Mülheimer führt größtes Evangelikalen-Netzwerk

Pastor Ekkehart Vetter ist neuer Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz. Die ist das größte Netzwerk Evangelikaler in Deutschland. Die WAZ stellt den Leiter des Netzwerkes vor:

„Christlich sein und rechts sein, das passt nicht zusammen. Mit Bush, Trump und Pence habe ich nichts zu tun. Deren Positionen teile ich nicht“, sagt der 60-jährige Pastor. Und fügt auch gleich verschmitzt hinzu: „In den 80ern habe ich mit der Friedensbewegung gegen die Nachrüstung demonstriert.“ Vetter weiß, wie man Vorurteile ins Wanken bringt. Er wird ständig mit ihnen konfrontiert.

Er will, jenseits der Klischeevorstellungen, mit den Menschen ins Gespräch kommen. Die US-Verhältnisse sind auf Deutschland nicht übertragbar. Gleichwohl, die Glaubenspositionen, die er und seine Mitstreiter vertreten, etwa im Hinblick auf Homosexualität oder den Lebensschutz, besitzen Provokationspotenzial. Denn quer zum Zeitgeist stehen sie schon. „Diese Positionen muss natürlich niemand teilen, aber ich erwarte Respekt.“ Evangelikal heißt so viel wie auf das Evangelium, also die Bibel bezogen. Die Frage ist nur, wie die Bibel jeweils gedeutet wird.

Mehr hier: www.waz.de.

Kommentare

  1. „Er will, jenseits der Klischeevorstellungen, mit den Menschen ins Gespräch kommen. “ – und haut dann gleich ein Klischee heraus: „Christlich sein und rechts sein, das passt nicht zusammen.“

    „In den 80ern habe ich mit der Friedensbewegung gegen die Nachrüstung demonstriert.“ Rückblickend schütteln wohl alle Friedensbewegten nur den Kopf über ihre damaligen Jugendsünden und befürworten heute Kriege wie den Syrien-Krieg gegen Assad und Putin, weil diese unsere Freiheit auf dem Berliner Weihnachtsmarkt und im Istanbuler Reina angegriffen haben.

  2. Dank für den Link. Zwiespältig. Diplomatisch, aber immerhin weniger mehrdeutig als bei anderen, seine Stellungnahme zur Sexualethik.
    Angenehme Differenzierung im Artikel in Gestalt von der Überlegung, man solle politische Kategorien nicht auf theologische bzw. gemeindliche Strömungen übertragen. Leider macht Vetter selbst dies aber. Auf mich wirkt, was er sagt, glattgemacht und weichgekocht, der Typ Gemeindefunktionär, der sein Rückgrat irgendwo auf dem Weg nach oben verloren hat im ständigen Lavieren zwischen den Flügeln und zwischen biblischer Eindeutigkeit und gesellschaftlich Sagbarem. Bezeichnend sein anachronistisch-anbiederndes Demo-Bekenntnis: Die Friedensbewegten fühlten sich moralisch überlegen, lagen aber historisch falsch. Das haben nicht nur zu ihrer Zeit Helmut Schmidt und Helmut Kohl erkannt, sondern vor allem sind sie durch die Geschichte selbst widerlegt worden. Ohne Nachrüstung kein Umdenken in der UdSSR, kein Gorbatschow, Glasnost und Perestroika, kein Aufheben der Breschnew-Doktrin und kein 09. Nov. 1989. Ist das bei Herrn Vetter angekommen?

  3. Theophil Isegrim meint:

    In einem idea-Interview hat er ähnliches gesagt. Daraufhin gab es einige Reaktionen. Und dann meinte er später, er habe „rechts“ unklar verwendet. Hier wiederholt er es wieder. Ja, was denn nun?

    Ich werde mir von so einem Linksextremisten nicht sagen lassen, was christlich ist was nicht! Ich weiß auch nicht, ob er dazu überhaupt in der Lage ist es zu beurteilen. Da könnte ja jeder kommen.

    Ich denke, mit der DEA, das wird nichts mehr.

  4. @Theophil Isegrim
    Ja, die Deutsche Evangelische Allianz ist im Eimer, morsch und kaputt! Ein Schiff, kurz vorm Absaufen.

