SWR-Rundfunkrat: Muslime statt Freikirchler

Der Rundfunkrat ist das höchste Programmkontrollgremium beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er überwacht, dass die Anstalten ihren gesetzlichen Sende- und Kulturauftrag einhalten. Seine Besetzung soll sicherstellen, dass die Programme allen gesellschaftlich relevanten Gruppen offen stehen.

Im größten Rundfunkrat steht unter der Grün-Roten Regierung eine zeitgemäße Verschiebung des Machtgefüges an. Die Badische Zeitung meldet:

Die anstehende Reform des SWR-Staatsvertrags, der 1998 den fusionierten Südwestrundfunk aus Süddeutschem Rundfunk und Südwestfunk begründet hatte, will die grün-rote Landesregierung auch nutzen, um zu einer zeitgemäßeren Zusammensetzung – sowohl was die Gruppen wie die Geschlechterberücksichtigung betrifft, zu kommen.

Nach Informationen der Badischen Zeitung sieht der Vorschlag, der Teil des Entwurfs für den neuen Staatsvertrag ist und am 23. Oktober ins Kabinett kommen soll, wesentliche Änderungen vor: So wird sich die Landesregierung, die bisher zwei Vertreter im Rundfunkrat hat, gänzlich zurückziehen. Die acht Sitze für den Landtag aber bleiben. Für gesellschaftlich relevanter als die Freikirchen hält Grün-Rot die Moslems, die bisher unberücksichtigt sind. Erstere fliegen raus, letztere bekommen deren Sitz.

Mehr: www.badische-zeitung.de.

VD: AG

Kommentare

  1. Naja.., mal ganz trocken gefragt: was haben die Vertreter dieser Freikirchen den in den Jahren ihrer Beteiligung denn erreicht? Kann das jemand, der im Wirkungskreis des SWR lebt, mal erläutern?

  2. @Jürgen: Das frage ich mich auch. Aber Du wirst sehen: Ihre „Nachfolger“ werden etwas erreichen.

    Liebe Grüße, Ron

  3. Wer kuckt denn noch TV?! 😎

  4. Schandor meint:

    Wär ja auch seltsam, sollten die Muslime in einem muslimischen Land nix erreichen

  5. Jürgen meint:

    @Ron

    Das werden sie. In unserer Stadt haben sie es geschafft, dass auf Kosten der Steuerzahler auf dem Hauptfriedhof ein Waschhaus errichtet wird. Die ev. Landeskirche stellt das Grundstück.

    Sie sind unerschrocken, das muss man ihnen zugestehen, für ihren Glauben gerade zu stehen und ihre Interessen durch zu setzen. Fehlt uns mittlerweile der Mut? Warum? Oder haben wir es uns schon in Laodizea gemütlich gemacht? Wir sind doch mittlerweile da angekommen, dass wir uns dafür entschuldigen, dass wir unsere Mitbürger mit Buße und Bekehrung zu behelligen.

  6. @Jürgen:
    Was habt ihr denn eigentlich? Die deutschen Christen stehen doch auch für ihren Glauben ein: Ob Jesus Gottes Sohn ist, ist fraglich. Ob er auferstanden ist, wohl eher nicht, Was du glaubst, ist nicht so wichtig, hauptsache, du glaubst etwas …
    DAS ist der Glaube in diesem unserem Land – und dafür steht auch unser Land ein 😉

    Peter

  7. Warum eigentlich kippen hier manche Kommentare (zu solchen Themen) gleich in Polemik ab?

    Dass zukünftig auch muslimische Vertreter im SWR-Rundfunkrat sitzen sollen, ist, wie ich finde, auch richtig, vertreten sie doch eine längst ´gesellschaftlich relevante´ Gruppe!

    Man muss also nicht den Untergang des Abendlandes befürchten, wenn nun die freiklichlichen Vetreter nicht mehr dabei sind. Mit ´Jürgen´ frage ich mich auch, worin denn deren Betrag bestanden haben könnte?

    Vermutlich werden die Muslime zukünftig in Fragen des Glaubens entschiedener und unbeirrter auftreten als andere Repräsentanten. Das kann den Diskussionen im Rundfunkrt nur dienlich sein, zumal dort ja nicht die ´Basis´ vertreten ist, sondern sowieso nur Funktionäre (auch christliche).

  8. Schandor meint:

    @ernst

    Es ist auch dann nicht polemisch, wenn Du es dafür hältst. Nur weil einer schreit: Schwarzer Schwan – müssen deshalb alle glauben, dass da einer ist? 😉

  9. Ernst hat Recht. Da schwingt ne gute Portion Polemik mit in den Kommentaren.

  10. Jürgen meint:

    Polemik? Zurück zu den Fakten: Freikirchler raus, Muslime rein.

  11. Schandor meint:

    @Jürgen

    Du traust Dich ganz schön 😉 ernst und nik werden Dich gleich mental exkommunizieren 🙂

  12. ach ach – – – sagen wir mal so: wenn ein Schwan schwarz ist, dann bliebe er das auch dann noch, wenn, aus welchen Gründen auch immer, jemand etwas anderes behauptete.

