Zwölf gute Gründe, in der Kirche zu sein

Das Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche hat zwölf Gründe, in der Kirche zu sein, zusammengetragen. Nur auf den ersten Blick überraschend: Jesus Christus kommt gar nicht vor. Vom Evangelium und der Sündenvergebung ist nichts zu lesen. Immerhin steht da: „In der Kirche wird die menschliche Sehnsucht nach Segen gehört und beantwortet.“

Hier die zwölf guten Gründe: www.ekd.de.

Kommentare

  1. Stephan meint:

    Nach den 12 Punkten ist also die EKD (unter deren Webseite wurde das ja veröffentlicht, also wohl auch inhaltlich zu eigen gemacht) ein Wohlfühlverein für esoterisch angehauchte Gutmenschen.
    Immerhin, nach meiner Feststellung gibt es noch vereinzelt Ortsgemeinden, in denen es nicht so oberflächlich ist. Da gibt es einen gläubigen Pfarrer (allerdings zugeschüttet mit Verwaltungsaufgaben) und bemühte, treue Gottesdienstbesucher – zumeist ist der Personenkreis deckungsgleich zu den meist weiblichen Pfarrgemeinderatsmitgliedern. Die schauen aber oftmals nicht über die Grenzen des eigenen Kirchhofes (schon „EKD“ oder „Landesbischof“ ist ein Fremdwort), benötigen die Kirchensteuern jedoch für den Gebäudeunterhalt (und oft genug wird noch um extra Kirchgeld gebeten, weil es sonst nicht reicht), die Liebe zur Schrift ist nie eingetreten oder eingeprägt worden, und sie sind froh, wenn aufgrund der Aufteilung des Pfarrers auf mehrere Ortschaften alle 2 – 4 Wochen überhaupt ein Gottesdienst stattfindet.
    Mitglied der EKD werde ich bestimmt nicht, trotzdem helfe ich dort in zwei Orten entsprechend meiner Gaben aus. Und gelegentlich, wenn auch nur selten, erlebt man eine echte Bekehrung.
    Bei aller Kritik an der EKD als (politische) Institution: liebe Geschwister, vergesst bitte die Menschen in den Gemeinden nicht, die es nicht besser wissen, und das Mindeste ist, diese im Gebet vor Gott zu bringen.

  2. Unsere Aufgabe ist es auch, alle Christen in den Landeskirchen dazu aufzufordern, sofort aus der Landeskirche auszutreten!

  3. gandalf meint:

    Es ist doch immer wieder erstaunlich, wieviel Moralismus im liberalen Kirchenglauben steckt. Schließlich waren die „Liberalen“ ja mal angetreten, die Menschen vom schlechten Gewissen und der Angst vor einem zornigen Gott zu befreien. Dann lese ich erstaunt in den 12 Gründen was von „Maßstäben für ein verantwortungsbewusstes Leben“ (=Normen, Gesetze), „Füreinander eintreten“ (ist an sich nicht verkehrt, gehört aber auch in die Rubrik Imperative). Ebenso setzt die Kirche sich selbst unter Erwartungsdruck, wo es bspw. um Diakonie, Seelsorge und gemeinschaft geht. Was fehlt ist auch nur irgendein Hinweis auf die Indikativen des Glaubens (= Zusagen, Verheißungen, Wirken Gottes), das was vollkommen außerhalb menschlichen und kirchlichen Wirkens liegt. Was würde wohl ein Luther dazu sagen???

  4. Günter meint:

    Als Katholik kann man dazu nur sagen: Im christlichen Glauben bewahrt die Kirche eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können.

  5. Raphael Schuster meint:

    „…bewahrt die Kirche eine Wahrheit“ … Eine andere Wahrheit bewahrt der Wein. Der Weingeist vermittelt sie allen Durstigen. Viele der genannten Gründe treffen auch auf das Wirtshaus zu. Dort wird Sehnsucht gestillt, Trost vermittelt, bis zum Tod begleitet, mit ein paar schönen Trinkliedern wird es auch musikalisch erbaulich usw. Dann ziehe ich doch das Wirtshaus der EKD vor. Der Wein macht wenigstens ehrlich und verleiht wohl mehr Selbsterkenntnis als das hohle Geschwätz dieser „Kirche“.

