Seminare bei der zweiten E21-Konferenz

Bei der zweiten Evangelium21-Konferenz werden neben den schon angekündigten Vorträgen auch einige Seminare angeboten. Diese werden am Montag, den 14. Mai ab 14:30 Uhr parallel stattfinden.

Folgende Seminare sind geplant:

  • Reformation in der Gemeinde (Referent: Wolfgang Wegert)
  • Seelsorglich predigen (Referent: Michael Martens)
  • ‚Liebe und tue, was du willst‘ – Der Christ und das Gesetz (Referent: Ron Kubsch)
  • Biblisch Frau sein gegen die Strömungen unserer Zeit (Referentin: Stephanie Göddes, dieses Seminar richtet sich speziell an Frauen)
  • ‚Correctly handling the word of truth‘ – the Christian and the Old Testament (Referent: Martin Reakes-Williams, dieses Seminar wird in Englisch abgehalten)

Der Anmeldevorgang für die Konferenz beginnt in einigen Tagen.

Quelle: www.evangelium21.net.

Kommentare

  1. Schandor meint:

    @Ron

    ‚Liebe und tue, was du willst“ – Der Christ und das Gesetz

    Seltsame Koinzidenz: Ein Vertreter der Gegenseite operiert mit ähnlichen Begriffen:

    „Do what thou wilt“ und „Love is the law, love under will“ (Aleister C.)

    Ich bin sicher, die Ähnlichkeit ist nicht nur mir aufgefallen 🙂

    Liebe Grüße!

  2. Hallo Schandor, das „ama et fac quod vis“ ist gut augustinisch. Dass der Satz von der Gegenseite aufgegriffen und verfremdet wird, zeigt nur einmal mehr, was der „Engel des Lichts“ kann. Es sind übrigens zahlreiche Dinge, die die Gegenseite übernimmt, weil sie merkt, dass „es funktioniert“. Manches wird jedoch auch aus Hohn und Spott übernommen.
    Das „Liebe und dann tue was du willst“ müssen wir so verstehen: Wenn wir Gott lieben und Seinen Willen zu unserem Willen machen, dann können wir tun, was wir wollen, weil wir dann nämlich das tun, was Gott von uns möchte.

    LG
    Jonas

  3. @Schandor: Diese Spannung ist intendiert. Damit ich jetzt nicht als Antinomist durchgehe, noch der Erklärungstext:

    Viele Christen erleben ihren Glaubensalltag als erdrückend »gesetzlich« und suchen zusammen mit anderen (Wildgänsen) ein Leben in Freiheit ohne Gebot. Liebe, die zur Pflicht wird, ist – so ungefähr hat Immanuel Kant das einmal gesagt – keine Liebe in Freiheit. Wie ist das mit dem Gesetz im Leben des Christen? »Liebe und tue, was du willst« (Augustinus) und/oder »Liebe als Erfüllung des göttlichen Gebots« (vgl. Röm 13,8; 1Joh 5,2–3)? In diesem Seminar geht es um Christusnachfolge jenseits von Gesetzlichkeit und Gesetzlosigkeit.

    Liebe Grüße, Ron

  4. Johannes meint:

    @Schandor: Der Satz ‚Liebe und tue, was du willst‘ stammt von Augustinus, und ich vermute, dass es in dem Vortrag um das richtige/biblische Verständnis dieser Aussage gehen wird. Aber das wird nur erfahren, wer zur Konferenz kommt 😉

    Siehe dazu auch hier (besonders den Leserbrief): http://theoblog.de/mit-dem-»playboy«-aus-dem-gottesdienst/8218/

  5. Johannes meint:

    Ups, jetzt war der Ron doch schneller 😉

  6. Schandor meint:

    @Ron und Johannes

    Danke für die Aufklärung! Ich wusste nicht, dass der Satz ursprünglich so bei Augustin vorkommt. Danke auch für die Erklärung! Bei Schirrmacher heißt ein Teil der Ethik ja auch „Gesetz der Liebe“.

    Dass das intendiert war, überrascht mich nicht 😉
    Aber ich verstehe den krassen Gegensatz zwischen dem kantischen Imperativ und der biblischen Freiheit! (Du kannst, denn du sollst ich soll, aber ich kann nicht – Danke Jesus Christus, dass er mir zur Gerechtigkeit gemacht worden ist!)

    lg
    S.

  7. Roderich meint:

    Lieber Ron,
    Koenntet Ihr nicht ein paar Flyer drucken und sie an die christlichen Buchhandlungen zur Werbung verteilen?

    Noch etwas: in einem Buch über A.W. Tozer las ich, dass er sich bei der Bewerbung auf eine Pastorenstelle darauf beharrt habe, er nehme die Stelle nur, wenn er jeden Morgen frei habe (damit er sich den Morgen lang auf Gebet, Bibelstudium und Meditation über Gottes Wort / Gemeinschaft mit Gott und Seinem Heiligen Geist konzentrieren könnte.) Er wurde ja von manchen als ein „Prophet des 20. Jahrhunderts“ bezeichnet, da er so viele Botschaften mit Vollmacht verkündigte. Mal von seiner Theologie abgesehen, aber: Es wäre schön, wenn auf der Konferenz auch ein Vortrag nur über „Spiritualität“ oder „Mystik“ (im positiven Sinne) bzw. „Leben in Gemeinschaft mit Gott“ ginge.
    Aber gut, das spielt ja implizit sicher bei vielen der Vorträge eine Rolle… wollte es aber trotzdem mal erwähnt haben.

  8. @Roderich: Die Flyer kommen bald. Sie werden derzeit gestaltet.
    Liebe Grüße, Ron

  9. Roderich meint:

    @Schandor,
    der Roemerbrief hoert ja nicht bei Kapitel 7 auf 😉

    Kant war nicht von der Existenz des Heiligen Geistes ausgegangen, sondern stellte dieses „Sollen“ einfach dem menschlichen Willen anheim.

    Als Christen duerfen wir wissen, dass wir die Kraft des Heiligen Geistes haben, die uns auf unserem Wege helfen kann.

    D.h. neben der „formalen Gerechtigkeit“, die wir grundsaetzlich haben in Christus, die wir ohne Werke erlangen, sondern nur durch Glauben, gibt es ja auch noch das „Leben im Geist“ bzw. eine „schrittweise Heiligung“. Es gibt einerseits das „Ihr seid heilig“ (1. Kor 6,11), und andererseits das „bemueht euch um die Heiligung“ (2. Kor 7,1 und Hebr. 12, 3.4.14, 2. Petr 1,3-11 etc.).
    Wir werden nie perfekt sein, daher auch 1. Joh 1,8.9 als bleibende Zusage: auch wenn man als Christ suendigt, und es aufrichtig bereut und bekennt, wird Gott uns vergeben.
    Aber das NT geht schon davon aus, dass die „Herrschaft der Suende“ – prinzipiell – auch gebrochen werden kann, bzw. dass der Christ nicht mehr unter einer unvermeidbaren Herrschaft der Suende steht, siehe Roemer 5,17 oder 6,14 oder Johannes 8,31.32.36.
    Lasst uns uns gegenseitig auf diesem Wege ermutigen.

  10. @ Ron
    Werden auch die Seminare mitgeschnitten und im Netz zugänglich gemacht?
    Gerade dein Thema würde ich sehr gerne hören, bezweifle aber, dass ich direkt an der Konferenz teilhaben kann.

    Grüße

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