Theo:logisch

Theologisch cover finalErfreulicherweise liegt ein weiteres Buch von William Lane Craig in deutscher Sprache vor. In seinem Buch theo:logisch: Warum der christliche Glaube vernünftig ist spannt er einen weiten Bogen von der Feinabstimmung des Universums und vom Ursprung des Lebens über die Realität des Bösen bis zur Person Jesu Christi. Das tut er stets konsequent nach den Regeln der Logik und zeigt, dass der Glaube an Gott keineswegs unvernünftig ist.

Herausgekommen ist ein anspruchsvolles und zugleich gut lesbares Buch, das uns zu den  wichtigen Fragen des Lebens führt. Denn es geht nicht nur darum, ob Gott existiert oder nicht, sondern auch um die jeweiligen Konsequenzen für den einzelnen Menschen.

Hier gibt es eine Leseprobe: theologisch_leseprobe-2.pdf.

theo:logisch: Warum der christliche Glaube vernünftig ist von William Lane Craig

Preis: EUR 14,90

2 gebraucht & neu erhältlich ab EUR 14,90

Kommentare

  1. ..3.Also existiert Gott … kann man oberhalb lesen.
    Das halte ich für einen Zirkelschluss.

    „Gott ist gut“ ist auch ein Axiom von Gödel für seinen Gottesbeweis, dem ich im Detail, in Ermangelung der nötigen Logikkenntnisse, nicht folgen kann, wohl aber das Ergebnis akzeptiere: Gott ist !

    Auch in Strukturen ohne Gott bilden sich Regeln, IMHO keine Naturgesetze. Einfach deshalb, weil Mehrere einfach die Überlebenschance vergrößern. Erst ab einer bestimmten Größe einer Gruppe gibt es auch interne Konflikte, die sicher auch zugelassen sind, solange sie das Überleben nicht bedrohen. Na gut.
    Jedenfalls sieht die Welt an sich mehrheitlich so aus, was man sicher bestätigen kann. Seit Jesus hat sich kaum etwas geändert.

    Die Frage daraus ist, warum Gott das so gewollt hat und Jesus geschickt hat. Das weiss ich persönlich aber nicht. Das muss ich glauben. Es fällt mir schwer, da .. Gott sah, dass es gut war…
    Warum Leid gut ist kann man bei mir nachlesen. Auch warum die Schöpfung so groß ausgefallen ist. Den freien Willen innerhalb unseres Rahmens haben wir sowieso. Aber es kann sein, dass Gott für jeden von uns etwas vorgesehen hat, was nicht den freien Willen einschränkt.

    Wenn ich über diese Themen im Bekanntenkreis diskutiere kommt immer wieder heraus, dass Glaube und Amtskirche in einen Topf geworfen wird. Aber zum Glück nur von jenen, die wenig nachdenken.

  2. Die Frage daraus ist, warum Gott das so gewollt hat und Jesus geschickt hat.

    Wie unsere Welt jetzt ist, hat Gott nicht so gewollt. Lesen Sie doch mal das erste Buche Mose (mindestens die ersten elf Kapitel). Dann wissen Sie es auch.

  3. Roderich meint:

    Interessanter Hinweis vom Verlag, für wen sich jeweils „On Guard“ oder „theo:logisch“ eignet:

    „Hinweis: Die beiden Bücher theo:logisch und On Guard sind in wesentlichen Teilen inhaltsgleich. Die dargelegten Argumente sind identisch. Der Unterschied der beiden Bücher besteht darin, dass die Argumente in einen anderen Rahmen eingebettet sind. On Guard richtet sich gezielt an Christen, die zur Glaubensverteidigung angeleitet werden sollen. theo:logisch richtet sich gezielt an Skeptiker, die dazu herausgefordert werden sollen, den christlichen Glauben auf seinen Wahrheitsgehalt zu prüfen.“

  4. @PeterG:
    Stellen sie die Allmacht Gottes in Frage?
    Gott soll bereuen, dass er den Menschen geschaffen hat und ihn rachsüchtig verfolgen?
    Es gibt ja zwei Buchreligionen wo Gott rachsüchtig ist. Ich meine jetzt nicht Auge um Auge, was ja Deeskalation bedeuten soll.
    Jesus zeigt uns einen liebenden Gott.
    Noch einmal …und er sah, dass es gut ist….
    Was wollen sie mir sagen?

  5. @ R. Dabrek

    „Stellen sie die Allmacht Gottes in Frage?“

    Ich bin zwar nur der Peter „mit ohne G“, gebe aber dennoch meinen Senf dazu: Nach biblischem Befund wird Gottes Allmacht eine eschatologische Allmacht sein. Dass Gott sich am Ende aller Zeiten „nur“ selbst überwindet, kann ich mir nicht vorstellen (es gibt von einem schweizer Psychoanalytiker ein grauenvolles Buch dazu). Ich halte es da eher mit 1 Joh 1,5. Deshalb kann ich auch nichts mit der in der aktuellen Systematik so geliebten Creatio ex nihilo anfangen und folge da eher dem einen oder anderen ATler, der von einer Schöpfung ins Chaos hinein ausgeht.

    Besten Gruß!

  6. Schandor meint:

    Müsste eigentlich heute abend bei mir im Postkasten liegen.

