Völkermord und Gender Studies

Fast alles muss heute als Projektionsfläche für die Gender Studies herhalten, sogar der Holocaust. Die Historiker Ruth Bettina Birn und Volker Rieß haben ein verbreitetes Werk von Wendy Lower, vertrieben von der Bundeszentrale für politische Bildung, genauer unter die Lupe genommen und müssen feststellen, dass es einer kritischen Überprüfung der Quellenbasis nicht standhält.

Wendy Lower nimmt in ihrem Buch „Hitlers Helferinnen. Deutsche Frauen im Holocaust“ (zuletzt 2016) eine Zusammenschau von Holocaust und Gender Studies vor. Das Werk liegt in fünf weiteren Sprachen vor, die Bundeszentrale für politische Bildung vertreibt es. Wendy Lower sieht die Beteiligung von deutschen Frauen am Holocaust als bedeutend an. Sie vertritt darüber hinaus zwei weitere Thesen: dass es eine Verbindung von „sexueller Intimität und Gewalt“ bei Holocaust-Tätern und -Täterinnen gegeben habe – und dass der massenhafte Einsatz von Frauen im deutsch besetzten Osten Teil einer revolutionären Mobilisierung gewesen sei, die zum sozialen Aufstieg und zur gesellschaftlichen Teilhabe geführt habe.

Einer kritischen Überprüfung der Quellenbasis hält das Buch nicht stand. Das zeigt sich schon in seinen Teilen zur Verbindung von Sexualität, Intimität und Gewalt.

Mehr: www.faz.net.

Kommentare

  1. Heike meint:

    Das ist wieder so ein typischer FAZ-Artikel, der so viel Zündstoff birgt, dass er dort gar nicht kommentiert werden darf. Ich empfehle hier ausdrücklich die Erwähnung von Netanjahus Geschichtsdeutung.

  2. Peter meint:

    @Heike

    Richtig. Interessanterweise – und das ist Parallele – erleben wir aktuell auch wieder eine Hochstilisierung des Islam zur Inkarnation des Bösen. Aber damit haben Netanjahu&Co natürlich nichts zu tun. Dafür müssten sie ja weltweiten Einfluss auf Politik und Medien haben.

  3. Jutta meint:

    http://de.gatestoneinstitute.org/8419/schweden-kirche-islam

    passt … und tut mir leid: der Islam ist die Inkarnation des Bösen – so wie alles, was Nicht Christus ist .. nur das eine wird mit sehr viel mehr Gewalt durchgesetzt als das andere.
    Hitlers Ideologie, der Islam, Nordkoreas Kommunismus .. und Hitler und der Islam hatten viel miteinander zu tun. Die Fakten sind nachzuforschen mittlerweile.
    Ich habe Abitur gemacht .. davon allerdings war im Geschichtsunterricht nicht die Rede …

  4. Heike meint:

    @Jutta

    Teile des AT sind furchtbar grausam. Der Islam wird heute teilweise als abrahamitische Religion kommuniziert, teilweise als Inkarnation des Bösen – ganz wenige wiederum verweisen auf den Isa ibn Maryam. Fragen Sie einmal einen evangelischen Theologen, warum wir mit Juden über Jesus Christus reden trotz der grausamen Berichte im AT, aber mit Muslimen nicht über Jesus Christus. Sowohl Juden als auch Muslime leugnen die Gottessohnschaft von Jesus.

  5. @Jutta: Das dürfen wir so nicht sagen. Wenn wir es sagen, ist es eine naïve Unterschätzung des Bösen. Nicht der oder die ist DIE Inkarnation des Bösen. So dämlich ist der Böse nicht. Das Böse kann z.B. auch aus der Mitte der Kirche kommen.