  5. “Die Begriffe »rechts« oder »links« …sind nur zwei Straßen, die in dieselbe Sackgasse führen; die Ergebnisse sind gleich,…” M.Erdmann

    „Weiche weder zur Rechten noch zur Linken, halte deinen Fuß vom Bösen fern! (Spr.4:27; Jos 1:7)

  6. Confessor Reformatus meint:

    Er hat doch gesagt, er habe den Begriff „rechts“ unklar verwendet. Jetzt grenzt er sich wieder davon ab. Was denn nun? Schlingerkurs a la Diener? Im Übrigen besteht evangelikal zu sein, nicht nur aus konservativ-biblischen Positionen zur Sexualethik. Wie wäre es, wenn er auch bei anderen Positionen quer zum Zeitgeist stünde? z.B. zum zunehmenden Synkretismus , der auch vor frommen Gemeinden keinen Halt macht.

  7. Das Interview hat bei mir mehr Fragen wie Antworten aufgeworfen:
    – Ein nicht frommer Leser bekommt zusammengefasst die Aussage, dass die Evangelikalen nicht rechts sind, aber gegen Homosexualität. Dies ist aber im gesellschaftlichen Mainstream schon ein Widerspruch. Warum lässt sich ein EAD Vorsitzender darauf verkürzen?
    – Warum wird von ihm nicht das Wesentliche der Evangelikalen betont, das aus meiner Sicht bedeutet: Wie haben die SOLAs der Reformation eine praktische Folge im Leben des einzelnen durch eine konsequente Lebensübergabe? Konsequenz:
    Leider bleibt Vetter viel zu sehr im ungefähren stecken. Um die verschiedenen Strömungen in der EAD versuchen zusammenzuhalten ist das sicher richtig.
    Nur kann das das angestrebte Ziel sein? Sicher nicht. Die EAD entkernt sich immer mehr von den Grundaussagen des Evangeliums und verkommt immer mehr zum Sammelbecken der etwas mehr frommen. Zu tun hat das auch damit, dass es zu kritischen Stellungnahmen von Mitgliedern aus der Vorstandschaft der EAD so gut wie nicht mehr kommt und wenn ja werden diese versucht wieder einzufangen
    (siehe: http://theoblog.de/evangelikale-streiten-ueber-familienbild/29040/#comments). Zukunftsweisend und vertrauensfördernd ist das alles nicht

  8. Johannes Strehle meint:

    Der Zentralrat der „großen evangelikalen Katastrophe“ in Deutschland hat einstimmig den richtigen Vorsitzenden gewählt. Er hat unter Diener erkannt, dass die Evangelikalen reif sind, vom Hinterherhinken hinter der EKD auf zeitgemäßes Jogging umzuschalten. Das hält fit. Von den verantwortlichen Konservativen gab und gibt es, wie zu erwarten, die üblichen Proteste, aber keinen ernsthaften Widerstand. (Sie sind die Hauptverantwortlichen für die große evangelikale Katastrophe.) Und die Schafe folgen, wie es ihre Art und Aufgabe ist, den Hirten. Einige Evangelikale, die politisch rechts denken und gelebte Homosexualität für Sünde halten, springen zwar nicht ab, aber reduzieren ihre Spenden. Das kann aber eine EKD, die nicht zuletzt dank der treuen Mitgliedschaft der konservativen Christen im Geld schwimmt und die Entwicklung der Evangelischen Allianz mit Wohlwollen betrachtet, leicht ausgleichen. (Leider stört idea.) Ich hoffe, dass mehr und mehr Spenden der konservativen Christen in Verantwortung vor Gott an die richtigen Adressen gehen. Damit ich nicht falsch verstanden werde: Die Evangelische Allianz und der Gnadauer Verband als Mitglieder-Ressource der EKD befürworten selbstverständlich keine gelebte Homosexualität. Sie haben nur im Namen der Barmherzigkeit und der neuen Toleranz die Tür einen Spalt geöffnet. Schließlich muss jeder mit Gott selbst klären, was für ihn Sünde ist. Kürzlich schrieb jemand: Wir sind auch mit Gott barmherzig.
    Ich habe das Selbstporträt Vetters aus Anlass seiner Wahl, das Interview ideas, das journalistisch professionelle Herausschälen der einzigen klaren und dazu politisch hochaktuellen Aussage, Vetters Reaktionen darauf und jetzt den WAZ-Artikel genau gelesen. Vetter ergänzt im Gespräch mit der WAZ sein unbedarftes zeitgeistiges Gerede und Geschreibe über „rechts“ um ein Kokettieren mit einer linken politischen Jugendtorheit, die im Selbstporträt angedeutet war. Und er ergänzt seine Andeutungen zum Bibelverständnis um eine deutliche Aussage zur historisch-kritischen Methode der Universitätstheologie, die in der Evangelischen Allianz längst salonfähig ist.
    Ron schrieb am 14. Dezember zu einem „bestechendem Artikel „Man scheue die nihilistischen Herausforderungen nicht“ Thomas Thiels in der FAZ: „Tja, Ihr lieben frommen Brüder und Schwestern. Aufstehen! Es ist Zeit, hart zu arbeiten und Antworten zu geben.“ Auf Vetter können wir dabei nicht zählen. Siehe auch „Warum werden wir Gott nicht los“ (20. Dezember).
    Unter „Es gibt keinen christlichen Geist mehr“ zitiert Ron John Stott, der Harry Blamires anführt, „dass christliche Denker mit einem christlichen Verstand heute nicht vorhanden zu sein scheinen. Im Gegenteil“. Vetter ist in dieser Hinsicht kein Licht in der Dämmerung.
    Für die, die meinen, ich hätte persönlich etwas gegen die, die ich in ihrer öffentlichen Funktion kritisiere: Ich wünschte mir, alle Christen wären so sympathisch wie Ekkehart und Sabine Vetter.

