Radikale Kontextualisierung (1): Kinderbibeln ohne Gott

In den letzten Jahren sind 150 neue Kinderbibeln erschienen. Die meisten zeichnen ein neues, modernes Bild der christlichen Religion. Aus einst furchterregenden Erziehungsfibeln sind multikulturelle Wohlfühlbücher geworden. Dieser Wandel lässt sich dank einer Schenkung an die Universität Zürich eindrücklich belegen.

Hier der SF-Bericht:

VD: JO

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Kindergottes(!)dienst(!) in einer reformierten(!!!) Kirche – ohne Gott – Calvin, lass dich trösten und freu dich, dass du das nicht erleben musst. Hast an deinen Nierensteinen ohnehin genug zu leiden gehabt.

    Grotesk. Jesus als Spielpartner im Multi-Kulti-Kindergarten:

    Ja, er hat gesagt: Lasst die Kinder zu mir kommen, denn ihrer ist das Himmelreich!
    Ja predigt das den heutigen Kindern – und sie werden morgen Atheisten sein. Wer den Kindern das Evangelium nicht in seiner ganzen Herrlichkeit und(!) und seinem ganzen Schrecken (Leidensgeschichte, ewige Verdammnis, Jüngstes Gericht usw.) schön und grausam genug vor Augen malt, macht aus seinem Herzen eine 1A-Mördergrube. Als ob unsere Kinder dämlich wären! Als ob sie dadurch verletzt würden! So ein Müll!

    Aber eines muss man loben: Die Methode. Auf diese Weise wird Kindern nämlich schon früh genug eingeimpft: „Eigentlich ist das alles harmlos. Sieht man doch schon an den Bildern. Eine Katze. In der Bibel.“ Vielleicht findet sich aber in irgendeinem Kloster am Sinai in einem anderen Mülleimer noch ein Codex, der die Perikope mit der Katze enthält?

    „… um Kinder vor grausamen Darstellungen zu schützen … die würden das Buch doch gleich zuschlagen.“ Wie unterbelichtet ist denn das?
    Ich habe vor einigen Jahren einer Siebenjährigen die Episode mit Simson und dem Eselskinnhaken erzählt. Mit allem Schrecken. Das Mädchen war begeistert! Und wenn ich Kindern erzähle, sind sie immer begeistert.
    Najo, Gutmenschentum – wir tun halt schaun, dass wir nur niemand verletzen – ja geht ja gar nicht, wenn es nicht einmal mehr jemanden berührt!

  2. Könnt ihr denn eine gute Kinderbibel für Kinder im Alter bis ca. 6 Jahren empfehlen? Danach kommt wohl Anne de Fries, oder? (Ernst gemeinte Frage)

  3. @Walde: Die kann ich sehr empfehlen:

  4. Interessanter Beitrag. Danke Ron!

  5. @Ron: nach deinem Doppelpunkt im letzten Kommentar erscheint irgendwie nichts…

  6. Alexander meint:

    Kinderbibeln ohne Christus am Kreuz (wegen angeblicher Gewaltverherrlichung) aber mit Adam und Eva beim Sex. Geht’s noch?

  7. genau, jesus im multi-kulti kindergarten das geht ja garnicht. dann doch lieber ein arischer jesus oder einer der kinder garnicht anschaut.
    kleine (nicht ironisch gemeinte) anmerkung. eine kinderbibel ohne jesus am kreuz, oder ohne gott. davon halte ich auch nichts.

  8. Alexander meint:

    @nik: Hier verteidigt keiner die Nazi-Bibeln oder die pathetischen Darstellungen des 19. Jh.s.

  9. Schandor meint:

    @nik

    Hier ist kein Entweder-Oder angedacht (multi-kulti vs nazi). Du musst zuerst das Video angucken, das hilft!

  10. @schandor. Ich hatte das video angeschaut. An dem video habe ich auch nichts zu kritisieren.
    @alexander. Ich werfe niemandem vor die nazibibeln zu verteidigen.
    Mit besten grüβen

  11. Ich musste an einen Betrag auf dem resurgence blog denken, in dem die Autorin sagte:

    „This isn’t the gospel; we’re not handing down Christianity. We need much less of Veggie Tales and Barney and tons more of the radical, bloody, scandalous message of the God-man crushed by his Father for our sin.“

    Allerdings finde ich es immer hilfreicher, wenn man sich mehr darauf konzentriert, was gut läuft. Und für diesen Fall ist die ‚Gott hat dich Lieb‘ Kinderbibel von sally Lloyd-Jones wirklich ein hervorragendes Beispiel!
    Es zeigt, dass ‚evangeliumszentrierte‘ C hristen nicht nur etwas haben, was sie kritisieren, sondern vor allem etwas, was sie verkünden wollen und für das sie Leidenschaft aufbringen. Namentlich: Jesus, der Messiaskönig! =)

    mit besten Grüßen,

    Marcus

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