Was ist „Biblische Theologie?“

51JiyE86nPLDie neue Ausgabe des Magazins Credo (11/2013) enthält ein Interview mit James Hamilton über das Buch:

Zur Frage: Was ist eigentlich „Biblische Theologie“?, sagt Hamilton:

I define biblical theology as the attempt to understand and embrace the interpretive perspective of the biblical authors. It’s not systematic theology, which organizes what the Bible teaches by topics (and can be more philosophical, depending on who is doing it). It’s not Theological Interpretation of Scripture, which, it seems to me, is the attempt to read every passage of Scripture from the perspective of one’s Systematic conclusions (in some ways TIS seems to be a move toward Biblical Theology from the Systematic wing).

The attempt to understand and embrace the interpretive perspective of the biblical authors is the attempt to understand the hermeneutical world-view the biblical authors used to interpret earlier Scripture and their own circumstances. It is based squarely on the inspired intention of the human authors (authorial intent), and it cannot be divorced from understanding the grammatical meaning that the human authors communicated in their historical contexts (grammatical- historical exegesis).

Die Credo-Ausgabe kann hier heruntergeladen werden: What’s%20the%20Big%20Story.pdf.

Ich empfehle außerdem noch eine Vorlesung von Greg Beale zum Thema:

Kommentare

  1. Berthold meint:

    Gut, dass es solche weiterführendne Impulse zur „Biblischen Theologie“ gibt. Stuhlmacher, Mildenberger und all die anderen Uni-Theologen am Ende des 20. Jhts. haben ja „ihren“ Beitrag zu „Biblischen Theologie“ geliefert, sich aber universitär nicht durchgesetzt. In konservativen Kreisen Nordamerikas scheint das nun – anders strukturiert – leichter möglich zu sein. Was mich aber auch hier wieder ein wenig stört, das ist, dass wieder „Biblische Theologie“ gegen „Systematische Theologie“ ausgespielt zu werden scheint. Das erachte ich sachlich und inhaltlich und konzeptionell für nicht gut und auch nicht für legitim. „Biblische Theologie“ hat ihre Aufgabe. Doch der offensichtliche Anspruch, man würde ja – gerade im „schroffen“ Unterschied zur Systematischen Theologie“, die ja mit Philosophie umgeht und Schlussfolgerungen betreibt aufgrund konfessioneller Prägungen uisw. – nur die Bibel sprechen lassen und auszusagen versuchen, was sie sagt, ist – wie hoffentlich viele wissen – nur ein Trugschluss, in manches Punkten – sorry, ich will niemanden beleidigen – „naiv“! Jede Exegese der Bibel bzw. der biblischen Einzelbücher wird von einer Hermeneutik „dirigiert“, die wiederum gemäß vorgefasster Regeln „schlussfolgert“. Die Exegese, die eine „Biblische Theologie“ generieren will, ist nie voraussetzungslos, sondern auch hier bereits – oft durch die mitgebrachten hermeneutischen und epistemologischen Grundlagen – geprägt. Ich bin für „biblische Theologie“, also für das zusammenfassende Verstehen und Deuten von einzelnen biblischen Büchern im Kanon. Doch nervt es mich, dass scheinbar sehr uninformiert, die Systematische Theologie als „ein eigentlich nicht so richtiger Weg“ mehr oder weniger abgetan zu werden droht. Das nur so nebenbei. Danke, Ron, für das Posting.

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