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Aus Lehrplänen sind „Leerpläne“ geworden

Ein „historischer Analphabetismus“ greife an deutschen Schulen um sich, sagt Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. Kaum ein Schüler kenne sich noch in der jüngeren deutschen Geschichte aus. Stattdessen sei die Worthülse „Kompetenzen“ in aller Munde.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, beklagt das „Diktat der Kompetenzenpädagogik“ an deutschen Schulen, die die jungen Leute nur noch standardisieren und auf ökonomische Verwertbarkeit trimmen wollten. Er teile entsprechende Klagen der deutschen Kunsthistoriker, die heute in Mainz tagen, sagte Kraus im Deutschlandradio Kultur. Aus Lehrplänen seien längst „Leerpläne“ geworden.

Eine Kompetenzenpädagogik tut so, als könnte man jungen Leuten Kompetenzen beibringen ohne konkrete inhaltliche Basis. Also: Medien-Kompetenz, Download-Kompetenz, Just-in-time-Kompetenz, Google-Kompetenz. Solche Dinge sind angesagt, klingen modern, aber der mentale und inhaltliche Unterbau fehlt.

Hier geht das empfehlenswerte Interview des Deutschlandradios (eine Mitschrift hier):

 

VD: AW