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	Kommentare zu: Bach – Ein Weihnachtswunder	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Stephan		</title>
		<link>https://theoblog.de/bach-ein-weihnachtswunder/43375/comment-page-1/#comment-91557</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Jan 2025 14:27:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der deutsche Film ist so grottig, dass er am Fördertrog der Filmförderung hängen muss, also mittels Steuergeldern subventioniert wird. Die Vergabe der Fördermittel wird maßgeblich bestimmt von den herrschenden Kräften in der Politik.

Zu Bach: als Musiker habe ich eine wirklich lange Zeit gebraucht, um mich mit seiner Musik anzufreunden. Ein Mitgrund war sicherlich, dass manche Interpreten Bach lediglich als virtuose Herausforderung betrachtet haben und damit die Tonträgerlandschaft dominierten, nicht aber realisiert haben, dass Bach ein Christ war und dementsprechend zu interpretieren ist. 
Selbst heute noch findet man z.B. sein Choralvorspiel BWV731 &quot;Liebster Jesu, wir sind hier&quot; in völlig unterschiedlichen Interpretationen, von im Rekordtempo von 1:30 Minuten heruntergespielt (fernöstliche Organisten ohne Bezug zum Christentum, ohne Textkenntnisse des zugrundeliegenden Chorals) bis hin zur Darstellung als &quot;Liebeslied&quot; (ja, falscher Begriff hier), dass die Liebe eines Menschen zu Jesus ausdrückt - mit Gefühl gespielt liegt man eher bei über 3 Minuten. Und anscheinend gibt es auch katholische und evangelische Interpretationen ... :-)
Bach war ein begnadeter Komponist - ich wünschte mir für mich lediglich 10% seiner Begabung. Manche Leute bewundern ihn für seine &quot;mathematische Präzision&quot;, die zweifelsohne auch gegeben ist, übersehen dabei aber leider die musikalische Komponente, Melodieführungen, die Vielfältigkeit seines Werkes, manchmal auch den Humor, hierzu sollte man sich mal Virgil Fox und seine Interpretation der Gigue / BWV577 ansehen, der tatsächlich mit Händen und Füßen den &quot;Tanz&quot; auf der Orgel zeigt (es gibt gerade zu diesem Stück auch Interpretationen anderer Organisten, die an Langeweile nicht zu überbieten sind).

Von daher denke ich, dass man in einem Film Bach als Christen sehen und zeichnen sollte und nicht als beliebigen Familienmenschen mit Hang zu woken Tendenzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der deutsche Film ist so grottig, dass er am Fördertrog der Filmförderung hängen muss, also mittels Steuergeldern subventioniert wird. Die Vergabe der Fördermittel wird maßgeblich bestimmt von den herrschenden Kräften in der Politik.</p>
<p>Zu Bach: als Musiker habe ich eine wirklich lange Zeit gebraucht, um mich mit seiner Musik anzufreunden. Ein Mitgrund war sicherlich, dass manche Interpreten Bach lediglich als virtuose Herausforderung betrachtet haben und damit die Tonträgerlandschaft dominierten, nicht aber realisiert haben, dass Bach ein Christ war und dementsprechend zu interpretieren ist.<br />
Selbst heute noch findet man z.B. sein Choralvorspiel BWV731 &#8222;Liebster Jesu, wir sind hier&#8220; in völlig unterschiedlichen Interpretationen, von im Rekordtempo von 1:30 Minuten heruntergespielt (fernöstliche Organisten ohne Bezug zum Christentum, ohne Textkenntnisse des zugrundeliegenden Chorals) bis hin zur Darstellung als &#8222;Liebeslied&#8220; (ja, falscher Begriff hier), dass die Liebe eines Menschen zu Jesus ausdrückt &#8211; mit Gefühl gespielt liegt man eher bei über 3 Minuten. Und anscheinend gibt es auch katholische und evangelische Interpretationen &#8230; 🙂<br />
Bach war ein begnadeter Komponist &#8211; ich wünschte mir für mich lediglich 10% seiner Begabung. Manche Leute bewundern ihn für seine &#8222;mathematische Präzision&#8220;, die zweifelsohne auch gegeben ist, übersehen dabei aber leider die musikalische Komponente, Melodieführungen, die Vielfältigkeit seines Werkes, manchmal auch den Humor, hierzu sollte man sich mal Virgil Fox und seine Interpretation der Gigue / BWV577 ansehen, der tatsächlich mit Händen und Füßen den &#8222;Tanz&#8220; auf der Orgel zeigt (es gibt gerade zu diesem Stück auch Interpretationen anderer Organisten, die an Langeweile nicht zu überbieten sind).</p>
<p>Von daher denke ich, dass man in einem Film Bach als Christen sehen und zeichnen sollte und nicht als beliebigen Familienmenschen mit Hang zu woken Tendenzen.</p>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/bach-ein-weihnachtswunder/43375/comment-page-1/#comment-91550</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Dec 2024 14:12:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://theoblog.de/bach-ein-weihnachtswunder/43375/comment-page-1/#comment-91540&quot;&gt;Udo&lt;/a&gt;.

