Wer predigt hier über Mt 22,1-14?

Welcher berühmte Theologe hat wohl folgende Worte zu Mt 22,1-14 gepredigt?

Das muß der Mensch wissen, daß mit allem angethan, womit er sich selbst zu schmücken vermag, er nicht erscheinen kann an dem Mahle des Herrn. Empfangen muß er an der Schwelle erst das festliche Gewand, in welchem allein er würdig erscheinen kann; ausziehen muß er den alten Menschen mit aller seiner Herrlichkeit, mag sie noch so sehr herstammen aus alter Zeit, mag sie noch so sehr das Werk eigner Anstrengung und eigener Kraft sein, ausziehen muß er den alten Menschen, und Christum anziehen. So sagt der Herr: bleibet in mir und ich in euch; denn ohne mich könnt ihr nichts thun.

Ein kleiner Tipp: Es war nicht Hermann Friedrich Kohlbrügge.

Kommentare

  1. Der mit der schlechthinnigen Abhängigkeit? Mit dem religiösen Gefühl? Der Daniel Friedrich?

  2. Schandor meint:

    @David Jäggi

    Hat das nicht eher einen orthodoxeren Schleier?
    Ich les grad Eduard Böhl – der klingt so ähnlich, aber ob es der ist, kann ich nicht angeben …

  3. Laut Google ist es doch D. F. E. Schleiermacher. Sein Name ist bei ihm halt Programm…

  4. @David Jäggi & Mark: Das ging aber schnell! Genau! Am 20. Oktober, 9 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche zu Berlin.

    Liebe Grüße, Ron

  5. @Schandor: Tja, beim Predigen haben sie jeweils ihren orthodoxen „Schleier“ gern behalten. Sie die durchaus auferbauenden Predigten von Bultmann. Das ist der garstige Spagat zwischen akademischer Theologie und praktischer Theologie. Ich würde ihn nicht bewältigen können….

  6. Jordanus meint:

    Hieran kann man wieder mal sehen, dass Gottes Wort und Sprache sehr oft trotz unserer wirren Theorien wirken kann. Für mich als Angehöriger der Landeskirche ist das manchmal ein Trost! Ich könnte mir sonst gar nicht erklären, warum sich viele Omis noch in die Kirche schleppen. Viele finden dort trotz allem Gottes Wort. Auch wenn die Predigt Unsinn ist, bleibt meist doch noch der Bibeltext, von dem sie handelt, und manche hohle Kirchenrhetorik, die dann doch gar nicht so hohl ist.

  7. @Jordanus: Ich kann Dich gut verstehen. Ich schätze die alten Lieder, die ausgesprochenen Bekenntnisse und die Schriftlesungen auch sehr. In diesem hier geschilderten Fall ist es interessanter Weise die Predigt, in der klare Worte zu finden sind. Wie David schreibt, gibt es in den Predigten von S. oder Bultmann starke Momente. Bei S. leider auch viel Gefühl des Glaubens und bei B. viel Selbstverständnis des Menschen.

    Liebe Grüße, Ron

  8. Johannes Strehle meint:

    @ Jordanus
    Das ist der Unterschied zwischen Landes- und Freikirche.
    Wenn die Predigt in der Freikirche Un-sinn oder Schwach-sinn ist,
    dann bleibt herzlich wenig.
    In der Landeskirche wird nicht nur der Predigttext gelesen,
    sondern zusätzlich zwei Texte aus den Evangelien und Briefen.
    Und viele Lieder und die Liturgie haben Qualität.

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