Rick Warren: The Battle for your Mind

Rick Warren war eingeladen, auf der Desiring God Konferenz 2010 zu sprechen. Er konnte allerdings überraschend nicht persönlich erscheinen und hat deshalb eine Videobotschaft an die Konferenz geschickt, die den den Besuchern gezeigt wurde (über die Gründe informiert er am Anfang seiner Predigt).

Inzwischen wird schon viel über die Botschaft diskutiert. Wer an dieser kontroversen Diskussion teilnimmt, sollte Warren zumindest einmal zuhören.

Kommentare

  1. Ich fange mal an. Das ist die erste Predigt von Rick, die ich mir angehört habe. Rick sagt eine Menge Dinge, die hilfreich und gut sind. Für einige Impulse bin ich dankbar. Beispielsweise für die Aufforderung, Geister zu prüfen und die geistliche Waffenrüstung anzuziehen. Dass Glaube durch Taten sichtbar wird, ist ein wichtiger Gedanke.

    Als Rick anfängt, über die Träume und die Kraft der Imagination zu sprechen, ist das für mich ziemlich anstrengend. Als er sogar fordert: Wir brauchen Träumer und Träume, die Gott segnet (Dream dreams for God!), fühle ich mich sehr an Robert Schuller und die Kraft des imaginären Denkens erinnert.

    Liebe Grüße, Ron

  2. Ich mache mal weiter: Was mich darüber hinaus irritiert, ist die Gleichung: Sünde ist eine Krankheit des Geistes, also falsches Denken. Rick scheint mir hier sagen zu wollen: Denke richtig und so wirst Du das gute Tun.

    Das erinnert mich an den Versuch, sich selbst zu programmieren. Ich würde eher sagen, falsches Denken ist die Folge unserer Rebellion gegen Gott, eine gottwidrige Grundrichtung, das Eingekrampftsein auf sich selbst. Ich komme da nicht ohne Jesus raus, ich brauche das Evangelium. Ich brauche Christus, nicht die richtige Technik.

    Liebe Grüße, Ron

  3. Bettina Klix meint:

    Da ich nichts über Warren wusste, fand ich vieles, was mir als eine schöne Formel erschien. Take captive every thought to make it obedient to Christ.
    Punkt eins – das ist herrlich: Don’t beleive everything you think. Ja, das kann man zu sich selbst, aber auch zu andern sagen, wenn es mal wieder rauh zugeht.

    Auch was er über die wichtige Lektüre der alten Schriften sagt – Euch mit der Materie enger Vertrauten vielleicht eine Selbstverständlichkeit, für mich aber eine so noch nie gehörte Einschätzung. Warren: Viele Menschen tun so, als sei zwischen Paulus und Luther nichts passiert. Aber nein:God has been working… Also gibt es da viel zu lesen.

    Und auch Warrens Eingeständnis: Es wird zu viel gelehrt, zu viele Impulse. We are teaching them too much. Aber das Leben kann nicht täglich von Grund auf geändert werden.

  4. ich weiß noch nicht genau, was ich davon halten soll. Ich habe den Vortrag einmal angehört, er ist ganz schön lang (1 Stunde). Rick Warren kündigt sechs große Themen von den nach seiner Aussage fast hundert Themen zu Weisheit (?) an, die er nach über 30-jährigem Studium im Repertoire habe.

    Ich habe nach meinem Mitschrieb nur vier oder fünf große Themen mitbekommen. Ich habe meine kurzen Notizen einfach unbearbeitet hierher gestellt:
    – don’t believe everything (that) you think … we are all mentally ill, because of sin … (Jer 17,9)
    – guard your mind from garbage Pro 15, 14; Phil 4, 16
    – never let up on learning … love knowledge, wisdom … Isa 55,8; Pro 18,15 eager!; Ps103,7; Pro 19,8; 10,14 store up!
    Nebenthema zu „never let up on learning“: there is too much teaching
    – teach them how to let God stretch your imagination … Pro 29,8 … dream great dreams for God Eph3,20

    Ich fand den Vortrag spannend und ich konnte zu allem auf die Schnelle Amen sagen. @Ron: Die Gleichung „Sünde ist Folge falschen Denkens“ habe ich nicht gehört, wahrscheinlich muß ich den Vortrag nochmal anhören. Aber das ist dann vielleicht doch zuviel. Vielleicht kann man den Vortrag auch in Textform haben? Dann geht es natürlich schneller.

    Der Vortrag war ersichtlich auch auf die Schnelle gemacht, verständlich bei den turbulenten Ereignissen, durch die er die Tage davor gegangen war. Man kann sehen, wie er beim Sprechen immer auf die fünf Zettel schielt, und manchmal kurz die Orientierung verlieren zu droht. Erinnerte mich ein bischen an meine eigene Arbeit, ich mußte Lachen dabei.

  5. Ich komme erst jetzt dazu, mir diesen Vortrag anzuhören. Vielen Dank für den Post, denn, um mich gleich in das Thema einzuhaken, man lernt ja nie aus. Ich habe schon in der Vergangenheit notgedrungen vom ihm gelernt. (Jetzt bin ich schlauer als er, denn er weiß nichts von mir, hihi.)

    Vieles ist formelhaft, aber man muss fairerweise sagen, dass er hier und da schon recht hat z. B., dass viel zu oft Gedanken ohne Tat bleiben. Ansonsten ist der Vortrag eher mühsam anzuhören und er hätte es in der Hälfte der Zeit auch schaffen können, hätte er die Redundanzen weggelassen. Schmunzeln musste ich, als er sagte, dass Mt. 11,28 auch etwas mit „adressing felt needs“ zu tun hätte. Einer der paar kleinen Seitenhiebe an seine Kritiker. Ich sowieso den Eindruck, dass er sein Image ein wenig aufpolieren wollte, um eine größere Akzeptanz zu erreichen.

    Ansonsten bleibt er seiner Linie mit den Visionen treu und hantiert mit schwergewichtigen Ideen und Plänen. Stellt sich mir immer die Frage wie viel da an Substanz tatsächlich überall drin. Die reine Masse ist noch kein Gütesiegel. Wie auch immer, das habe ich nicht zu beurteilen.

    Wir werden sehen, wie es da weiter geht.

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