Türkei: Katholischer Bischof erstochen

Erzbischof Luigi Padovese, Vorsitzender der Türkischen Bischofskonferenz, ist in seinem Haus erstochen worden. Das meldete die halbamtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Kath.net meldet:

Nach dem Mord haben die türkischen Behörden einen Verdächtigen mit der Tatwaffe festgenommen. Es handelt sich um Padoveses Chaffeur Murat A., wie der Gouverneur von Iskenderun, Mehmet Celalettin Lekesiz, am Donnerstagnachmittag mitteilte. Der Fahrer arbeitete den Angaben zufolge seit viereinhalb Jahren für den Bischof und soll in psychologischer Behandlung gewesen sein.

Es sehe so aus, als handele es sich «um eine persönliche Angelegenheit» und nicht um ein religiöses oder politisches Motiv, sagte der Gouverneur. «Wir untersuchen die Tat aber genauestens.» Er habe den Bischof gut gekannt und sei tief betrübt.

Padovese, Vorsitzender der Türkischen Bischofskonferenz und Apostolischer Vikar von Anatolien, war am Donnerstag im Garten seines Hauses in Iskenderun niedergestochen worden und auf dem Weg ins Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Der Vatikan verurteilte die Tat in einer ersten Reaktion als schrecklich und unglaublich. In den vergangenen Jahren hatte es wiederholt gewaltsame Übergriffe gegen katholische Geistliche in der Türkei gegeben. Im Februar 2006 sorgte die Ermordung des in Trabzon tätigen römischen Priesters Andrea Santoro für breites Aufsehen.

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Kommentare

  1. Roderich meint:

    Diese Vorfaelle sind ja kein Zufall. Hintergrund ist wohl u.a., was nicht nur extreme moslemische Gruppen, sondern auch die Regierung selbst ueber die „Gefahr durch christliche Missionare“ in die Welt setzen. Man sollte mal die Islamischen Schulbuecher in der Tuerkei durchkaemmen.

    Auf der anderen Seite sollten sich Christen nicht vom Missionsauftrag abhalten lassen durch solche Vorfaelle. (Denn womoeglich ist genau das ja beabsichtigt: die christlichen Missionare zu entmutigen, so dass diese nicht mehr in moslemische Laender gehen).

    Ein Missionar klagte mal, dass extrem viele Amerikaner sich als Missionare z.B. nach Ghana senden lassen, wo ohnehin 70% der Leute schon Christen sind. Wie viele wagen es hingegen, in moslemische Laender zu gehen?

    (Im 19. Jhd war die durchschnittliche Lebenserwartung der Missionare nach Afrika ca. 1 Jahr, d.h. die Missionare wurden (anfang) im Schnitt nach 1 Jahr im Sarg zurueck nach Europa transportiert, und doch gingen hingegebene, intelligente und gut ausgebildete Missionare nach Afrika – das forderte Glauben, und dass die Missionare wirklich alles aufgaben. – Bewundernswerte Vorbilder, die unbedingten Respekt abfordern).

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