Warum ich als Christ nicht homosexuell leben kann

Das DIJG hat vor einiger Zeit das persönliche Zeugnis eines Christen veröffentlicht, der sich vom gleichen Geschlecht angezogen fühlt, jedoch dennoch sein Leben nach dem Willen Gottes gestalten möchte. Die genannten Gründe sind:

1. Ich nehme die gemeinsame Tradition der gesamten christlichen Kirche ernst.

2. Ich bin als evangelischer Christ in meinem Gewissen an die Heilige Schrift gebunden.

3. Ich glaube nicht an den Mythos, daß ein Mensch alles, was er fühlt, auch ausleben muß bzw. daß Gefühle unabänderlich sind.

4. Ich habe entdeckt, daß homosexuelle Impulse aus unreifen inneren Haltungen und ungelösten Identitätskonflikten herrühren und aufgelöst werden können.

5. Ich weiß, daß – entgegen mancher öffentlichen Darstellung – die Wirklichkeit der homosexuellen Lebensweise von Promiskuität geprägt ist.

6. Ich habe das Potential tiefer, nicht-sexueller Freundschaften zu Männern entdeckt, die nicht emotional abhängig machen, sondern aufbauen.

7. Ich habe als oberstes Ziel meines Lebens erkannt, Christus zu lieben und in sein Bild umgewandelt zu werden.

Hier: www.dijg.de.

Kommentare

  1. Chris meint:

    Das DIJG ist eine pseudowissenschaftliche Institution, der ich nur bedingt vertrauen würde. Diese Meinung vertrat ich übrigens auch in den vielen Jahren, in denen ich meine eigene Homosexualität ebenfalls nicht gelebt habe. Ich finde, das soll schon was heißen.

    Was Punkt 4 angeht, so hat dieser Mann es FÜR SICH so entdeckt. Es ist unzulässig, das auf alle Homosexuellen zu übertragen. Die Beweislast liegt bei ihm, und ich bin mir sicher, daß er für diese persönliche Mutmaßung keine seriöse (und somit unabhängige) Studie nennen kann, die wissenschaftlichen Kriterien standhält und ihn bezüglich der Homosexualität in dieser Angelegenheit allgemein bestätigt.

  2. Markus meint:

    @Chris:
    „pseudowissenschaftlich“? Dann angemessene Nachweise liefern. Vor allem dann auch, dass konkurrierende Ansätze da sind, die wissenschaftlicher sind. Da habe ich, im allgemeinen ideologischen Umfeld heute, größte Zweifel.
    Richtig ist, 4. ist schwierig zu belegen. Aber wäre es doch so, würde man solche Zusammenhänge heute offiziell kaum öffentlich machen (dürfen).

  3. Es ist absolut falsch, Homosexualität zu psychologisieren. Leider passiert das in evangelikalen Kreisen sehr oft: Da wird dann Homosexualität als Krankheit oder psychische Störung angesehen. Aber das ist Unsinn! Homosexualität ist keine Krankheit, sondern schlicht und ergreifend Sünde! Wenn jemand homosexuell ist, dann ist er nicht krank, sondern böse und sündig. Niemand hat das Recht, seine Sexualität außerhalb der biblischen Ehe auszuleben – niemand, selbstverständlich gilt das auch für heterosexuelle Singles. Wir haben als Unverheiratete noch nicht einmal das Recht, an etwas Sexuelles zu denken. Wir müssen vollkommen keusch bleiben: Nicht nur in unseren Handlungen, sondern auch in allen unseren Worten und in allen Gedanken! Wer sich nicht enthalten kann, wer brennt, der soll heiraten! Nehmen wir an, jemand ist pädophil. Was soll er tun? Er soll sich gefälligst zusammenreißen! Er muss kämpfen! Was heißt „er“? WIR alle müssen kämpfen! Dazu ist eines unverzichtbar: Wir müssen Gott fürchten!

