Schirrmacher: Islamisten bestrafen wachsenden Mut der Christen

In der islamischen Welt werden alteingesessene Christengemeinschaften zum Ziel von Terror. Die Zeitschrift DIE WELT hat mit Thomas Schirrmacher über die Lage der Christen im Orient gesprochen:

Welt Online: Die Christen werden selbstbewusst – und dafür bestraft?

Schirrmacher: Ja, der historische Deal zwischen muslimischer Mehrheit und christlicher Minderheit wird zunehmend aufgekündigt. Er bestand darin, dass die orientalischen Christen nicht laut und schon gar nicht gegenüber dem Ausland über ihre rechtlichen Benachteiligungen klagten. Im Gegenzug ließ man sie als Bürger zweiter Klasse in Ruhe.

Welt Online: Wo sonst beobachten Sie das Ende dieses »Deals«?

Schirrmacher:
Offenkundig im Irak. Nachdem einige irakische Bischöfe begannen, die Weltöffentlichkeit über ihr Leid zu informieren, verschlimmerte sich die Lage der irakischen Christen noch.

Welt Online: Stehen die irakischen Bischöfe denn geschlossen hinter der Strategie öffentlicher Hilferufe?

Schirrmacher: Keineswegs! Viele Bischöfe plädieren dafür, lieber leise diskriminiert zu werden, statt sich laut zu beschweren und dafür ermordet zu werden. Ähnlich riskant leben die Christen in der Türkei: Der Mord an den drei Evangelikalen von Malatya lässt sich ebenfalls als Bestrafungsaktion verstehen. In Malatya war ein Zentrum alteingesessener Türken entstanden, die sich zum christlichen Glauben bekehrt hatten und nun offensiv Gleichberechtigung einforderten. Einige verlangten, in ihrem Ausweis den Eintrag »Muslim« durch »Christ« zu ersetzen, andere wagten, vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu ziehen – gegen ihren Staat. So viel Selbstbewusstsein dulden Radikalislamisten nicht.

Hier: www.welt.de.

Kommentare

  1. Wenn man denkt wie die Islamisten und Muslime hier leben und unterstützt werden (soziale Leistungen) erschreckt diese Unferfrorenheit. In muslimischen Ländern wird nicht mal den einheimischen andersgläubigen das Grundrecht zu glauben frei gewährt. Aber es ist eine biblische Wahrheit die sich erfüllt hat, erfüllt und erfüllen wird: Christen MÜSSEN um Christ willen leiden, den unsere Heimat ist nicht hier!

  2. Hans Otto S. meint:

    @Peter
    Ja, leider. Durch Leiden zur Vollkommenheit. Darum musste angeblich auch Paulus leiden, was an Christi Leiden noch fehlte (was das bedeutet, war mir noch nie klar; alle „Auslegungen“ waren seltsam schwach und ermangelten der Überzeugungskraft, die sie hätten haben sollen).
    Das Programm der Regierung steht indes längst fest. Es ist von den eigentlich Mächtigen vorgegeben. Die Politik hat sich nur dran zu halten. Wer sich sträubt, ist weg. Das Nationalgefühl ist ein gefährlich Ding für ein „vereintes“ Europa; jeder Patriotismus schadet da erheblich. Es geht nicht von heute auf morgen, aber in zwei, drei Generationen wird er fertiggestellt sein, der Turmbau zu Freimau 😉
    Die Regierungen Europas haben klar vorgegebene Richtlinien. Ordo ab Chao. Hass wird geschürt zwischen Islam und dem postchristlichen Europa. Unruhen nehmen zu. Dann, nach einigen Jahren, erhebt sich der Retter. Auch technisch wird schon perfekt gerüstet (youtube rfid).
    Frohe Neue Welt.
    HO. S.

  3. @Hans Otto
    Ich wundere mich wieder mal, in wie wenig einfachen Sätzen unsere komplizierte (poitische/gesellschaftliche) Welt erklärt wird. Als wenn das alles so einfach wäre!
    Du orakelst von einem feststehenden Programm, vorgegebenen Richtlinien sowie „eigentlich Mächtigen“ und spielst auf die Freimaurerei an. Abgesehen davon, dass das alles eine sehr westlich-europöische Perspektive ist, sollte die Frage nach der Alternative wenigstens gestellt sein: Ein Europa der Nationalstaaten alter Provenienz? Hallo – wie wäre es, mal ein wenig ´historisch´ zu denken?
    (Dass es historisch-politisches Versagen von Menschen oder auch sog. ´Eliten´ gibt, will ich dabei garnicht bestreiten.)
    Wenigstes sollten Christen anfangen, für ihre Anliegen einzutreten und auch gesellschaftlich aufzustehen, auch politisch Einfluss zu nehmen, wo es möglich ist. Auch Paulus hat UNrecht nicht widerspruchslos hingenommen.
    Und wir können ja billig über´Leiden´ bloggen, aber was sollen denn die Kopten tun? Soll man ihnen ernsthaft empfehlen, um „Christi willen“ halt zu leiden?

  4. Hans Otto S. meint:

    @Ernst
    Deine Verwunderung könnte möglicherweise an eine falschen Erwartungshaltung gekoppelt sein; hier ist gar nicht Platz für tiefgreifende Beweise. Möglicherweise weißt Du auch nichts von diesen Dingen, aber das Programm steht schon fest – und sehr historisch ist das gedacht!
    Die Menschen sind Fröschen gleich, die man ins warme Wasser gesetzt hat und es langsam erhitzt. Sie spüren die Hitze nicht einmal dann, wenn das Wasser schon siedet. Und es siedet schon seit Bush seniors Ankündigung der NWO. Heute ist es längst zu spät; das Programm ist in sein Endstadium eingetreten. Ob Du das als „Orakel“ verstehst oder nicht, bleibt dir gerne unbenommen. Du wirst es erleben.
    Was die Kopten angeht, da gebe ich dir zwar recht, nützen wird es nichts. Übrigens richtet sich das Programm weniger gegen Christen, sondern gegen die Gojim, also uns. Da hat einmal einer ein Buch geschrieben. Es hieß: 1984. Später hat noch einer geschrieben: Brave New World. Aber das, was wir hier erleben, ist die Versklavung nicht gegen unseren willen oder mit ihm sondern die versklavung auf eigenen wunsch. Da ist das Problem, und der Eisberg reißt den Rumpf schon längst auf.
    Netten Abend
    Hans Otto S.

  5. @ Hans Otto
    Was Du in den ersten beiden Absätzen schreibst, kann keine seriöse historische Perspektive für sich beanspruchen, und sachlich überzeugend ist es auch nicht.
    Argumente verweigerst Du aus Platzgründen, aber ich fürchte, Du wirst schwerlich plausible anführen können.
    Ansonsten erinnern mich manche Formulierungen an Verschwörungshypothesen („das Programm steht schon fest“), die im Moment ja im Schwange sind. Das ganze Gerede von NWO, Bilderbergern usw.usw. mag ich schon nicht mehr hören. Und fast immer wenn man nachfragt, wartet man vergeblich auf stichhaltige Hinweise…
    Der raunende Verweis auf die Romane von Huxley und Orwell kann hier überhaupt nichts sachlich begründen: das sind fiktionale, literarische Texte (deren Antizipationen sich nicht bewahrheitet haben).

    Und wieso sollten Menschen wie Frösche sein? Richtig ist, dass Frösche in der Tat nicht protestieren können, geschweige denn sich wehren, wenn man sie erhitzt. Vermutlich können sie aber Schmerzen empfinden?

