„Warum ich als schwuler Atheist meine, die Kirche muss gegen die Homo-Ehe sein“

Ein schwuler Atheist erklärt der Kirche, weshalb sie sich dem öffentlichen Begehren nach der gleichgeschlechtlichen Ehe widersetzen muss. An solchen Beispielen wird deutlich, wie weit es die Kirchen mit ihrer Anbetung „soziologischer Wahrheiten“ gebracht hat.

Können diese Christen nicht sehen, dass die moralische Grundlage ihres Glaubens nicht in der Arithmetik der Meinungsforscher gesucht werden darf? Was hat das irische Referendum uns gezeigt? Eine Mehrheit der Menschen in der Republik Irland ist im Jahr 2015 nicht mit der jahrhundertealten Lehre ihrer Kirche einig, dass nämlich sexuelle Beziehungen zwischen zwei Personen des gleichen Geschlechts eine Sünde sind. Fein: Wir können diese Feststellung nicht bezweifeln. Aber kann ein Übergewicht in der öffentlichen Meinung das Verhältnis zwischen Tugend und Laster umkehren? Wäre es Mose für einen Moment in den Sinn genommen (ganz zu schweigen von Gott), dass er sich lieber der Moloch-Verehrung zuwendet, weil es das ist, was die meisten der Israeliten tun wollten?

Hier der empfehlenswerte Beitrag von Matthew Parris: blogs.spectator.co.uk.

VD: LN

Kommentare

  1. Jutta meint:

    Ein wunderbares Zeugnis:
    http://unwisesheep.org/2015/05/26/christopher-yuan-ausbruch-aus-einem-doppelleben/

    „…frug Jesus nicht im NT irgendwo, ob ER ueberhaupt noch Glauben finden wuerde auf der Erde … bei Seiner Rueckkehr… ?
    ..soviel zu obigem Artikel bzw der Rueckgratlosigkeit von „Christen“.

  2. Theophil Isegrim meint:

    Ich frage mich, ob Gott darauf nicht reagiert. Klar, die Welt ist böse, die Schöpfung ist gefallen und unheilbar krank, Sünde durchdringt unser aller Leben. Aber momentan sind wir Zeuge wie versucht das Menschbild ins Gegenteil zu verkehren. Großflächig soll etwas stattlich legitimiert werden, was Gottes Schöpfungsoprdnung auf den Kopf stellt. Und das schlimmste ist, die liberalen Christen machen da kräftig mit. Die forcieren das ganze auch noch und meinen, es sei im Sinne Gottes. Sie würden der Menscheit und Gott gein Gefallen tun. Sie hätten das mit der Liebe verstanden. Die Begriffe Gott und Liebe werden dabei total umgedeutet, so daß ein vollkommen falsches Gottesbild entsteht. Ich habe den Eindruck, wenn sich das durchsetzt, dann läutet Westeuropa/Nordamerika seinen Untergang ein bzw. sie sind schon voll dabei. Das wird die Gesellschaft zerbrechen lassen. Orientierungslos sind wir ja schon.

  3. Markus meint:

    Ja Hochkulturen kommen und gehen. Kein Mensch (glaube ich) weiß was danach kommt.
    Kennt jemand von Euch „Sex and Culture“ von J.D. Unwin genauer? (Und vielleicht auch, wo man das herbekommt). Da wird wohl ein Zusammenhang zwischen sexueller Freizügigkeit und kulturellem Niedergang empirisch dargelegt.

  4. Schandor meint:

    @Markus

    Schwierig. Es ist – soweit ich weiß – ins Deutsche übersetzt worden, mehr finde ich dzt. auch nicht. Eine Suche ergibt:
    https://archive.org/details/b20442580

  5. Markus meint:

    Danke, Schandor. Man kann es sich hier sogar vorlesen lassen 😉

  6. Jörg meint:

    Hier gibt es eine kommentierte Zusammenfassung des Buches auf Deutsch:

    http://www.dijg.de/sexualitaet/joseph-unwin-sex-culture/

  7. Erwin meint:

    da sieht man, dass weder Schwule noch Atheisten, am allerwenigsten schwule Atheisten, die Weisheit für sich gepachtet haben.

  8. Theophil Isegrim meint:

    Sehr schöner Link von Jörg. Kannte ich bislang nur vom Hörensagen. Jetzt konnte ich es endlich mal nachlesen.

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