    Jesus sagt: „28 Ich aber sage euch: Wer eine Frau ansieht, sie zu begehren, der hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. 29 Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Anstoß zur Sünde wird, so reiß es aus und wirf es von dir. Denn es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verloren gehe, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde. 30 Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß zur Sünde wird, so haue sie ab und wirf sie von dir. Denn es ist besser für dich, dass eins deiner Glieder verloren gehe, als dass dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde“ (Matthäus 5,28-30).

  4. Homosexualität ist keine Krankheit, sondern schlicht und ergreifend Sünde!

    Das eine schließt das andere nicht automatisch aus.
    Röm 1
    24 Darum hat Gott sie in den Begierden ihrer Herzen dahingegeben in die Unreinheit, sodass ihre Leiber durch sie selbst geschändet werden,
    25 sie, die Gottes Wahrheit in Lüge verkehrt und das Geschöpf verehrt und ihm gedient haben statt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen.
    26 Darum hat sie Gott dahingegeben in schändliche Leidenschaften …

    Die bekannteste Stelle zur Homosexualität. Die Sünde, die hier genannt wird, ist die Begierde des Herzens (24), darum gibt Gott diese Sünder dahin in schändliche Leidenschaften. Ich kann das so verstehen, dass Homosexualität eine Folge von Sünde ist, nicht nur selbst eine Sünde (vgl Lev 18 und 20). Da Krankheiten auch eine Folge der Sünde sind, kann ich durchaus sagen, Homosexualität ist eine Sünde und ist eine Krankheit (ICD-10 F64.8 oder 64.9).

  5. Also manche Kommentatoren sollten doch lieber schweigen, wenn sie keine Ahnung von dem Thema haben … Ich wünsche viel Spaß dabei, sich Körperteile abzuhacken … Wobei ich das nicht so sarkastisch schreiben sollte, denn manche meinen so etwas ja sehr ernst und deshalb ergötzen sie sich auch daran, wenn Schwule hingerichtet werden … Viel Spaß dabei, ein „richtiger Christ“ zu sein …

  6. Markus meint:

    Chris hat hier m.E. Recht. Mir scheint, dass hier wesentliche Unterscheidungslinien nicht klar genug gezogen werden. Zu unterscheiden ist eine DISPOSITION zu sündhaftem Verhalten vom sündhaften Verhalten an sich. Ich habe Hochachtung vor Menschen, die eine ausgeprägte Disposition zur Sünde haben (egal was das sein mag), aber es schaffen, aus Liebe zu ihrem Herrn fest zu bleiben und doch nicht zu sündigen.

  7. Alexander meint:

    @DerCalvin: Ich hoffe, Du hast keinerlei leitende Funktion in irgendeiner Gemeinde. Noch nicht mal als Hauskreisleiter oder ähnliches. Deine pastoralen Fähigkeiten gleichen denen eines Bulldozers.

  8. Schandor meint:

    @Markus

    Deine Aussage erinnert mich an die (schlechte) Übersetzung Römer 6,17:
    „Gott aber sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid …“
    Besser: „Gott sei Dank: Ihr seid von Herzen gehorsam geworden, ihr, die ihr einst Sklaven der Sünde gewesen …“
    Sonst dankt nämlich (sprachlich) Paulus Gott, dass diese Leute Sklaven der Sünde gewesen waren, und erst der Nebensatz bringt Erleichterung.
    So klingt das sprachlich auch ganz seltsam, wenn Du sagst, du habest Hochachtung vor Menschen, die eine ausgeprägte Disposition zur Sünde haben … 😉
    Darf ich Dir folgende Formulierung vorschlagen?
    „Ich habe Hochachtung vor Menschen, die es trotz ihrer ausgeprägten Disposition zur Sünde …“ you get the fuzz

  9. Der Calvin „Wenn jemand homosexuell ist, dann ist er nicht krank, sondern böse und sündig.“

    Prädestiniert von Gott, böse und sündig und zu sein. Mir scheint, unser diesen Umständen ist diese Person unschuldig.