  9. @Johannes Strehle

    Mich schmerzt der Zustand auch sehr. Aber in Ihren Satz „Tja, Ihr lieben frommen Brüder und Schwestern. Aufstehen! Es ist Zeit, hart zu arbeiten und Antworten zu geben.“ mag ich am Ende nicht einstimmen. Viele denken noch, es geht hier um Fragen und Antworten, um Logik, um die rechte überzeugende Rede. Dann sollten diese einmal mit amtierenden Kirchenführern oder Universitätslehrern reden und das eiskalte Ziehen der Machtkarte erleben. Da gibt es kein Ringen um die Wahrheit (mehr). Über Bekenntnissynoden, kirchenrechtliche Lehrverfahren und schlussendlich auch eine rechtsnachfolgenden Spaltung sollte ernsthaft nachgedacht werden – und diese auch durchgezogen werden. Von denen, die immer nur vom Aufstehen reden und uns einfachen Leute damit sedieren wollen, habe ich die Nase voll.

    Liebe Grüße!

  10. PeterG meint:

    Sorry – diese Erkenntnis ist nicht neu, wurde hier und an anderer Stelle mehrfach und viel schärfer formuliert und passiert ist genau … nichts. Ich habe nicht die prophetische Gabe, aber kann mir denken, dass wir in einem Jahr noch das Gleiche sagen, weil wir immer noch nicht ins Handeln gekommen sind.

  11. @ Peter und PeterG
    Mir geht es ähnlich wie Euch und überlege mir, was man tun kann, weil beim Beschreiben der Situation stehenzubleiben hilft nicht viel.
    Folgende konkreten Punkte dazu:
    – Zuerst bin ich dankbar darüber, dass es so einen Blog wie diesen hier gibt, der immer wieder kritische Punkte aufzeigt und mit der Kommentarfunktion die Möglichkeit zum Austausch gibt. Damit alleine wissen wir doch schon mal, dass wir mit unserer Denke nicht alleine sind. Vieles, was ich hier gelesen habe auch in den Kommentaren hat mich schon sehr oft zum dranbleiben und zum weitermachen ermutigt
    – Für Bekenntnissynoden oder Bekenntnisinitiativen müssten sich aus meiner Sicht bekannte Personen finden, die sich an die Spitze stellen oder Leute müssten dies selbst lostreten. Bitte richtig verstehen: Man kann von anderen nicht das fordern, was man selbst nicht bereit ist zu tun.
    – Die Gemeinde wechseln und dorthin gehen, wo eine klare Verkündigung ist
    – Was ich mir darüber hinaus vorstellen könnte wäre eine Art Graswurzelbewegung, dass man sich dort, wo es keine bekennende Gemeinde gibt, sich in Kleingruppen oder Hauskreisen regional zusammenfindet, um dort den Austausch zu pflegen, sich gegenseitig zu ermutigen und zu stärken zum „Es ist Zeit, hart zu arbeiten und Antworten zu geben.“ Ich wäre da sofort in meiner Region dabei. Nur brauchst Du dazu jemand, der dazu IT technisch fit ist und dies organisieren kann. Deshalb kann ich das auch nicht anbieten dies zu organisieren.
    – Gott für die eigene Situation immer wieder anflehen, dass er uns in unserem eigenen Gemeindeumfeld auf Leute aufmerksam macht, die wir ansprechen können, zum nachdenken bringen und wo möglich geistliche Gemeinschaft mit ihnen pflegen und so in unserem näheren Umfeld Veränderung bewirken.

