Sucht nach dem Smartphone

Menschen nutzen ihr Smartphone im Schnitt drei Stunden am Tag, und die meisten fühlen sich schlecht dabei. Ein Bonner Forscherteam hat sich gefragt, wo die Abhängigkeit anfängt – und Lösungen gesucht. DIE WELT schreibt:

Sie lieben ihr Handy? Sie können sich den Alltag ohne Handy nur noch schwer vorstellen? Aber irgendwie nervt es Sie auch? Mails, WhatsApp und Facebook stehlen Ihnen Zeit? Drei Stunden pro Tag verbringen Sie wahrscheinlich mit ihrem Mobiltelefon. Das ist das bisherige Ergebnis einer groß angelegten Studie des Informatikers Alexander Markowetz von der Universität Bonn. Zusammen mit dem Psychologen Christian Montag hat er den Handygebrauch Tausender Menschen untersucht. Die beiden wollten erforschen, wie viel Zeit die Menschen tatsächlich mit Handy oder Smartphone verbringen. Und sie wollten herausfinden, wie viel normal ist. Wann die Handynutzung problematisch wird und wo die Abhängigkeit anfängt.

„Ich habe selbst ein völlig unverantwortliches Handyverhalten, und vielen Kollegen geht es ähnlich. Und das wollten wir im großen Stil untersuchen“, sagt der 38 Jahre alte Markowetz. Er entwickelt ein kleines Programm, eine App, die er Menthal nennt. Wer Menthal auf sein Handy lädt, lässt zu, dass alles gezählt wird: Wie viel Zeit er im Internet surft. Wie oft er eine SMS schreibt. Wie lange er bei Facebook verbringt. Die wichtigsten Daten werden dann anonymisiert an einen Server übermittelt, wo die Wissenschaftler sie auswerten.

Hier: www.welt.de.

Kommentare

  1. Wir sind echt extrem abhängig davon geworden… ich kann mich noch genau erinnern, vor circa 5 Jahren, haben die „etwas“ älteren (35+) noch gesagt, dass die Jugend total abhängig sei und das sie gar keinen Sinn in Smartphones sehen würden – Jetzt laufen die selber mit einem Smartphone rum. Smartphones haben Vor- und Nachteile , unter Kontrolle haben sollte man sich aber auf jeden Fall.

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