Biermann: »Im Paradies würde ich vor Langeweile sterben«

DIE ZEIT hat mit dem Bürgerrechtler und Skeptiker Wolf Biermann zum 75. über falsche Hoffnungen gesprochen. Auch der Glaube an Gott kam dabei zur Sprache.

Ich schätze die Denkanstöße des sprachmächtigen Biermann. Diesmal gefällt mir folgendes Zitat besonders gut:

Wenn ich früher einen Pfarrer traf, einen von Gottes Bodenpersonal, dann war mein Gedanke: Ach, dieser arme irrende Mensch. Heute denke ich: Hoffentlich glaubt er wenigstens an Gott. Ich habe gerade ein neues Lied geschrieben, eine Ode an Adam, wo ich mich bei Adam bedanke, dass er damals in den Apfel biss und die Erbsünde beging. Denn im Paradies würde ich vor Langeweile sterben.

Mehr: www.zeit.de.

Ähnliche Beiträge:

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest

Die Daten werden gemäß der Datenschutzhinweise gespeichert.

zu Datenschutz

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

4 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments
Martin

lustig, das liest sich wie eine Unterhaltung mit einem Fünfzehnjährigen, der zwar die Erkenntnis eines Achzigjährigen hat, aber der die Umsetzung ins tägliche Leben (noch) nicht geschafft hat.

teresa

Typisch Mann! Er soll doch Eva danken! 😉

(Obwohl ich nicht glaube, daß es im Himmel langweilig wird, wir können uns das Leben dort nur nicht vorstellen und daher kommt es uns langweilig vor).

Roderich

@Teresa, hmmm… ich glaube, wer Gott hier recht erkennt, der kennt schon ansatzweise die Unerschoepflichkeit, die Tiefe, die Herrlichkeit Gottes. Der KANN eigentlich gar nicht annehmen, dass es im Himmel langweilig wird. (Wenn es in der SCHOEPFUNG schon interessant sein kann, wie dann erst mit dem SCHOEPFER selber??) Also, wer meint, der Himmel koennte auch nur ansatzweise langweilig sein, dem empfehle ich: lerne Gott, lerne Christus, lerne den Heiligen Geist besser kennen :-)) (Eph 1, 16-18: Paulus sagt, ich „höre nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, daß der Gott unsers HERRN Jesus Christi, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung zu seiner selbst Erkenntnis und erleuchtete Augen eures Verständnisses, daß ihr erkennen möget, welche da sei die Hoffnung eurer Berufung, und welcher sei der Reichtum seines herrlichen Erbes bei seinen Heiligen, etc.). D.h. man muss Gott bitten um erleuchtete Augen des Herzens, durch den Heiligen Geist – dann… Weiterlesen »

Roderich

@Wolf B.: Hier noch zwei Hinweise: 1. Petrus 2,7: „Für euch nun, die ihr glaubt, ist er [Jesus Christus] KOSTBAR.“ (Etwas, was kostbar ist, kann nicht langweilig sein, und es kann auch nicht bei JEMAND langweilig sein, der einem kostbar ist…) Römer 14, 17: „Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem heiligen Geist“. (Friede und Freude im tiefsten Inneren – das kann auch die „interessanteste Sünde“ auf der ganzen Welt nicht schaffen, sondern – wie der zweite Satz der Bachkantate 54 so schön besingt: 1. Widerstehe doch der Sünde, Sonst ergreifet dich ihr Gift. Lass dich nicht den Satan blenden; Denn die Gottes Ehre schänden, Trifft ein Fluch, der tödlich ist. 2. Die Art verruchter Sünden Ist zwar von außen wunderschön; Allein man muss Hernach mit Kummer und Verdruss Viel Ungemach empfinden. Von außen ist sie Gold; Doch, will man weiter gehn, So zeigt sich nur ein leerer Schatten Und… Weiterlesen »