US-Regierung holt sich Daten von Google & Co.

Das muss man sich mal vorstellen: Die US-Regierung kann anscheinend direkt auf die Server aller großen Internetkonzerne zugreifen und so Daten von Nutzern holen, z.B. die persönlichen eMails. Dem Präsidenten Obama wird täglich ein Bericht geliefert. DIE WELT schreibt:

Der US-Geheimdienst NSA und die Bundespolizei FBI zapfen nach Informationen der „Washington Post“ direkt die zentralen Rechner von fünf Internet-Firmen an – mit deren Zustimmung. Den Zeitungen zufolge extrahieren die NSA- und FBI-Fahnder Audio, Video, Fotos, E-Mails- Dokumente und Verbindungsdaten, um Kontakte und Bewegungen einer Person nachzuvollziehen.

Demnach wurde das geheime Programm mit dem Code-Namen PRISM 2007 ins Leben gerufen. Es habe sich im Laufe der Zeit massiv ausgeweitet. Papiere, die für die täglichen Briefings des Präsidenten vorbereitet würden, stützten sich mittlerweile größtenteils auf Erkenntnisse aus diesem Programm.

Die „Washington Post“ beruft sich bei ihren Angaben auf eine interne Programm-Präsentation für leitende NSA-Analysten. Dazu gehörten Diagramme, die der Zeitung zugespielt worden seien.

Den Angaben zufolge geht daraus hervor, welche Internet-Firmen sich beteiligten: Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, PalTalk, AOL, Skype, YouTube und Apple. Der Clouddienst „Dropbox“ soll in Kürze folgen.

Die Sache ist so ernst, dass sogar einigen Mitarbeitern der Obama-freundlichen NYT der Atem stockt. Wer sich für Einzelheiten interessiert, sollte sich diesen CNN-Bericht anschauen. „Mit dem Programm von Obama“, schreibt DER SPIEGEL, „sind die USA endgültig zum Big-Brother-Staat mutiert“.

Um ehrlich zu sein: Für mich ist es sehr schwer vorstellbar, dass allein die USA in diesem Bereich vorgeprescht sind. Die Sache wird viel schlimmer sein, als wir uns das vorstellen können. So schlimm, dass sich das Problem nicht mehr weglächeln lässt.

 

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Deshalb wird es Zeit, sich mit den Themen Yap, Tor und mit PGP/GPG zu beschäftigen. Die Daten in DropBox kann man mit BoxCryptor verschlüsseln (wobei man allerdings davon ausgehen darf, dass für Nachrichtendienste eine solche Verschlüsselung kein Problem darstellt). Am besten, man verschlüsselt generell mit GPG (Freeware). Das ist nicht so einfach zu knacken, wenn überhaupt. Aber der gleichgültige Digitalexhibitionismus der meisten ist noch schwerer zu knacken. Die NSA hängt seit vielen Jahren in Deutschland (!) mit einem Kästchen genau dort, wo alle Daten, die in Deutschland erzeugt werden oder dahin gelangen, dazwischen und liest mit.
    http://www.youtube.com/watch?v=dkHfi-L2aIg

  2. Peter meint:

    Hallo Ron,
    Obama wird täglich ein Bericht geliefert? Vielleicht liest er ja deinen Blog 😉

  3. Schandor meint:

    Obama ist nur eine auswechselbare Puppe. Er steht nicht hoch in der Pyramide. Er ist – wie die meisten Staatsoberhäupter – der Pausenclown, der jetzt grad „mal darf“. Immerhin hätte es ja auch sein Konkurrent sein können – der hätte genauso gut gepasst.

    Gib mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, und es ist mir egal, wer die Gesetze macht (M. A. Rothschild).

  4. Erich Mielke hätte bei diesen Möglichkeiten vor Freude bestimmt feuchte Augen gehabt und würde da auch noch sage: Ich liebe doch alle…

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