    Liebe Grüße, Ron

  6. gandalf meint:

    @Heike: Isa ibn Maryam ist eine Phantasiefigur, welche so viel oder wenig mit Jesus Christus zu tun hat wie besagte Maryam (im Koran auch als Schwester Aarons bezeichnet) mit Maria. Dass die Biographie dieses Isa im Koran einige Parallelen zu den Evangelien aufweist, ändert daran nichts. Hingegen meinen Juden sehr wohl den Jesus den auch Christen meinen, nur dass sie ihn als den verheißenen Messias nicht anerkennen. Bzgl. des koranischen Isa sind die Gelehrten bis heute nicht zu schlüssigen Ergebnissen gekommen wie der Name hergeleitet wurde. Yasoo al-Masih war im Arabischen auch im 7. Jahrhundert bekannt genug, also warum erscheint im Koran ein ganz anderer Name, welcher eher an Esau oder an eine Mixtur aus Ie-sus und Mu-sa (Mose) erinnert, diese beiden Assoziationen sind tatsächlich die gängigsten Theorien zu der Genese des Namens im Koran. Fürs Weiterlesen: Bei answering-islam.org gibt es eine recht gute und ausführliche Abhandlung zu dem Thema (http://www.answering-islam.de/Responses/Abualrub/true-name-isa.htm).

  7. Jutta meint:

    Ron: ja, da hab ich mich unsauber ausgedrückt, tut mir leid. Volle Zustimmung.
    Auch aus der Mitte der „Kirche“ kommt Nicht-Christus.
    Heike: Im Islam ist es so, dass „Allah“ gewalttätige Auslöschung befiehlt. Vor allem von Juden und Christen, weil sie Muhammad als Propheten nicht akzeptieren wollten.
    GOTT hat niemals Einzelnen in Seinem Namen befohlen zu töten, weil sie den Glauben nicht angenommen haben. Seine Gesetze sind streng im AT. Ja. Warum wohl hat es des Sühnetodes von Jesus bedurft, um uns zu erlösen ?
    GOTT ist ein verzehrendes Feuer. Das ist ER auch heute noch.
    GOTT hat niemals seine Propheten Raubzüge machen lassen.
    Wie haben Seine Propheten leiden müssen in Seinem Namen !!! Und für IHN.
    Was die evangelischen Theologen betrifft .. nun, das ist ein thema für sich. Auch da gibt es immer mehr, die die Gottessohnschaft leugnen, die Jungfrauengeburt, die Auferstehung.
    Damit wären wir bei Ron: das ist das/ der Böse – eine Inkarnation des Bösen.
    Das Wohlfühlevangelium ist vom Bösen.
    Menschen hier haben schlichtweg Angst vor Nachteilen – was verständlich ist. Nicht missverstehen: ich erhebe mich keineswegs darüber und muss vor der eigenen Haustür kehren.
    Aber Jesus sagt: der Knecht ist nicht größer als sein Herr.
    Und wer wirklich ausgezeichnete Artikel lesen will, schaue sich bei Zelem um, einfach mal googeln, und bestelle ein Heft.
    Messianische Juden haben es sehr schwer, wenn sie in Israel Jesus bekennen. Und versuchen, IHN dem Volk nahezubringen.

  8. Jutta meint:

    Bsp Schweden:
    „Das hat mich dazu gebracht, rascher zu gehen“, sagte sie der christlichen Zeitung Dagen. „Wenn die zukünftige Erzbischöfin nicht zum Apostolischen Glaubensbekenntnis stehen kann, sondern es vielmehr rationalisiert, dann ist die Säkularisation zu weit gegangen.“

    Hamberg, die Forschung betrieben hat zum Säkularisierungsprozeß, sagte, dass in Schweden die Säkularisierung immer schneller eskaliert – auch innerhalb der Kirche von Schweden. Als Beispiel sagte Hamberg, dass Antje Jackelén nicht an die Unbefleckte Empfängnis glaubt, sondern sagt, das sei eine Metapher. Hamberg sagte auch, dass es einen Mangel an Ehrfurcht vor dem Dreifaltigen Gott gebe, und dass die Priester Angst haben, während der Messe über Jesus zu sprechen.

    aus:
    http://de.gatestoneinstitute.org/8419/schweden-kirche-islam

    Wie halten es Fr. Käßmann, Hr Bedford-Strohm .. um nur die bekanntesten zu nennen ?

