Gewinnspiel mit Sex-Robotern

Sie werden kommen, die digitalen Sexsklaven und -sklavinnen. Die Industrie treibt die Pornographiesierung der Gesellschaft mit ihrer Unterstützung auf eine neue qualitative Stufe und sieht in diesem Zweig erhebliche Gewinnchancen. Die Roboter werden nämlich gut zahlende Käufer in die Abhängigkeit führen und sich so zuverlässige Einnahmequellen heranziehen. Freilich werden die Kunden damit auch in eine noch größere Isolation getrieben.

Hoffentlich können warnende Stimmen wie die von Erik Billing und Kathleen Richardson ihren Einfluss wenigstens dämpfen:

Die beiden Robotikexperten wollen zur Diskussion und einer neuen Herangehensweise an das Thema anregen. Weiterhin richten sich die Ethiker explizit an IT-Spezialisten. Diese sollen sich weigern, Programmcodes für Sex-Roboter zu schreiben, Hardware zu entwickeln oder Ideen einzubringen, so die Forderung. Richardson und Billing begründen ihre Aktion zusammengefasst folgendermaßen:

  • Kinder und Frauen werden objektiviert.
  • Die noch immer vorherrschenden Ängste und Machtstrukturen, welche Frauen und Kinder in einer untergebenen Rolle als Sexobjekte positionieren (Prostitution), werden weiterhin gestärkt und legitimiert.
  • Sexroboter wirken der Entwicklung menschlichen Mitgefühls entgegen, welches ausschließlich in einer wechselseitigen Partnerschaft entstehen kann.
  • Es wird in Frage gestellt, dass Sexroboter in Frauen- und Kindergestalt weniger einen Nutzen für die Gesellschaft haben als Ungleichheit und Gewalt zu bestärken.
  • Die parallele Existenz von Technologie und Sexarbeit zeigt bereits, dass Roboter kein Mittel gegen die Gewalt gegen Prostituierte darstellen und einem Bedarf an menschlichen Körpern entgegenwirken könnte.

Mehr: www.n-tv.de.

Kommentare

  1. Andere sind schon da: Die digitalen Tötungsmaschinen, eingesetzt hauptsächlich von den USA. Aber auch andere Länder werden die technik bald haben und einsetzen. Irgendwie kommt es mir so vor, dass Gläubige sehr leicht gegen alles was mit Sex zu tun hat, protestieren, aber nicht was Leute umbringt.

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