  10. Markus meint:

    Danke, Schandor, ich übernehme gerne Deine Formulierung 😉

  11. Roderich meint:

    Ja, Krankheit und Sünde müssen sich nicht ausschließen, oft sind sie eng verwandt. Z.B. ist die „Verkrümmung in sich selbst“ (Egozentrismus) eine Sünde, die dann im Miteinander z.B. zu Vereinsamung führen kann, die – wenn sie länger anhält und stark ausgeprägt ist – auch zu einer „Krankheit“ werden kann.

  12. @Chris
    @Alexander
    Darf ich darauf hinweisen, dass ich Jesus selbst zitiert habe? Ihr dürft mich selbstverständlich gerne kritisieren, aber richtet eure Kritik bitte nicht gegen das vollkommene und unfehlbare Wort Gottes! Bitte lasst es einfach stehen, so wie es ist! Ich würde mich freuen, wenn ihr konkrete Bibelstellen für eure Sichtweise nennen würdet. Ich bleibe dabei: Homosexualität ist Sünde. Das lehrt die Bibel. Alle Sünder müssen Buße tun, also auch alle Homosexuellen! Homosexualität ist zu verurteilen, weil das die Bibel selbst tut! Wer das anders sieht, soll die entspechenen Bibelstellen nennen!

  13. @Markus
    Also wäre z.B. Neid an sich keine Sünde, sondern nur die Ausübung des Neides? Gibt es bei Dir keine Gedankensünden?

  14. @Der Calvin: Welches Auge haben Sie sich schon herausgerissen? Welche Hand haben Sie sich schon abgehackt? Haben Sie vielleicht Ihren Penis abgeklemmt, nachdem Sie sich (womöglich) irgendwann mal selbsbefriedigt haben, als Sie noch nicht verheiratet waren?

  15. Alexander meint:

    @DerCalvin: Du verstehst offensichtlich noch nicht mal, was ich überhaupt an Dir kritisiert habe. Das ist zwar nicht verwunderlich, aber dennoch bedauerlich.

  16. Hallo Calvin,

    Also wäre z.B. Neid an sich keine Sünde, sondern nur die Ausübung des Neides?

    Kann ich mich nur schwer in der Praxis vorstellen. Nach meinem Verständnis ist Neid eine Herzenshaltung, die Sünde ist. Man kann nicht neidisch sein, ohne neidisch zu sein. Neidisch sein ist bereits Ausübung des Neids. Ich kann aber sehr wohl sagen, dass ich homosexuelle Neigungen habe, diese aber nicht lebe, sondern dagegen ankämpfe. Das wären dann also m. E. Versuchungen. Als bekennender Hetero kann ich auch formulieren, dass es Sünde ist, eine Frau anzuschauen, um sie zu begehren. Es ist aber keine Sünde, eine Frau anzuschauen. Ich hoffe, du verstehst den Unterschied bzw. was ich meine.

  17. @Chris:
    bei deinen Anspielungen auf Verse aus der Bibel, habe ich eher den Verdacht, dass du deren Sinn nicht ganz getroffen hast. Hat Jesus wirklich zu diesen Taten aufgefordert oder wollte er die Ernsthaftigkeit damit zeigen?

  18. @Peter: Da ich diese Bibelstellen nicht genannt habe, befinde ich mich auch nicht in der Position, sie erklären zu müssen. Jene Bibelstellen lassen nicht erkennen, daß das, was Jesus Christus dort sagt, nicht wortwörtlich gemeint ist.

    Wer das als „Gleichnis“ und „bildhaftes Beispiel“ bezeichnet oder so tut, als wollte Jesus nur die Ernsthaftigkeit unterstreichen, ist ziemlich bequem. Ich kenne das ja von so genannten bibeltreuen Christen: Man biegt es sich so, wie es einem am bequemsten ist …

    Der Kommentator „Der Calvin“ bleibt mir aber aus einem anderen Blogeintrag immer noch eine Erklärung zu anderen Bibelstellen, die sich mit sündhaftem Hetero-Sex und ähnlichem beschäftigen, schuldig – da macht er bewußt einen großen Bogen ‚rum, weil er weiß, daß er sich nicht daran hält, während er von Homosexuellen alles mögliche abverlangt. Man nennt das Heuchelei.

