On ‚Sexual‘ Morality by C.S. Lewis

Haben Menschen ein uneingeschränktes Recht auf Glück? Hier die Animation eines Essays von C.S. Lewis:

VD: JO

Kommentare

  1. Bettina Klix meint:

    Vielen Dank für dieses Video! Es gibt einfach Dinge, die nur C. S. Lewis unmissverständlich sagen kann. Und die Zeichnungen sind kongenial.
    Ich fühlte mich an die Wirkung der Lektüre von „The Four Loves“ erinnert. Darin wird mit allen Illusionen über die Liebe aufgeräumt.

  2. Christina meint:

    Es ist eine Freude, Lewis zu lesen. Er legt alles so deutlich aus, dass es bei bestimmten Sachen einfach „klick“ macht. Schade, dass unter dem, was heute alles geschrieben wird, kaum noch so etwas gefunden werden kann.

    Früher hat der Mensch noch gedacht – sich mit Wahrheiten und Nicht-Wahrheiten auseinander gesetzt. Logik (viz. A und B sind wahr, daraus folgt C, D wird ausgeschlossen) war der Katalysator eines Arguments – und das wichtigste Hilfsmittel in einer Diskussion. Diese Logik durchzieht nicht nur antike, sondern theologische Werke – die älteren zumindest (man denke beispielweise an Edwards). Aber auch bei Tozer – und eben Lewis – (um nur zwei zu nennen) sieht man diese schlüssige Argumentationsweise.

    Heutzutage ist es bedauerlich zu sehen, dass die sog. „Wahrheiten“, Wertorientierungen und Weltbilder unserer Gesellschaft nicht einmal als falsch erkannt werden, wenn man dies logisch und fundiert widerlegt: Die Einwände darauf sind dazu noch widersprüchlich und weder in sich schlüssig, noch durch Belege, Beweise – am allerwenigsten Logik – gedeckt (von gefälschten wissenschaftlichen Erkenntnissen ganz zu schweigen)…
    Wie weit wird es noch kommen?

  3. Roderich meint:

    @Christina,
    volle Zustimmung, und danke für Deinen Beitrag !
    Es ist absolut zutreffend, dass Logik für Christen sehr wichtig ist. (Im Mittelalter wurde Logik oft mehr als jedes andere Fach gelehrt. Es ging um die Wahrheit, und sie sollte z.T. in Disputation, im Dialog der Argumente etc. ermittelt werden – mit den Prämissen der Bibel und mit allgemein für wahr gehaltenen Prämissen (z.B. aus der Erfahrung).

    Logik hat natürlich insofern Grenzen, als sie die Prämissen irgendwoher nehmen muss. (Sie kommen u.a. aus der Beobachtung des Alltags, aus vernünftigen Einsichten, oder aus Offenbarung – der Verstand kann nicht alles „Material“, mit dem er denkt, selber „erzeugen“.). Logik ist also nur ein Mittel, und ein hilfreiches Werkzeug. Als Christ darf man sie dankbar nutzen, in dem Wissen, dass Gott uns den Verstand gegeben hat, um ihn zu verwenden (zu Gottes Ehre).

    Man kann auch den Fehler machen, Logik an die Stelle von Offenbarung zu setzen. Viele Intellektuelle hätten nicht „mehr Logik“ nötig, sondern mehr „Input von Prämissen“, nämlich aus der Bibel. (Die Bibel ist auch eine lebendige Offenbarung, und der Geist Gottes offenbart uns sowohl propositionale als auch nicht-propositionale Wahrheiten, wenn wir die Bibel lesen – beides ist wesentlich für eine Beziehung zu Gott. Und auch an die propositionalen Wahrheiten muss Gott uns ständig erinnern. So hält Gott uns auch demütig und abhängig von Ihm und Seinem Wort und Gebet).

    Aber Logik ist definitiv sehr gut. Christus ist der „Logos“, Gott ist vernünftig und hat die Welt vernünftig gemacht. Vernunft ist auch eine der notwendigen Bedingungen für jede Kommunikation. (Und auch bei maximalem Verständnis von Logik bleibt ja noch Raum für das „Mysterium“ oder dafür, dass manche Dinge höher sind als unser Verstand (Jesaja 55)- das eine soll man nicht gegen das andere ausspielen. Übrigens hilft die Logik dabei, zu unterscheiden, was in den Bereich der Logik fällt und was über das Denken hinausgeht etc.).

    Was heute fehlt, ist dass Logik und eine solide (bibeltreue) philosophische Grundbildung an allen Bibelseminaren, theologischen Hochschulen etc. gelehrt wird. Denn die, die von der Bibelschule abgehen und dann in einer Gemeinde tätig werden, also Pastoren, sollten an Wahrheit interessiert sein, sollten das Denken und die Liebe zur Wahrheit ihrer Gemeinde stärken.

    Dies wird eine der zentralen Bedingungen sein für eine neue Reformation. (Neben einer erneuten Liebe zu Gottes Wort, einem Geist des Gebetes etc.). Das eine tun, das andere nicht lassen.

    Ja, C.S. Lewis hatte diese (philosophische, logische und klassische) Bildung, wie er in „Surprised by Joy“ beschreibt.

  4. Christina meint:

    Vielen Dank für die Sichtweise @ Roderich! Da sind einige sehr interessante Punkte dabei, deren ich mir selber noch gar nicht so bewusst war – und ich stimme voll und ganz zu…

    Allerdings muss ich oft mit der Versuchung kämpfen, nicht ganz in Resignation zu verfallen, wenn man unsere Kirchen und die sogenannten „Christen“ heutzutage beobachtet. Ganz alleine einen völlig anderen Weg einzuschlagen (und dabei von wohlmeinenden Christen als „Calvinist“ angeprangert zu werden), und den Weg trotz Versagen immer stetig weiter zu gehen ist oft sehr schwer, und gerade da hilft es, mir vor Augen zu halten, dass ALLES in Gottes Hand ist.

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