  6. Stephan meint:

    @Adler
    „Unsere Aufgabe ist es auch, alle Christen in den Landeskirchen dazu aufzufordern, sofort aus der Landeskirche auszutreten!“

    Zuvor hat der Herr Jesus uns aber den Missionsbefehl erteilt. Ein Christ, der Gottes Wort liebt, wird auch erkennen, ob er noch in seiner Gemeinde bleiben darf / soll / muß. Er muss aber erst einmal Christ sein.
    Und dann bleibt noch die Frage: wohin nach dem Austritt? Wenn die nächste bibeltreue Gemeinde ein bis zwei Stunden Fahrzeit entfernt ist und in der Nähe keine Geschwister sind, es nicht mal von der Personenzahl her zu einem Hauskreis reicht? Wenn die Mobilitätsmöglichkeit nicht gegeben ist, aufgrund von Alter oder Geld? Und wenn die Gemeinde am Ort einen bibeltreuen Pfarrer hat, auch wenn es Landeskirche ist?

    Wenn mit der Aufforderung nicht gleich eine für den jeweils Angesprochenen passende Alternative als Angebot vorhanden ist, dann ist die Aufforderung zwecklos und dient nur der eigenen Ego-Erhöhung oder Gewissensberuhigung, obwohl man damit Jesus keinen Deut gedient hat.
    Also Adler, schaffe die Alternative, und danach fordere auf. Dann gehe ich mit Dir. Bis dahin werde ich mich damit begnügen, auf die Missstände hinzuweisen und weiterhin zu dienen.

  7. PeterG meint:

    @Stephan

    Wenn mit der Aufforderung nicht gleich eine für den jeweils Angesprochenen passende Alternative als Angebot vorhanden ist …

    Dann macht man es so wie die Gemeinschaftsverbände: man trifft sich privat. Oder wie Hauskirchen/Hausgemeinden: reihum oder einer stellt sein Wohnzimmer zur Verfügung …
    Ich kannte etliche Hauskreise, aus denen Gemeinden entstanden sind, die auch noch heute (nach über 20 Jahren) existieren, in der Regel als eingetragener Verein.

  8. Stephan meint:

    Und ich schrieb:
    „Wenn die nächste bibeltreue Gemeinde ein bis zwei Stunden Fahrzeit entfernt ist und in der Nähe keine Geschwister sind, es nicht mal von der Personenzahl her zu einem Hauskreis reicht?“

    Ich kenne auch Gemeinden, die aus einer Sofagruppe entstanden sind. Und ich kenne auch Situationen, wo mangels Christen in der Nähe und mangels Mobilität nicht mal das möglich ist.

    Der Aufruf „Verlass die EKD / die Allianzgemeinde“ ist ja schnell ausgesprochen, hilft aber in vielen Regionen Deutschlands nicht weiter.

  9. PeterG meint:

    Hauskreisgründungen? Gemeindegründungen? Oder muss es eine bereits existierende Gemeinde sein? Viel Engagement ist da von Christen zu erwarten? Oder geht es dann nur vornehmlich um einen christlichen Konsum?

    PS: Ich komme aus dem katholischen Bayern 😉

  10. @Stephan
    @PeterG
    Die Frage ist: Was ist mir der Glaube wert? Wie viel bin ich bereit zu geben? Wenn ich schon nicht bereit bin, 2 Stunden zum Gottesdienst zu fahren, werde ich dann bereit sein, mich brutal foltern zu lassen? Die Christen in den islamischen Ländern nehmen sehr viel auf sich. Warum sind wir nicht bereit, uns von unserer Bequemlichkeit zu verabschieden?

    Wer keine bibeltreue Gemeinde in der Nähe hat, der muss halt eine gründen oder umziehen. Notfalls auswandern. Warum legen wir an uns selbst so niedrige Maßstäbe an?

