Serielle Monogamie statt Ehe?

Die Deutschen heiraten immer später und immer seltener: Während Frauen 1975 im Durchschnitt bereits mit 23 und Männer mit 25 Jahren heirateten, waren im Jahr 2008 erstmalig heiratende Frauen durchschnittlich 30, Männer sogar 33 Jahre alt. Heiraten war in den 70er Jahren noch eine biographische Selbstverständlichkeit, mehr als 90 Prozent der ledigen jungen Erwachsenen entschieden sich für die Ehe als Lebensform. Seitdem hat sich der Anteil der zeitlebens unverheiratet bleibenden Erwachsenen mehr als verdreifacht: Gegenwärtig schließen noch etwa zwei Drittel der Frauen und etwa 60 Prozent der Männer mindestens einmal in ihrem Leben eine Ehe. Parallel zur sinkenden Heiratsneigung ist das Scheidungsrisiko gestiegen – mittlerweile werden etwa 40 Prozent der Ehen wieder getrennt.

Mehr dazu auf der Internetseite des Instituts für Demographie, Allgemeinwohl und Familie: www.i-daf.org.

Kommentare

  1. Ich kann euch http://www.christliche-partner-suche.de empfehlen. Die Seite ist eine moderne Singlebörse für Christen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

  2. rolf eicken meint:

    Diesen Trend kann ich nur bestätigen. Durch meine Tätigkeit komme ich mit vielen Menschen zw. 20 -45 Jahren zusammen, die zum Teil dem Theme Ehe skeptisch gegenüber stehen. Ich selbst bin seit 48 Jahren mit der 1. Frau verheiratet, was bei manchen Mitmenschen Kopfschütteln und Ungläubigkeit hervorruft. Ich möchte keine andere Frau und bin davon überzeugt, dass ich auch keine „bessere“ hätte finden können.
    MfG
    Rolf

  3. Roderich meint:

    @Rolf, das ist sehr vorbildhaft. Denn in jeder Beziehung gibt es mal Probleme. Es ist Zeichen von Charakter, nicht vor Problemen davonzulaufen, wenn man sich mal das eheliche Ja-Wort gegeben hat.
    Mein Onkel war mir da Vorbild, war 51 Jahre verheiratet. Im Flugzeug saß ich mal neben einem jüdischen Ehepaar, die gerade ihren 60. Ehegeburtstag feierten. Auf die Frage nach dem „Geheimrezept“ sagten sie: zuhören können.
    (Heute geht ja offenbar der neue EKD Entwurf schon als Norm nicht mal mehr davon aus, dass man „ewig“ Zusammenleben „muss“. Wenn die Praxis sowieso noch mal hinter der Norm zurücksteht, wie soll sich das dann in Zukunft entwickeln? Stark formulierte Normen sind wichtig, da man sie in Krisen benötigt – denn da kann man sich dann weniger auf Gefühle verlassen, weil die dann ja negativ sind).

  4. Ich finde es toll, wenn man heute noch Ehepaare sieht, die solange miteinander verheiratet sind und für mich schon zu Vorbildern werden.

    @Rolf, du gehörst eindeutig dazu. Meine Eltern sind auch schon 44 Jahr miteinander verheiratet.
    Ich wäre es auch gern, aber einen Partner zu finden, ist nicht so einfach, weil viele Menschen heute nach dem perfekten Partner suchen (gilt für Frauen und Männer), aber erkennen es nicht, den gibt es nicht, weil wir alle nicht perfekt sind.
    Die meisten suchen nach großen Gefühlen, so wie das in den Medien heute dargestellt wird und lassen sich täuschen.
    Ich finde, wenn man einen Menschen mag und im Umgang miteinander gemeinsame Interessen entdeckt und man sich gut austauschen kann, kann auch Liebe geweckt werden und wachsen.
    Und durch meine Beobachtung (in Familie und Freundeskreis) sind das die Ehepaare, die schon über 20 Jahre und aufwärts miteinander verheiratet sind und eine tiefe und innige Liebe für Ihren Partner empfinden.
    Oder sehe ich das falsch?

  5. rolf eicken meint:

    @Sylvia
    Das siehst Du schon richtig. Ich will den Bestand unserer Ehe nicht auf mich allein beziehen; denn meine Frau hat sicher 75% Anteil daran und ich nur den Rest. Sie sagt mir immer, dass ich kein einfacher Mensch bin, aber wir haben, in den entscheidenden Momente unseres Lebens immer zusammengehalten und uns auch oft zusammen gerauft, wobei ich meine Frau dafür bewundere, wie sie mit großer Sicherheit rein intuitiv mir oft das Richtige geraten hat, wenn ich mit dem Kopf in eine andere Richtung wollte. Dieses Zusammenspiel macht es aus.
    @ Roderich
    Es waren, ganz ehrlich gesagt, nicht einmal die biblischen Normen, die unsere Ehe zusammengehalten hat, sondern das Wissen um die Verantwortung für einander.
    Trotzdem will ich nicht abstreiten, dass die „starken Normen“ von denen Sie sprechen, sicher im Hintergrund in einer Ehe als Richtung und Rückhalt auch eine Rolle spielen. Danke für den Hinweis.
    MfG
    Rolf
    MfG
    Rolf

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