    Ich meine: Deutschland als ´muslimisches Land´ bezeichnen, das ist allerdings Polemik – oder sollte das etwa Ironie sein?

    Genau: die Fakten sind „Freikirchler raus, Muslime rein“ (Jürgen) – was soll daran so schlimm sein? Vielleicht kann DAS mal jemand begründen…

  13. @Ernst

    Vielleicht weil es allen vor Augen führt, welche Bedeutung die Freikirchler in der Gesellschaft haben?! 😉 Und das keinem (Freikirchler) gefällt! Bin ja auch einer 🙂

    Ist nur so ein Gedanke….

    Die Christen in Europa sind schwach, lauwarm und kuschelig…. ich weiß ich verallgemeinere….
    Welche Bedeutung haben denn noch Kirchen, die nicht mehr hinter dem stehen, was sie glauben? Und eine Glaubenswahrheit nach der anderen preisgeben?

    Die braucht keiner – also raus damit…

    ist das polemisch?

  14. Schandor meint:

    @ernst

    Nun, Ironie nicht gerade, aber was man aus Berlin so alles hört (und auch aus anderen Städten), dazu Augenzeugenberichte – der Trend ist eindeutig.

    Was den Schwan betrifft – da hast Du freilich recht. Beides ist möglich. Mir jedenfalls ist handfeste Polemik lieber als blutloses Gefasel (gut: letzteres hat es in diesem Thread noch nicht gegeben). Verstehste?

  15. @ Armin: ja, sicher – sie sog. „Freikirchler“ (ich war mal einer) müssen sich nicht wundern; ihre Bedeutung ist allenfalls marginal!
    Das hat Gründe: wer lieber Lobpreislieder singt anstatt sich mit der Not der Welt auseinanderzusetzen, braucht sich nicht zu wundern.
    Da gehöre ich doch lieber zu einer Kirche ´in der Welt´, häufig angreifbar, aber doch immer noch lebendig…

    Erstaunlich bleibt: zum eigentlichen FAktum ´Muslime im Rundfunkrat – sinn- bzw. verhängnisvoll oder nicht?´ hat sich immmer noch keiner geäußert; stattdessen dieses… „Endzeitgeraune“!

  16. @ ernst

    versteh mich nicht falsch. Dei EKD & CoKG steht noch schlimmer da! Das meinte ich mit „Christen in Europa“!!! Weichgespülte Kuschelchristen.
    – Verallgemeinerung off –

    – Was für ein Endzeitgeraune?
    Wer am lautesten schreit wird gehört! Die Moslems schrein ziemlich laut! – und werden gehört!
    Schau dir doch mal die Geschichte der Länder an, in denen die Moslems die Mehrheit wurden…
    Das brauch ich hier in D ehrlich gesagt nicht! Bin ich jetzt Rassist? – Die Keule kommt bestimmt wieder, haha mit Sicherheit…

    Naja, viel Spass

  17. Schandor meint:

    Darf ich noch ein wenig mitmischen? Ja?

    @ernst

    Ich stimme zu: Für Endzeitgeraune ist jetzt nicht der Ort. Aber stimmt es denn nicht, was Armin sagt: Wer am lautesten schreit, wird gehört? Auch das gefällt mir sehr gut: „Wer lieber Lobpreislieder singt, anstatt …“. Da möcht‘ ich gern wieder meine Prädikat-Masche loswerden 🙂

    Nun, um auf das einzugehen, was Du verlangst, bräuchte man doch Informationen darüber, was die Freikirchler im Rundfunkrat bewirkt haben, oder? Meinst Du nicht, die Moslems werden sich gegen den ganzen Schmutz wenden, der da im TV gezeigt wird? Meinst Du nicht, dass das insgesamt gut wäre?

    @Armin

    Es strömt schon aus vielen Löchern, da brauchst Du das eine nicht zuhalten wollen. Rassist bist Du keiner, denn Du hast Dich ja keiner rassistischen Aussage schuldig gemacht. Was die Moslems wollen, weiß man. Weißt Du, was die europäischen Länder machen? Sie lassen die Heuschrecken in ihre Felder, damit die das Unkraut fressen ––– LOL!

  18. @ schandor: d´accord !!

    @ Armin: Jetzt ´mal Butter bei die Fische´ – “Muslime im Rundfunikrat”, was wäre daran so schlimm?
    Du schreibst: „Wer am lautesten schreit wird gehört! Die Moslems schrein ziemlich laut! – und werden gehört!“ Worauf gründest Du diese Aussagen? Hast Du persönliche Erfahrungen mit Muslimen? Wo schreien sie denn? Und wer hört sie? Sollte man die drittgrößte religiöse Gruppe in Deutschland etwa nicht einbeziehen?
    (Deine Aussage zur EKD teile ich ebenfalls nicht – aber dieses FAss lassen wir jetzt besser verschlossen.)

