Todesstrafe für Bibelbesitzer

Nordkorea ist trauriger Spitzenreiter: Das Regime von Kim Jong Un unterdrückt Christen laut Weltverfolgungsindex weltweit am stärksten. Gläubige werden in Arbeitslagern eingesperrt oder zu Tode gefoltert. Auch in Afrika steigt die Zahl der Übergriffe auf Gläubige.

Der SPIEGEL schreibt:

Auch in Afrika hat die Christenverfolgung nach Angaben der Organisation zugenommen. Die afrikanischen Länder Mali, Tansania, Kenia, Uganda und Niger seien erstmals in dem Index vertreten. Der islamische Extremismus sei eine Hauptquelle für systematische Christenverfolgung. In Mali eroberten militante, der al-Qaida nahestehende Islamisten den nördlichen Landesteil. Christen mussten fliehen. Übergriffe auf Christen wurden auch aus Tansania, Kenia, Uganda, Niger und Nigeria sowie Ländern des Arabischen Frühlings gemeldet. Extremistische muslimische Organisationen stehen nach Angaben von Open Doors bereit, dort die Macht zu ergreifen, wo sich durch die Revolutionen ein Machtvakuum aufgetan hat.

Nach Schätzungen von Open Doors werden weltweit rund 100 Millionen Menschen wegen ihres christlichen Glaubens diskriminiert und unterdrückt.

Mehr: www.spiegel.de.

VD: TJ

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Stimmt mich sehr traurig, weil ich seit längerem für meine Geschwister in Nordkorea bete. Solche Meldungen wie auch solche wie der Gruppenvergewaltigung einer 23jährigen Frau in Indien (Theodizee-Frage!) sind immer schwere Schläge gegen den Glauben. Man kann nur den Kopf traurig senken und innerlich weinen, mehr bleibt nicht zu tun. Immer muss man mit der Frage kämpfen: Weshalb beten, wenn Gott ohnehin solche Gebete nicht erhört? Die Antwort ist immer denkbar einfach: Weil Gott will, dass wir beten. Sehr traurig.

  2. Langsam wird dieses Thema in den Medien aufgegriffen. Das ist zwar überfällig, aber ein Fortschritt. Hoffen wir, dass dies auch ein Bewusstsein in der Gesellschaft und Politik auslöst, dass nicht nur aus leeren Worten besteht….

  3. Ich war positiv überrascht, das ausgerechnet der säkulare Spiegel, der den christlichen Glauben in der Regel negativ dargestellt, über Christenverfolgung berichtet und sich dabei auf Open Doors bezieht.

  4. Wieder einmal krass zu sehen, dass Medien wie Spiegelonline tatsächlich nüchtern berichten, während in Christ & Welt ein Artikel erscheint, der uns vor Augen führt, wer die eigentlichen Leidtragenden der Christenverfolgung sind:

    „Und sie gebrauchen immer öfter ein Wort mit Sprengkraft: Christenverfolgung. Denn es bringt Probleme auf eine einfache Formel. Und es bringt Menschen gegeneinander auf. Es verschärft schnell die Spannungen, deren Beseitigung es fordert.

    Je herrischer die Muslimbrüder in Ägypten die religiösen Minderheiten ihres Landes diskriminieren, […] desto mehr lässt sich das Wort „Christenverfolgung“ politisch instrumentalisieren. Es eignet sich zur Fortsetzung der Leitkulturdebatte mit anderen Mitteln. Mit-Leidtragende der Christenverfolgungsdiskussion sind Muslime in Europa. Sie dürfen in der Schweiz keine Minarette bauen. In Deutschland werden ihre Moscheen oft genug in Gewerbegebiete abgedrängt.“

    vollständiger Artikel: http://www.christundwelt.de/detail/artikel/wort-mit-sprengkraft/

    Da fehlen mir doch glatt die Worte.

  5. Roderich meint:

    @FL, Du hast Recht, das ist unglaublich! Wie verblendet kann man sein.

    Angenommen, wir murksen in Deutschland alle Norweger ab, und in Norwegen schreibt man dann: „Das darf man nicht so einseitig beschreiben, es könnte den Deutschen in Norwegen schaden bei der Integration“… !!!

  6. Warum auf uns Norweger (bin einer) 😉
    Spaß beiseite. Der Durchbruch bei den Medien ist schön. Es könnte sein das es auch damit zusammenhängt, dass Europa, u.a. durch den „Arabischen Frühling“ samt Muslimbruderschaft in Ägypten, etc… aufgewacht ist und die Situation nicht mehr ignorieren könne…

    Das ausgerechnet dann solche selbsternannten Experten die Welterklärer spielen, indem sie die Christenverfolgung mit Spielplatzargumenten kleinreden wollen, zeigt wie notwendig die Berichtserstattung ist.
    In diesem Sinn gilt für Medien, Bevölkerung und Politik: Aufwachen und handeln.

  7. @FL: Einfach nur widerlich, dieser Artikel.

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