Danke, @Udo! Habe mir den Film inzwischen angeschaut. Bach kommt wirklich nicht gut weg. Hier noch ein Auszug aus einem FAZ-Leserbrief ergänzend:


&lt;blockquote&gt;
Leider komme ich erst heute dazu, Ihnen für die Besprechung des Fernsehfilms „Bach – ein Weihnachtswunder“ („Lass doch Frauen auch mal singen!“, F.A.Z. vom 17. Dezember) zu danken.

Es ist ein Elend: In allen Produktionen von ZDF und ARD wabert der pädagogische Impetus der Öffentlich-Rechtlichen, der irgendwo/irgendwie immer wieder in allen Genres, egal ob Kochshow, Sporttalk, Krimis oder Historie zu finden ist. Eine besondere Variante im „gesellschaftspolitischen Auftrag“. Ihre Anmerkung, wonach „im Respekt vor der historischen Diversität einer versunkenen Welt das Fernsehen der DDR in den Achtzigerjahren geistig freier war als der Umerziehungsfunk unserer Tage“, ist so gut, so richtig, so was von auf den Punkt.

Es ist bedrückend mitzuerleben, dass sich immer wieder in Vorlagen, Drehbüchern und Texten und natürlich auch in Bildern dieser zwanghafte, fast neurotische Hang zum Pädagogisieren durchsetzt. Und es tut gut, wenn F.A.Z.-Redakteure diese Facetten im Zeitgeist kommunizieren.&lt;/blockquote&gt;



Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://theoblog.de/bach-ein-weihnachtswunder/43375/comment-page-1/#comment-91540">Udo</a>.</p>
<p>Danke, @Udo! Habe mir den Film inzwischen angeschaut. Bach kommt wirklich nicht gut weg. Hier noch ein Auszug aus einem FAZ-Leserbrief ergänzend:</p>
<blockquote><p>
Leider komme ich erst heute dazu, Ihnen für die Besprechung des Fernsehfilms „Bach – ein Weihnachtswunder“ („Lass doch Frauen auch mal singen!“, F.A.Z. vom 17. Dezember) zu danken.</p>
<p>Es ist ein Elend: In allen Produktionen von ZDF und ARD wabert der pädagogische Impetus der Öffentlich-Rechtlichen, der irgendwo/irgendwie immer wieder in allen Genres, egal ob Kochshow, Sporttalk, Krimis oder Historie zu finden ist. Eine besondere Variante im „gesellschaftspolitischen Auftrag“. Ihre Anmerkung, wonach „im Respekt vor der historischen Diversität einer versunkenen Welt das Fernsehen der DDR in den Achtzigerjahren geistig freier war als der Umerziehungsfunk unserer Tage“, ist so gut, so richtig, so was von auf den Punkt.</p>
<p>Es ist bedrückend mitzuerleben, dass sich immer wieder in Vorlagen, Drehbüchern und Texten und natürlich auch in Bildern dieser zwanghafte, fast neurotische Hang zum Pädagogisieren durchsetzt. Und es tut gut, wenn F.A.Z.-Redakteure diese Facetten im Zeitgeist kommunizieren.</p></blockquote>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/bach-ein-weihnachtswunder/43375/comment-page-1/#comment-91542</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Dec 2024 07:18:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Udo: Danke! 