    (Von den beiden zukünftigen Sitzen der Muslime müssen sie übrigens einen mit einer Frau besetzen!)

  19. @ Schandor

    “Sie lassen die Heuschrecken in ihre Felder, damit die das Unkraut fressen ––– LOL!“

    Wen oder was meinst du mit „Heuschrecken“?

  20. Schandor meint:

    @Spinoza

    Ist das wirklich so schwer zu erkennen? Das Ziel der Heuschrecken ist es, alles Grüne zu assimilieren. Vielleicht daher ihr eigenes Grün? Aber ein Feld kann ohne Grün nicht überleben. Was den Heuschrecken nichts macht, das sie ohne Grün auskommen können. Man sieht das an den Feldern, auf denen sie sich derzeit ungestört tummeln. Kommt dort etwas Grünes auf, wird es sofort assimiliert (oder vernichtet, je nachdem, welcher Sprache man sich bedienen möchte). Die Eigenschaft der Heuschrecken, alles Grüne zu fressen, ist sattsam bekannt, aber man kann diese Eigenschaft nicht ohne die Heuschrecken haben. Die Heuschrecken sind organisiert; sie folgen einem gewissen Instinkt. Das Grün ist nicht organisiert; man versucht vergeblich, es zu organisiert, aber die verschiedenen Schattierungen und Farbtöne folgen je ihren eigenen Prinzipien der Farbgebung. Daher kann das Grün nicht organisiert werden, zum Beispiel, um sich geschlossen gegen seine Assimilation durch die Heuschrecken zu wenden. Das macht das Grün auch so angreifbar. Die einzelnen Farbtöne finden: Was auf ihrem Feld an Schadhaftem (durch die Medien) geschieht, ist schlimm. Aber die einzelnen Farbtöne sind schwach und können nichts ausrichten. Sie wollen sich nicht vereinen zur einen grünen Farbe, denn sie befürchten, ihre eigene Farbnote dabei zu verlieren – und überhaupt: weshalb Zielen folgen, die jeder anders definiert? Davon profitieren nicht nur Heuschrecken, sondern auch Bauleute, die im Freien operieren (manche behaupten, sie seien es gewesen, die den Heuschrecken Zutritt zu den grünen Feldern gewährten …). Du verstehst mich sehr gut.

  21. @ schandor: ich muss schon sagen, bei allem Wohlwollen, Ich verstehe Dich NICHT sehr gut, denn Deine „Heuschrecken-Grün-Metaphorik“ vernebelt mehr als sie klarmacht; sag doch mal im sauerstoffreichen Indikativ auf der Sachebene, was Du damit konkret MEINST!

  22. @Schandor, Du hast schon recht, wenn Du darauf hinweist, dass Moslems in vielen Bereichen engere Moralvorstellungen haben als die heutige Bevölkerungsmehrheit in unserem Land und in sofern es ja auch etwas positives mit sich bringen könnte. Was aber weithin übersehen wird und von vielen Politikern (sowie selbstüberhöhten Bloggern …) in naivem, döspaddeligem „Befreiungs-Heroismus“ nur noch gefördert wird (s. aktueller Besuch von Kretschmann in der Türkei) ist die eindeutig auf der Erringung politischer Macht abzielende Prägung der islamischen Religion. Es geht dieser Religion in erster Linie nicht um ein friedliches Miteinander sondern schlicht um „Islam“, was nichts anderes heißt als „Unterwerfung“. Dies gilt sowohl im privaten Bereich (Beispiel: Behandlung der Frauen, sie darf in die Moschee, aber Zitat Koran: „es wäre besser, wenn sie zu Hause bleibt“) aber insbesondere auch auf politischer Ebene. Wer da lieb-gebuckelt ankommmt nach der Devise „wir fassen uns alle an die Hände“ und „der Islam ist doch eigentlich gar nicht so schlimm“, ist in totaler Unkenntnis über die tatsächlichen Strukturen und die Denkweise der einflussreichen Leute dieser Religion. Die überwiegend friedlich lebenden Muslime und nun auch wir müssen von Anfang an der Gefahr widerstehen, durch diese Strategen instrumentalisiert zu werden.

  23. Spinoza meint:

    @ Schandor
    „Was die Moslems wollen, weiß man. Weißt Du, was die europäischen Länder machen? Sie lassen die Heuschrecken in ihre Felder, damit die das Unkraut fressen ––– LOL!“

    Was wollen DIE Moslems?
    Wen meinst du mit Heuschrecken?
    DIE Moslems? Ja oder nein?

  24. @ Helmut:
    a) DEN Islam gibt es nicht;
    b) was Du sonst schreibst über „selbstüberhöhte(..) Blogger(…) in naivem, döspaddeligem ´Befreiungs-Heroismus´… lieb gebuckelt” ist genau das Problem: Polemik statt sachlicher Argumentation!
    Auch an Dich daher die Frage: Was sind Deine Quellen der Information? Woher hast Du das, was Du als Kenntnis „über die tatsächlichen Strukturen und die Denkweise der einflussreichen Leute dieser Religion“ ausgibst?
    Tatsächlich sind es nur ´terribles simplifications´! Und das macht den Dialog mit den Muslimen nur noch schwieriger.