    Dass es eine Menge Gefahren für unsere Welt gibt, durch politische Unzulänglichkeit und religiöses Sektierertum, durch ethische Indifferenz und technische Potentiale sowie gewissenloses Machtstreben und Machbarkeitswahn, das bestreite ich nicht.

  6. Hans Otto S. meint:

    @ernst
    Richtig. Das beansprucht keine seriöse Perspektive, sondern sagt etwas über unsere traurige Zukunft aus. Ob das für Dich überzeugend ist oder nicht, ist vollkommen ohne jeden Belang.
    Dass Du mit den Verschwörungshypothesenlächerlichmachernundnichtmehrhörenwollern konform gehst, hab ich nicht anders erwartet; Du reagierst in Deinen Kommentaren einigermaßen berechenbar, wenn ich so sagen darf.
    Stichhaltige Beweise … die beiden Romane sind nur Fiktion. Sind sie. Leider tun sich im Moment Dinge, die Du nicht einmal dann glauben würdest, wenn Du sie sehen/verstehen könntest, fürchte ich.
    Es geht doch nicht um Beweise in dieser Angelegennheit! Wer heute beweist, ist morgen (mund-)tot!
    Stell Dir einfach mal vor, Du kennst jemanden, der jemanden kennt. Und der kennt einen, der ganz dicke dabei war bei dem, was du nicht mehr hören kannst. Der jetzt nicht mehr dabei ist, dafür aber ganz mundtot ist heute. Wenn der was sagen würde, das könnte noch so wahr sein, die Leute würden es nie glauben. Insoferne ist nicht weiter verwunderlich, dass auch du nix mehr hörn kannst von dem „Gelabere“. Dafür wirst du vermutlich schon ziemlich bald mehr sehen als hören.
    Stichhaltige Beweise … die willst du haben. Ich sag dir: nein, die willst du nicht haben. das könnte deine weltsicht nämlich ziemlich über den haufen werfen. Den Teufel merkt das Völkchen nie, selbst wenn er es am Kragen hätte, hat einmal einer unserer hellsichtigsten Dichter gesagt. Er hat ja nicht wissen können, wie recht er hat. Und Huxleys „Antizipationen“ sollen sich nicht bewahrheitet haben? Nun lieferst du selber einen Beweis. Du bist nämlich mittendrin in dieser Welt und siehst es nicht: du bist erfolgreich durch medientechnische Maßnahmen immunisiert. Darum geht es in der schönen neuen weltordnung: nicht merken, was abläuft. Es ist immer dasselbe: Die Frösche bleiben lieber im „warmen“ wasser sitzen. Nur nicht rausspringen, denn der Temperaturunterschied zeigt: draußen ist es furchtbar kalt.

  7. hans-otto
    Weißt Du was oder klopfst Du hier nur auf den Busch? Wenn Du was weißt, dann raus damit oder zurück mit Deinem Kommentar, würd ich sacgen! Pauschalisierungen haben nicht nur ellenlange Bärte, sondern sind meist falsch. Was soll denn das „wer wen kennt“-Spiel? Nimmst du dich eigentlich selbst ernst? Entschuldige bitte, aber das musst du dich hier schon fragen lassen. Ich stimme Ernst zu, wenn er sagt, dass Orwell und Huxley sachlich nicht weiterhelfen, also raus mit der Sprache: wovon redest du da? Willst du irgendeinem angst einjagen? Das ist dir wie es scheint mislungen!
    Also jetzt: raus mit der Sprache. was weißt du?

  8. Schandor meint:

    @ermst
    Mir scheint, Hans Otto blickt der Schlange schon so lange in die Augen, dass er vergessen hat, dass er kein Hase ist, sondern ein Mensch 😉
    Gute Nacht!
    Schandor

  9. „Wer alles durchschaut, sieht nichts mehr!“

    (C.S.Lewis, in: Die Abschaffung des Menschen)

  10. Roderich meint:

    Nun, ich wuerde sagen, die Sicht von Hans Otto kann man durchaus vertreten. Es gibt viele Buecher ueber z.B. Freimaurer. Ganz unsinnig ist das nicht. (Vor einiger Zeit wurde ein Buch ueber Freimaurer und ihren historischen Einfluss positiv in der FAZ rezensiert, habe leider den Titel des Buches vergessen. Es wurde so argumentiert: es gibt zu viele Hinweise auf den wirklichen Einfluss von Freimaurern in der Geschichte, als dass man es alles so vom Tisch wischen koennte. Ich muesste mich aber naeher damit beschaeftigen, um hier sinnvoll mitreden zu koennen). Vermutlich kenne Hans Otto hier einige gute Buchtitel.

    Von der „Neuen Weltordnung“ hat ja schon George Bush Senior gesprochen. Es ist sicher so, dass es in der UNO, und allgemein unter „Humanisten“ verschiedenster Coleur (Sozialdemokraten, Kommunisten sowieso, aber auch „Gemaessigtere“ etc.) Bestrebungen zu einem Welteinheitsstaat gibt. Das ist ja nichts Neues. (Sogar eine Enzyklika des Papstes sprach davon). Auch Freimaurer wollen dies gerne erreichen. Also, ohne Frage: es gibt da Kraefte am Werke, die so etwas erreichen wollen.

    Diese Idee des „Welteinheitsstaates“ ist letztlich ein Aspekt des humanistischen Denkens, der Mensch (bzw. eine Menschgemachte Institution, z.B. der Staat) koenne alle Probleme der Welt selbst loesen (ohne Gott). Man geht aus vom Materialismus, d.h. es gebe keinen Gott. Daher definiert man alle Probleme als materialistischer Art. (Das Problem Armut z.B. sei allein durch Umverteilung von Geld zu loesen. Geld als Loesung. Und der Staat sei der geeignetste Agent fuer die Umverteilung des Geldes etc.)

    Das ist ja die Kernidee des Sozialismus (und ist auch die Kernidee der Sozialdemokratie). Im Prinzip kommt das einer Verabsolutierung oder Gott-gleichstellung des Staates gleich. (Staat als Goetze).

    Luther sagte im grossen Katechismus: Dein Gott ist das, bei dem Du Hilfe suchst in Zeiten der Not. (Das kann im Kleinen z.B. Alkohol, Sex, etc. sein, mit dem man als Einzelner seine Leere zu fuellen versucht, anstatt Hilfe bei Gott im Gebet und Bibelstudium zu suchen). In 1. Sam 30.6 lesen wir das Positivbeispiel von David: er war in hoechster Not, aber „er staerkte sich in Gott“. So sollen wir Christen es jedes mal machen.
    Im Grossen, d.h. bei Ideologien und Systemen, die die Weltprobleme loesen wollen, kann das z.B. der Staat sein. Der Staat als Problemloeser.
    (Auch bei nationalen Problemen sollten man stattdessen den allmaechtigen Gott anrufen. Bei Krisen hatte z.B. Calvin in der Institution einen „Nationale Gebetstag“ als Massnahme beschrieben. Siehe auch G. Rohrmoser in „Ernstfall. Die Krise unserer Liberalen Republik“. Rohrmoser sagt, man solle nicht vom Staat, sondern von Gott eine Loesung der Probleme suchen, wie Luther es vorgemacht hatte).

    Und wenn es einmal die „eine Weltregierung“ geben sollte, dann ist auch einfach vorstellbar, dass sich hieraus apokalyptische Strukturen entwickeln koennen.

