Professx trifft Student*innen

Die FAZ berichtet über die immer rigorosere Durchsetzung des sogenannten Gender-Deutsches an den deutschen Hochschulen. Personen und Gruppen, die sich diesem Trend entgegenstellen, haben es immer schwerer. Dennoch gibt es Widerstand:

Jenovan Krishnan zum Beispiel ist Bundesvorsitzender des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS), und der 25 Jahre alte Student der Politikwissenschaft aus Frankfurt sagt: „Die Mehrheit der Studenten wünscht sich die gegenderte Sprache nicht.“ Er beklagt, dass Hochschulen überall in Deutschland „den Weg des geringsten Widerstands gehen, indem sie der Forderung einer kleinen Gruppe nachgeben und die gegenderte Sprache für Haus- und Abschlussarbeiten verpflichtend einführen“. Krishnan und seine Mitstreiter empfinden das Gender-Deutsch als kompliziert und weltfremd. Mit mehr Stipendienprogrammen und familienfreundlicheren Hochschulen ließe sich für die Gleichberechtigung von Frauen mehr erreichen.

Professor Ulrich Kutschera aus Kassel formuliert seine Kritik am Gender-Deutsch drastischer. Die „Geschlechter-Ideologie“, wie er sie nennt, sei nicht akzeptabel. In seiner fast vierzigjährigen Laufbahn als Biologe an Hochschulen in Deutschland und den Vereinigten Staaten habe er „noch nie, weder beruflich noch privat, eine Frau kennengelernt, die sich sprachlich diskriminiert gefühlt hätte“.

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Kommentare

  1. Leidender meint:

    Ich kenne eine Person, sie sich sprachlich diskriminiert fühlt: meine Professorin. Meine genderneutrale Sprache erscheint Ihr nicht gendergerecht. Vielmehr soll ich durch die bewusste Nennung beider Geschlechter, besser noch aller Geschlechter (bspw. durch _, * oder das x), die Inklusion fördern.

    Sprache beeinflusst das Denken. Tolerantes Denken drückt sich in gendergerechter Sprache aus.

    Achso, Toleranz. Da sind wir bei einem wesentlichen Missverständnis angelangt. Toleranz heißt natürlich befürworten, denn durch das bewusste Benennen (und nein, es geht nicht ums Inkludieren) wird dafür gesorgt, dass alle Sprecher und Hören, männlich wie weiblich, immer geschlechtliche/genderliche Diversität ALS GUT mitdenken sollen.

    Darüber kann man streiten, darf man aber (in Hochschule) scheinbar nicht.

    Ich füge mich, da ich keine direkte Unterstützung des Bösen sehe, wenn ich in diesem Punkt den Herrschern (i.e. meiner Professorin) Folge leiste.

    Kritische Anmerkungen erwünscht!

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