Neue Spriritualität

Esoterische und fernöstliche Denkmuster prägen immer mehr unsere westliche Kultur und Religiosität. Schon lange üben fernöstliche Philosophien einen großen Einfluss auf die westliche Theologie aus.

In der Zeit vom 8.-10. Februar 2013 werden in Krelingen Studientage zum Thema „Neue Spiritualität“ veranstaltet. Der Religionsphilosoph Eugen Schmid (Freiburg) wird mit den Teilnehmern Texte von Anselm Grün, Marilyn Ferguson, Eugen Drewermann, Jürgen Moltmann, Karl Rahner u.a. analysieren und einer biblisch-theologischen Wertung unterziehen.

Hier weitere Informationen: JP-13-S32_33.pdf.

Kommentare

  1. Cristian Lang meint:

    Meister Eckhart war doch schon vor Jahrhunderten DER Buddhist unter den Christen. Warum erst in unserer Moderne die schwarzen Schafe suchen?
    Es gibt keinen besseren Christen als Meister Eckhart, denn dieser hat den Christus in sich verwirklicht und Erlösung=Befreiung (=Nirvana) erfahren.
    Und die meisten Schafe des Christentums (und auch der Christenheit…) irren noch in Verwirrung im Universum herum… und suchen die Schwächen von Anselm Grün. Lustig!
    Viel Erfolg und eine gelungene Erlösung wünscht der Infinitist.

  2. Andreas meint:

    @ Cristian Lang,
    vermutlich interpretieren Sie Meister Eckhart falsch wenn Sie ihn als Nirvana-Denker lesen. Davon abgesehen: ich gehe davon aus, dass Sie die Bibel nicht als Offenbarungsquelle Gottes ansehen. Bleibt dann die Frage, woher sonst die Informationen zu nehmen sind, wer Jesus war und wie man ein guter Christ ist.
    Was Sie verkündigen kann alles sein – es ist nur kein Christentum.

  3. Schandor meint:

    @Christian Lang

    „… Meister Eckhart … hat den Christus in sich verwirklicht …“

    Hörst Du darin die Stimme des Widersachers nicht deutlich heraus? „Ihr werdet sein wie Gott …“. Satans Verführungen sind nicht immer so plump wie in diesem Fall …
    Gar nicht lustig! 🙁

  4. Roderich meint:

    Eigentlich interessante Themen, man müßte das, was Herr Lang schreibt, mal im Einzelnen besprechen. (Dazu fehlt mir aber momentan die Zeit).
    Ja, die Frage wäre, woher Sie, Herr Lang, Ihre Einsicht über das, was Erlösung ist, nehmen.
    Nehmen Sie dazu auch die Bibel zu rate, und meinen nur, man muss sie „umdeuten“, oder nehmen Sie gleich ganz andere Quellen?
    Dann gäbe es also Ihrer Meinung nach eine andere Quelle, aus der man erfahren kann, wer Christus war / was Erlösung ist. Kann man diese Quelle irgendwie legitimieren?

  5. Cristian Lang meint:

    Keineswegs aus der Bibel. Ich sehe mich in weitestem Sinne auch als Christ, wenn auch formal lange nicht mehr.
    Meister Eckhart passt, http://de.wikipedia.org/wiki/Nagarjuna genauso – aber ich bin nicht New Age, sondern Schüler der Tradition namens http://de.wikipedia.org/wiki/Dzogchen, die älter ist als das Christentum.
    Dennoch gab es eben doch auch ganz tolle Christen, eben Eckhart: http://www.eckhart.de/index.htm?bulle.htm

  6. Cristian Lang meint:

    Ganau, schandor, ist bin der Satan. Willkommen in meinem Reich!

