Sozialreligion ist stärkste Konfession

Studien belegen, dass sozialreligiöse Irrlehren in Deutschland hohe Popularität genießen. Der Alarmismus gegenüber allem, was „rechts“ ist, lässt den Linksradikalismus als salonfähig durchgehen. Ulf Poschardt schreibt für DIE WELT:

Die Kirchen leeren sich, doch die Moral der linken Kirchentage hat die Werteserienausstattung der Deutschen erreicht und ersetzt. Links ist normal. Deshalb sind die Befunde der jüngsten Studie über die Popularität linken Gedankenguts weniger in ihrer Tendenz als in ihrer Wucht beeindruckend. Die Wiedervereinigung machte das Land protestantischer und atheistischer. Die Gläubigen des Sozialismus und die Frömmler des Kommunismus geben im Osten weiter den Ton an.

Doch der Glaube an die Revolution als eine gute Sache ist landesweit fast ebenso mehrheitsfähig, ebenso wie die rührende Einschätzung, dass Sozialismus wie Kommunismus gute Sachen seien, die bislang nur schlecht ausgeführt wurden. Eine satte Mehrheit hält die Demokratie durch die Macht der Wirtschaft für beschädigt.

Mehr: www.welt.de.

Kommentare

  1. Der größte „Konzern“ in Deutschland ist – mit weitem Abstand – der Staat. Wir haben ein staatliches Rentensystem, Gesundheitswesen, Bildungswesen, eine Staatsquote von über 50%, mit einem erheblich regulierten Wohnungsmarkt und ein staatliches Papiergeldmonopol. Fast 40% der Bevölkerung lebt ganz oder überwiegend von Staatsleistungen. Wer diesen 80%-Sozialismus als Kapitalismus bezeichnet, muss mit ideologischer Blindheit geschlagen sein. Und wer gar von „Turbokapitalismus“ redet, den muss der Verstand ganz verlassen haben! Das weltweite (und deutsche) Wirtschaftssystem ist sozialistisch!

  2. @dercalvin: Leider stimmt das! 😉

    Liebe Grüße, Ron

  3. Die Bibel lehrt ganz klar einen Nachtwächterstaat! Besonders anhand Römer 13 sehen wir, welche Aufgaben der Staat hat und welche nicht! Nirgendwo im gesamten NT bekommt der Staat irgendwo das Recht zugesprochen, in die Wirtschaft einzugreifen, einen Sozialstaat aufzubauen oder Schulen zu gründen! Der Staat hat „nur“ zwei Aufgaben: Für die innere und äußere Sicherheit zu sorgen, d.h. er soll „nur“ die Kriminalität bekämpfen – nicht mehr und nicht weniger! Deswegen dürfen auch „nur“ Polizei, Gerichte, Bundeswehr und das Parlament selbst staatlich sein – sonst nichts. Staat und Wirtschaft müssen 100%ig getrennt sein. Auch der sog. Neoliberalismus, wo der Staat die Rolle eines Schiedsrichters einnimmt, ist vollkommen unbiblisch! Wo lehrt die Bibel das??? Wer die Bibel ernst nimmt, muss Minarchist sein! Aber die deutschen Christen sind leider viel zu staatsgläubig dafür!

  4. Schandor meint:

    @der Calvin

    Ganz klar? Hm. Du lebst im Gestern. Staat und Wirtschaft sind bereits getrennt: Die Leute aus der Wirtschaft geben vor, wo es lang geht, der Staat führt nur aus. Damit das ganze Schauspiel nicht auffliegt, gibt es die Politdarsteller. Die tun so, als ob es einen Staat gibt, der „in Wahrheit“ das Sagen hat. Doch das ist Illusion. Es gibt seltsamerweise immer noch Gutmenschen und Ewiggestrige, die glauben, es handele sich hierbei um „Verschwörungstheorien“. Dazu gehörst Du sicher nicht. Denn Du wirst selbst sehen, dass es sich dabei um handfeste Verschwörungspraxis handelt. Deutschland ist übrigens nicht einmal ein Staat, sondern immer noch US-amerikanische Kolonie. Das glaubst Du nicht? Gib mal bei YT ein: Deutschland kein Staat – und staune!
    Hätten wir zwischen Wirtschaft und Untertanen nicht das Gebilde „Staat“ (unabhängig davon, ob Deutschland nun ein Staat ist oder nicht), dann lebten wir längst wieder in Verhältnissen, wie sie Upton Sinclair in „The Jungle“ beschrieben hat (dt: Der Sumpf), darauf kannst Du wetten. Es geht aber schnurstracks in diese Richtung; the descent into economic slavery is an ongoing battle and will only be won by the economists, for sure. Und wir können Gott dankbar sein, für das, was von Deutschland noch übrig ist, denn er hätte den Sack längst zumachen können. Wollen wir als echte Calvinisten also Gott danken, dass er einer Nation, die ihm auf so abscheuliche Weise den Rücken kehrt, noch nicht den Garaus gemacht hat? Ja, das wollen wir tun.