  11. Stephan meint:

    Weil ja auch jeder der geborene Gemeindegründer ist, gerade auch, nachdem er sich eben erst bekehrt hat … ?
    Klar kann man auch zwei Stunden lang anreisen – sag das mal der älteren, unter Inkontinenz leidenden Dame, die ihre Rente mit Hartz IV aufgestockt bekommt und keine Mitfahrgelegenheit hat und nur deshalb nicht ins Pflegeheim ziehen muss, weil ihre Tocher noch am Ort wohnt und sich kümmern kann (soviel zu „muss halt umziehen“.
    Das hat in diesen Fällen bestimmt nichts mit der unterstellten Bequemlichkeit zu tun. Manchmal hilft auch der Blick über die eigene Lebenswirklichkeit hinaus …

  12. @Stephan

    Klar kann man auch zwei Stunden lang anreisen – sag das mal der älteren, unter Inkontinenz leidenden Dame, die ihre Rente mit Hartz IV aufgestockt bekommt und keine Mitfahrgelegenheit hat […]

    Meine Frage war: Was ist mir der Glaube wert? Mir geht es erst einmal um die innere Einstellung. Bevor wir die Frage stellen, was wir tun sollen, müssen wir erst einmal klären, was wir tun wollen.

    Wenn jemand körperlich-gesundheitlich-altersmäßig nicht in der Lage ist, 2 Stunden zum Gottesdienst zu fahren, dann ist das natürlich etwas anders. Das war gar nicht mein Punkt.

    Mir geht es um Christen, die sehr wohl 2 Stunden zum Gottesdienst fahren könnten, es aber einfach nicht wollen. An diese richtet sich mein Kommentar.

  13. Stephan meint:

    „Mir geht es um Christen, die sehr wohl 2 Stunden zum Gottesdienst fahren könnten, es aber einfach nicht wollen. “
    Ok – wir leider unter dem Nachteil asynchroner Kommunikation bei gleichzeitig fehlender nonverbaler Kommuniktionsanteile 😉 .
    Ein Christ, der könnte, aber nicht tut, erinnert mich an den Mann mit dem einem Talent (Mt 25) und provoziert die Frage, ob sein Herz wirklich für Jesus brennt.

  14. @Stephan

    Ein Christ, der könnte, aber nicht tut, erinnert mich an den Mann mit dem einem Talent (Mt 25) und provoziert die Frage, ob sein Herz wirklich für Jesus brennt.

    Genau! Und das gilt auch, wenn jemand, der sich Christ nennt, nicht aus der Landeskirche austritt. Die Landeskirchen in Deutschland sind so dermaßen gottlos, dass man austreten muss. Was die Alternative ist, ist eine andere Frage. Ich denke, man kann von einem erwachsenden Christen mit „normaler“ Gesundheit verlangen, dass er sich selbstständig um eine Alternative kümmert. Denn das sollte ihm der Glaube schon wert sein.

  15. PeterG meint:

    Weil ja auch jeder der geborene Gemeindegründer ist, gerade auch, nachdem er sich eben erst bekehrt hat … ?

    Die Frage ist doch wohl eher, wie man Frischbekehrte daran hindern kann, sofort auf die Straße zu rennen und jeden bekehren und taufen zu wollen 😉 Wir haben es uns in unserem Leben vielfach zu bequem gemacht. Auch in Fragen der Evangelisation und Gemeindegründung. Von der Selbstverständlichkeit hin zu einem Expertentum.

