Stephen Nichols: Das Wirken von J. Gresham Machen

J.G.Machen.jpgJ.G. Machen (1881–1937) gehört zu den einflussreichen Theologen des frühen 20. Jahrhunderts. Er studierte an der Johns Hopkins University, der Princeton University und am Princeton Seminary und anschließend in Marburg und Göttingen, wo er herausragende Lehrer der liberalen Theologie wie Wilhelm Herrmann hörte. Von 1915 bis 1929 war er Professor für Neues Testament am Princeton Theological Seminary. Wegen des dort einziehenden Liberalismus gründete er das Westminster Theological Seminary in Philadelphia und wurde zu einer prägenden Gestalt des reformierten Christentums in Nordamerika.

In Werken wie The Origin of Paul’s Religion (1920), Christianity and Liberalism (1923, dt. kürzlich erschienen bei 3L-Verlag  und The Virgin Birth of Christ (1930) verteidigte er die traditionelle christliche Lehre gegen den Modernismus. Wegen seiner konservativen Theologie geriet er in der Presbyterianische Kirche immer mehr unter Druck, so dass unter seiner Mitwirkung 1936 die Orthodoxe presbyterianische Kirche entstand.

Machen prägte viele evangelikale Leiterpersönlichkeiten und spielt eine maßgebliche Rolle bei der Wiederentdeckung der Schriftautorität Anfang des letzten Jahrhunderts. Zu seinen bekanntesten Studenten zählt Francis Schaeffer.

Dr. Stephen Nichols von Ligonier Ministries hat auf der Evangelium21-Konferenz 2016 in Hamburg Leben und Werk von J.G. Machen vorgestellt und auf erstaunliche Parallelen zu den theologischen Herausforderungen unserer Zeit hingewiesen.

Hier der Vortrag, übersetzt von Kai Soltau:

Kommentare

  1. Johannes Strehle meint:

    Volltreffer! Ein Lob für die Planer der Konferenz.
    Wo sind diese Christen
    im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz und
    in den Allianzen vor Ort,
    die immer wieder ihre Stimme erheben und klar und unmissverständlich
    das sagen, was zu diesem Zeitpunkt zur Ehre Gottes gesagt werden muss
    (entsprechend dem zitierten, Luther zugeschriebenen, Wort)?
    Konservative Christen, die das nicht können oder wollen, sind dort fehl am Platz.
    Wer Diener gewählt hat, obwohl er seinen Standpunkt kannte, ist fehl am Platz.
    Wer seinen Standpunkt nicht kannte
    und jetzt nicht seine unverzügliche Ablösung gefordert hat, ist fehl am Platz.
    Wer hingegen seiner Verantwortung vor Gott gerecht wird, sollte nicht gehen.
    Er wird wie Machen und andere hinausgedrängt werden.
    Wer das aus einem menschlichen Verständnis von Liebe und Einheit
    nicht in Kauf nimmt, ist fehl am Platz.
    Warfield und Machen haben recht:
    Einen toten Klotz zu spalten, führt nicht weiter bzw. zurück zum Ursprung.
    Eine „Neue Evangelische Allianz“ muss gegründet werden,
    von Christen, die nicht für faule Kompromisse stehen.
    Oder gibt es in Deutschland, dem Zeitgeist entsprechend,
    nur noch de facto Kriegsdienstverweigerer?
    Stell dir vor, es ist Krieg, und keiner geht hin.
    Wurden auf der Evangelium 21-Konferenz die Lehren aus diesem Vortrag
    für die aktuelle Auseinandersetzung unter den Evangelikalen in Deutschland
    gezogen?
    Wenn nein, warum nicht?
    Im Übrigen sollte jeder mit der Gabe dienen, die ihm gegeben ist.
    Ich schätze Kai Soltau sehr, aber ein begabter Übersetzer ist er nicht.
    Schade! In diesem Punkt kein Lob für die Planer der Konferenz.

  2. Peter Geerds meint:

    Wow – wie wäre es denn endlich mal nach 50 Jahren Bekennende Gemeinschaften die Gründung einer Bekenntnissynode? Seit den 60ern nicht geschafft – und heute? Wohl auch nicht.

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