  19. Alexander meint:

    @Chris, sorry, aber wenn Du meinst, man nähme die Bibel nur ernst, wenn man solche Stellen literalistisch versteht (und weil Du nicht bereit bist, solche Stellen literalistisch zu lesen, deswegen machst Du dann auch weitere Abstriche an den inhaltlich ja dennoch klaren und verständlichen Aussagen Jesu) – dann machst *Du* es Dir ziemlich bequem. Es gibt so etwas wie Stilmittel, Sprachfiguren und -bilder, und von denen machen Jesus und Paulus reichlich Gebrauch.

  20. Markus meint:

    @Calvin:
    Ja, es gibt auch Gedankensünden. Aber Du verwechselst Kategorien. „Disposition-Realisierung“ versus „Sünde in Gedanken – Sünde in öffentlicher Tat“.

  21. Es ist sehr interessant, wie man sich da wieder rausschwurbeln will. Sorry, da mache ich nicht mit. Ich habe nicht vollmundig so harte Bibelstellen zitiert, nur um am Ende durchscheinen zu lassen, daß man sich nicht daran halten will, weil es ganz plötzlich dann doch nicht wortwörtlich zu verstehen ist. Man biegt es sich eben so, wie man es gerne hat. Geht es um „Schwuchteln“ wie mich, sind für Todesstrafenbefürworter wie „Der Calvin“ keine Stellen hart genug. Wenn man dann aber näher erfahren möchte, wie es sich mit einem selbst verhält, wenn es zum Beispiel um die eigene Verantwortung oder um Bibelstellen in Sachen Hetero-Sünden-Sex geht, dann hört man nichts mehr – das ist Heuchelei, und genau das kritisiere ich.

    Wie wäre es denn, wenn es wortwörtlich zu verstehen wäre: Würde sich hier jemand das Auge aus dem Schädel reißen? Würde sich hier jemand den Arm abhacken? Ganz sicher nicht, jedenfalls nicht, wenn man Hetero ist – die Schwulen sollen aber bluten! Wenn es um „Schwuchteln“ geht, darf man töten, darf man aburteilen, darf man sich den Penis abklemmen – wenn es um Hetero-Sünden geht, dann gilt nichts davon, dann ist das alles nur ein „eindringliches Beispiel“. Ich bleibe dabei: Es ist Heuchelei.

  22. Rolf Eicken meint:

    Wenn :Peter – behauptet, HS sei eine Krankheit, ergibt sich folgende Frage:
    Wenn 1% der Bevölkerung der Erde HS ist, ergibt das rechnerisch (Kinder abgezogen) ca. 30-40 Mio. Menschen, die HS sind. Die Pharmaindustrie würde es sich nie entgehen lassen, für eine derartige Menge von Menschen für ihre „Krankheit“ ein Medikament auf den Markt zu bringen.
    Mein Frage an Peter ist: wie heißt die Pille gegen die „Krankheit“ HS?
    FG
    Rolf

  23. Markus meint:

    @Chris u.a.
    Richtig, Bibel erwähnt neben sexuellen Verirrungen u.a.: „Ungerechtigkeit, Unzucht, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Streit, Betrug und Tücke, solche, die Gerüchte verbreiten, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; unverständig, treulos, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig“
    Willkommen im Club.

  24. Alexander meint:

    Chris: Ich kenne in meiner Denomination niemanden, der die Todesstrafe für homosexuelle Praktiken befürwortet. Solche Extrembeispiele mögen Dich aufregen, verständlich, aber es sind Extrembeispiele. Man muss hinsichtlich der Auslegung von 3. Mose 18 beachten, dass das mosaische Gesetz heute nicht mehr vollumfänglich gilt, und diese Sicht ist zumindest in den christlichen Umfeldern, in denen ich mich bewege, auch unbestritten. Von den drei Teilen des mosaischen Gesetzes: Zeremonialgesetze, Nationalgesetze, Moralgesetze, gilt nur der letzte vollumfänglich. Die Bestimmung 3. Mose 18, homosexuelle Praktiken innerhalb der Nation Israel mit dem Tode zu bestrafen, zählt zu den Nationalgesetzen, die im Neuen Bund nicht mehr zwingend Gültigkeit besitzen. Wir biegen uns also nicht Sachen zurecht, sondern hinter der Auslegung steht eine reflektierte Hermeneutik.
    Wir kämpfen alle mit sexuellen Versuchungen, ich zumindest reichlich in meinem Leben. Dass wir Versuchungen empfinden und erfahren, gehört zu den Bedingungen der gefallenen Welt. Die Frage ist: Geben wir ihnen nach oder leisten wir Widerstand?