  16. Johannes Strehle meint:

    Der erste der von der EKD genannten zwölf guten Gründe, in der Kirche zu sein:
    „Im christlichen Glauben bewahrt die Kirche eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können. Daraus ergeben sich Maßstäbe für ein verantwortungsbewusstes Leben.“
    Ich habe eine Weile überlegt, welche Wahrheit die Kirche meint, die sie im christlichen Glauben zu bewahren meint, von der sie meint, dass Menschen sie sich nicht selber sagen können.
    Zur Zeit der heute gefeierten Reformation stand die Kirche nicht für eine Wahrheit, sondern für d i e Wahrheit.
    Das Überlegen hat mir nicht weitergeholfen. Was die Kirche meint, können Menschen sich nicht selber sagen. Das muss uns die Kirche selber sagen.
    Ich bin also den gewiesenen Weg zur „Quelle“ gegangen, zum Amt für Öffentlichkeitsdienst der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche, dort aber zunächst nicht beim Wasser des Lebens angekommen, sondern im „KOMM-Shop. Werbemittel. Rundum gut beraten. Exklusive Werbemittel von der Kirche für die Kirche.“
    Dort fand ich auf der Startseite so attraktive Angebote, dass ich fast die Suche nach der „einen Wahrheit, die die Kirche im christlichen Glauben bewahrt und die die Menschen sich nicht selber sagen können“ vergessen hätte.
    Die „Lutherrose Kuchenschablone“ an erster Stelle war für mich als Nicht-Bäcker zwar nicht so interessant (obwohl sie sicher für den Rosenmontag gut geeignet wäre), aber umso mehr an zweiter Stelle die „Luthersocke anthrazit/türkis“ mit der Aufschrift „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders.“ Und zwar für links und rechts! Wenn das der neue Vorsitzende der Evangelischen Allianz wüsste! Auch die Farbe „türkis“ ist für eine „Luthersocke“ mit Bedacht gewählt.
    Der dreizehnte gute Grund, in der Kirche zu sein, (den uns die Kirche demütig verschwiegen hat) ist ihr ständiges Bemühen, das Evangelium zeitgemäß zu verkünden. Jesus hat uns demonstriert, wie die Kirche als Haus Gottes vom „Geist des Kapitalismus“ in Form des Merchandising analog zu reinigen ist. Aber wie macht man das zeitgemäß digital? Nicht nur bei dieser Frage fühle ich mich von der Kirche allein gelassen.
    Schließlich fiel mir doch die Suche nach der kirchlichen Wahrheit wieder ein.
    Dafür gibt es die Suchfunktion. Sie führte mich zu der versprochenen Broschüre, die die Kirche „auf Lager“ hat und die ich für 7,50 € inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten kaufen kann. Das ist sehr preiswert für die Information über „eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können“, die aber die Kirche freundlicherweise „im christlichen Glauben bewahrt und aus der sich Maßstäbe für ein verantwortungsbewusstes Leben ergeben.“ Das Wasser des Lebens gibt es allerdings auf einer anderen „Komm-Homepage“ („Wer es hört, der sage es weiter: Komm“) umsonst. Es eignet sich daher nicht für Merchandising.
    Die Broschüre habe ich selbstverständlich bestellt und bin nun halb gespannt.

  17. Christ meint:

    @Adler
    „Genau! Und das gilt auch, wenn jemand, der sich Christ nennt, nicht aus
    der Landeskirche austritt. Die Landeskirchen in Deutschland sind so
    dermaßen gottlos, dass man austreten muss.“

    Immer wieder toll, mit welcher Pauschalität und Selbstherrlichkeit von Dir über andere Menschen geurteilt wird. Hast Du da schon mal Kontakt aufgenommen mit z.B. Olaf Latzel und Theo Lehmann? Oder gilt da was anderes?

    Bitte, bitte nicht immer die eigenen Ansichten in den Gesetzesstatus erheben.

  18. @Christ
    Leider hast Du kein Gegenargument genannt. Meine Aufforderung gilt selbstverständlich auch für Olaf Latzel und Theo Lehmann. Auch sie müssen aus der Landeskirche austreten. Was spricht dagegen?

  19. Johannes Strehle meint:

    Zur immer wieder aufflammenden Diskussion über die Mitgliedschaft in der Landeskirche usw.:
    Ich habe es einmal so formuliert:
    Wer weiterhin die Landeskirchen, die Evangelische Allianz, den Gnadauer Verband und Freikirchen, die im theologischen Kielwasser der Landeskirchen schwimmen, mitfinanziert, der muss (in Verantwortung vor Gott) sehr gute Gründe dafür haben. Die mag es im Einzelfall geben.
    Es wird immer wieder einerseits mit Ausnahmen gegen die Regel argumentiert und andererseits werden Ausnahmen von der Regel negiert. Dadurch verhakt sich die Debatte.