    (Das unterstellt eventuell ein pessimistisches Endzeitverstaendnis). Unabhaengig von der jeweiligen Endzeitsicht kann man aber sicher sagen: solche „antichristlichen Prinzipien“ bzw. Strukturen, bei denen sich die Obrigkeit an die Stelle Gottes gesetzt hat, gab es ja immer wieder, z.B. bei Nero, aber auch bei Hitler, Stalin etc.

    Die Frage ist nun, ob diese Bestrebungen zum Welteinheitsstaat nicht auch ohne Freimaurer vorhanden sein wuerden. Denn der Mensch macht sich ja automatisch gerne einen Abgott. Und die Sozialistische Ideologie, die ja noch in den Koepfen vieler Linker vorhanden ist, hat noch stets sehr viel Einfluss. (U.a. weil sich Christen noch zu wenig engagiert haben und der Welt noch keine sinnvolle Alternative aufgezeigt haben – offentlich wird das noch anders…).

    Karl Marx hat sein Lebenswerk ja nicht als Teil einer „geheimen Verschwoerung“ geschrieben, so ein guter Schauspieler kann keiner sein, es war ihm viel zu ernst. Er dachte wirklich, dass seine Theorien eine echte Loesung darstellen.
    Nur weil es einige Freimaurer gibt, die (im Geheimen) die GLEICHEN Ziele anstreben, heisst ja nicht, dass jeder, der auch so denkt, „ferngelenkt“ ist von einigen Verschwoerern.
    (Der einzige echte „Master-Verschwoerer“ ist der Teufel, der sicher sowohl hinter Karl Marx als auch hinter saekularen Humanisten, hinter Hinduismus und Buddhismus und sicher auch hinter den meisten Freimaurern etc. steht und ohne Frage einen „Master-Plan“ hat. Jeder Mensch, der eine nicht-christliche Weltsicht hat, ist in seinem Denken nicht vom Geist Gottes gepraegt, sondern vom Geist der Welt. (Siehe Epheser 2,2: „Der Geist, der zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens“).

    Wir duerfen aber nicht vergessen, dass der Teufel nur ein „Kettenhund Gottes“ ist, und dass Gott um ein Unendliches intelligenter ist als der Teufel, und alle Schachzuege des Feindes schon vorhersieht, und alles „zum Guten“ fuehren kann. Gott hat die Kontrolle, und nicht irgendwelche Verschwoerer).

    D.h. weder die Verschwoerung des Teufels, noch eine eventuelle Verschwoerung der Kinder des Teufels, darf uns als Christen den Schlaf rauben. Man muss die Realitaet nicht verdraengen, sondern muss die Existenz des Boesen in der Welt im vollen Ausmass (an)erkennen, aber man muss die Existenz Gottes und sein noch viel staerkeres Wirken auch im vollen Masse anerkennen, um keine Schlagseite im Denken zu erhalten.

    Trotzdem: „Verschwoerungstheorien“ koennen auch wahr sein. Man kann also nicht „per se“ gegen alle Verschwoerungstheorien sein, sonst waere man nicht mehr gedanklich offen.

    Es kann durchaus sein, dass eine geheime Gruppe, ein geheimer Zusammenschluss von Leuten, bestimmte Ziele verfolgt, und diese auch erreicht.
    Es gab auch in der Geschichte schon Verschwoerungen, natuerlich meist im „kleinen Rahmen“.

    Das Problem mit grossangelegten Verschwoerungstheorien ist: man kann sie weder beweisen noch widerlegen, weil sie ja per definitionem geheim sind. Also ist das Diskutieren darueber schwierig.

    Worauf Hans Otto wohl hinaus will, ist, dass die Freimaurer hinter dem allen stehen, was man heute passieren sieht (also bestimmte Bestrebungen zum Welteinheitsstaat, Kampf gegen das Christentum in der westlichen Welt etc.).

    Ich meine: letztlich ist es egal, ob es die „Freimaurer“ oder andere Gruppen sind, oder ob es einfach eine Art „weltanschaulicher Verschwoerung“ ist, d.h. dass die meisten Menschen sich einfach einer bestimmten (z.B. Humanistischen) Weltsicht zuwenden, und dann automatisch Teil dieser Bestrebungen werden. Letztlich macht man nicht viel falsch, wenn man einfach das Wirken des Geistes des Antichristen in der Welt anerkennt, und anerkennt, dass der Geist des Antichristen auch in Ideologien und bestimmten Weltanschauungen und Religionen und auch bei den Freimaurern wirkt.

    Also: das Boese kaempft fortwaehrend um die Vorherrschaft in der Welt. Das muss einen Christen nicht beunruhigen. Sollte das Boese irgendwo (zeitweise oder auch in groesserem Ausmass) die Vorherrschaft gewinnen, so bleibt man als Christ „einfach“ Gott treu, der entweder jetzt schon oder am Ende „alles gut machen“ wird.
    Zu dem „Gott treu bleiben“ gehoert auch, dass man als Christ wieder versucht, biblische Prinzipien in alle Lebensbereiche hineinzutragen bzw. einzubringen.
    Wenn einige verstreute Freimaurer angeblich so viel erreichen koennen, warum koennen dann Millionen Christen in BRD nicht viel MEHR erreichen?

    Ich verweise auf „Hell Boy 1“: Die Dunkelheit siegt, wo das Licht abwesend ist. 🙂 (Siehe http://www.youtube.com/watch?v=EcqEQRmn1mw&feature=related, bei 2min43)
    🙂 🙂

    Lasst uns als Christen „einfach“ Licht bringen in die Gesellschaft.
    Das faengt mit einer persoenlichen Erweckung an, d.h. der Betonung auf eine lebendige Beziehung zu Gott und Heiligung. Und dann in die Gesellschaft hineinwirken.

    So, nun bin ich aber gespannt auf ein Feedback von Hans Otto, und ob ich ihn teilweise richtig verstanden habe, und was denn empfehlenswerte Literaturhinweise auf das Wirken der Freimaurer sind.

