Schaeffer und die Gesellschaftstransformation

Ich mehrmals erlebt, wie über Francis Schaeffers Position zur Gesellschaftstransformation diskutiert wurde. Glaubte er an die Transformation der Kultur durch den christlichen Glauben? War er ein Optimist oder ein Pessimist? Wie stand er zum Verhältnis von Verkündigung und Evangelisation?

Hier nimmt er selbst Stellung, ein Jahr vor seinem Heimgang:

Kommentare

  1. Matze meint:

    Ist der Grund für das Lehren der Gesellschaftstransformation zugespitzt formuliert nicht folgender:
    Man kann, will oder was auch immer die alte Erzählung postmodern gesprochen nicht mehr weitergeben und mußte diese, damit man eine Erzählung hat als fromme Basis, durch eine neue ersetzen?
    Mit der alten Erzählung meine ich die von absoluter Wahrheit in Jesus, Bekehrung usw.

  2. Roderich meint:

    @Matze,
    wir sollten den Postmodernen das Wort „Gesellschaftstransformation“ nicht einfach überlassen.
    „Absolute Wahrheit in Jesus, Bekehrung etc.“ sind ja auch gar kein Widerspruch zu „Gesellschaftstransformation“.

    Nein, der Grund, dass Postmoderne das oft aufgreifen, ist ein – wenn auch nicht auf sorgfältiger Exegese basiertes – Unwohlsein angesichts einer Ghetto-Mentalität, bzw. ein intuitiv richtiges Einordnen als Mißstand von einer falschen Trennung von geistlich und weltlich.
    Wie bei jedem Mißstand (hier z.B. falscher Rückzug aus der Gesellschaft) gibt es biblische Lösungen (hier z.B. Bibel-basierte Gesellschaftstransformation, unter Festhalten am traditionellen Wahrheitsverständnis) und unbiblische Lösungen (z.B. postmoderne Anpassungsbestrebungen von Form UND Inhalt).

    Hat sich denn durch die Reformation keine Transformation der Gesellschaft ergeben? Oh doch, und ob. (Durch das klare Predigen des Wortes Gottes, die Betonung der Souveranität Gottes über alle Lebensbereiche, durch erneuertes Denken, durch Priestertum aller Gläubigen, und eine Anwendung der Bibel auf alle Lebensbereiche).
    Warum dann heute nicht wieder?

    Aber Francis Schaeffers Ausführungen dazu sind sehr wichtig. Es gibt dazu kein „Schema“, sondern die Beziehung zu Gott will immer neu erkämpft sein.

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