Messer ins Herz

Gefoltert, getötet, verscharrt: Rund 10.000 Regimegegner ermordete die rumänische Geheimpolizei Securitate während der kommunistischen Diktatur, die Opfer wurden anonym vergraben. Gegen den Widerstand der alten Kader suchen Historiker und Archäologen nun nach den Überresten der Verschwundenen.

Serbanescus Ungeheuer ist ein Menschenfresser von besonderen Graden und heißt Kommunismus. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten die rumänischen Kommunisten das ganze Land zwischen Karparten und Schwarzem Meer mit einem dichten Netz von Vernichtungsstätten, Arbeitslagern und psychiatrischen Zwangsanstalten überzogen. Zwischen 1945 und 1989, so hieß es 2006 im Bukarester Parlament, seien bis zu zwei Millionen Menschen Opfer von Verfolgungen geworden. Dabei bediente sich die rote Diktatur eines Helfershelfers, dessen Name noch heute viele Rumänen erzittern lässt: Die rumänische Geheimpolizei Securitate war mit zuletzt 400.000 Spitzeln in Rumänien allgegenwärtig wie die deutsche Stasi in der DDR – aber dabei noch ungleich brutaler als Mielkes Männer.

Hier der lesenswerte Artikel von Renate Nimtz-Köster: einestages.spiegel.de.

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