  5. @Schandor: Du widersprichst Dich selbst! Wenn „Leute aus der Wirtschaft [vorgeben] […], wo es lang geht [und] der Staat [es nur ausführt]“, dann sind ja Staat und Wirtschaft per definitionem gerade nicht getrennt! Genau das ist das Problem unseres jetzigen Systems. Aber den Lobbyismus (mit den entsprechenden Folgen) kannst Du ja gerade deswegen nicht der freien Marktwirtschaft anlasten – geschweige denn dem Nachtwächsterstaat. In einem Nachtwächterstaat wären ja Staat und Wirtschaft zu 100% getrennt! Der Staat dürfte nie in die Wirtschaft eingreifen und umgekehrt! Wenn das geschieht, ist es per definitionem nicht Nachtwächterstaat! Verstehst Du?

    Einer, der das vielleicht besser erklären kann als ich, ist Roland Baader: https://www.youtube.com/watch?v=Q3OTVYgbFDk

    In diesem Radiointerview geht er auch auf Einwände von Anrufern ein. Absolut empfehlenswert! Dann verstehst Du vielleicht auch meine Sichtweise besser.

  6. Schandor meint:

    @der Calvin

    Ja, danke für den Link! Ich glaub, ich versteh, was Du meinst. Aber könnte die Wirtschaft den Staat nicht ganz einfach in die Knie zwingen, wenn sie denn völlig losgelöst von ihm agierte? Ich meine, auch der Staat braucht Geld – wie soll er uns sonst schützen? (Polizei, Feuerwehr usw.) Naja, ich muss mir das Radiointerview mal anhören.

  7. @Schandor: Ja, hör‘ Dir das Radiointerview von Roland Baader auf jeden Fall an!!! Auch seine Bücher sind übrigens sehr empfehlenswert – besonders sein Buch Geldsozialismus (Gräfelfing: Resch-Verlag, 2010). Da wird das Geldsystem endlich mal so erklärt, dass es jeder verstehen kann!

    Zu Deiner Frage: Nein, „die Wirtschaft [könnte] den Staat nicht ganz einfach in die Knie zwingen, wenn sie denn völlig losgelöst von ihm agierte“! Das ist ja gerade der Witz! Wenn beide zu 100% voneinander getrennt sind (was per definitionem der Nachtwächterstaat ist), dann wären ja beide zu 100% voneinander unabhängig. Wir können uns das nur deswegen so schwer vorstellen, weil wir es als Deutsche einfach gewohnt sind, dass sich der Staat in fast alles ständig überall einmischt. Die Deutschen sind nun mal sehr staatsgläubig!

    Wie kommt der Staat an sein Geld? Natürlich durch Steuern (die per definitionem Zwang sind)! Wie kommt ein Privatunternehmen an sein Geld? Indem es versucht, die Kunden zu überzeugen, für das Produkt bzw. die Dienstleistung zu zahlen. Dies geschieht immer freiwillig! Deswegen haben auch Privatunternehmen keine Macht! Es ist umgekehrt: Wir als Kunden haben die Macht! Wenn wir also z. B. alle nicht mehr Google nützen würden, dann wäre Google sofort pleite! Google muss uns davon überzeugen, dass wir es in Anspruch nehmen, weil es freiwillig ist. Der Staat dagegen muss niemanden überzeugen, denn er treibt sein Geld durch Zwang (und notfalls durch Gewalt) ein. Es ist vollkommen egal, ob ich Steuern zahlen möchte oder nicht: Ich werde einfach dazu gezwungen! Google dagegen kann mich zu gar nichts zwingen – deswegen müssen sie Überzeugungsarbeit leisten.

    Wenn der Staat also sein Geld durch Zwang eintreibt (Steuern), dann hat er auch die Begründungslast und nicht ich! Wenn ich Dich zwingen würde, dass Du mir Dein Geld geben sollst, dann würdest Du doch auch nach einer Begründung fragen, oder nicht? Kann ich dann einfach sagen: „DU musst es begründen!“ Nein, das wäre Unsinn! Was darf der Staat also mit Steuergeldern finanzieren? Nur das, was die Bibel ihm ausdrücklich zugesteht! Und das ist „nur“ die innere Sicherheit (Polizei) und die äußere Sicherheit (Bundeswehr) – also die Bestrafung der Kriminalität – nicht mehr und nicht weniger (Römer 13)! Wenn jemand behauptet, dass der Staat auch mehr mit Steuergeldern finanzieren dürfte, dann möchte ich die Bibelstellen dazu sehen! Die kann mir aber keiner liefern! Also bin ich für einen Nachtwächterstaat (auch Minarchismus genannt). Ich habe noch nie ein Gegenargument dagegen gehört! Noch nie! Was spricht gegen einen Nachtwächterstaat? Gar nichts!

Deine Meinung ist uns wichtig

*