  11. Hans Otto S meint:

    @Roderich
    Der „Kettenhund“ Gottes ist in der Tat der eine große Weltverschwörer. Er strebt nach Weltherrschaft (es ist aber zweifelhaft, ob Gott seinen Hund je so von der Kette lässt, dass er das auch erreicht).
    Da es neben gezielter Desinformation auf diesem Gebiet auch viele Scharlatane gibt, fällt eine richtige Darstellung in der Tat sehr, sehr schwer, zumal vieles eben — wie Du gesagt hast — geheim ist.
    Man muss zunächst eines sehen, was vielen, die von der Verschwörung wissen, oft selbst nicht klar ist: Die Freimaurerei ist eine Art Werkzeug. Sie selbst gehört nicht zur Spitze der Pyramide. Die Freimaurer auf den „unteren Rängen“ werden gezielt desinformiert (über diese Vorgehensweise findet man viel in Albert Pikes „Morals and Dogma“). Sie sind es, die die meiste Arbeit bewältigen. Man darf ja nicht vergessen, dass sie an einer Pyramide bauen. Das verstehen viele nicht. Obgleich sie nur „nützliche Idioten“ sind, soll die Unterwanderung des menschlichen Denkens, die Immunisierung gegen das Christentum, die Vermischung all dessen, was nicht zusammengehört, das Chaos, aus dem dann die (satanische) Ordnung entstehen soll, aus ihrer Arbeit entstehen.
    Dazu gehört auch die Aufhebung der Geschlechterrollen, die Vernichtung der biblischen Idee „Ehe“, die Vermischung der Rassen (böses Stichwort „Durchrassung“), die gezielte Meinungs(un)bildung durch die Medien. Man kann das alles sehr schön an der verwendeten Symbolik ablesen, die den meisten Menschen durch die Medien so geläufig ist, dass sie sie gar nicht mehr sieht, geschweige denn sie versteht.
    Geheim ist das Bauwerk, das die Mächtigen anhand der Freimaurerei auszuführen gedenken, über der sie selbst himmelweit stehen.
    Es ist zudem schwer, einzelne Personen oder Geheimgesellschaften ins Feld zu führen, da der Bau viel viel größer ist, als dass man einzelne Gesellschaften anführen könnte. Daher lassen sich viele Hinweise auch so leicht als „Verschwörungstheorien“ lächerlich machen. Der Bürger muss eines wissen, und das sollte er sich am besten jeden Tag vorsagen: Das meiste funktioniert über die Sprache. Gerade wir Deutschsprachigen machen da schneller mit als andere Sprachen. Wir übernehmen nicht nur gerne Anglizismen, sondern auch den Neusprech. Er ist schon eingeführt und wird derzeit verfeinert.
    Diese Ideen sind — wie Du sagst — in der Tat schon sehr als. Die alte Schlange baut seit Jahrhunderten. Die Bestrebungen zum Welteinheitsstaat gehen nicht von der Freimaurerei aus, sondern von wesentlich höherer Stelle. Wie gesagt: Die Freimauerei sind die Maurer, die Handwerker. Ist der Bau fertig, werden sie nicht mehr benötigt. Sie selbst werden im Glauben gelassen, dass es ihr Bauwerk ist, doch sie werden da bitter enttäuscht werden.
    Marx ist ein eigenes Thema, keine Frage. Ich stimme Dir in allem zu, was Du desbezüglich sagst. Er hat an seine Idee geglaubt. Der Kommunismus selbst ist alles andere als tot (das will man den Westen glauben machen). Er war nicht einfach ein „Experiment“ der Mächtigen, sondern ist satanische Staatsfürhungsideologie schlechthin. Der Welteinheitsstaat wird faschistisch/kommunistisch sein.
    Insoferne muss ich berichtigen, dass ich nicht glaube, dass die Freimaurerei hinter all dem steht. Da ist noch eine Sache, die meist verschwiegen wird: auch der Islam ist von ihr unterwandert. Er stellt keine singuläre Macht im Weltgeschehen dar, sondern auch hier gilt: Die Mächtigen und Einflussreichen des Islam lenken ihn und werden selbst von höherer Stelle gelenkt. Man wird das noch besser sehen, wenn zukünftige terroristische „Maßnahmen“ zu weiteren Zugeständnissen Europas gegenüber islamischen Forderungen führen werden (das klingt paradox, wird sich aber genau so ereignen). Unsere Politiker sind zu bedauern. Sie handeln nur als Marionetten. Wer dagegen angeht, fliegt raus. Die Mächtigen haben viel subtilere Methoden als Mord oder auch nur Rufmord. Viele Politiker wollen nicht mitmachen, aber im Kreis der Eingeweihten sind sie bekannt. Sie haben einfach keine politische Zukunft.
    Die Methodik der Mächtigen erkennt man am Besten aus ihren eigenen Büchern. „Morals and Dogma“ wäre ein Anfang, aber man bekommt das Buch nur sehr schwer *mit* den Symbolen (ohne kann es ganz leicht aus dem Internet geladen werden). Ohne Symbole ist es aber bedeutend weniger wert. Man muss die Symbole kennen und sie richtig zu deuten verstehen. Sie sind die Sprache, über die die Mächtigen sich weltweit verständigen. Es gibt Stufen, wichtigere, „höhere“ Symbole, esoterische und exoterische Bedeutungen usw.
    Dann auch die Bücher Zbigniew Brzezinskis, Henry Kissingers (sie stehen weit über der Freimaurerei). Geschichtlich guten Überblick geben auch Des Griffins Bücher, aber bei ihm muss man mit seinen Schlussfolgerungen vorsichtig sein. Dasselbe gilt für Peter Blackwood (Das ABC der Insider): einige gute Artikel, aber viel Verschwörungstheorie.
    Das Gebäude ist schon fertiggestellt; man arbeitet an der Innenausstattung, an der Elektrik (Verbindungen, Sprache usf.). Die Souveränität der Staaten wird vermutlich in unserem Jahrzehnt ganz fallen; die UNO wird vom zahnlosen Papiertieger zur ernstzunehmenden Instanz aufsteigen (sie ist es im Hintergrund bereits). Die Mächtigsten der Mächtigen streben nicht nach Geld (das freilich auch), sondern nach absoluter Macht. De facto haben sie sie schon, de jure noch nicht so ohne Weiteres. Wenn die Strukturen auch auf technischem Niveau gesetzlich durchgesetzt ist, dann werden sich schlagartig viele Dinge ändern, und die schlafende Bevölkerung wird ernüchtert die Augen aufreißen. Dann ist es zu spät für sie. Die meisten Christen gehören mit zur schlafenden Bevölkerung. Sie sind die letzten, die merken, was gespielt wird (Ausnahmen ausgenommen).
    Man muss sich fragen, wer schon immer Interesse an der Weltherrschaft gehabt hat, noch lange, bevor es die Freimaurerei in dieser Form gegeben hat. Und man muss sich fragen, welche Instrumentarien dieser Jemand wohl einsetzen kann; wie es ihm gelingt, den gigantischen Apparatus der Freim. für seine eigenen Ziele einzuspannen, mithin, wessen Gebäude da eigentlich gebaut wird. Eines kann er nämlich vorzüglich und perfekt: Verwirrung stiften. Man kann kein Geheimprojekt zur Vollendung führen, ohne alle, die darin mitwirken, über die letzten Ziele im Unklaren zu lassen. Die Freimaurerei beispielsweise ist eine durch und durch humanistische Instanz. Die Instanz jedoch, von der ich spreche, kann ganze Kriege planen und entfesseln, Millionen Menschenopfer bringen und dabei dem Licht der Öffentlichkeit völlig verborgen bleiben, indem sie in der Öffentlichkeit als etwas ganz, ganz anderes erscheint (Symbol: Janus).
    Man wird mich als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichen, aber das ist nur vorübergehend so. Wenn die Praxis kommt, werden diese Stimmen verstummen. Das Lächeln wird auf den Mündern gefrieren.
    Von den Endzeittheorien verstehe ich zu wenig, um hier groß mitreden zu können. Gerade die Sichtweise von dem Erfolg der Kirche (die Position Schandors) scheint mir selbst bedenklich zu sein. Ich kenne die biblische Prophetie zu wenig, um Argumente pro oder kontra zu bringen. Vielleicht verstehe ich diesen „Postmillennialismus“ aber nicht genau. Was wird da angestrebt? Die Herrschaft der Kirche? Und welcher Kirche? Die gegenwärtige politische Entwicklung straft diese Sichtweise jedenfalls Lügen.
    Ein Letztes noch: Wenn die Öffentlichkeit um all diese Dinge wüsste und sich wehren könnte (sie könnte es selbst dann nicht mehr, wenn sie es erführe), dann wäre der Fahrplan zur Weltherrschaft der Mächtigen vielleicht zu stören (aufzuhalten ist er nicht mehr). Wie im Artikel „Ich bin eine sexistische Stereotype“ zum Ausdruck kommt, geschieht vieles über die Sprache. Ist sie gesetzlich verankert, kann man alles einklagen (Antidiskriminierungsstellen). Dann ändert sich das Denken der Menschen. Waren Schwule vor zwanzig Jahren in den Medien noch ein Skandal, ist es heute ein Skandal, sie schief anzuschauen. Das Denken muss verändert werden – das *ist* der Bau der Maurerei.
    Ich hoffe, dieses erste kurze Feedback reicht fürs erste …
    Hans Otto S.