    Gibt es noch andere ganz praktische Vorschläge oder kennt jemand einen, der jemand kennt, der zu oben unterstützen will und kann?

  12. PeterG meint:

    Konkret gefragt: Wer aus (Nord-)Bayern unterstützt die Gründung einer Bekenntnissynode?

  13. Johannes Strehle meint:

    @ PeterG
    Ich bin zwar in der Stadt des Augsburger Bekenntnisses aufgewachsen,
    aber wir wohnen leider nicht mehr in Bayern.
    Für die Gründung einer Bekenntnissynode
    würde ich glatt wieder in die Kirche eintreten.
    Haben Bekenntnissynoden eine Grundlage im Kirchenrecht?

  14. Theophil Isegrim meint:

    Es gibt da noch einen praktischen Ratschlag: Beten!

    Wird leider zu oft vergessen. Allerdings schließe ich mich da mit ein. Aber das ging mir heute noch so durch den Kopf. Wie Deutschland sich momentan verändert. Der Islam, der immer neue Forderungen stellt, nordafrikanische Intensivtäter, die sich zu Silvester oder anderen Gelegenheiten zusammenrotten, der desolate geistliche Zustand der EKD, die Evangelikalen, die dieser Entwicklung mit Volldampf hinterhereilen etc.

    Jesus fehlt in unserem Land an allen Ecken und Kanten in unserem Land!

  15. PeterG meint:

    Haben Bekenntnissynoden eine Grundlage im Kirchenrecht?

    Einfache Antwort: Nein. Ich kenne keine Kirchenrecht, dass den ‚zivilen Ungehorsam‘ gegen die Kirche organisiert. Lediglich in den Bekenntnisschriften gibt es Aufforderungen:

    „Und diesfalls sind es die Pfarrer und Kirchen schuldig, den Bischöfen gehorsam zu sein, laut dieses Spruchs Christi, Luk. 10: „Wer euch hört, der hört mich.“ Wo sie aber etwas dem Evangelium entgegen lehren, setzen oder aufrichten, haben wir Gottes Befehl in solchem Fall, dass wir nicht sollen gehorsam sein: Matth. 7: „Sehet euch vor vor den falschen Propheten.“ Und Sankt Paulus Gal. 1: „So auch wir oder ein Engel vom Himmel euch ein anderes Evangelium predigen würden, der sei verflucht“, und in 2. Korinth 13: „Wir haben kein Macht wider die Wahrheit,
    sondern für die Wahrheit“; ebenso: „Nach der Macht, welche mir der Herr zu bessern, und nicht zu verderben, gegeben hat.“ Also gebietet auch das geistliche Recht 2, q. 7, im Kap. „Sacerdotes“ und im Kap. „Oves“. Und Sankt Augustin schreibt in der Epistel wider Petilianum, man soll auch den Bischöfen, die ordentlich gewählt sind, nicht folgen, wo sie irren oder etwas wider die heilige göttliche Schrift lehren oder ordnen.“

    Das ist aus der Confessio Augustana Art 28, der auf der Seite der EKD nicht veröffentlicht wird:
    https://www.ekd.de/glauben/grundlagen/augsburger_bekenntnis.html
    Alle Pfarrer und Mitarbeiter der lutherischen Kirchen – wie ich auch – werden auf Bibel und Bekenntnis hin ordiniert bzw. auf diese verpflichtet. Wer sich allerdings daran hält, muss mit Sanktionen rechnen.

  16. @Johannes Strehle

    „Haben Bekenntnissynoden eine Grundlage im Kirchenrecht?“

    Hatte Luthers Reformation eine Grundlage im Kirchenrecht?

    Hat die Christus-Verleugnung der amtierenden landeskirchlichen Führerschaft eine Grundlage im Kirchenrecht? Haben Sie schon einmal etwas von Lehrverfahren gehört, welches jede Landeskirche kennt? Kennen Sie z.B. noch den Fall Lüdemann?