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Udo: Danke! </p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
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		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/bach-ein-weihnachtswunder/43375/comment-page-1/#comment-91540</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Dec 2024 15:23:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe es mir angeschaut. Die Umstände, unter denen Bach das Weihnachtsoratorium verfasste ist, so weit ich weiß, wenig bekannt. Insofern ist das Drehbuch natürlich fiktiv, wobei das Geschehen dann aber auch für eigene Botschaften instrumentalisiert wird.
&lt;span&gt;&quot;Ihr redet über den Glauben, aber was erreicht ihr denn mit euren Worten?&quot;, beklagt Bach etwa in einer Szene gegenüber dem Superintendenten der Leipziger Kirche: &quot;Die Menschen sind weiterhin selbstsüchtig, lau. Keiner denkt an den nächsten. Worte! Worte erreichen doch die Menschen nicht!&quot; Eine Aussage, die aus meiner Sicht nicht ganz falsch ist, aber auch nicht richtig. Man darf bezweifeln, dass das Bach so gesagt hätte.&lt;/span&gt;
Der Film hilft aus meiner Sicht wenig, zu verstehen, was Bach in seiner Musik angetrieben hat. Welche Bedeutung hatte sein Glaube für sein Leben und für sein künstlerisches Schaffen und was steckte z. B. hinter der Formel &quot;soli deo gloria&quot;, die er am Ende vieler seiner Kompositionen mit den drei Buchstaben &quot;s-d-g&quot; vermerkte? 
Ansonsten war es aber ein netter Film, der sich auch positiv vom sonstigen Filmangebot in ARD und ZDF absetzte und der schon etwas von der Einzigartigkeit der Musik von Johann Sebastian Bach vermitteln konnte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe es mir angeschaut. Die Umstände, unter denen Bach das Weihnachtsoratorium verfasste ist, so weit ich weiß, wenig bekannt. Insofern ist das Drehbuch natürlich fiktiv, wobei das Geschehen dann aber auch für eigene Botschaften instrumentalisiert wird.<br />
<span>&#8222;Ihr redet über den Glauben, aber was erreicht ihr denn mit euren Worten?&#8220;, beklagt Bach etwa in einer Szene gegenüber dem Superintendenten der Leipziger Kirche: &#8222;Die Menschen sind weiterhin selbstsüchtig, lau. Keiner denkt an den nächsten. Worte! Worte erreichen doch die Menschen nicht!&#8220; Eine Aussage, die aus meiner Sicht nicht ganz falsch ist, aber auch nicht richtig. Man darf bezweifeln, dass das Bach so gesagt hätte.</span><br />
Der Film hilft aus meiner Sicht wenig, zu verstehen, was Bach in seiner Musik angetrieben hat. Welche Bedeutung hatte sein Glaube für sein Leben und für sein künstlerisches Schaffen und was steckte z. B. hinter der Formel &#8222;soli deo gloria&#8220;, die er am Ende vieler seiner Kompositionen mit den drei Buchstaben &#8222;s-d-g&#8220; vermerkte?<br />
Ansonsten war es aber ein netter Film, der sich auch positiv vom sonstigen Filmangebot in ARD und ZDF absetzte und der schon etwas von der Einzigartigkeit der Musik von Johann Sebastian Bach vermitteln konnte.</p>
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