  25. Schandor meint:

    Und wenn ich anfügen darf: Sollte die Bergpredigt (Auge ausreißen usw.) wirklich wörtlich gemeint sein, dann kehre ich lieber zu den alttestamentlichen Bestimmungen zurück – die waren nämlich wesentlich humaner. Da hatte man sozusagen noch eine Chance. Wenn man dort einen Fehler machte, opferte man ein Tier – fertig. Oder wurde zu Tode gesteinigt – fertig.
    In der Bergpredigt ist alles viel schlimmer: Macht man hier einen Fehler, kommt man in die Hölle – fertig. Super, echt! Es lebe das AT!

    Kein Wunder, dass sich so viele Menschen bei einer so schlechten Aussicht GEGEN das Christentum entscheiden.

  26. @Rolf Eicken
    Soll ich Ihnen jetzt alle Erkrankungen nach ICD-10 aufzählen, für die es keine Medikamentation gibt?
    Zu Ihren Zahlen lege ich gerne noch eine darauf: 3 bis 4 % der deutschen Bevölkerung leiden an Morbus Meulengracht. Die Pharmaindustrie würde sich doch nie den Profit entgehen lassen, dafür eine Pille zu entwickeln – oder? Antwort: doch, und für viele andere Krankheiten auch.
    Und noch eines darauf: Wenn nach ICD-10 Pädophilie eine psychische Erkrankung ist, warum hat dann die Pharmaindustrie keine Pille dagegen entwickelt?
    Na? Könnte es vielleicht Erkrankungen geben, für die es einfach keine Medikamentation gibt? Passt das in Ihren Horizont? Wenn nein, sollten Sie ihn dringend erweitern!

    vg
    Peter

  27. @Chris

    Da ich diese Bibelstellen nicht genannt habe, befinde ich mich auch nicht in der Position, sie erklären zu müssen.

    Doch, du hast sie als einziger mit einer Deutung hier zitiert!
    Der Calvin zitierte sie, nachdem er im Absatz (!) davor erklärte, dass man gegen Sünde zu kämpfen hat. Du hast sie dann frei zitiert und biblizistisch ausgelegt. Das hat kein anderer hier gemacht. Daher musst du auch für deine Auslegung geradestehen!

  28. Rolf Eicken meint:

    @Peter
    als ich Ihre Antwort las, kam mir spontan mein Kreolischer Malinois in den Sinn. Der war auch so aggressiv wie Sie und hat nach jedem Artgenossen geschnappt, der ihm in die Quere kam. Meines Bedauerns bezgl. Ihrer humanitären Art gegenüber anderen Menschen können Sie gewiss sein. Ist Hochmut eigentlich nach Ihren religiös-ideologischen Kategorien eine Sünde? Sie können sich die Antwort sparen, ich kenne sie schon.

