Mission

Die Evangelische Kirche in Deutschland müsse missionarischer werden, hat der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider auf der diesjährigen Synode in Magdeburg gefordert. Möge er sich den Hinweis von Reinhard Bingener zu Herzen nehmen. Der FAZ-Redakteur kommentierte die Synode heute u.a. mit folgenden Worten:

Viel wichtiger für die Zukunft der evangelischen Kirche ist indes, dass sie sich nicht wie eine Bundesmoralanstalt verhält, sondern das Evangelium in Klarheit und Reinheit verkündet. So kann es eine Antwort auf die religiösen Fragen auch mancher Nicht-, Noch-nicht- und Nicht-mehr-Christen sein. Erforderlich dafür ist, dass bei allem, was man sagt und tut, der Bezug zur reformatorischen Auffassung des Evangeliums deutlich wird … Die Profilierung, die Schneiders Vorgänger Huber gefordert hatte, sollte sich deshalb zunächst nach innen und nicht nach außen richten. Die Selbstsäkularisierung muss überwunden werden; alten und neuen Verwässerungen der religiösen Grundlagen sollte entschieden entgegengetreten werden. Wenn das gelingt, kann die evangelische Kirche auch missionarisch erfolgreich sein.

Kommentare

  1. Alsterstewart meint:

    Mehr als ein „man müsste endlich missionarischer werden“ kommt bei den EKD-Leitungsverantwortlichen nicht heraus und es wird an der landeskirchlichen Basis auch nicht gelebt. Bestenfalls lädt die ev. Gemeinde in der Nachbarschaft zum Bastelkreis ein, vorzugsweise nachmittags, wenn die Berufstätigen die Kirchensteuer verdienen.

    So schmilzt die landeskirchliche Struktur langsam ab wie ein Schneemann im Frühjahr.

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