  12. Roderich meint:

    @Hans Otto,
    vielen Dank fuer den sehr langen und guten Beitrag. Das ist sehr interessant.

    Letztlich beschreibst Du, glaube ich, nichts anderes als dass es in der Welt einen „Kampf zwischen Weltanschauungen“ gibt.
    Das sagte schon Augustinus in „Der Gottesstaat“. Es ist „der Weltstaat“ (das Weltsystem), der gegen den „Gottesstaat“ (oder „Das Reich Gottes“) kaempft, und andersherum wirkt Gottes Reich auch gegen den Weltstaat.

    So sah das auch Cornelius van Til: es gibt „Griechenland“, das gegen „Jerusalem“ kaempft. (Griechenland als weit gefasster Oberbegriff des „humanistischen“ Denkens, in dem der Mensch im Mittelpunkt steht, und welches die Welt entsprechend strukturieren will; „Jerusalem“ steht fuer das biblisch-christliche Denken, das die Welt gemaess biblischer Prinzipien strukturieren will…)

    Dieser „Kampf“ besteht ja schon immer. Und die Leute, die daran beteiligt sind, sind sich dessen in unterschiedlichem Masse bewusst.

    Wenn ich Dich recht verstehe, meinst Du, dass einige an der „Spitze“ der „Bewegung des Feindes“, also die „Maechtigen“, ziemlich genau wissen, dass sie im Auftrage des Feindes handeln, und sich ganz bewusst zum Werkzeug des Boesen machen, und ganz geplant vorgehen. Sozusagen „Erzboesewichte“. Also Leute, die „direkte Offenbarungen“ vom Teufel erhalten. Sozusagen Satanisten.

    Allerdings vermute ich, dass Du ein wenig stark die „Negativseite“ betonst.

    Denn es gibt ja noch das „Reich Gottes“. Wo hat das in Deiner Sicht einen Platz, bzw. kann das aus Deiner Sicht eine Rolle spielen in der Weltgeschichte? (Denn im Mittelalter war das Christentum ja ohne Frage eine geschichtsmaechtige Kraft; heute nicht mehr, wie G. Rohrmoser sagte; Christen machen keine Geschichte mehr, das Christentum ist heute keine kulturbestimmende, entscheidende Kraft (wohlgemerkt, die Lage ist nur so schlimm in der westlichen Welt, in anderen Regionen wie Asien, Afrika oder Lateinamerika macht das Christentum durchaus einen Unterschied).

    Wie mir scheint, gehst Du davon aus, dass das Christentum entweder nie wirklich Einfluss hatte und nie wirklich eine geschichtsmaechtige Kraft war. Das erschiene mir nicht sehr realistisch, da empfehle ich mal das Buch von Francis Schaeffer „Wie sollen wir denn leben? Aufstieg und Niedergang der westlichen Welt“.
    ODER Du sagst, das Christentum war frueher geschichtsmaechtig, ist es aber HEUTE nicht mehr. Und Du nimmst an (warum auch immer man sich da so sicher sein kann?), dass das heute nicht mehr moeglich ist.

    Da wuerde mich Deine Meinung interessieren.

    (Das Reich Gottes ist ja heute in der westlichen Welt weitgehend unsichtbar, da gebe ich Dir Recht, und das ist, da Christen sich so stark zurueckgezogen haben. Aber ich denke, wenn Christen anfangen, sich im Auftrage des Herrn und in der Kraft des Heiligen Geistes einzusetzen, dann koennen sie auch (bzw. dann kann Gott durch sie auch) einiges aendern. (Dunkelheit siegt nur in Abwesenheit des Lichtes – sonst unterschaetzen wir wohl die Kraft des Lichtes).

    Als ein kleines Beispiel fuer Erweckung im kleinen Bereich in Europa: siehe das Buch „Church Shift“ von Sunday Adelaja, Pastor in Ukraine, von der wohl groessten Kirche Europas. Siehe auch Sunday Adelaja’s Vortrag „Die Rolle von Gebet in Nationaler Transformation“, auf http://www.onlinepredigt.de/search.php?fileinfosearch=go&file_artist=Sunday Adelaja )

    Auch wenn Gott heute „abwesend“ erscheint auf der Weltbuehne der westlichen Welt, so ist Gott doch am Wirken. (Wie es im Roemerbrief heisst: Gott wird sein Wort hinausfuehren / seine Absichten ausfuehren etc.)

    Hebr. 11,33: einige haben durch den Glauben Koenigreiche bezwungen. (Ging das nur damals, oder auch heute noch?)

    Ich finde es auch nicht so plausibel, warum sich so viele Leute dieser „Gruppe Maechtiger“ anschliessen sollten, und warum diese so genau wissen sollten, und sich so einig darin sein sollten, was sie tun sollten. (Es gibt ja sicher Leute, die mehr oder weniger bewusst mit dem Satan in Kontakt stehen. Aber dass genau diese dann auch die tatsaechliche Macht haben, d.h. Bundeskanzler, Zeitungseigentuemer, einflussreiche Autoren oder Musiker sein sollten etc. ist mir nicht unbedingt plausibel.)
    Das hiesse ja, dass der Teufel ueber ganz gezielte Rekrutierungsmechanismen verfuege, und sie gleichzeitig zu absoluter Geheimhaltung „zwingen“ kann, waehrend das Volk Gottes einfach droege und ahnungslos ist (obwohl wir ja den Heiligen Geist haben)… ich glaube, so weit geht die Macht des Teufels nicht auf der Erde. Er kriegt die Leute meistens nur dadurch dazu, ihm zu folgen, weil er sie beluegt. Der Teufel probiert so manches, und sicher ist die Bestrebung des „Welteinheitsstaates“ ganz im Sinne des Feindes. Aber ich denke, die „Steuerung“ geht eher ueber verfuehrerische „Weltanschauungen“ (wie den saekularen Humanismus), und nicht darueber, eine Gruppe von Leuten komplett „einzuweihen“, die dann auch noch die „Faeden in der Hand haben“. Solche brillianten (menschlichen) Strategen moechte ich erst mal kennenlernen…

    Ich glaube, bei unserem heutigen Zustand in der Westlichen Welt ist auch Gottes Handlung mit im Spiel, naemlich Gericht Gottes: siehe z.B. Roemer 1,28: Weil sie es fuer nichts geachtet haben, Gott zu erkennen (sie = die Menschen der westlichen Welt, denn wir hatten ja die Christianisierung, wir hatten das christliche Mittelalter, das Evangelium, die Reformation, die Erweckungsbewegungen danach – aber wir haben Gott bewusst abgelehnt, und Gott weiss, was im Herzen der Menschen z.B. im 17. und 18. und 19. Jahrhundert war, als die Menschen Gott trotzdem abgelehnt haben – Gott richtet gerecht), also, weil sie es fuer nichts geachtet haben, Gott zu erkennen, hat Gott sie „dahingegeben in die Nichtigkeit ihres Sinnes“ (Roemer 1,28).
    So verstehe ich auch diese wahnwitzigen Ideologien wie Gender Mainstreaming, Multikulturalismus, Existentialismus etc. – es ist ein Aspekt von Gericht Gottes dabei. Das heisst aber auch: Gott ist noch in Kontrolle.