  9. Heike meint:

    Ihr Lieben, ich hätte das Thema womöglich nicht in diese Richtung treiben sollen. Die Genderfragen sind wichtiger als der schmutzige Krieg in Syrien und die Rolle Israels daran. Womöglich wird eine Art Chilcot-Bericht in ein paar Jahren ein wenig Aufklärung bringen und dann genauso untergehen in der selektiven Wahrnehmung wie jetzt.

  10. gandalf meint:

    @Heike: Wenn schon die Frage nach ausländischer Beteiligung am Bürgerkrieg in Syrien gestellt wird, wäre mir da die Frage nach der Beteiligung von Staaten wie der USA, Türkei, Russland, Qatar, Iran, Saudi-Arabien, etc. vorrangig. Meines Erachtens ist die Rolle Israels sehr gering in Bezug auf Syrien.

  11. Heike meint:

    @Gandalf

    Eine Politikerin hat zurzeit ein Problem mit elektronischer Post. Das ist nicht nur ein formelles internes Problem, sondern ein externes, weil Öffentlichkeit hergestellt wurde. Die Benutzung einer Suchmaschine kann zum Einstieg in das Thema helfen – und es gibt noch viel mehr. Da braucht es keine dubiosen Seiten. Das lesen Sie hie und da auch in den großen Blättern, bisweilen gut verpackt.

    Mit der Erkenntnis ist natürlich noch nichts verändert, denn dem allerorten anzutreffenden Wahnsinn ist schlecht beizukommen, insbesondere wenn er mit übergroßer weltlicher Macht gepaart ist, aber es schützt ein wenig davor, sich in der Falle der von anderen gewollten Hysterie und Verwirrung zu verfangen.