  20. @Johannes Strehle
    Nein, es gibt überhaupt keine Gründe, um in der extrem gottlosen Landeskirche zu blieben. Wir sollen nicht in einem fremden Joch mit Ungläubigen sein! Denn was haben Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Und was hat das Licht für die Gemeinschaft mit der Finsternis (2. Korinther 6,14)?

    Wer in der Landeskirche Mitglied bliebt, der bliebt in einem fremden Joch mit Ungläubigen. Und das ist eindeutig Sünde – immer, überall und ohne jede Ausnahme! Gottes Wort gilt unabhängig von Kulturen, Mentalitäten und vom Zeitgeist. Jeder muss sich an das Wort Gottes halten. Es gibt keine Ausreden!

  21. @Adler
    -Schützt der Übertritt in eine freie Gemeinde vor Irrtümern oder falschen Lehren?
    NEIN!! Leider gibt es auch dort Lehren und Haltungen, die problematisch sind.
    Predigten gibt es genug davon im Netz. Wir müssen überall prüfen, egal wo wir sind.
    – Es gibt einige evang. Kirchengemeinden vor denen ich den Hut ziehe. Pauschal ganze Kirchen irgendwohin einzuordnen hilft nicht weiter. Die Lehren, die abzulehnen sind, ziehen sich QUER durch EKD, Freikirchen in der EAD und durch unabhängige Gemeinden.

  22. @Matze

    Schützt der Übertritt in eine freie Gemeinde vor Irrtümern oder falschen Lehren?

    Nein, natürlich ist das keine Garantie. Das ändert aber nichts daran, dass jeder aus der Landeskirche austreten muss.

    Es gibt einige evang. Kirchengemeinden vor denen ich den Hut ziehe. Pauschal ganze Kirchen irgendwohin einzuordnen hilft nicht weiter.

    Doch, es hilft sehr wohl weiter, „ganze Kirchen irgendwohin einzuordnen“. Mal abgesehen davon, dass das sowieso jeder irgendwie macht. Wenn die Einordnung richtig ist, dann hilft sie weiter, denn Du sagst ja selbst richtigerweise, dass wir „überall prüfen (müssen), egal wo wir sind.“

    Im Falle der Landeskirchen ist die Lage so eindeutig, dass sie kaum noch eindeutiger sein könnte: Sie sind ohne jede Frage abgefallen. Schau Dir die Gemeinden auf der ganzen Welt an! Schau Dir die Kirchengeschichte an! Schau Dir an, wie Gemeinden nach der Bibel sein sollten! Lass Dich nicht einfach vom Zeitgeist prägen. Sei kein Kind dieser Zeit im Westen des 21. Jahrhunderts. Versuch Dir mal klar zu machen, was heute eigentlich abgeht. Das ist der absolute Wahnsinn im Quadrat! Was u.a. die EKD-Landeskirchen hochoffiziell vertreten sind krasseste Irrlehren.

  23. Schandor meint:

    @Stephan

    Wir leider unter dem Nachteil asynchroner Kommunikation bei gleichzeitig fehlender nonverbaler Kommuniktionsanteile.

    Prädikat: Gut gebrüllt, Löwe!

  24. Christ meint:

    @ Adler

    Wer sagt denn, dass ich woanders besser aufgehoben bin? Da kommt garantiert der Nächste um die Ecke und fordert mich zum Verlassen gerade dieser Gemeinde/Gemeindebundes auf. Fällt Dir eigentlich auf, dass Du mit einem Handstreich wahrscheinlich pauschal 99,? % der weltweiten Christenheit (Katholiken, Orthodoxe, ev. Landeskirchen, Kopten …) verwirfst? Warum hat Paulus wohl den Kontakt mit den Korinthern/Galatern usw. nicht sofort abgebrochen? Ich muss und werde mich da nicht mit allem und allen einsmachen und sehe persönlich natürlich manches kritisch – und manches verstehe ich eben auch einfach nicht. Aber wenn wahre Erkenntnis nur noch bei MIR zu finden ist, ist der Abweg schon vorprogrammiert.