  25. Schandor meint:

    @Spinoza

    Was meinst Du mit „DIE Moslems“?
    Wie meinst Du das: „Wen meinst du mit Heuschrecken“?
    Meinst Du mich?

  26. @ Schandor
    Ja, ich frage dich, natürlich. Warum windest du dich so?
    Meinst du mit dem Ausdruck „Heuschrecken“ in deinem oben stehenden Kommentar die Muslime?
    Ja oder nein?

  27. @Ernst,

    es fehlt die Zeit und der Platz, hier alles genau auszuführen. Aber wenn Du es noch konkreter haben willst, brauchst Du nur die heutige Zeitung aufzuschlagen. Da sind die Worte von Ministerpräsident und Bundesratspräsident Kretschmann in der Türkei zu lesen: „Wir müssen der Türkei die Tür nach Europa öffnen statt Hindernisse aufzutürmen.“ und „Der Islam ist seit Jahrhunderten ein Teil Europas.“ Hier meint einer, sich als „Befreier“ in Szene setzen zu müssen, in absoluter Verkennung der Tatsache, dass es die Türkei mit ihrem Umgang mit Menschenrechten und Demokratie ist, die das Hindernis darstellt (s. a. http://de.wikipedia.org/wiki/Politisches_System_der_Türkei). Was ist mit dem Völkermord an den Armeniern? Solange die Türkei nicht in der Lage ist, offen und ehrlich Verantwortung für Fehler zu übernehmen, habe ich Zweifel, dass dieses Land inkl. Islam in die EU gehört. Kein Wort davon von unserem selbsternannten „Islam-Befreier“ Kretschmann.

    Du fragst woher ich mein Wissen habe. Kann Dir u.a. folgendes Buch von einem ehemaligen Dozenten der Al-Azhar Universität in Kairo empfehlen. Er konnte bereits mit 12 Jahren den Koran auswendig und hat sich sicher intensiver mit den Grundaussagen des Islam beschäftigt als alle vermeintlichen „Islam-Befreier“: Mark Gabriel, Islam und Terrorismus: Was der Koran wirklich über Christentum, Gewalt und die Ziele des Djihad lehrt, ist zB bei Amazon erhältlich. Ist beeindruckend zu lesen.

    Du musst also schon aufpassen, wenn Du mit Deinem Harmonie-Geraune die Decke des wohligen „das ist halt jetzt so“ über den Umgang der baden-württembergischen Landesregierung mit den christlichen Freikirchen ziehen willst. Freikirche raus – Moslems rein, das ist und bleibt der Hammer.

  28. Spinoza meint:

    @ Schandor, Helmut, alle Mitglieder bei Islamhasser Inc.

    Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. Denn mit welcherlei Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden; und mit welcherlei Maß ihr messet, wird euch gemessen werden.

    Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge? Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?

    Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!

  29. @ Helmut:
    Da hast Du ja ordentlich hingelangt, merkst aber anscheinend selbst nicht, wie verquer Deine Ausführungen sind!

    Was soll der Hinweis auf Kretschmann? Und die Türkei? Oder deren EU-Beitritt?
    Es ging eigentlich um die Fragen ob und inwiefern es akzeptabel sein könnte, dass Muslime statt Freikirchlern im SWR-Rundfunkrat sind; was damit der unbestrittene Völkermord an den Armeniern zu tun haben soll, ist mir schleierhaft! Für den ist übrigens die ´jungtürkische´Bewegung unter Atatürk verantwortlich – und genau der wollte konsequent weg von einer traditionell islamisch orientierten Gesellschaft hin zu einem westlichen säkularen Modell.
    Das ist eben das Schlimme, wenn Leute wie Du allerhand durcheinanderwerfen, Stimmung machen und allen anderen vorwerfen, sie seine nur Weicheier und hätten keinen Durchblick. Dass Du auf die Frage nach Deinen Quellen ein einziges (!) Buch anführst, noch zudem aus einem Verlag, der eigentlich auf technische Publikationen spezialisiert ist, aber eben auch eine Reihe von reißerischen Titeln zur EU sowie Islam publiziert hat – das ist bezeichnend! Mit seriösen Kenntnissen hat das nix zu tun.
    Dass es eine Menge an kenntnisreichen und unterschiedlichen und im Einzelfall natürlich auch kontroversen Meinungen zu Fragen des Islams oder der Muslime in Deutschland gibt, scheint Dich wenig zu interessieren oder Du kennst sie garnicht. Offenbar willst Du am liebsten Deine Vorurteile bestätigt bekommen, und alles andereist dann nur noch „Harmonie-Geraune“ ?

    Es bleibt leider dabei: auch von Dir kommt leider kein stichhaltiges Argument gegen eine Beteiligung von 2 (!) Muslimen im Rundfunkrat, außer pauschalen Verdächtigungen, Polemik & Verschwörungs-Geraune!