    Ausserdem will ich erwaehnen, dass das ganze eher ein „geistlicher“ Kampf ist als ein „Kampf gegen Fleisch und Blut“. Es ist ein Kampf der Weltanschauungen. Paulus hat von diesem Kampf gesprochen. (Epheser 6). Als Christen brauchen wir einfach wieder eine Erweckung, um gefestigt zu werden im Wort Gottes, und um aus Gebet zu leben. Und dann muessen Christen einfach diese „geistlichen Waffen“ wieder aufnehmen. Dann wird sich auch wieder einiges veraendern.

    Und ist Deine Sicht dann nicht etwas „deterministisch“ ? (So MUSS es kommen etc.). Da „weiss“ man ja schon mehr als man eigentlich wissen kann. Denn Gott KANN ja alle Plaene der Feinde zunichte machen. Gott kann es doch durchaus noch zu einer neuen Reformation kommen lassen, d.h. einer neuen Umkehr zu Gott in Teilen der Westlichen Welt. (Gott braucht uns nicht, aber wir brauchen Ihn in der westlichen Welt, und es liegt an uns, ob wir Gottes Angebote annehmen, wobei es natuerlich Gott ist, der die Erweckung letztlich bewirkt). In anderen Bereichen der Welt geht es mit dem Christentum ja eher „bergauf“.

    Kann man mit Deiner Sicht noch fuer „Erweckung“ beten, oder was betet man angesichts dessen, was aus Deiner Sicht auf uns zukommt?

    Was die Diagnose der heutigen Zeit angeht, d.h. dass das Boese weit verbreitet ist und viel Einfluss hat, und dass wir dem Boesen gegenueber wachsam sein sollten, da stimme ich Dir weitgehend zu. (Z.B. dass Sprache ein Manipulationsinstrument ist, etc., das stimmt natuerlich – der Kulturkampf ist, v.a. von Seiten der Kulturrevolutionaere, schon voll im Gange (nicht von Seiten der Christen – wir schlafen meistens). In den USA gibt es wenigstens eine minimale christliche Gegenbewegung, in BRD oder Europa aber leider kaum…)

    Nun gut, ein interessantes Thema, und nochmals danke fuer Deinen anregenden Beitrag !

  13. @Roderich: Sunday Adelaja gehört (indirekt) zur Wort des Glaubens-Bewegung und predigt ein klassisches Wohlstandsevangelium. Ich bezweifle, dass sich das Beispiel als Beleg für eine solide Erweckung eignet. Siehe dazu z.B. hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=7FQ2CVvmGkc&feature=player_embedded#at=17
    Liebe Grüße, Ron

  14. Hans Otto S. meint:

    @Roderich
    Es ist mehr als ein Kampf der Weltanschauungen, denke ich. Von Cornelius van Til hab ich schon gehört, hab aber noch nichts von ihm gelesen. Lässt er sich einer bestimmten Denkrichtung zuordnen?

    Ich glaube nicht, dass die Leute, die in der Spitze der Pyramide sitzen, „direkten“ Kontakt zu Luzifer haben (das halte ich für abstruse Verschwörungstheorie vom Schlag eines Jan van Helsing). Sie haben durchaus ihre Weltanschauung, und die ist eine Mischung kommunistischer Ideologie, amerikanischem Pragmatismus (inwieweit andere philosophische Denktrichtungen einfließen, kann ich nicht sagen) und last but not least einer gewissen Form der Theosophie, des Okkultismus. Diese Leute wissen wohl um die Existenz einer außernatürlichen Macht. Aber sie stehen dazu nicht wie die Christen Christus gegenüber, sehen sich nicht als „Diener Luzifers“ oder dergleichen, sondern sehen sich als Spitze der Pyramide, die die Freimaurerei für sie erbaut. Sie selbst sind die Spitze; die okkulte Symbolik (und sie ist sehr okkult!) ist wiederum nur Werkzeug zur Erreichung eines bestimmten Zieles.
    Ja, ich bin mir der Tatsache bewusst, dass die Situation in Asien anders aussieht. Es bleibt sicher abzuwarten, wie der (noch) kommunistische Osten auf die Entwicklungen des Westens reagieren wird. Dabei dürfte die Rolle der Religionen von großem Interesse sein (Shintoismus, Buddhismus, Zen, Konfuzianismus u. dgl.).
    Ich glaube auch, dass das Christentum in der Vergangenheit geschichtsmächtig war, nicht aber in der Gegenwart, die eindeutig (was die kulturellen und philosophischen Strukturen anlangt) humanistisch und postchristlich sind.
    Ob etwas anderes heute möglich ist, weiß ich nicht. Ich glaube aber, dass die Basis schon zerstört ist (die menschlichen Voraussetzungen).
    Francis Schaeffers Buch kenne ich. War er nicht der Schüler van Tils? Gerade sein Buch scheint mir jedoch eher darauf hinzuweisen, dass die christliche Welt nicht mehr allzuviel von der Zukunft zu hoffen hat.
    Das Reich Gottes mag zwar unsichtbar sein, doch will es erstarken, muss es sichtbar werden, denke ich. Eben wie früher, wenngleich nicht auf die imperialistische Art des Papsttums (Blut und Schrecken, autos da fe etc.).
    Warum sich so viele Leute dieser „Gruppe Mächtiger“ anschließen, ist relativ einfach erklärt: Sie werden auf den unteren Stufen der Freimaurerei rekrutiert (da herrscht viel Geheimniskrämerei; das ist neu und aufregend, man spürt, dass man „dazugehört“, mitunter Einfluss gewinnt und dass plötzlich die Geschäfte besser gehen als vorher). Die wissen nicht, dass sie an einer Art Casting teilnehmen. Einige davon steigen in die Hochgrade auf. Die Einweihung erfolgt im 30. Grad (Morals & Dogma). die weiteren drei Grade sind Verwaltungsgrade. Mit dem Erreichen des 30. Grades befindet man sich i. d. R. wieder dort, wo man sich in den ersten drei Graden befand: In einer Art Casting. Jetzt wird geprüft, wer sich für höhere Ämter eignet – er scheidet dann aus dem operativen Geschehen aus (behält aber freilich seine Logenmitgliedschaft). Andere steigen wirklich auf, gewinnen an Macht und Einfluss, gehören nun zur Basis der Pyramidenspitze (wiewohl noch nicht zur Spitze).
    Mit dem Satan in Kontakt stehen – wie gesagt, das erscheint mir mit Verlaub gesagt Schwachsinn zu sein. Die tatsächliche Macht haben weder die Zeitungseigentümer noch die Bundeskanzler noch einflussreiche Autoren noch einflussreiche Musiker. Sie sind nur Instrumente der Pyramidenspitze. Die Spitze lässt Thinktanks wie den Club of Rome für sich arbeiten (es gibt einige andere einflussreiche thinktanks).
    Die Geheimhaltung funktioniert über das Verständnis. Nur wer auf dieser Höhe dieselben Ziele verfolgt und wichtig genug ist, bekommt überhaupt zu wissen, was Sache ist. Die Top-Freimaurer wissen „nur“, dass sie die Poliere sind, die Bauherren. Sie sitzen wie gesagt nicht in der Spitze der Pyramide (es gibt aber Ausnahmen).
    Die Sache mit Rom ist da schon etwas komplizierter. Dass der Papst selbst nach der Weltherrschaft strebt, ist nun wahrlich kein Geheimnis. Die Frage ist nur: Was wäre er bereit, dafür zu tun? Wer diese Frage beantworten kann, weiß wahrscheinlich genug.
    Man kann gerne für Erweckungen beten. Mir scheint jedoch, dass hier mehr notwendig ist als nur das.
    Ich betone die „Negativseite“ deshalb so stark, weil ich derzeit keine Positivseite sehen kann, die der Negativseite vergleichbar gegenüberzustellen wäre. Es bleibt zu hoffen, dass ich mich sehr irre, aber ich sehe wirklich keine Möglichkeit.
    Vielleicht ist das bereits das Gericht Gottes über die Welt, der sog. „Tag des Herrn“. Vielleicht kann Gericht auch bedeuten, dass Gott die Menschen „machen“ lässt. Da kommen die Mächtigsten zum Zuge und vernichten die anderen.
    Hast Du jemals etwas von den „Giorgia Guidestones“ (man beachte die Namensgebung!) gehört? Oder vom RFID? Diese beiden Dinge sind an sich genug Grund zur Sorge…
    freundlichen Gruß
    Hans Otto Syogard

