Space Church

Ich mag Filme. Und ich baue ab und an auch Bezüge zu Filmen in meine Predigten ein. Trotzdem würde ich nicht empfehlen, auf der Grundlage von Kinofilmen im Gottesdienst zu predigen. Die Aufgabe des Predigers ist die Verkündigung des Wortes von Christus (vgl. Röm 10,17). Punkt.

Eine Gemeinde in den U.S.A. startet demnächst eine Predigtreihe zu Kinofilmen und bewirbt das Programm mit einem originellen Trailer. Der Trailer zeugt von der Kreativität der Gemeindemitarbeiter, ist wirklich gut gemacht. Zugleich offenbart er, sicher völlig ungewollt, eine gewisse Tragik: Auf das Popkorn kommt es an.

Ich habe nichts gegen gute Unterhaltung. Aber Gottesdienste wie Unterhaltungsprogramme zu gestalten, immer mehr an die Konsum- und Erwartungshaltung der »Zuschauer« anzupassen, scheint mir ein gut gemeinter, aber kein guter Weg zu sein.

Hier der Trailer:

Kommentare

  1. Roderich meint:

    Spurgeon soll ja auch sehr unterhaltsam gepredigt haben, Leute in seinen Bann gezogen haben, mit vielen praktischen Beispielen. Spurgeon ging damit manchen gegen den Strich. Allerdings war Spurgeon in allen seinen Predigten Bibelzentriert, und hat – anders als moderne Unterhaltungskirchen – nichts verschwiegen vom Evangelium.

    Also, Unterhaltung muss nicht schlecht sein, aber sobald bestimmte unangenehme Elemente der biblischen Botschaft ausgespart werden, (Suende, Gericht, Hoelle, Busse, Kreuz tragen, leiden, etc.), stimmt etwas nicht mit der Predigt.

    Gibt es denn keine Kirche, die solche witzigen Filme anbietet, gleichzeitig aber redlich bemueht ist, den ganzen Ratschluss Gottes (explizit) zu predigen?

  2. Ich denke, das Thema ist nicht „Unterhaltung bei den Gottesdienstfeiern/Predigten: Ja oder Nein?“.
    Es geht darum, dass Gottes Kraft durch Sein Wort wirkt. Es geht um prophetische Verkündigung, sprich: Gottes Wort so wirken zu lassen, dass es die Herzen der Anwesenden trifft und zu Jesus Christus hin verändert.
    Dabei mag es unterhaltsam zugehen (s.a. Jesus selbst, der Alltagsgeschichten verwendet hat und die Dinge mitunter sehr schlicht auf den Punkt gebracht hat). Wenn ein Film, ein Theaterstück, ein Lied… was auch immer… dazu dient, dass das Wort Gottes auf vielfältige Weise verkündet wird, ist es gut.
    Aber das ist es eben:
    Die Unterhaltung ist nicht der Maßstab.

  3. Was Prediger sich nicht alles einfallen lassen, wenn ihnen die Themen ausgehen 🙁
    Mag es nicht wesentlich besser sein, wenn die Betrachtungen des Wort Gottes einfach mit dem Leben der GD-Besucher zu tun hätten? Ok, dazu müsste man auch etwas vom Leben der GD-Besucher wissen 😉

    Ich finde derartige Predigtreihen zunehmend langweilig.

    Btw.: Den Trailer finde ich grottig gemacht.

Deine Meinung ist uns wichtig

*