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	Kommentare zu: Arnold E. Loen	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/arnold-e-loen/28692/comment-page-1/#comment-67311</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2016 14:56:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Gast2, 
&lt;blockquote&gt;Der Glaube an einen Gott und eine andere Welt ist mit meiner moralischen Gesinnung so verwebt, dass so wenig ich Gefahr laufe, die Letztere einzubüßen, ebenso wenig besorge ich, dass mir die Erstere jemals entrissen werden könne.&lt;/blockquote&gt;
Ja, Kant glaubte an das &quot;Moralgesetz&quot; (als das einzige Faktum der reinen Vernunft), aber er meinte, wir selber müssen es aus eigener Kraft halten. Von Vergebung, Gnade, Rettung aus Glauben etc. ist bei ihm selten oder nie die Rede, es geht um das zu haltende Moralgesetz. Damit geht er am Evangelium vorbei, wie Dir der Galaterbrief des Paulus schön aufzeigen kann. 

Nun kann es gut sein, dass Kant auf seine eigene Weise noch irgendwie &quot;fromm&quot; war, dass er gottesfürchtig war, dass er christliche &quot;Werte&quot; gut fand. Er hielt z.B. Zeit seines Lebens seine Eltern, die überzeuge Pietisten waren, in hohen Ehren, und war bis ins hohe Alter vom teleologischen Gottesbeweis überzeugt (als zwar nicht 100% mathematisch gewiss, aber als sehr anschaulich). Aber das macht ihn noch nicht zu jemandem, der das biblische Evangelium glaubt. Sehr schade für ihn, und sehr schade für die Philosophiegeschichte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Gast2, </p>
<blockquote><p>Der Glaube an einen Gott und eine andere Welt ist mit meiner moralischen Gesinnung so verwebt, dass so wenig ich Gefahr laufe, die Letztere einzubüßen, ebenso wenig besorge ich, dass mir die Erstere jemals entrissen werden könne.</p></blockquote>
<p>Ja, Kant glaubte an das &#8222;Moralgesetz&#8220; (als das einzige Faktum der reinen Vernunft), aber er meinte, wir selber müssen es aus eigener Kraft halten. Von Vergebung, Gnade, Rettung aus Glauben etc. ist bei ihm selten oder nie die Rede, es geht um das zu haltende Moralgesetz. Damit geht er am Evangelium vorbei, wie Dir der Galaterbrief des Paulus schön aufzeigen kann. </p>
<p>Nun kann es gut sein, dass Kant auf seine eigene Weise noch irgendwie &#8222;fromm&#8220; war, dass er gottesfürchtig war, dass er christliche &#8222;Werte&#8220; gut fand. Er hielt z.B. Zeit seines Lebens seine Eltern, die überzeuge Pietisten waren, in hohen Ehren, und war bis ins hohe Alter vom teleologischen Gottesbeweis überzeugt (als zwar nicht 100% mathematisch gewiss, aber als sehr anschaulich). Aber das macht ihn noch nicht zu jemandem, der das biblische Evangelium glaubt. Sehr schade für ihn, und sehr schade für die Philosophiegeschichte.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<title>
		Von: Hanniel		</title>
		<link>https://theoblog.de/arnold-e-loen/28692/comment-page-1/#comment-67303</link>

		<dc:creator><![CDATA[Hanniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2016 12:06:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe mir das Buch von Loen besorgt. Ein erster Einblick förderte doch ziemlich viele poetische Noten im Stil von Barth zu Tage. War Loen ein Barthianer?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir das Buch von Loen besorgt. Ein erster Einblick förderte doch ziemlich viele poetische Noten im Stil von Barth zu Tage. War Loen ein Barthianer?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Gast2		</title>
		<link>https://theoblog.de/arnold-e-loen/28692/comment-page-1/#comment-67033</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gast2]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Oct 2016 13:13:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Roderich

&quot;Denn Kant glaubte eigentlich nicht mehr an das Evangelium, jedenfalls nicht an das biblische (Errettung durch Gnade). Für ihn muss man sich selber erlösen – durch Halten des kategorischen Imperativs.&quot; schreiben Sie.