  15. Roderich meint:

    @Ron,
    Ich hatte bisher nicht den Eindruck, dass Adelaja ein Wohlstandsevangelium predigt. Er betont eher, man solle sehr sehr viel beten und Gott suchen (fasten etc.) – so einen „Aufwand“ wuerden die meisten Wohlstandsevangelikaner wohl nicht predigen, oder?

    Sein Buch „Church Shift“ fand ich eigentlich recht gut. Da kommt auch sehr wenig von Wohlstandsevangelium rueber.

    Der Youtube Link ist interessant, aber gibt noch keine konkreten Beispiele bzw. Belege. Aber gut… man soll ja immer wachsam bleiben.

    Und es mag sein, dass Leute ein paar problematische Aussagen predigen, aber er ist doch sehr Christus-zentriert. (Ich empfehle mal die Predigt(en) im obengenannten Link).

  16. Roderich meint:

    @Hans Otto,
    Danke fuer die Antwort.
    Was wir haben, sind nur ein paar nicht ganz unumstrittene Buecher (wie z.B. Morals and Dogma), ein paar Indizien (z.B. ein paar Foto’s von Prominenten, die ein paar Symbole tragen oder bestimmte Handzeichen machen), und es kann ja sein, dass manche von ihnen in einem sog. „Geheimbund“ zusammengeschlossen sind.
    Es erscheint mir aber, dass man aus diesen Indizien verschiedene Schlussfolgerungen ziehen kann.
    Nur deshalb, weil es mit der (westlichen) Welt gerade steil bergab geht, muss noch nicht diese Gruppe von Geheimniskraemern dahinterstecken. Auch wenn diese Gruppe genau die gleichen Ziele verfolgt, und evtl. bei dem „Werteverfall“ und Weg bergab ein wenig mithilft beim „anschieben“.

    Es kann doch auch sein, dass die meisten Leute sich diesen Gruppen einfach so aus „Machtstreben“ anschliessen, aber das ganze nicht so verbissen ausleben; dass sie ein paar (durchaus giftigen) Theorien anhaengen und durchaus manchen Schaden anrichten, aber dass sich das ganze noch sehr im Rahmen haelt.

    Koennten manche der sog. „Enthuellungsbuecher“ nicht erfunden sein, aus Wichtigtuerei, oder gar um andere einzuschuechtern etc? In „Geheimnissen“ liegt eine gewisse Anziehungskraft. Das wollen womoeglich bestimmte Leute ausnutzen.

    Was ich meinte, ist ja auch nicht, dass es „nur“ eine weltanschauliche Verschwoerung gibt, sondern Weltanschauungen sind ja von bestimmten geistlichen Kraeften inspiriert. (Ich glaube, diese Maechte meint Paulus in 2.Kor 10,5.6: „Denn die Waffen unsrer Ritterschaft sind nicht fleischlich, sondern mächtig vor Gott, zu zerstören Befestigungen; (Epheser 6.13-17) 5 wir zerstören damit die Anschläge und alle Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alle Vernunft unter den Gehorsam Christi.“
    D.h. Weltanschauungen koennen durchaus auch von Maechten inspiriert sein.

    Das „mit Satan in Kontakt sein“ ist in gewissem Masse durchaus moeglich, die sog. „Satanisten“ probieren es ja. (Ich kann es aber auf keinen Fall empfehlen… es kommt mehr einem Selbstmordkommando gleich, da Satan, wenn man einen Finger hinhaelt, gleich die Hand und alles weitere mitnimmt.) Siehe u.a. die (zugegebenermassen umstrittenen) Buecher von Rebecca Brown, z.B. „Rueste Dich zum Kampf“. Warum auch nicht? Der Mensch kann Kontakt aufnehmen zur Geisterwelt.
    So, wie man zu dem wahren Gott Kontakt aufnehmen kann, so wie man vom Heiligen Geist gelenkt sein kann, so kann man auch von der Gegenseite inspiriert sein.
    (Ein weites Feld).

    Kurz und gut: mir fehlen noch ein wenig die „glaubwuerdigen Indizien“, um annehmen zu koennen, dass es wirklich diese „eine kleine Gruppe von Maechtigen“ gibt, die auch noch hinter allen Freimaurern stehen (es erschiene mir unmoeglich, so etwas so zu organisieren… ) und die dann auch noch die Bundeskanzler, Zeitungsbesitzer etc. kontrollieren.

    Vielleicht wuerde es Dir (fuer das persoenliche Glaubensleben) ein wenig Erbauung bedeuten, wenn Du Dich etwas z.B. mit der Geschichte von Erweckungen befasst, oder mit dem Einfluss des Christentums in der Geschichte (z.B. Mittelalter, Reformation etc.). Siehe u.a. „Wie das Christentum die Welt veraenderte“ von Alvin Schmidt. Oder die Geschichten des Alten Testamentes oder der Apostelgeschichte, wie Gott Seinem Volk gegen uebermaechtige Gegner geholfen hat – nicht durch Heer oder Gewalt, sondern durch Seinen Geist.

    (Bei aller Wachsamkeit gegenueber dem Boesen, die ich sehr gut und wichtig finde, sollte man, finde ich persoenlich, stets mehr auf Gott sehen, und sollte man auch Augen fuer das Wirken des Heiligen Geistes in unserer Zeit versuchen zu entwickeln).

  17. Schandor meint:

    @Hans Otto
    Mit dieser Gruppe von „Mächtigen“ meinst Du vermutlich die Bilderberger, nicht wahr? Da bei denen alles so ultrageheim abläuft (siehe Alex Jones‘ Film Endgame auf YouTube, dort ist allerdings nur die erste Stunde interessant, der Rest ist doch ziemlich chaotische Spekulation), könnte ich mir gut vorstellen, dass die nichts Gutes im Schilde führen.

    @Roderich
    Ich muss Dir unbedingt beipflichten: Man soll seinen Blick nicht auf die Finsternis gerichtet halten, sondern auf das Erbauliche (Phil 4,8). Die Geschichte der Erweckungen ist da wirklich gleich der beste Ansatz. Auch das Buch „Die Hoffnung der Puritaner“ kann ich nur empfehlen! Alvin Schmidts Buch kenne ich (leider) nicht. Ich setze es mir mal auf die Liste.
    Ja, Gott hilft seinem Volk gerade gegen übermächtige Gegner, und ja, nicht durch Heer und Gewalt, sondern durch seinen Geist!

