Zu unbiblischen Tendenzen nicht schweigen

Ein klares Statement von Friedemann Wunderlich, dem Leiter der Mission für Süd-Ost-Europa (Freudenberg bei Siegen):

Wer Judenmission ablehne und vor Vertretern des Islam und vor der Weltöffentlichkeit das Kreuz ablege, „der verweigert Jesus Christus den Gehorsam“, so Wunderlich. Mit dieser bibelkritischen Haltung zerstöre sich jede Kirche und Gemeinde. Wer zu diesen Entwicklungen schweige, mache sich mitschuldig: „Aber Gott lässt sich seine Ehre auch nicht von christlichen Kirchen, Freikirchen und Verbänden nehmen.“ Laut Wunderlich haben Verantwortliche aus der Evangelischen Allianz, den Gemeinschaftsverbänden und von freikirchlichen Werken einst „in stürmischen Zeiten klare geistliche Signale“ gegeben. Heute führe die offen zur Schau getragene Bibelkritik zu zunehmender Entfremdung der Gläubigen gegenüber diesen Organisationen und oft auch gegenüber den örtlichen Gemeinden. Aber an der Basis gebe es „noch viele einfache, normale Jesus-Nachfolger, die jeden Tag die Bibel so lesen, wie es Christen über Jahrhunderte getan haben und die kritiklos diesem Wort vertrauen“. Wunderlich: „Wir brauchen keine postmodernen, postfaktischen oder historisch-kritische Lesebrillen.“ Das uneingeschränkte Vertrauen in Gottes Wort sei die Überlebensgrundlage für alle Mitarbeiter in der Weltmission: „Christliche Organisationen, die Gottes Wort infrage stellen, sind Irrlichter für die Gläubigen.“

Mehr: www.idea.de.

Kommentare

  1. Theophil Isegrim meint:

    Bravo! Sag ich da nur.

    Ich werde auch für ihn beten. Danken, daß er so ungeschönt scharf kritisiert, einfach die Wahrheit ausspricht und falls es nun ungemütlich für ihn werden sollte, daß der Herr ihm ganz nahe ist.

  2. Roderich meint:

    Wunderlich: „Wir brauchen keine postmodernen, postfaktischen oder historisch-kritische Lesebrillen.“

    Vollkommen richtig. Und eigentlich selbstverständlich. Schon eine seltsame Zeit, in der es ungewöhnlich ist, das Selbstverständliche zu hören (oder für die Karriere schädlich sein kann, es auszusprechen). Aber vielleicht bewegen wir uns auch nur in Richtung „historischer Normalzustand“, denn oft hat Unwahrheit die Oberhand (ohne nun gnostisch werden zu wollen 🙂 )

    (Was wir allerdings brauchen ist eine Auseinandersetzung mit den gedanklichen Grundlagen dieser falschen Ansätze, so z.B. den unbewiesenen und letztlich anti-rationalen Grundannahmen der historisch-kritischen Exegese oder der Postmoderne. Aber dem würde Her Wunderlich sicher nicht widersprechen. Und die gibt es ja auch schon.).

  3. Ich finde die historisch-kritische Methode wichtig. Mir hat diese Herangehensweise die Augen geöffnet, dass die Menschheit seit 2000 Jahren keinen Schritt vorwärts gekommen ist – und die Heilige Schrift aktuell in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft war, ist und sein wird.

  4. Roderich meint:

    @Peter,

    Ich finde die historisch-kritische Methode wichtig.

    Es kommt sicher auch darauf an, wie man sie genau definiert, und in welchem „Geiste“ man sie betreibt. Natürlich sollen wir den Kontext der damaligen Zeit in Betracht ziehen, etc. Allerdings soll nicht eine apriorische Ablehnung von Wundern (etwa durch Hume, Kant, Hegel inspiriert) zu einer Grundannahme werden, die dann die historisch-kritische Exegese leitet. Auch sollen wir nicht unterstellen, für jedes Schriftwort gäbe es eine innerweltliche Kausalursache (also keine Offenbarung von Gott), etc.

    dass die Menschheit seit 2000 Jahren keinen Schritt vorwärts gekommen

    Moralisch, meinst Du? Nun, weiß man das nicht auch ohne die historisch-kritische Methode, wenn man nur die Bibel liest?

  5. @Roderich

    „Es kommt sicher auch darauf an, wie man sie genau definiert, und in welchem ‚Geiste‘ man sie betreibt.“

    Genau! Auf den Geist kommt es an. Wer die Methode benutzt, um seine Fragen zu formulieren, wer sie benutzt, um das Christentum schlussendlich immer noch zu verteidigen, für den ist die Methode nicht das Problem.

    „Moralisch, meinst Du?“

    Was meinst Du mit „moralisch“? Was ist für einen Christen der Unterschied zwischen einem moralischen Leben und einem Leben nach Gottes Willen?

  6. Roderich meint:

    @Peter,
    ich wollte nur besser verstehen, was Du mit „Die Menschheit ist nicht vorwärts gekommen“ gemeint hattest. (Ja, ich meine, dass wir die objektive Moral aus Gottes Wort / den 10 Geboten haben; um die genaue Definition von Moral ging es mir aber nicht).

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