Winterlich unchristlich

Auszug aus einem klugen Leserbrief von B.S., der heute in der FAZ erschienen ist (Ausgabe Nr. 299 vom 24.12.2015, S. 6):

Zu Recht mokiert sich der Verfasser der Glosse „Unchristlich“ (F.A.Z. vom 6. Dezember) darüber, dass es in Berlin-Kreuzberg, wo „Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften“ nicht mehr genehmigt werden sollen, nun nicht mehr „Weihnachtsmarkt“, sondern „Winterfest“ und in Solingen künftig möglicherweise „Winterbeleuchtung“ statt „Weihnachtsbeleuchtung“ heißt, und dass sogar der Martinstag einem Politiker der Linken so verdächtig ist, dass er statt seiner für die Bezeichnung „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ plädiert.

Dem Leser wird hier – literarisch gestaltet – DDR-Realität von vor 65 Jahren vor Augen geführt, an sie knüpfen Politiker der Linken (und historisch Unbedarfte aus anderen Parteien) offenkundig nur allzu gern an – honi soit qui mal y pense! [„Beschämt sei, wer schlecht darüber denkt“, R.K.]

Anmerkungen: Die Umbenennung einiger Weihnachtsmärkte in „Winterfest“ oder „Wintermarkt“ ist, wie weitere Recherchen ergaben, freiwillig erfolgt. Weihnachtsmärkte sind von dem Beschluss des Bezirksamtes, dass nämlich grundsätzlich keine Genehmigungen für Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften im öffentlichen Raum erteilt werden, ausgenommen. Siehe dazu: www.bildblog.de.

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