  29. Also ist es nicht so, das wir alle Sünder sind. Wir sind gefallen, böse durch und durch.
    Die Bibel ist da meiner Meinung nach recht eindeutig.
    Damit stellt sich natürlich auch die Frage, ob unsere Gefühle, Prägungen, Gedanken, Neigungen, überhaupt neutral geschweige denn gut sein können?
    Nicht alles was wir denken oder fühlen ist direkt schlecht oder böse, aber es muss sich an der Bibel messen. Homosexuelle Empfindungen etc. sind sicher nicht gut. Genauso wenig wenn ich eine Frau ansehe und schlechte Gedanken habe.
    Es wird oft gesagt, die armen homosexuell empfindenden Menschen, wie kann man nur so hart sein…. (mir geht es hier nicht um Lieblosigkeit – sicher wurden diese Menschen nicht immer gut behandelt)
    Jeder hat doch Dinge in seinem Leben, mit denen er kämpft und ringt, um dem Bild Christi ähnlicher zu werden.
    Aber ich sehe nicht ein, aus lauter Menschenzentriertheit, den biblischen Befund zu verbiegen.
    Ich habe ein Problem mit Zorn. Also bringe ich das vor meinen Herrn und bekenne es ihm, und bitte ihn mir zu helfen. Ich gehe nicht hin und sage, ich bin halt so. Oder noch schlimmer Gott hat mich so gemacht. Neeee, das ist meine sündhafte und böse Natur, die eben auch Homosexualität, phädofile Gedanken etc. gebiert.

  30. @Rolf Eicken
    „Der war auch so aggressiv wie Sie …“ Wo Sie Aggressivität herauslesen wollen, ist mir schleierhaft. Allerdings – man könnte bei Ihrem Beitrag „wie heißt die Pille gegen die „Krankheit“ HS“ und dem Profitdenken durchaus aggressiv werden. Sie verhöhnen und setzen sich in einer arroganten und überheblichen Art und Weise über die Menschen hinweg, die an ihren Krankheiten leiden (müssen), weil es keine Medikamente gibt. Es gibt auch etliche Homosexuelle, die unter ihren Empfindungen leiden. Sie, Herr Eicken, verhöhnen mit Ihrem Beitrag diese Menschen.
    „Ist Hochmut eigentlich nach Ihren religiös-ideologischen Kategorien eine Sünde? Sie können sich die Antwort sparen, ich kenne sie schon.“ Das glaube ich Ihnen aufs Wort! Ein Kennzeichen des Hochmuts ist es, dass man die Sünde beim anderen sieht, aber nicht bei sich selbst – also prüfen Sie sich selber!
    Bisher hatte ich Sie als Intellektuellen gehalten, was Sie aber in den letzten Wochen von sich gegeben haben, zeigt eigentlich eher, dass Sie ein ausgeprägtes Schubladendenken haben, wo Sie die Schubladen mit Teilwissen und Behauptungen (besonders bez. Bibel oder christlichem Glauben) angefüllt haben. Ein Stickwort – und die Schublade geht auf.
    Zum Mindestmaß an intellektueller Redlichkeit gehört es, dass man sich informiert und/oder nachfragt. Sonst würden Sie z. B. feststellen, dass die Streichung der Homosexualität aus ICD-10 nicht aufgrund von neuer Forschung geschah, sondern aufgrund einiger weniger Ärzte, Politiker und gesellschaftlicher Lobbyisten.

    Und bevor Sie wieder irgendetwas hineininterpretieren müssen, weil ich Ihnen ein Stichwort geliefert habe: Nein, ich bin nicht aggressiv, ich bin nicht sauer auf Sie, ich bin nur enttäuscht.
    vg
    Peter

  31. @ Rolf Eicken „… kam mir spontan mein Kreolischer Malinois in den Sinn. Der war auch so aggressiv wie Sie und hat nach jedem Artgenossen geschnappt, der ihm in die Quere kam.“ Lol. Und wie habenSie ihn geheilt? Gibt’s eigentlich schon Psychopharmaka für Tiere? Sicher, da gibt’s was zu verdienen. Aber machen Sie sich nichts draus, das arme Tier kann nichts dafür, nach „bibeltreuer Diagnose“ ist Adam schuld. 🙂

  32. Nach „bibeltreuer Diagnose“ trägt jeder die Verantwortung für sein eigenes Verhalten und seine eigene Sünde. Ein Abschieben der Verantwortung ist so ziemlich genau alles andere als bibeltreu.

  33. @Chris
    Keine Frage: Ich bin ein Sünder. Aber die Frage, ob ich konsequent (oder inkonsequent) bin, ob ich ein Heuchler bin (oder nicht), ob ich ein „richtiger Christ“ bin (oder nicht) – sie alle haben nichts damit zu tun, dass Homosexualität Sünde ist!