  30. @ alle von der Ernst Fraktion

    Beschreib mal einem Blinden die Welt…. ihr habt ganz andere Denkvoraussetzungen.
    Wir werden niemals auf einen Nenner kommen.

    Ich für mich weiß, dass ich in „eurer schönen bunten Welt“ nicht leben möchte.
    Eure „Argumente“ finde ich falsch oder dümmlich – Ihr bezeichnet andere als „Geraune“. Toll. So ist das halt.

    Warten doch einfach ab, wie sehr euch der Islam bereichern wird.

  31. @Spinoza

    Es geht hier nicht um Hass auf Moslems, zumindest mir nicht. Es geht mir letzten Endes auch nicht darum irgendwelche Posten in Rundfunkräten zu verteidigen. (Was so ein Sitz im Rundfunkrat wert ist, war ja meine Eingangsfrage.) Es darf aber nicht sein, dass die Toleranz gegenüber Moslems, die sich mittlerweile selbst sehr geschickt in Szene zu setzen wissen und Zeter und Mordio schreien wenn man den Islam hinterfragt, dazu führt, dass freikirchliche Christen ausgegrenzt werden. Vor mir aus sollen die Moslems vertreten sein, aber nicht zu Lasten anderer.

    „Gerechtigkeit ist die feste Absicht, jedem zu geben, was ihm von Rechts wegen zukommt; Ungerechtigkeit hingegen ist es, jemandem im Namen des Rechts etwas wegzunehmen, was ihm bei richtiger Auslegung des Rechts zustünde.“ Baruch de Spinoza, 1632-1677

  32. Man lese mal das hier:

    http://www.bzbasel.ch/schweiz/kreuz-ist-trumpf-swiss-werbung-provoziert-muslime-125390340

    haha, toll oder? Un die Entschuldigen sich noch…. ich fass es nicht.

  33. @Spinoza,

    warum willst Du mich bei den Islam-Hassern eintüten? Ich habe kein Problem mit moslemischen Mitbürgern, die unsere Gesetze akzeptieren und für die das Thema Integration keine Floskel bleibt. Wogegen ich mich wende, ist der Einfluss des politischen Islam, der immer deutlicher spürbar wird (z.B. Salafisten-Aktion, neues Islam-Zentrum in Wien, Aktivitäten von Vereinen wie Milli Görüs, „Beleidigungs“-Proteste wie den soeben losgehenden Swiss-Protesten, danke @Armin – unglaublich). Der politische Islam versucht auf nicht-militärische Weise Einfluss auf die Gesellschaft zu gewinnen und instrumentalisiert einmal die eigenen Relgionsangehörigen (es wird wieder schick, sich durch Kopftuch bzw. Burka abzugrenzen und in die Moschee zu gehen) zum anderen ringt er um Einfluss auf die obersten Organe der Gesellschaft, wie zB hier den Rundfunkrat. Ein Zitat eines Vordenkers dieses Flügels namens Mawdudi soll genügen: „Der Islam ist keine normale Religion wie die anderen Religionen der Welt, und muslimische Nationen sind auch nicht wie normale Nationen. Muslimische Nationen sind etwas ganz Besonderes, weil sie einen Befahl von Allah haben, über die gesamte Welt zu herrschen und über jeder Nation auf der Welt zu stehen.“ Kannst Du Dir vorstellen, dass es Moslems gibt, die auf so etwas abfahren? Was mag es heißen, wenn solche Leute bei uns zunehmend Einfluss gewinnen? Ich sehe das als Gefahr, der man in die Augen sehen sollte und sich nicht von gutgemeinten Versöhnungsphantasien (s. Kretschmann) zum Werkzeug dieser Gruppen machen lassen.
    @Spinoza, Du hast Mt 7 zitiert, möchte dazu noch folgendes Zitat aus Kap. 5,13 bringen:
    „Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.“
    Wenn wir es nicht fertig bringen, klipp und klar unserer Umwelt die christlichen Standpunkte begreiflich zu machen, haben wir versagt. Meine Meinung.

  34. @Ernst,

    um vielleicht noch etwas nachzuhelfen: Es ging oben darum, ob Moslems im Rundfunkrat nicht auch einen guten Einfluss ausüben könnten. Darauf meine Antwort: An sich schon, aber Vorsicht vor zuviel Händeschütteln. Dann habe ich auf Grund Deiner Bemerkung am Beispiel von MP Kretschmann versucht darzulegen, weshalb ich die Vokabel döspaddelig benutzt habe. Schließlich habe ich – glaube als einziger – in diesem Blog ein Literatur-Zitat gebracht, dass Du prompt mit dem Hinweis auf den Verlag abschmetterst, ohne Dich überhaupt mit dem Inhalt auseinander gesetzt zu haben. Ich weiß nicht, wer hier Argumenten nicht zugänglich ist …

  35. @ helmut – ein Zitat ist also schon ein Argument? Aha…nun denn –

    Es freut mich immerhin, dass Du Dir vorstellen kannst, dass Muslime „im Rundfunkrat nicht auch einen guten Einfluss ausüben könnten.“ – Ja, das könnte ich mir auch vorstellen.
    Und weil sie in Deutschland heute eine relevante Gruppe sind, ist es auch richtig, dass sie einen Sitz im Rundfunkrat erhalten. Und das werden sicher keine Salafisten sein.
    DEN ISlam gibt es gibt es übrigens (ich wiederhole mich) auch nicht in Deutschland.