  12. Jutta meint:

    Ich habe vor langer Zeit einmal ein Buch gelesen, über Frauen im 3. Reich, die als KZ Helferinnen gearbeitet haben. Leider weiss ich nicht mehr, wie es heisst. es ist wirklich fast 25 Jahre her. Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich überprüfen wollte, ob Frauen wirklich das friedlichere Geschlecht sind, wie immer behauptet .. Frauen und Männer haben die Anlage zur Grausamkeit, denn beide haben den Sündenfall als Erbe.
    Es gibt ein Tabu hinsichtlich männlicher Opfer von Frauengewalt .. da Männergewalt meist spektakulärer ist als Frauengewalt, die sich meist eher auf verbaler Gewalt gründet. Ich habe selbst körperliche Gewalt erlebt, aber später erkennen müssen, dass ich selbst auch verbal gewalttätig war. Und dass ich so manches tatsächlich „provoziert“ habe.
    Dies alles konnte nur zu diesem wahnsinnigen Thema hochstilisert werden, seit seit den Zeiten Freuds alles irgendwie mit Sexualität zu tun haben soll .. und nicht einfach nur mit schlechtem Charakter, mangelender Sozialisation, Ohnmachtsgefühlen, da ohne echte Liebe aufgewachsen. Ohne Gott. Ohne klare Rollenverteilung. Ohne Grenzen, mit zu viel Fernsehen und schlechten Kulturerzeugnissen, siehe Hollywood.
    Feministinnen sind ultrabrutal, um es mal direkt zu sagen. Ich habe vieles gelesen … auch gegen die angeblich patriachalische Religion namens Christentum … wieder fällt mir die Autorin nicht ein – halt jetzt habe ich sie: Mary Daly – … irgendwann habe ich aufgehört zu lesen, weil es konstruiert und verlogen ist … und eigentlich nur aus tiefster Enttäuschung darüber geschrieben, nie geliebt worden zu sein und dem Traumprinzen, also dem Mann, der einem das gute Leben bietet begegnet zu sein.. letztendlich aber von DEM, der einzig in der Lage ist – Themen wie Vorherbestimmung und Auserwählung mal beiseite gelassen – uns wirklich zu lieben, nämlich von dem dreieinigen Gott. Deshalb ist Mission und Zeugnisgeben so wichtig und die Überzeugung, dass die Bibel wirklich und wahrhaftig Gottes Wort ist und nicht daraufhin untersucht werden muss, was jetzt Gottes Wort und was Menschen Wort ist.
    Weder ist der Mann besser als die Frau noch wertvoller noch umgekehrt … und in der Ehe sind sie eins und erfüllen eigentlich das gesamte Menschsein .. deshalb ist es ja auch so schwer manchmal, alleine zu sein .. obwohl man auch lernen kann, dass das erfüllend sein kann.
    Menschen mit verwirrter Sexualität sprich mit unklaren Vorstellungen, ob sie nun Mann / Frau / homosexuell empfindend usw.. sind .. denn das gibt es nun mal auch … müssen wir mit Liebe und Respekt entgegengehen … sie umarmen sozusagen, aber ihnen niemals die Wahrheit vorenthalten oder ihnen mit falscher Toleranz begegnen. Sie sind ohnehin viel sensibler als die meisten von uns und erkennen sehr genau, wer lügt und wer nur so tut als ob … und wenn wir Christen sind, und wissen, dass von Gottes Wort her Homosexualität wie alle Sexualität ausserhalb der Ehe, Pornographie, Perversionen abgelehnt werden, und wenn wir glauben, dass GOTT allmächtig ist und helfen kann, dann müssen wir das auch genauso kommunizieren lernen.
    Zum sozialen Aufstieg und zur Teilhabe der Frauen an der Gesellschaft hat mit Sicherheit die im Christentum verankerte Nächstenliebe geführt – nur wird das ja nun wiederum ad absurdum geführt.
    Wie oft lesen wir Berichte, die erzählen, wie schwer es Jungen heutzutage haben … dass sie nicht genügend gefördert werden und Erkenntnisse bleiben unberücksichtigt, dass nun mal 2/3 der Frauen keine Führungsposition haben wollen und die wenigsten einen technischen Beruf ergreifen ?
    Wirkliche Wahlfreiheit besteht doch darin, dass ein Mann Kindergärtner werden kann und eine Frau Automechanikerin, aber ebenso eine Frau nicht dafür gemaßregelt wird, weil sie die Kinder, die sie zur Welt bringt, selbst erziehen will, wie auch dass der Mann eine Führungsposition anstrebt und nicht das Gefühl hat, dass er einer Frau Platz machen müsste.
    Wer als Frau in die Führungsriege möchte, soll kämpfen !!! Nur so erarbeitet sie sich die Qualifikation dafür. Und was dann an dämlichen Sprüchen kommen mag, muss sie abkönnen, sonst ist sie fehl am Platz. Und umgekehrt.
    Genderstudies sind ein Ablenkungsmanöver einer Gesellschaft und Regierung, die jegliche Bodenhaftung verloren haben und diese Fördergelder könnte man besser einsetzen in die schlimme Sitation, um Altenheime ( wie ich dieses Wort hasse ) besser mit mehr Personal auszustatten, armen Kindern zu helfen, Schulen wieder auf Vordermann zu bringen uswusw …

  13. Gassenreh meint:

    Das Gehirn ist das größte „Geschlechtsorgan“. Dort finden sich die wichtigsten, prägendsten und auch bereicherndsten, unüberbrückbaren Unterschiede zwischen Frau und Mann in den Bereichen „physiologische Abläufe“, „zentralnervöse Informationsverarbeitung“ und „genuinen, also angeborenen Denk- und Bewertungsprinzipien“. In Denk- und Bewertungsprinzipien, welche sich eben nicht einfach beispielsweise mit unterschiedlichen sozialen Erfahrungen in der Kindheit oder sonstigen sozio-kulturellen Einflüssen erklären lassen.
    Frauen haben z. B. mehr graue Gehirnzellen und weniger verknüpfende Nervenfasern im Gehirn: „Frauen können die einen Dinge besser, Männern die anderen; wir müssen lernen, einander zu helfen“.
    Damit und mit weiteren Unterschieden in den männlichen und weiblichen Gehirnen ist eine optimale Ergänzungsmöglichkeit der beiden Geschlechter trotz Konfliktstoff gegeben; Gleichheit kann sich höchstens addieren, Verschiedenheit kann wesentlich mehr erreichen müssen (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2014: ISBN 978-3-9814303-9-4)

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