Peter Singer in Berlin

Seit Jahren setzt sich Philosoph Peter Singer für Tierrechte ein. Mit behinderten Babys hat er weniger Mitleid: Die dürften getötet werden. Der Philosoph und Bioethiker soll am 26. Mai in der Berliner Urania vom „Förderverein des Peter-Singer-Preises für Strategien zur Tierleidminderung e.V.“ ausgezeichnet werden. Die Laudatio soll Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung halten. Es gibt Proteste gegen seinen geplanten Auftritt.

In Berlin soll Peter Singer einen Tierschutz-Preis erhalten: Seit Jahren setzt er sich unter anderem für Menschenrechte für Menschenaffen ein.

Behindertenverbände und Politiker protestieren gegen den Auftritt. Der Behindertenbeauftragte der Unionsfraktion im Bundestag, Uwe Schummer, sagte der Zeitung: „Hier wird einem Mann ein Podium geboten, der behinderten Menschen – insbesondere Säuglingen – das Lebensrecht abspricht. Das geht gar nicht.“

Die behindertenpolitische Sprecherin der Grünen, Corinna Rüffer, forderte einen „Aufstand der Anständigen“: „Dass jemand, der die Tötung behinderter Säuglinge legalisieren will, ausgerechnet in Deutschland zum wiederholten Mal einen Preis bekommt, treibt mich vor Wut auf die Palme. Ich hoffe, dass sich dagegen nicht nur Menschen mit Behinderungen und ihre Verbände wenden.“

Auch die Bundestagsabgeordnete Katrin Werner (Linke) ist entsetzt: „Es ist unerträglich, dass solchen menschenverachtenden Einstellungen eine öffentliche Plattform geboten wird. Solche Ansichten dürfen nicht als legitim anerkannt werden. Sie dürfen nie wieder salonfähig werden – das lehrt uns die Geschichte. Die Berliner Urania sollte ihre Räumlichkeiten für eine solche Veranstaltung nicht zur Verfügung stellen.“

So ganz überzeugend wirkt der Protest der Politiker angesichts Präimplantationsdiagnostik (PID) und geduldeter Abtreibungspraxis allerdings nicht.

Mehr: www.welt.de.

VD: TJ

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Wenn ich Realpolitiker wäre, dann würde ich die LSBGT-Bewegung gegen ihn anspitzen: Da werden ja auch homosexuelle, lesbische und transmutierte Säuglinge getötet! Die LSBGTler, die würden dem Peter was singen!

  2. Markus meint:

    a) Singer denkt nur konsequent zu Ende, was aus einer atheistischen Weltanschauung folgt: Wer leben darf und wer nicht, wird letztendlich von den politisch Mächtigen definiert bzw. (in der „Demokratie“) von denen, die das Denken der Massen lenken.
    b) Die Kritik von denen, die befürworten, dass den über 6 Millionen getöteten Kindern jeglicher staatliche Schutz entzogen wurde, ist dagegen pure Heuchelei.
    c) Aber diese Heuchelei ist doch wiederum ein Mittel der Politik bzw. der Demagogie. Es funktioniert ja so prächtig.

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