    @PeterG

    Wenn Sie Mitstreiter in Bayern suchen, dann wenden Sie sich doch einmal an Markus Söder. Der kritisiert gerne die EKD. Und wenden Sie sich an die bayerischen Synodalen, die zuletzt Kritik an Bedford-Strohm übten (vgl. http://www.kath.net/news/57549, wo Sie den idea-Text ohne Kostenschranke lesen können).

    In der Sächsichen Landeskirche wurde im Zusammenhang mit der Änderung des Pfarrerdienstgesetzes (Öffnung der Pfarrhäuser für homosexuelle Pfarrer) laut über eine Bekenntnissynode nachgedacht. Das konnten die Kirchenoberen gerade noch abbügeln und setzten einen Gesprächsprozeß in Gang. Wie das dann gelaufen ist, sollte uns allen eine Mahnung sein, insbesondere wie der SBI-Führer Rentzing dann im Amt umkippte – und jüngst die Kirchenleitung sogar an der Synode vorbei entschied. Bekenntnissynoden erzeugen Öffentlichkeit. Das wollen die Oberen nicht, erst recht nicht, wenn eine solche Bekenntnissynode offen für das weltweite Christentum wäre.

    Liebe Grüße.

  17. PeterG meint:

    @Peter
    Der Vergleich mit Sachsen hinkt bzw. in Bayern wird es so nicht funktionieren, da Sachsen von Pfarrern und Kirchenleitungen ausging, es in Bayern aber eine Bewegung von unten noch oben sein müsste.

  18. @PeterG

    Vergessen Sie Unterscheidungen von „oben“ und „unten“. Sie werden auch „oben“ Menschen finden, mit denen man zusammenarbeiten kann (vgl. bay. Landessynode) – und eine große Schar, die dem jeweiligen stärkeren Winde folgt. Wichtig ist Öffentlichkeit und keine Diskussion hinter verschlossenen Türen.

  19. Roderich meint:

    Lieber Johannes Strehle,

    „Tja, Ihr lieben frommen Brüder und Schwestern. Aufstehen! Es ist Zeit, hart zu arbeiten und Antworten zu geben.“ Auf Vetter können wir dabei nicht zählen.

    Was die biblische Ethik angeht, haben wir von Herrn Vetter ja bibeltreue Töne gehört. Seine theologische Ausrichtung ist ja das Entscheidende. Insofern würde ich da nicht zu früh ein negatives Urteil fällen…

    Ich persönlich meine, er hat sich mit Politik, den verschiedenen Fallstricken von Formulierungen etc. (und welche Strategien evtl. dahinterstehen, dass immer suggeriert wird, man müsse sich von diversen Richtungen „distanzieren“, wie z.B. „rechts“) einfach noch nicht so viel befasst.

    Insofern denke / hoffe ich, dass er schon noch gute Impulse für eine Erneuerung durch Wort und Hl. Geist geben wird.

    Und sicherlich wäre es schön, wenn er sich bei Gelegenheit auch im Bereich Politik vernetzen und austauschen bzw. informieren würde, z.B. auch mit den Büchern von Günter Rohrmoser: „Der Ernstfall. Die Krise unserer liberalen Republik“, oder Rohrmoser: „Kampf um die Mitte“, oder Rohrmoser: „Kulturrevolution in Deutschland. Philosophische Interpretationen der geistigen Situation unserer Zeit“, oder das Buch des österreichischen Juden Paul Gottfried: „Multikulturalismus und die Politik der Schuld. Unterwegs zum manipulativen Staat“, oder von Harald Seubert: „Jenseits von Sozialismus und Liberalismus. Ethik und Politik am Beginn des 21. Jahrhunderts“, oder Harald Seubert: „Europa ohne Christentum? Woraus wir im 21. Jahrhundert leben können“.

    Aber ich glaube, wenn Leute auf sehr grundsätzlicher Ebene bibeltreu sind, folgt das andere von selber.

    Kernaufgabe des Allianzvorsitzenden ist übrigens vermutlich nicht die politische Stellungnahme, sondern die Verteidigung des klaren biblischen theologischen Fundaments der evangelikalen Gemeinden / der evangelikalen Bewegung, nach innen und nach außen, also in Abwehr postmoderner oder liberaler Theologie.

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