Das ist eine steile These! Ich lasse einmal Kant antworten: Der Glaube an einen Gott und eine andere Welt ist mit meiner moralischen Gesinnung so verwebt, dass so wenig ich Gefahr laufe, die Letztere einzubüßen, ebenso wenig besorge ich, dass mir die Erstere jemals entrissen werden könne.

Liebe Grüße!

P.S. Das angefragte o.g. letzte Zitat stammt aus einem Briefwechsel mit Johann Heinrich Jung-Stilling.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Roderich</p>
<p>&#8222;Denn Kant glaubte eigentlich nicht mehr an das Evangelium, jedenfalls nicht an das biblische (Errettung durch Gnade). Für ihn muss man sich selber erlösen – durch Halten des kategorischen Imperativs.&#8220; schreiben Sie.</p>
<p>Das ist eine steile These! Ich lasse einmal Kant antworten: Der Glaube an einen Gott und eine andere Welt ist mit meiner moralischen Gesinnung so verwebt, dass so wenig ich Gefahr laufe, die Letztere einzubüßen, ebenso wenig besorge ich, dass mir die Erstere jemals entrissen werden könne.</p>
<p>Liebe Grüße!</p>
<p>P.S. Das angefragte o.g. letzte Zitat stammt aus einem Briefwechsel mit Johann Heinrich Jung-Stilling.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Roderich		</title>
		<link>https://theoblog.de/arnold-e-loen/28692/comment-page-1/#comment-67011</link>

		<dc:creator><![CDATA[Roderich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 21:49:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Gast2, 
enstammte das letzte Zitat in Ihrem Beitrag aus Kants &quot;Reflexionen&quot; oder aus dem &quot;Nachlass&quot; Kants? 
Denn Kant glaubte eigentlich nicht mehr an das Evangelium, jedenfalls nicht an das biblische (Errettung durch Gnade). Für ihn muss man sich selber erlösen - durch Halten des kategorischen Imperativs. 

Ja, Kant hat das Problem, wie wir überhaupt etwas in der Außenwelt zuverlässig erkennen können, so gelöst, dass er sagte: wir machen das alles selber (mit unseren Kategorien). Alles, was wir erkennen, sind Erscheinungen (die wir ja erst konstruiert haben). Aber wenn der Mensch selber Urheber der Erscheinungen ist,  bleibt eben kaum noch Raum für den handelnden Gott, der in die Welt eingreift, Wunder tut etc.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Gast2,<br />
enstammte das letzte Zitat in Ihrem Beitrag aus Kants &#8222;Reflexionen&#8220; oder aus dem &#8222;Nachlass&#8220; Kants?<br />
Denn Kant glaubte eigentlich nicht mehr an das Evangelium, jedenfalls nicht an das biblische (Errettung durch Gnade). Für ihn muss man sich selber erlösen &#8211; durch Halten des kategorischen Imperativs. </p>
<p>Ja, Kant hat das Problem, wie wir überhaupt etwas in der Außenwelt zuverlässig erkennen können, so gelöst, dass er sagte: wir machen das alles selber (mit unseren Kategorien). Alles, was wir erkennen, sind Erscheinungen (die wir ja erst konstruiert haben). Aber wenn der Mensch selber Urheber der Erscheinungen ist,  bleibt eben kaum noch Raum für den handelnden Gott, der in die Welt eingreift, Wunder tut etc.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Gast2		</title>
		<link>https://theoblog.de/arnold-e-loen/28692/comment-page-1/#comment-66950</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gast2]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2016 11:15:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Kant: »Ich mußte also das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen.« Mit anderen Worten, die in der Vernunft festgelegten Möglichkeiten des Wissens bestimmen, welcher Platz dem Glauben übrigbleibt. Dieser Platz ist bekanntlich immer kleiner geworden,&quot;