  7. Cristian Lang meint:

    Schandor: Ich bin halt Budddhist, habe mich ja schon geoutet.
    Muslime denken ja auch, dass sie Recht haben und die Welt (also auch alle Andersgläubigen) Unrecht haben und daher Stimme des Widersachers. DAS ist plump – denn wenn man Recht hat („Ich“ weiß wer Gott ist und wer „Satan“), dann ist es leicht, diejenigen, die Unrecht haben, zu verfolgen – tun doch gerade auch viele Muslime, und den Christen, auch den reaktionären (fühlst du dich angesprochen?) gefällt das gar nicht.
    Leichter Meister Eckharts Worte genau zu verstehen:
    1. Einst befragt, warum Gott die Welt nicht früher erschaffen habe, gab er damals, wie auch jetzt noch, die Antwort, daß Gott nicht eher die Welt habe erschaffen können, weil nichts wirken kann, bevor es ist. Darum: sobald Gott war, sobald hat er auch die Welt erschaffen.
    2. Desgleichen kann zugegeben werden, daß die Welt von Ewigkeit her gewesen ist.
    3. Desgleichen: Auf einmal und zugleich, als Gott war, da er seinen ihm gleich ewigen Sohn als ihm völlig gleichen Gott erzeugte, schuf er auch die Welt.
    4. Desgleichen: In jedem Werk, auch im bösen, im Übel der Strafe ebensosehr wie im Übel der Schuld, offenbart sich und erstrahlt gleichermaßen Gottes Herrlichkeit. ALLES Original Eckhart bitte!!! DER Beweis auch, dass es weder Gut noch Böse absolut gibt JAAA Schandor, es spricht gerade der Satan zu DIR!!!).
    5. Desgleichen: Wer jemanden mit einer Schmähung lästert, lobt Gott durch eben diese Sünde der Schmähung; und je mehr er schmäht und je schwerer er sündigt, um so kräftiger lobt er Gott. (DAS ist Orignal Meister Eckhart SCHANDOR).
    6. Desgleichen: Wer Gott selbst lästert, lobt Gott.
    7. Desgleichen: Wer um dies oder jenes bittet, der bittet um Übles und in übler Weise, weil er um die Verneinung des Guten und um die Verneinung Gottes bittet, und er betet darum, daß Gott sich ihm versage.
    8. Die nach nichts trachten, weder nach Ehren noch nach Nutzen noch nach innerer Hingabe noch nach Heiligkeit noch nach Belohnung noch nach dem Himmelreich, sondern auf dieses alles verzichtet haben, auch auf das, was das Ihrige ist, – in solchen Menschen wird Gott geehrt.
    10. Wir werden völlig in Gott umgeformt und in ihn verwandelt; auf gleiche Weise, wie im Sakrament das Brot verwandelt wird in den Leib Christi: so werde ich in ihn verwandelt, daß er selbst mich hervorbringt als sein Sein als eines, nicht (etwa nur) als gleiches; beim lebendigen Gott ist es wahr, daß da kein Unterschied besteht. (dies gilt für alle, auch für SATAN…).

    Beweis: jede Sünde ist nur vorübergehend.
    Wer die Bibel braucht, um sie zu deuten, kann doch auch gleich zu direkteren Lehren greifen, die so klar sind, dass sie nicht gedeutet werden müssen….
    Oder die Bibel wörtlich nehmen. Geht ja auch.
    Klar habe ich von vornherein andere Quellen, ich bin ja auch Satan (sorry, aber die Plupheit dieser Bezeichnung ist halt sehr sehr lustig).
    Auch Sandor hat Christusgeist in sich. Niemals davon getrennt.
    Oder Eckharts Schriften waren von Satan selbst geschrieben worden (welcher Satan bitte??? Satan ist nichts anderes als die Zuflucht zum eigenen Ego. Das Ego ist nicht ein Problem, wenn dazu nicht Zuflucht genommen wird…).

  8. Cristian Lang meint:

    Das Werk Satans, Eckharts ist hier: http://www.eckhart.de/index.htm?bulle.htm
    Wenn aber Eckhart Satan ist, wieso konnte er dann in Frieden mit der kathol. Kirche sterben?

  9. Cristian Lang meint:

    @Roderich

    Ja klar kann man die Quellen legitimieren. Sie entstammen Gott persönlich (der buddhistische Begriff für „Gott“ ist Dharmakaya).
    Die originalen Schriften des http://de.wikipedia.org/wiki/Dzogchen sind tatsächlich direkt aus dem Dharmakaya (also: aus Gott), sie wurden nicht über die Jahrhunderte durch Menschenwerk (!) verpfuscht.
    Das heißt aber nicht, dass in der Bibel die Essenz nicht auch enthalten wäre, sie ist aber arg verwässert worden (ist Verwässerung nicht New Age? – Das ist rhetorisch witzig: Zwei Tausen Jahre Christentum = zwei Tausend Jahre New Age).

  10. Cristian Lang meint:

    Und: Ich bin sicher (felsenfest, daran glaube ich nicht mal), dass Meister Eckharts Schriften auch direkt aus Gott sind.

  11. Cristian Lang meint:

    @Andreas
    Somit würde ich schon auch sagen, dass ich die Bibel durchaus als eine Offenbarungsquelle Gottes sehen kann, aber nicht als die einzige, aber als eine derer, die am meisten verwässert wurden (in ihrem wahren Gehalt verwässert meine ich, nicht in den äußeren Begrifflichkeiten). Im Gehalt verwässert wird die Bibel aber noch durch den Koran meilenweit übertroffen – der Koran verhindert Gott noch mehr.
    Das heißt aber nicht, dass seine wahre Essenz nicht auch Gott wäre.

  12. Cristian Lang meint:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Trikaya = die untrennbare Dreieinigkeit von Vater, Sohn und heiligem Geist (ok, mir ist klar, dies ist kein katholischer Blog, aber dennoch…)…

    von wegen New Age

  13. @Cristian

    Vieles davon hat auch mit Katholizismus nix zu tun. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/In_agro_dominico

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