    Natürlich gibt es auch hanebüchene Vertreter eines islamistischen Denkens, gar keine Frage. Aber es gibt auch andere…

    (Diese ganze angst- und vorurteilsgefüllte Debatte erinnert mich stark an meine Jugendzeit: Damals erwartete man alles Schlechte von den ach so bösen Kommunisten… manche Frommen glaubten denn auch, dass das Ende der Freiheit bevorstünde, und es gab viele Bücher, die das behaupteten und belegten (wie sie meinten).
    Aber es kam alles ganz anders…)

  36. Roderich meint:

    @ernst,

    Damals erwartete man alles Schlechte von den ach so bösen Kommunisten…

    Du findest also, dass sie nicht „ach so böse“ waren?

  37. @ Ernst
    „(Diese ganze angst- und vorurteilsgefüllte Debatte erinnert mich stark an meine Jugendzeit: Damals erwartete man alles Schlechte von den ach so bösen Kommunisten… manche Frommen glaubten denn auch, dass das Ende der Freiheit bevorstünde, und es gab viele Bücher, die das behaupteten und belegten (wie sie meinten).“

    Die Parallelen zum Beginn der antisemitischen Exzesse Ende des 19. Jahrhunderts sind offensichtlich. Damals waren es die Juden, die nicht integrierbar und gefährlich waren, Europa bzw. die Welt erobern wollten etc. pp. Damals hetzten Christen gegen Juden, heute hetzen Christen gegen Muslime.

    Die Früchte dieser geistigen Brandstiftung sind reichlich bekannt und leider Gottes absehbar.

  38. @Spinoza: Das ist haltloser Quatsch, den Du hier verkündigst. Offenbar wird dadurch, was Du willst: beirren und zündeln. An einem Austausch bist Du überhaupt nicht interessiert.

    Deshalb noch einmal: Behalte bitte Deine Einsichten nah bei Dir! Dort sind sie gut aufgehoben, denn Du bist ja nicht beirrbar.

    Liebe Grüße, Ron

  39. @ Ron
    Entweder du lügst, oder du bist ignorant.

    http://www.chbeck.de/Benz-Feinde-Morgenland/productview.aspx?product=10299271

    Die Wahrheit wird dich frei machen. Keine Beleidigung beabsichtigt.

    Liebe Grüße, Spinoza

  40. Komisch, ich dachte immer in dem forum dieses blogs werden Demokratische Werte als wichtig erachtet, genauso wie die freie Meinungsäußerung.

  41. Roderich meint:

    @Spinoza,
    ich habe Dir bei einem anderen thread hier auf Theoblog vor einigen Wochen zahlreiche Links genannt, in denen über die Unvereinbarkeit der Scharia mit dem Grundgesetz geschrieben wird. Mit keinem einzigen Wort bist Du inhaltlich auf nur EINEN dieser Links eingegangen, sondern hast es weggebürstet mit „Frag doch die Moslems, wenn Du etwas über die Scharia wissen willst“.
    Das zeigt doch, dass Du an inhaltlichem Austausch in keiner Weise interessiert bist.
    Wahlweise schlüpfst Du in die Rolle des Atheisten (um die Bibel zu kritisieren) oder eines Juden (um mit dem Alten das Neue Testament zu kritisieren) oder eines Islamfreunde (um den Islam gegen das Christentum zu verteidigen).
    Wenn man Dich fragt, welches Gottesbild Du vertrittst, antwortest Du mit inhaltslosen Formalbegriffen. („Der Gott, der dem rationalen Denken entspricht“).
    Sprich: Du möchstest aus dem Schutz der Deckung, feige, ohne die eigene Sicht hier zur Diskussion zu stellen, ständig Anfragen an den christlichen Glauben machen. Und auf Gegenargumente gehst Du, wenn sie zutreffend nicht ein, sondern springst zur nächsten Frage.
    Und auf Gegenfragen gehst Du schon gar nicht ein.
    Kurz und Gut: Du möchtest den Leuten hier die Zeit stehlen. So was würdest Du Dich in der „realen Welt“ an einem beliebigen Stammtisch aber nicht trauen.

    Als Blogbetreiber würde ich Dich sperren, bis Du Dich auch bereiterklärst, Gegenfragen zu beantworten.

  42. Schandor meint:

    @Roderich

    Prädikat: Gut gebrüllt, Löwe!

  43. @Schandor: dito.

    Liebe Grüße, Ron

  44. Spinoza meint:

    @ Roderich
    Deine ad hominem Attacken fallen nur auf dich selbst zurück. Ich nehme keine Rollen ein, ich argumentiere. Ich habe Mumm genug, Leuten wie dir auch real gegenüber zu treten. Wie ich was wo beantworte oder nicht, kannst du getrost mir überlassen.

