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	Kommentare zu: Das Ende der vertikalen Autorität	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		Von: Stephan		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jun 2026 11:56:58 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Damit es lesbar wird, hier eine KI-Übersetzung:

Fazit:
Im Grunde genommen beschreibt der Soziologe Philip Rieff hier einen &lt;strong&gt;radikalen Wandel unserer Gesellschaft&lt;/strong&gt;: Wir haben aufgehört, nach einem höheren Sinn im Leben zu suchen (wie Religion, Gott oder Pflichten für die Gemeinschaft), und konzentrieren uns stattdessen nur noch auf uns selbst und unser persönliches Wohlbefinden.

Worum es im Kern geht: Der Aufstieg des „Therapie-Menschen“Inmitten dieser gesellschaftlichen Stimmung veröffentlichte der Soziologe Philip Rieff sein Buch &lt;em&gt;Der Triumph des Therapeutischen&lt;/em&gt;. Seine zentrale These lautet: „Therapie“ ist heute kein reines medizinisches Werkzeug mehr, um psychisch Kranken zu helfen. Sie ist zu unserer neuen &lt;strong&gt;Weltanschauung&lt;/strong&gt; geworden.
Früher definierten sich Menschen über ihre Rolle in der Gesellschaft oder ihren Glauben. Heute sind wir zum „psychologischen Menschen“ geworden. Das bedeutet:
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Das Ich steht im Mittelpunkt:&lt;/strong&gt; Wenn die Gemeinschaft zerbricht, klammert sich der moderne Mensch an sein eigenes Ego. Das neue Zentrum der Welt ist das „Selbst“.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Vom Glauben zum Fühlen:&lt;/strong&gt; Früher war der Mensch religiös und wollte erlöst werden – dafür war er bereit, Pflichten zu erfüllen und zu verzichten („Ich glaube“). Der moderne Mensch will einfach nur, dass es ihm im Hier und Jetzt gut geht („Ich fühle“).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Der Therapeut ersetzt den Priester:&lt;/strong&gt; Wenn wir nicht mehr an Gott oder moralische Regeln glauben, um Sinn im Leben zu finden, gehen wir zum Therapeuten, um uns emotional „zusammenflicken“ zu lassen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Die Entstehung einer „Antikultur“Rieff argumentiert, dass dadurch eine Art „Antikultur“ entsteht. Eine traditionelle Kultur gibt den Menschen Regeln und gemeinsame Ziele vor. Die neue Kultur tut das genaue Gegenteil: Sie baut alte Regeln und Kontrollen ab, damit jeder Einzelne sich frei entfalten und das Leben ohne moralische Hürden genießen kann.
Sogar in der Literatur spiegelt sich das wider: In Saul Bellows Roman &lt;em&gt;Humboldts Vermächtnis&lt;/em&gt; erklärt ein Schriftsteller, dass unsere Kultur den Menschen nicht mehr vor der inneren Leere und Panik schützen kann. Deshalb greifen wir zu Therapie und billigen Schlagwörtern, um irgendwie zu funktionieren. Schuldgefühle sterben aus – das persönliche Wohlbefinden siegt über starre Formen und Pflichten.
Das Fazit: Ein Leben zum AusprobierenDas Ganze führt laut Rieff zu einer neuen, „milden“ Form des Weltuntergangs. Die Gesellschaft der Zukunft braucht keine tiefen, allgemeingültigen Wahrheiten mehr, die den Menschen über seinen Alltag erheben.
Es geht nicht mehr um den großen Sinn, sondern darum, dass jeder sein Leben versuchsweise so lebt, wie es sich für ihn gerade gut anfühlt. Und das Erstaunliche daran: Für den modernen Menschen ist dieser Verlust von tieferem Sinn nicht einmal mehr eine Tragödie – solange er nur gut unterhalten und zufrieden ist.

