbar selber nicht glauben kann. Das kann ja passieren, und er ist ehrlich, wenn er es zugibt. Aber anzunehmen, dass alle Europaer der letzten 2000 Jahre auch so fuehlten, und zwar niederknieten, aber es nicht wirklich glaubten – das ist eine schwere Fehleinschaetzung. Vermutlich hat er da nicht so viele „aeltere“ Buecher bzw. Buecher von echten Christen gelesen – sonst wuerde er das nicht so sagen koennen.

    Man sollte Herrn Walser schreiben.
    Und beten, dass (nach 2. Kor. 4, 4-6) er das „helle Licht des Evangeliums“ sieht, hoffentlich mal an einigen Intellektuellen, die gleichzeitig Christ sind. Davon gibt es ja heute nicht mehr so viel, u.a. weil die Evangelikalen ihr Denken etwas aufgegeben haben.

    Insgesamt aber schade, dass das (echte) Christentum, d.h. eines, das an Wahrheit glaubt, heute so wenig in intellektuellen Zirkeln vertreten ist, dass es Menschen wie Walser, die offenbar durchaus Interesse haben an Fragen des Glaubens, absolut unmoeglich erscheint, dass dies wirklich wahr sein koenne.

  2. Wenn man sein neuestes Buch gelesen hat, wird einem vieles klar: Das ist ein ganz merkwürdiger, fast mittelalterlicher Katholizismus, der da beschworen wird; wenn das das wäre, was ich für Glauben hielte, wäre ich auch ungläubig.

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