    Liebe Grüße, Spinoza

  45. Roderich meint:

    @Spinoza,
    Du bist es ja, der sowohl ad Deam als auch ad hominem Attacken fährt, mit „Wie kann man nur so einen Quatsch glauben“ oder „Du lügst“ etc.
    Ich liste Deine ad xxx Attacken ja nur auf. Eine Feststellung, wo Du Dich fehlverhältst, ist keine Ad hominem Attacke.
    Nein, es ist einfach unangemessen, hier nur Fragen zu stellen, und keine Fragen zu beantworten. Das überlasse ich nicht Dir. Du kannst nicht die Regeln der Debatte festlegen. Bei einer realen Begegnung würdest Du Dich eben nicht trauen, den Gegenfragen so aus dem Weg zu gehen. Und Dir manche Dreistigkeit auch nicht erlauben. (Z.B. Argumente einfach ignorieren).

  46. @ Roderich
    OK, du hast recht. Ich bin der Böse, du der Gute.

    Liebe Grüße, Spinoza

  47. @ Schandor, Ron
    Ein Zitat von Wolfgang Benz
    „Die Angst vor der sozialen Krise, die Angst vor dem Statusverlust. Das war damals im 19. Jahrhundert in der Emanzipationsdebatte der Juden ebenfalls das Antriebsmoment. Da glaubten viele, aus dem Osten käme eine riesige Schar von aggressiven Ostjuden, die Deutschland wie Heuschrecken überfallen und alles besitzen würden. Also mehr oder weniger ganz gleich diese Beschwörungen vor der Islamisierung Europas: Es kommen Fremde, bemächtigen sich des Unseren.“

    Der Geist des Unmenschen kommt zum Ausdruck, wenn man den „Fremden“ als Ungeziefer diffamiert.

  48. Roderich meint:

    Ich weiss nicht, ob Du böse bist, vielleicht im Moment eher „die beleidigte Leberwurst“. Vielleicht bist Du auch nur ein gelangweilter Atheist, der sich einen Zeitvertreib daraus macht, eine Liste von Fragen, die er irgendwo aufgeschnappt hat, auf Christen loszulassen, deren Antworten ihn aber nicht wirklich interessieren.

    Rationales Argumentieren ist neutral (bzw. eher „gut“, weil es der Wahrheitsfindung dient). Über diesen Aspekt rede ich aber nicht, denn für faire rationale Argumentation und Fragen aller Art bin ich persönlich (und andere hier, denke ich) immer offen – auch wenn ich nicht auf alle Fragen sofort eine Antwort weiss. Aber „alle Antworten“ weiss (mit Ausnahme vielleicht eines studierten Religionsphilosophen) keiner sofort, wenn er seine Weltanschauung zur Disposition stellt – was Du ja bequemerweise nicht tust.

    Mit allen möglichen kritischen Fragen hat sich ja u.a. die angelsächsische Religionsphilosophie ja schon beschäftigt. Man könnte alle Deine Fragen beantworten, das wäre kein Problem, kostet evtl. Zeit, aber wenn man das Gespühr hat, dass Du nicht wirklich an Antworten interessiert bist, lohnt sich der Aufwand nicht. Wer so viele Fragen wie Du stellen kann, der kann sich auch manche Antwort selber suchen, WENN sie ihn denn interessiert.
    Man bekommt eben bei Dir den Eindruck, es handle sich um leere Sophisterei. Argumentieren um seiner selbst willen. Den Einwand könntest du sofort entkräften, wenn Du Dich nicht wie eine Auster verschließen würdest, was Deine eigenen Ansichten angeht. Damit sagst Du ja: „Ich vertraue euch nicht“. Und gleichzeitig sollen wir Dir glauben, dass Dich unsere Antworten auf Deine Fragen entfernt interessieren?

    Aber den guten Anstand verpassen – das ist in jedem Fall schlecht. (Z.B. auf Argumente nicht eingehen etc. – das zeigt eben mangelnde Wahrheitsliebe. Genau wie das sich künstlich dumm stellen und so tun als nähme man jeden – noch so unfundierten – Einwand für bare Münze, wie z.B. dieses Beck-Buch, das Islamkritik als demokratiefeindlich abtut).
    Obwohl jeder weiss, dass Du das als denkender Mensch nicht wirklich ernst nehmen kannst. Zwischen sachlicher Kritik und Hetze ist noch ein himmelweiter Unterschied. Sonst wäre jede Kritik gleich „Hetze“. Dass von den ca 88 Demokratien weltweit ca 79 mehrheitlich christlich sind (dazu eine jüdische und 7 mit Mehrheiten fernöstlicher Religionen), dass es aber weniger als eine handvoll islamischer Demokratien gibt, das wird Dir nicht entgangen sein. Dass die Scharia nicht mit der Demokratie westlicher Prägung vereinbar ist, ist ein Faktum. Siehe meine Quellen.
    Das von Dir zitierte Buch ist im wesentlichen ein Buch der Antifa-Manier, das konservative Christen bzw. jede Islamkritik als angeblich „gegen das Grundgesetz“ ausgrenzen möchte. Wenn man das logisch zu Ende denken würde, wäre sachliche Kritik NIE angebracht. – Also, wenn Du so was zitierst, aber die „Gegenbücher“ allesamt ohne sie zu lesen abtust, dann zeigt das Deine Herangehensweise als nicht am ehrlichen Austausch interessiert).