Kleiner geworden? Kant dekonstruiert die Vernunft. Das ist sein Programm, wie es im ersten Satz sehr schön zum Ausdruck kommt oder auch in einem anderen: &quot;Sie tun wohl, dass Sie ihre einzige Beruhigung im Evangelium suchen; denn es ist die unversiegbare Quelle aller Wahrheiten, die, wenn die Vernunft ihr ganzes Feld ausgemessen hat, nirgend anders zu finden sind.&quot;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Kant: »Ich mußte also das Wissen aufheben, um zum Glauben Platz zu bekommen.« Mit anderen Worten, die in der Vernunft festgelegten Möglichkeiten des Wissens bestimmen, welcher Platz dem Glauben übrigbleibt. Dieser Platz ist bekanntlich immer kleiner geworden,&#8220;</p>
<p>Kleiner geworden? Kant dekonstruiert die Vernunft. Das ist sein Programm, wie es im ersten Satz sehr schön zum Ausdruck kommt oder auch in einem anderen: &#8222;Sie tun wohl, dass Sie ihre einzige Beruhigung im Evangelium suchen; denn es ist die unversiegbare Quelle aller Wahrheiten, die, wenn die Vernunft ihr ganzes Feld ausgemessen hat, nirgend anders zu finden sind.&#8220;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Rudof Drabek		</title>
		<link>https://theoblog.de/arnold-e-loen/28692/comment-page-1/#comment-66948</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rudof Drabek]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Oct 2016 09:51:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://theoblog.de/?p=28692#comment-66948</guid>

					<description><![CDATA[Eine wunderschöne Einstellung. Kant hat ja Gödel nicht kennen können.
Mir verschließt sich sein sehr komplizierter Gottesbeweis,  der ja schon 1941 formuliert wurde, aber erst vor kurzem ausgearbeitet wurde. 
Aber nicht die daraus folgende Konsequenz. Siehe mein Blog.

Man kann also Gott als Gewissheit annehmen, was mir schon früher gelang. 
Das hat natürlich Auswirkungen:
Es schließt ein, dass Gott für alle Zukunft vorgesorgt hat was immer auch der Mensch benötigen wird. Mit dem Freien Willen ausgestattet, müssen wir das selbst entdecken. Jesus war das alles offenbar. Es ist uns alles möglich und erlaubt. Wir selbst setzen die Grenzen, die wir leichtsinnigerweise zu oft überschreiten. Jesus spricht auch von der Verantwortung, für die alle einstehen müssen und ihre Unsterblichkeit aufs Spiel setzen. Ich meine beispielhaft das mit dem Kamel, das eigentlich ein Schiffstau sein sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine wunderschöne Einstellung. Kant hat ja Gödel nicht kennen können.<br />
Mir verschließt sich sein sehr komplizierter Gottesbeweis,  der ja schon 1941 formuliert wurde, aber erst vor kurzem ausgearbeitet wurde.<br />
Aber nicht die daraus folgende Konsequenz. Siehe mein Blog.</p>
<p>Man kann also Gott als Gewissheit annehmen, was mir schon früher gelang.<br />
Das hat natürlich Auswirkungen:<br />
Es schließt ein, dass Gott für alle Zukunft vorgesorgt hat was immer auch der Mensch benötigen wird. Mit dem Freien Willen ausgestattet, müssen wir das selbst entdecken. Jesus war das alles offenbar. Es ist uns alles möglich und erlaubt. Wir selbst setzen die Grenzen, die wir leichtsinnigerweise zu oft überschreiten. Jesus spricht auch von der Verantwortung, für die alle einstehen müssen und ihre Unsterblichkeit aufs Spiel setzen. Ich meine beispielhaft das mit dem Kamel, das eigentlich ein Schiffstau sein sollte.</p>
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