    Besonders eindrucksvoll ist Lanes Beweis der Auferstehung.
    Wer denken kann, muss glauben, wenn er das gelesen hat. Besonders dann, wenn er logisch denken kann.

  7. @ R. Dabrek
    Ich weiß nicht, wie ich Ihnen antworten soll. Peter mit ohne G hat es bereits gemacht. Es kann auch daran liegen, dass wir unter Allmacht Gottes etwas anderes verstehen. Im Gegensatz zu Ihnen bzw. zu Ihren Aussagen auf Ihrer Homepage sind für mich Glaube und Erkenntnis keinen Gegensätze oder das zweite eine Steigerung vom ersten.

  8. @ R. Dabrek

    Noch ein Nachtrag: Mit dem „Zirkelschluss“ haben Sie natürlich in gewisser Weise recht.

    1. Wenn der Mensch nicht existiert, existieren auch keine
    objektiven moralischen Werte und Pflichten.
    2. Objektive moralische Werte und Pflichten existieren.
    3. Also existiert der Mensch.

    Der Hardcore-Atheist würde so argumentieren. Die Auseinandersetzung mit dieser wichtigen Anfrage fehlt mir bei Craig. Als vor Jahren in der Neukommentierung zur Menschenwürde in Art. 1 GG im Standard-Werkes zum GG, dem Maunz-Dürig, der sog. „Dammbruch“ erfolgte, hielt eben die Ansicht Einzug, dass der Mensch selbst in seinen jeweiligen historischen Kontexten aushandelt, was die „objektiven moralischen Werte und Pflichten“ seien. (objektiv betrachtet: die aktuell herrschenden Eliten handeln das aus)

    Da gilt dann nicht zuerst, wie Craig schreibt: „In einer pluralistischen Zeit haben die Studenten eine Heidenangst davor, ihre Werte jemand anderem aufzuzwingen.“, sondern vielmehr die Frage, was denn überhaupt noch Werte sind. Da treten dann eher Angst machende Gefühle von Orientierungslosigkeit und Sinnlosigkeit zutage.

    Ich finde es in der Auseinandersetzung mit Menschen, die behaupten, Atheisten zu sein, nach den ganzen Philosophie- und Logikgeplänkeln oder sonstigen Ausflüchten immer wieder interessant zu beobachten, dass manche gar nicht sagen, dass sie das alles selbst sind, dass das alles nur ihr Über-Ich, Unterbewusstsein … sei, sondern dass sie schon davon ausgehen, dass da etwas außerhalb von ihnen ist, also so eine Art nebulöse Transzendenz, so eine Art Idee, die außerhalb von ihnen ist. Da geht es immer um ein Außerhalb, welches mit einem Innerhalb verbunden ist – und das führt dann auch noch bisweilen dazu, so zu handeln, wie Menschen es immer schon – auch in antiken Zeiten – als moralisch gut empfanden. Ich halte dieses Phänomen für den entscheidenden Ansatz.

    Besten Gruß!

  9. Roderich meint:

    @Peter, Rudolf,
    kurz zurückgefragt: Wo sollte der Zirkelschluss sein bei Craigs Argument?
    P1: Wenn es keinen Gott gibt, gibt es keine objektiv gültigen Werte und Pflichten.
    P2: Es gibt aber objektiv gültige Werte und Pflichten.
    K: Also gibt es einen Gott.

    Das ist die Argumentform „Modus Tollens“, das Argument ist logisch gültig und kein Zirkelschluss. Die Frage ist dann zu prüfen: Wie überzeugend sind beide Prämissen.
    Craig nennt jeweils gute Gründe für die Prämissen.

    Die Prämissen werden nicht dadurch weniger plausibel, dass man für „Gott“ nun einfach „Mensch“ einsetzt, also eine Behauptung aufstellt, die Craig nie macht, und dadurch eine anfechtbare Prämisse erzeugt, die nichts mit dem Argument zu tun hat.
    (Objektiv gültige Werte und Pflichte müsste es auch ohne den Menschen geben, sie sind jedenfalls in Gott begründet, wenn auch primär für den Menschen relevant).

    Dass Menschen in Zeiten der Orientierungslosigkeit meinen, sie wüssten nicht mehr, was objektiv gültige Werte sind, spricht nicht gegen das Argument, denn das ist die Frage der moralischen Epistemologie („wie können wir objektiv gültige Werte erkennen“), um die es in dem Argument nicht geht, sondern das Argument handelt von moralischer Ontologie („existieren objektiv gültige Werte“).

    Und ja – Gott hat dem Menschen laut Römer 2,14.15 das Gesetz in sein Herz geschrieben. Es mag durch kulturelle Konventionen verschüttet / beeinträchtigt worden sein oder durch regelmäßige Ignorierung / Zuwiderhandlung betäubt sein, aber die Stimme des Gewissens schweigt nie ganz. Und auch wenn einige Menschen da einen „Defekt“ in ihrer moralischen Wahrnehmung haben, spricht das nicht gegen die Existenz moralischer Werte. (So wie die Tatsache, dass einige Menschen einen Defekt in ihrem Sehvermögen haben (Erblinden etc.), nicht gegen die Existenz einer Außenwelt spricht).

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