    Klar, „kannst“ Du Fragen ignorieren, auch wenn es den normalen Regeln des zwischenmenschlichen Austausch zuwidergeht. Aber dann darf es Dich nicht wundern, wenn andere das gleiche bei Dir machen und alle Deine Fragen ab sofort ignorieren.

  49. @ Roderich
    Spar dir deine Belehrungen. Du hast mir schon intellektuelle Unredlichkeit, Borniertheit und Heuchelei unterstellt. Das fällt alles auf dich selbst zurück.

  50. @Spinoza

    Ich für meinen Teil werde nun Kommentare von Dir nicht mehr lesen.
    Das ist die Zeit einfach nicht wert.

    Kindergarten

  51. Zu Benz und seinem neuesten Werk gibt es eine Rezension vom Deutschland-Radio, die einer Fundamentalkritik nahekommt.

    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/lesart/1930609/

    Es ist übrigens auch nicht das erste Mal, dass Benz islamischen Antisemiten eine Plattform bietet – wer dem Muslimmarkt ein Interview gibt (http://www.muslim-markt.de/interview/2010/benz.htm), dessen Geldgeber (Iran) Israel auslöschen will, aber gleichzeitig meint, die Juden (= potentiellen Völkermordsopfern) von heute seien eben nicht die heutigen Juden (zusammengeschlagene Rabbiner in Berlin und ermordete Kinder in Frankreich gibt’s natürlich erst seit kurzem und für kurze Zeit, alles Einzelfälle), sondern die Moslems (die dabei noch schnell zu einer Ethnie gemacht werden), dem ist wirklich nicht zu helfen.

    Kostenprobe des Experten „Man muss eine Feindschaft gegen den Staat Israel, gegen die Existenz des Staates Israel[= Antizionismus, legitim, oft mit Antisemitismus vermischt, aber gegen beider Wesen, welches nämlich „grundsätzlich“ verschieden sei], und eine Feindschaft gegen Juden [= Antisemitismus, illegitim] , unterscheiden“

    Gibt es eigentlich noch einen anderen Staat, für den gilt, dass die Feindschaft gegen ihn nicht aufgrund irgendeines Krieges oder etwas anderem Sekundären, sondern schlicht wegen seiner Existenz legitim ist, möchte ich da Herrn Benz fragen.

    Erschreckend finde ich auch, dass Benz explizit „Feindschaft“ legitimiert – nicht Kritik. Und Benz mag „Feindschaft“ möglicherweise theoretisiert-abstrakt verstehen – sein Gegenüber tut es nicht.

    Im Übrigen behaupte ich, dass es keinen Antizionismus ohne Antisemitismus gibt – Antisemitismus ist die historische Wurzel des Antizionismus und ein notwendiges und konstitutives Element desselben. Die Feindschaft gegen Israel vom ersten Moment seiner Ausrufung bis heute entzündet sich daran, dass es ein (wie auch immer) JÜDISCHER Staat ist – alles an Anfeindung lässt sich auf diese Mitte zurückführen. Und vor allem bedeutet Feindschaft gegen einen Staat auch immer notwendigerweise zumindest in der Praxis – die für die Be- oder besser Getroffenen allerdings ausschließliche Relevanz hat – Feindschaft gegen das Volk, das sich in diesem Staat organisiert, die Menschen, die dort leben. Feindschaft gegen den jüdischen Staat (Antizionismus) bedeutet im „besten“ Fall (akademisches Wolkenkuckucksheit) Ignoranz gegenüber den dort lebenden Menschen, Juden wie Nichtjuden, die dabei der achso wissenschaftlichen Abstraktion zum Opfer fallen. Im Normalfall bedeutet sie aber Hass und Gewalt gegen die dort lebenden Juden (mit Opfern unter Nichtjuden) zu richten oder dies zu unterstützen. Es gibt also keinen Antizionismus der Praxis, der nicht Antisemitismus wäre, denn es gibt keinen Staat Israel ohne dort konkret lebende Juden.  Und es gibt keinen mir bekannten empirisch belegten Antizionismus der Theorie (oder Praxis), der nicht Antisemitismus wäre, denn wenn eine Kritik (oder Feindschaft) sich gegen den jüdischen Staat wendet aber nicht gegen andere, die sachlich dasselbe oder Schlimmeres tun oder getan haben, dann ist sich nicht in der Sache, sondern im Jüdischen gegründet, das wiederum höchstens theoretisch vom jüdischen Menschen getrennt werden kann.

     

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