Spiritualität – ein weltlich Ding!

Spiritualität hat mit einem Fußballstadion mehr zu tun als mit dem christlichen Glauben! Weshalb? Dieser fabelhafte DLF-Beitrag hilft verstehen, was ich damit sagen will.

Kommentare

  1. Guter Beitrag. Danke. Es wird gut aufgezeigt, wie ein Begriff völlig überzogen und damit in seinem Sinn völlig beraubt wird. Ich mag den Begriff kaum noch hören, weil dahinter meist nur Phantasie mit Schneegestöber steht.
    Obwohl… Schmitz-Salomon? Wenn ich Jemanden fragen will, der absolut keine Ahnung hat, ist er immer eine willkommene Adresse 😉

  2. Schandor meint:

    @Charly

    „Phantasie mit Schneegestöber“? Und „Wenn ich jemanden fragen will, der absolut keine Ahnung hat, ist er immer eine willkommene Adresse“

    LOL! 🙂 🙂

  3. Also ich hab erst mal nur reingehört.. werds mir nachher noch ganz anhören, aber eins weiss ich jetzt schon: eine Soße… das mit der Spiritualität. Ich werde schamrot wenn ich daran denke, dass ich früher auch so gedacht und auch den Flow und das Gefühl haben wollte. Und ich habe ganz bestimmt den Fehler gemacht, gleich nach meiner Bekehrung auch „Spiritualiät“ haben zu wollen, aber ich habe angefangen zu begreifen, dass es nicht um Gefühle oder Gefühl geht, um Flow oder sonstiges – ich würde sagen, da hat mir der HErr den Kopf gewaschen.. was bin ich froh und dankbar dafür… NÜCHTERNHEIT ist das Gebot..

  4. mark.us meint:

    Spiritualität (ausschließlich) mit Gefühl zu identifizieren, und dann diese selbstgebastelte – aber unsachgemäße! – Definition zu verdammen, ist ja nun auch nicht gerade die feine Art. Das manche unter einem guten Mittagessen „McDonald“ verstehen, spricht nicht gegen das gute Mittagessen!
    Spiritualität verbindet schlicht und ergreifend die Bereiche der christlichen Lebensgestaltung, der klassischen Frömmigkeit mit der des Glaubens. Und dagegen ist nichts einzuwenden.
    Eine wirklich sehr, sehr gute Abhandlung zum Thema „evangelische Spiritualität“ bietet das gleichnamige Buch von Peter Zimmerling. Aktuell leider nur teuer zu bekommen, aber ein Blick in das Inhaltsverzeichnis zeigt die Richtung des Buches auch schon auf.

  5. Jutta meint:

    so, jetzt hab ich mir das Ganze angehört… was mir noch aufgefallen ist: es kann nicht um Allmacht und Erhabenheit als Mensch gehen.. allmächtig und erhaben ist allein Gott… unsere Aufgabe ist die Demut … und das ist schwierig genug… aber kaum jemand würde in der Spiritualität eine Demutserfahrung sehen, da fast alles was vom Menschen definiert, erklärt oder als Anleitung geschrieben wird, zur Erhöhung des Menschen dient – in dieser „kalten modernen Welt „.
    ..“definiert jeder für sich“ … eben. Das kann nicht richtig sein. Was ich für mich definiere, ist nicht allgemeingültig – kann es nicht sein, und deshalb brauchen wir absolute Werte, die aber nüchtern gelebt werden müssen … sonst landen wir bei der Gedanken- und Gefühlsanarchie und einer „absoluten“ Beliebigkeit.
    Ganz falsch finde ich die Aussage: Religionen „leben“ vom Gegensatz des Guten und des Bösen.. als hätte die Religion Gut und Böse erfunden … wieso hat die angebliche Evolution nicht den perfekten Menschen erschaffen ??? … der nicht krank wird, der stark ist, der nicht sterben muss… wieso keine gute Welt ? das wäre sinnvolle Evolution gewesen…
    …. man könnte noch viel dazu sagen.. 😉
    „Der Mensch“ will nicht einsehen, dass er nur die Wahl hat zwischen Gut und Böse, und nichts dazwischen… wir haben keinen wirklich freien Willen… wir können nicht tun, was wir wollen und glauben, ohne Konsequenzen davon zu kommen.
    Die Kraft, die wir dazu benötigen, bekommen wir aber nicht aus uns … und Mystik und Spiritualität sind mittlerweile meiner Meinung nach Weltflucht.
    Meines Wissens kommt der Begriff in der Bibel auch nicht vor… und es ist nirgendwo die Rede davon, bestimmte Übungen zu machen, um sich in einen Zustand der Erhabenheit hineinzubegeben. Ich habe mich früher oft gefragt: wieso hat Jesus nicht genaue Anweisungen( wie zB yogische Übungen, Meditationsübungen, Atemübungen ) hinterlassen, um sich in „Zustände“ zu begeben, um mich als religiösen Menschen zu erfahren ? Heute weiss ich, dass es gar nicht darum geht und dass der biblisch-christliche Glaube sich eben genau dadurch vom Heidnischen unterscheidet.
    Ich habe früher immer nach dem „hinter den Zeilen“, nach dem „Geheimnisvollen“ gesucht, und war über die Nüchternheit, die scheinbare Einfachheit enttäuscht… und jetzt fange ich an zu erfahren, wie schwer das im Alltag zu leben ist, was Jesus uns hinterlassen hat … und um den Alltag geht es, um jede Sekunde, jede Minute, wenn ich in seiner Nachfolge leben will. Und nicht um die Verbundenheit, die entsteht, wenn man nachts um halb zwölf ein lautes Konzert hört, und es „groovt“. Das mag eine nette Erfahrung sein, die aber meistens nicht lange vorhält und nichts und niemanden wirklich „verbindet“. Ausserdem sind Christen erstens mit Ihm verbunden und dadurch miteinander … von wegen alles ist “ eins „…

  6. Mark.us: Was wäre denn Deiner Meinung nach der biblische Begriff für S.? Frömmigkeit?

    Liebe Grüße, Ron

  7. @Ron
    Der Begriff Frömmigkeit gefällt mir ganz gut. Er muss aber noch mit Inhalt gefüllt werden 🙂
    Frömmigkeit ist aber m. E. etwas anderes als Spiritualität. Letzteres verstehe ich als Lebenshaltung, die eine Verbindung mit einem transzendenten Wesen/Etwas sucht, was aus meinem biblischen Verständnis her nicht möglich ist.
    Frömmigkeit heißt für mich so zu leben, dass von einer Existenz Gottes als Grundlage aller Praxis und Theorie ausgegangen wird.

  8. mark.us meint:

    Ich würde meine, Ron, dass z.B. der Schluss des Thess.Briefes einen guten Rahmen dafür beschreibt, wie ein spirituell gestalteter Alltag aussehen kann.
    „… Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch. Den Geist dämpft nicht. Prophetische Rede verachtet nicht. Prüft aber alles und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus.“

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