    Wir sind halt (leider) alle mehr Kinder des überbordenden Individualismus unserer Zeit, als uns lieb und bewusst ist. Wirkliche Liebe zur apostolischen Kirche (siehe Glaubensbekenntnis) ist heute schon ein Makel.

    Entscheidend ist für mich die Ortsgemeinde. Dort werde ich mich dafür einsetzen, dass Gottes Wort ernstgenommen wird – und nach Möglichkeit in dem Gemeindebund, dem ich angehöre. Aber wir machen uns gegenseitig kaputt, wenn wir immer nur den Überbau und das große Ganze als entscheidenden Maßstab hernehmen. Da bleibt dann nur noch das 1-Mann-Kloster.

  25. Johannes Strehle meint:

    Ich bleibe dabei: Adler hat im Prinzip recht: Es müsste einen Massenexodus der Konservativen aus den Kirchen geben. Für die allermeisten ist es unverantwortlich zu bleiben. Dass sie dennoch bleiben, ist hauptsächlich der Inkonsequenz der führenden konservativen Christen anzulasten. Daran muss im Sinne des Vermächtnisses von Francis Schaeffer immer wieder erinnert werden, auch wenn es nichts nützt.
    Aber ich bleibe auch dabei: Es gibt Ausnahmen. Wenn ein aktiver Pastor der Landeskirche auf der Grundlage seiner Ordination Gottes Wort klar predigt und danach handelt, warum sollte ausgerechnet er die Kirche verlassen? Gerade die Feigheit und die faulen Kompromisse der konservativen Pastoren haben zum heutigen Zustand der Kirchen und evangelikalen Institutionen geführt. Besonders erbärmlich ist, wenn sie dann als Pensionäre von halbherzigem Mut ereilt werden.
    Es gibt die von Adler zitierten und viele andere Aussagen in der Bibel über absolute Grenzen und Maßstäbe, aber „wiederum steht geschrieben“ – es gibt auch viel, was sich gegen Rigorismus anführen lässt, was von Rigoristen aber anders gedeutet wird.
    Der Zustand der Kirche zur Zeit der Reformatoren war, denke ich, ähnlich verkommen wie heute. Luther hat die Kirche aber nicht von sich aus verlassen, sondern laut und deutlich Gottes Wort proklamiert und konsequent danach gehandelt. Er hatte den Mut, keine faulen Kompromisse zu machen und die Konsequenzen zu tragen.

  26. @Christ

    Fällt Dir eigentlich auf, dass Du mit einem Handstreich wahrscheinlich pauschal 99,? % der weltweiten Christenheit verwirfst?

    Landeskirchen gibt es fast nirgendwo auf der Welt. Deutschland ist einer der ganz, ganz wenigen Ausnahmen! In den meisten Ländern dieser Erde sind Landeskirchen vollkommen unbekannt. Versuche mal – um nur mal ein Beispiel zu bringen – einem Amerikaner die deutsche Kirchensteuer zu erklären. Die deutsche Situation ist weltweit ziemlich einmalig.

    Warum hat Paulus wohl den Kontakt mit den Korinthern/Galatern usw. nicht sofort abgebrochen?

    Was hat das mit der deutschen Situation zu tun?

    Aber wenn wahre Erkenntnis nur noch bei MIR zu finden ist, ist der Abweg schon vorprogrammiert.

    Da stimme ich Dir sogar zu! Ja, der heutige Individualismus ist ein Riesen-Problem. Aber das rechtfertigt nicht, in einer Organisation Mitglied zu bleiben, die eindeutig abgefallen ist.

    Sorry, es tut mir einfach leid, aber die EKD-Landeskirchen sind so krass brutal gottlos, dass jeder daraus Konsequenzen ziehen muss. Wer das nicht tut, der macht sich mitschuldig.

  27. Birte Undeutsch meint:

    Knapp daneben ist auch vorbei. Birte

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