    @Hans Otto
    Einige Leute sehen ja die Zionisten, Juden oder Jesuiten hinter allem. Gerade in bezug auf letztere würde mich interessieren, was Du dazu meinst? Haben sie was mit den ominösen Verschwörungen zu tun?

    lg
    Schandor

  18. Roderich meint:

    @Hans-Otto,
    Ja, Cornelius van Til war reformiert, ich glaube ein Schueler von oder zumindest sicher in der Tradition von Abraham Kuyper und Herman Doyeweerd (niederlaendisch reformierte Philosophie und Theologie). Das hervorragende Buch „Lectures on Calvinism“ von Abraham Kuyper (Vortraege in Princeton von 1899) gibt’s hier online:
    http://web.archive.org/web/20050104092925/http://www.kuyper.org/stone/preface.html – es gibt einen Einblick in die Tradition, in der van Til steht.

    Ja, Schaeffer war wohl ein Schueler von Van Til.

    Van Til hat die voraussetzungsbewusste Apologetik begruendet (oder weiterentwickelt), und hat gezeigt, dass keine Weltanschauung neutral ist, sondern jeder auf Basis von Grundannahmen denkt etc. (Presuppositionalism). Auf dieser Grundannahme basierend, hat van Til (wie vor ihm Abraham Kuyper) den Gedanken vertreten, dass es so etwas wie eine christliche Weltanschauung gibt, d.h. eine biblische Sicht zu allen Lebensbereichen. D.h. es gibt eine christliche Sicht von Wirtschaft, Politik, Recht, Geschichte, Mathematik etc. – Das ist auch eminent wichtig, denn wenn Christen ueberhaupt noch Einfluss nehmen wollen, dann brauchen sie davor eine klare Sicht auf diese Welt, d.h. eine biblische Brille. Man muss versuchen, aus der Bibel Prinzipien fuer alle Lebensbereiche abzuleiten, bzw. Gottes Gebote in allen Bereichen umsetzen und anwenden.

    Ja, Du hast Recht, „Erweckung“ alleine reicht wohl nicht, es braucht wohl so etwas wie eine neue „Reformation“, d.h. eine Umkehr zu Gott, die auch die verschiedenen Lebensbereiche beinhaltet. Das wuerde aber bedeuten, dass Christen sich zuerst im Denken erneuern lassen sollten. (Wenn eine „Erweckung der Herzen“ geschieht in BRD, und sei es an 15 Millionen Menschen, und die Menschen schauen danach weiterhin munter fernsehen, glauben alles, was ihnen in der Schule erzaehlt wird oder an der Universitaet (meistens humanistisches, relativistisches, postmodernes, gar pro-islamisches oder New-Age Denken, oder gar Neomarxismus), dann wird die Erweckung bald wieder verpuffen. Ohne gruendliche Umkehr, die auch das Denken einbezieht, bringt „Erweckung“ nicht viel.
    Nun koennte man sagen, „richtige“ Erweckung heisst ja sowieso, dass man die Bibel wieder zentral stellt.
    (Ich denke auch, dass wir einfach ein zu verengtes Verstaendnis von Erweckung hatten in der letzten Zeit; wir denken dabei oft an eine Evangelisation, und ein paar Tausend Leute gehen nach vorne und bekehren sich… aber wir denken zu wenig an die langfristigen Auswirkungen, zu wenig an Juengerschaft, an die Anwendung der Gebote Gottes in allen Lebensbereichen, und zu wenig an die Souveranitaet Gottes).

    Du hast sicher Recht, bestimmte Kraefte (etwa der Neomarxismus) arbeiten auf die Aufloesung der Menschlichen Voraussetzungen fuer Widerstand hin. (Etwa eine gesunde Familie; denn alleinstehende und ungebundene Singles sind eher labil, haben eher keine festen Werte, sind eher manipulierbar, etc.) – Trotzdem glaube ich, dass Gott dies durch seinen Geist auch wiederherstellen kann. Gott moechte aber auf jeden Fall auch Christen dazu benutzen. (Denn dazu ist u.a. ein christlicher Einfluss in der Politik notwendig. Gesetze sind ein Aspekt, auch wenn die Umkehr sicher im Herzen stattfinden muss und nicht verordnet werden kann).

    RFID kenne ich natuerlich. Das sind aber nur „Mittel“. Natuerlich werden die Mittel zur Kontrolle mit immer besser werdender Technik auch immer raffinierter. Aber das sagt, aus meiner Sicht, noch nicht, dass sie auch tatsaechlich zum Einsatz im Sinne einer Massenkontrolle kommen werden; nur dann, wenn das Boese auch wirlich vorherrscht. Das geht nur bei extrem zentralisierter Regierung, und wenn Meinungsfreiheit ausgeschaltet ist, etc. So lange noch Foederalismus und Gewaltenteilung vorherrscht, so lange es noch einzelne Nationen gibt, so lange wird sich so eine „Massenkontrolle“ nur punktuell einstellen koennen.
    – Wer solche schlimmen Zustaende haben will, der sollte allen Christen weltweit empfehlen, sich 25 Jahre komplett aus JEDEM Aspekt der Gesellschaft (inklusive Gesetzgebung, Wirtschaft, Politik, Erziehung, Medien) HERAUSzuhalten, denn dann kann das Boese munter wachsen… 🙂 🙁 🙂
    (Natuerlich sollte man genau das Gegenteil empfehlen: Christen, engagiert Euch! In Politik (Du kannst z.B. auf lokaler Ebene in einer Partei mitwirken), oder versuche, einen Blog zu machen und Gruende zu liefern fuer christliche Gebote in der Gesellschaft, man kann sich im Elternbeirat engagieren, etc. )

    Was waere, wenn 500,000 Evangelikale so denken wuerden? Koennte das nicht einen enormen Unterschied machen? (Manchmal reichen sogar 10 Leute, siehe 1. Mose 18.32)…

    Einen gesegneten Abend noch und viele Gruesse.

  19. @Hans Otto & @Roderich & @Schandor: Eure Diskussion erinnert mich ein wenig an die Debatten über das Backmasking in den 80ern. Damals wurde in unserem Jugendkreis sehr kontrovers darüber diskutiert, ob in der Rockmusik satanische Botschaften versteckt sind, die nur dann zu hören sind, wenn man die Platten rückwärts spielt.

    Hört man sich diese Beispiele an, klingt das doch erst einmal recht überzeugend, oder?

    http://jeffmilner.com/backmasking/index.html

    Hört man sich jetzt aber diese Beispiele an, wird das wieder ziemlich relativiert. Jedenfalls für mich.

    http://www.youtube.com/watch?v=-CaMfi8p3q0

    Symbole, Fragmente usw. sollte sicher beachtet werden. Sie zeigen Wege, auch falsche Wege. Entscheidend ist, was für Botschaften o. Nachrichten „transportiert“ werden und ob Gedankengebäude, also Theorien, dahinter stecken, die auch widerlegbar sind. Verschwörungstheorien sind nicht widerlegbar, können aber faszinieren und binden.

    Wir dürfen als Christen nicht dem Irrtum erliegen, als träte das Böse immer gleichförmig auf. Eine marxistische Pädagogik, die „wissenschaftlich“ und moderat in der Schule vermittelt wird, kann viel mehr Schaden anrichten als ein Musikvideo, bei dem okkulte Symbole eingebaut worden sind. Das Böse kann, wie wir aus der Bibel wissen, auch sehr sehr fromm daherkommen. Wir müssen es beim Namen nennen und Konsequenzen sowie Alternativen vermitteln.

    Liebe Grüße, Ron

  20. Roderich meint:

    @Ron,
    ha ha, das Youtube Video ist wirklich lustig 🙂 Wie finden die nur die ganzen Songverhoerer? 🙂

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