Was denken Studenten über „Identität“?

Joseph Backholm hat auf dem Campus der Universität Washington ein paar Leuten einfache Fragen gestellt. Die Studenten antworten so, wie sie es heutzutage im College erlernen und merken schließlich, dass es irgendwie nicht gut sein kann, wenn jeder denkt, was er fühlt. Lustig!

Kommentare

  1. Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

    ich träte aus meiner Zelle

    gelassen und heiter und fest,

    wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.

    Wer bin ich? Sie sagen mir oft,

    ich spräche mit meinen Bewachern

    frei und freundlich und klar,

    als hätte ich zu gebieten.

    Wer bin ich? Sie sagen mir auch,

    ich trüge die Tage des Unglücks

    gleichmütig lächelnd und stolz,

    wie einer, der Siegen gewohnt ist.

    Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?

    Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?

    Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,

    ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,

    hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,

    dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,

    zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,

    umgetrieben vom Warten auf große Dinge,

    ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,

    müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,

    matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?

    Wer bin ich? Der oder jener?

    Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?

    Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler

    Und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?

    Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,

    das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?

    Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.

    Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!

    (aus: Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung)

  2. Schandor meint:

    Naja, der einen hams wahrscheinlich ordentlich gezahlt, damit sie sich zum Deppen macht. Süßes Gsichterl, aber im Hirn haperts ordentlich.
    „Was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen sage, ich bin Hitler?“
    (Stimmen aus dem deutschen Publikum: oooooooooh!)
    Antwort: Well, if you really feel like you are, eh, Hitlr, well, then, ok, ‚ts ok!
    Pfffffft!

  3. Was für bescheuerte Vergleiche!

  4. Ha, ha, ha!!! Der Hammer! Wow! Wirklich gelungen. Das gefällt mir. Die Pointe sitzt! Das zeigt, wie vollkommen hirnverbrannt der Postmodernismus ist. Leider springen die Evangelikalen wie Kängurus auf diesen morschen Zeitgeist-Zug auf – vor dem großem Crash.

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