Zu blöd für die Liebe

Die App Tinder ist für schnellen Sex gedacht und wird mit großer Romantik beworben. Das Netzwerk bedient die Ansprüche junger Menschen, die sich nicht festlegen wollen. Isabell Prophet hat für die FAZ die Bindungsunfähigkeit ihrer eigenen Generation beschrieben:

Ich glaube: Großstädte sind die Schmelztöpfe der Vollidioten. Meine Generation ist zu blöd, um sich zu verlieben. Nein, vielleicht wird diese Beziehung nicht halten. Nein, die nächste hat bestimmt straffere Oberschenkel oder stärkere Nerven, wenn sie warten gelassen wird. Wir sehen so viele Möglichkeiten, dass unsere Gehirne sich gar nicht mehr trauen, Liebeshormone auszuschütten. Dabei liegt in der Kooperation in der Regel die glücksoptimale Lösung – beide geben, beide vertrauen darauf, etwas zurück zu bekommen. Vertrauen schafft Wachstum, aber Vertrauen haben wir verlernt. Auf die Generation der Eheverträge folgt nun die Generation der Liebesverweigerer.

Mehr: blogs.faz.net.

VD: WH

Kommentare

  1. Put a little love in your heart and soul

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