Was uns an Hieronymus Bosch fasziniert

In dem Artikel:

  • Andreas Püttmann: „Was uns an Hieronymus Bosch fasziniert“ (FAZ vom 13.08.2016, Nr. 188, S. 1)

habe ich den sehr schönen Satz gefunden:

Unser Empfinden von Modernität entsteht nicht zuletzt durch Unkenntnis des Alten.

Hier der Artikel von Platthaus: www.faz.net.

Hieronymus Bosch. Das vollständige Werk von Stefan Fischer

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Kommentare

  1. Johannes Strehle meint:

    „Unser Empfinden von Modernität
    entsteht nicht zuletzt durch Unkenntnis des Alten.“
    Ja, sehr gut erkannt und sehr schön ausgedrückt.
    Selbstverständlich alles im Zeichen der sogenannten Aufklärung.
    Dazu passt der aktuelle Trend der „Bildung“ in den USA und Deutschland
    (ob auch woanders, weiß ich nicht),
    fundiertes Wissen durch Kompetenzen zu ersetzen.
    An der Neigung (!) des gefallenen Menschen,
    immer von einem Extrem ins andere zu taumeln,
    hat die „Aufklärung“ nichts geändert.
    Die Abkehr vom Absoluten hat die Neigung vielmehr verstärkt.
    Volksverdummung war immer ein Mittel der Herrschaft,
    auch im frommen Gewande.
    Das mit drakonischen Strafen belegte Bibel-Verbot der Kirche
    für das gemeine Volk war das Beispiel, das mich am meisten beeindruckt.
    Aber Volksverdummung im Zeichen der „Aufklärung“
    zur Festigung des linken Menschen-, Gesellschafts- und Weltbildes
    ist auch ein schönes Beispiel.
    Fundiertes historisches Wissen
    über die Ursprünge dieser Ideologie und ihre mörderischen Folgen
    könnte vielleicht den einen oder anderen zum Nachdenken bringen.
    Das wollen wir im Zeichen der „Aufklärung“ doch lieber vermeiden.
    Die Bibel ist unter anderem ein Lehrbuch
    über die Bedeutung der Kenntnis des Alten, der Geschichte
    für das Bewusstsein, die Entwicklung und das Verhalten des Menschen.
    Die Kenntnis der Geschichte des Kosmos, der Geschichte Israels und
    der Kirchengeschichte, beginnend mit der Apostelgeschichte,
    wäre ein Gegenmittel
    gegen die unendliche Geschichte der Wiederholung von Dummheiten.
    Ein Gipfel der Dummheit ist nach der Bibel, Fehler zu wiederholen.
    „Unser Empfinden von Modernität
    entsteht nicht zuletzt durch Unkenntnis des Alten.“ ist auch ein guter Kommentar
    zur Bultmannschen Entmythologisierung
    und anderen theologischen Doktrinen zur Bibel.

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