    Nehmen wir an, Du könntest mir nachweisen, dass ich ein inkonsequenter Heuchler sei und ein schlimmerer Sünder sei, als alle in diesem Blog zusammen. Okay, aber was hat das mit Dir zu tun? Wo soll da der Zusammenhang bestehen? Du kannst doch nicht sagen: „Der Calvin will sündigen, also darf ich das auch!“ Hä? Was ist das für eine Logik?

    Nehmen wir an, Du möchtest aus dem Fenster springen. So, und ich sage: „Tu es nicht! Selbstmord ist Sünde! Und wir dürfen niemanden umbringen – noch nicht einmal uns selbst!“ Darauf sagst Du: „Du Heuchler, Du hast doch gestern erst 1000 Menschen umgebracht! Und nun willst Du mir sagen, dass ich mich nicht selbst umbringen darf – einen einzigen Menschen?!“ So, nehmen wir weiter an, ich würde sagen: „Heute bringe ich noch mehr Menschen um!“ Wäre das dann ein Grund, aus dem Fenster zu springen? Nein, absolut nicht! Das folgt logisch daraus nicht! Null!

    Du kannst aus meiner Sündhaftigkeit (wie groß sie auch immer sein mag) keine Rückschlüsse anstellen, um auf Deine eigene Sündhaftigkeit auch nur einen Bezug herzustellen! Kurz gesagt: Meine Bösartigkeit ändert nichts an Deiner Bösartigkeit – selbst wenn sie kleiner sein sollte.

  34. Also Religion ist wirklich kein Segen wenn man hier so machnes liest.

  35. Leute, bitte lasst euch doch nicht von der Religion vom Klar denken abbringen! Religion als Leitfaden ist ja ganz schön und gut aber mehr auch wiederum nicht

  36. Roderich meint:

    Ute, kannst Du es bitte etwas konkreter schreiben? Welche Gedanken konkret findest Du nicht „klar“?

    Ich denke eher, Religion kann die Vernunft erleuchten, kann das Denken erhellen; jedenfalls steht sie nicht im Widerspruch zum „Klar denken“.

    Das Wort Gottes ist übrigens in der Tat der Leitfaden für unser Leben, und zwar ein verbindlicher Leitfaden. Es muss natürlich auch ausgelegt werden, und dazu wiederum brauchen wir Vernunft, Heiligen Geist, und die Bibel selber.

  37. Also das ist wirklich ein sehr interssanter Artikel! Vor allem aber zeigt es die Widersprüche in der Gesellschaft auch sehr deutlich auf (z.B. anhand der Kommis hier, die es tw komplett ablehnen). Ich glaube man muss bei Religionen schon unterscheiden. Der Buddismus zB zielt hauptsächlich darauf ab, selbst Dinge zu erforschen zu erahnen zu erdenken während man im Islam etwa blind folgen muss und Denken bzw Kritik gar nicht erlaubt wird. lieg ich da so falsch?

  38. also wenn man den jüngsten Aussagen des Papstes Glauben schenken darf, dann befindet sich der Author aber etwas im Widerspruch. Aber wir werden abwarten was das Jahr 2017 bringen wird in dieser Beziehung 🙂 Bei dieser Gelegenheit möchte ich natürlich nicht verabsäumen, auch die besten Wünsche für das neue Jahr 2017 zu übermitteln 

  39. der Papst hat durchaus Fortschritte zu verzeichnen wenn man sich seine jüngsten Handlungen und Aussagen heranzieht. so zum Bsp isst er regelmäßig mit den Armen und anderen Gläubigen in der Kantine! Insgesamt ein schönes Vorbild wie ich finde

  40. Alexander meint:

    Ron, die Kommentare von „anna“ 18. August 2016 abwärts, also die letzten sechs außer dem von Rod, stammen von bots. Die hast Du Dir aufgrund des Themas eingehandelt. Lösch die mal, sonst kommen da immer mehr.

Deine Meinung ist uns wichtig

*