Wir brauchen Bürgermut

Hier ein bemerkenswertes Interview mit dem Rechtsphilosophen Johann Braun über die Aushöhlung der Verfassung durch Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts. Quintessenz:

Was wir brauchen, ist Bürgermut, mehr Offenheit und Ehrlichkeit bei der Diskussion heikler Themen und außerdem Medien, die ihre Aufgabe in der Information, nicht aber in der Indoktrination der Bürger sehen.

Hier: www.freiewelt.net.

VD: JH

Kommentare

  1. Schandor meint:

    Solange wir die subversiv-manipulativen Meinungsbilder-Medien nicht usurpieren oder abschaffen, kann es so etwas wie „Bürgermut“ nicht geben. Das ist, als verlangte man von einem Komatösen, einen Sprint hinzulegen.

    Im Zuge der Bürgerunruhen, ausgelöst durch die Finanzdiktatur, die durch ESM bzw. Lissaboner Verträge früher oder später entstehen müssen, wird sich das Thema vielleicht von ganz alleine lösen.

  2. Gast auf Erden meint:

    Zitat: Aus dem verfassungsrechtlich angesagten »besonderen Schutz« der Ehe haben die Kritiker des Lebenspartnerschaftsgesetzes nur geschlossen, dass dabei ein deutlicher Abstand zur Ehe eingehalten werden müsse. Indem das BVerfG die »Besonderheit« dieses Schutzes jedoch geleugnet hat, hat es zugleich dem daraus hergeleiteten Abstandsgebot eine Absage erteilt.

    Dieses Abstandsgebot bedeutet ja, dass man bisher von der, religiös bedingten, Vorstellung ausgegangen war, dass es Regenbogenfamilien früher gar nicht geben durfte und seit sie es geben darf, dass es Regenbogenfamilien deutlich schlechter gehen muss, als den „heiligen“ Familien, die in die religiösen Vorstellungen der katholischen Kirche passen.

    Es zeigt sich aber in den Entscheidungen des Kassationshofes und das nicht nur in Deutschland, dass die religiösen Einflüsse in unseren Rechtssystemen immer weniger Bedeutung beigemessen werden darf.
    Das begann nicht erst bei der Streichung des Ehebruchs aus dem Strafgesetzbuch und wird bei der Anerkennung der Verdienste der Regenbogenfamilien für die Gesellschaft nicht enden.
    Die religiöse Vorstellung, dass ausschliesslich Familien, die der römisch-katholischen Kirche genehm sind, für die Gesellschaft etwas leisten, ist falsch. Und diese Erkenntnis ist inzwischen auch bei den Obergerichten angekommen; leider noch nicht bei allen Katholiken. Aber das wird schon noch Begriffen werden, von den Religiösen, wenn sie erkennen, dass die Sozialstudien, die Regenbogenfamilien bescheinigen, dass sie gut funktionieren, stimmen.

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