Ich meine, diese Übersetzung spricht mehr Klartext als die Worthülsen der Soziologen, ist daher so zugänglich, dass man die Basis derjenigen vergrößert, die die Botschaft verstehen können und sich nunmehr damit befassen könnten. Letzztendlich wird im langen Soziologenslang auch nur ausgedrückt, dass die Menschen sich zu individuellen A-Löchern Egoisten entwickeln.
Um es mal in einen biblischen, zumindest religiösen, Kontext zu bringen:
Das ICH steht im Mittelpunkt, und damit treten Demut, Nächstenliebe, Opferbereitschaft etc. in den Hintergrund.
Im religiösen Umfeld geht es nicht darum, Gott die Ehre zu geben, oder zu missionieren, um Erlösung oder Ewigkeit, sondern ich will mich z.B. in einem Gottesdienst &quot;wohlfühlen&quot;, mich also eine halbe Stunde mich emotional in einem Bad der Annehmlichkeiten suhlen, um das werte Eigenempfinden positiv zu stärken.
Und dann ersetzt der Therapeut den Priester. Denn den Sinn des Lebens findet man nicht durch Ausleben der eigenen Bedürfnisse, oftmals zu Lastern anderer, man findet keine Perspektive für letzten Lebensjahre, geschweige denn die Ewigkeit, denn der alternde Körper erinnert uns mit zunehmenden Wehwehchen immer öfter daran, dass alles mal ein Ende hat (außer die Wurst, die hat zwei). Nur sind die Therapeuten auch nicht besser dran als ich - wenn ich als gottloser Mensch das Ziel nicht sehe, wie soll dann eingottloser Therapeut mir den Lebenssinn vermitteln. Schlimmer noch ist, dass es viele Therapeuten mit unterschiedlichen Ideen gibt, so dass ich als zu Therapierender am Ende mit vielen Meinungen, aber genauso klug wie vorher darstehe.

Nun stehe ich als Einzelner nehmen vielen anderen Menschen, die ebenfalls keine gemeinsamen höheren Werte haben, keinen gemeinsamen ethischen oder moralischen Kompaß haben, ratlos da. Wie Rieff es sinngemäß sagt: es gibt keine gemeinsame, traditionelle Kultur mehr, die Orientierung bietet, die Gemeinschaft ist zerbrochen. Der christliche Glaube ist in der Gesellschaft verstorben, und die eingesetzte Völkerwanderung führt im besten Fall zu Parallelkulturen mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und Abgrenzungen. Man kann sich ausrechnen, dass ein Mensch ohne Gruppenzugehörigkeit, ohne traditionelle Kultur, als Individuum das Gefühl hat unterzugehen. Und das wird er wohl auch, ob mit oder ohne Therapeut, der ihn dabei begleitet.

Wohl dem, der Jesus hat und eine Gemeinde.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Damit es lesbar wird, hier eine KI-Übersetzung:</p>
<p>Fazit:<br />
Im Grunde genommen beschreibt der Soziologe Philip Rieff hier einen <strong>radikalen Wandel unserer Gesellschaft</strong>: Wir haben aufgehört, nach einem höheren Sinn im Leben zu suchen (wie Religion, Gott oder Pflichten für die Gemeinschaft), und konzentrieren uns stattdessen nur noch auf uns selbst und unser persönliches Wohlbefinden.</p>
<p>Worum es im Kern geht: Der Aufstieg des „Therapie-Menschen“Inmitten dieser gesellschaftlichen Stimmung veröffentlichte der Soziologe Philip Rieff sein Buch <em>Der Triumph des Therapeutischen</em>. Seine zentrale These lautet: „Therapie“ ist heute kein reines medizinisches Werkzeug mehr, um psychisch Kranken zu helfen. Sie ist zu unserer neuen <strong>Weltanschauung</strong> geworden.<br />
Früher definierten sich Menschen über ihre Rolle in der Gesellschaft oder ihren Glauben. Heute sind wir zum „psychologischen Menschen“ geworden. Das bedeutet:</p>
<ul>
<li><strong>Das Ich steht im Mittelpunkt:</strong> Wenn die Gemeinschaft zerbricht, klammert sich der moderne Mensch an sein eigenes Ego. Das neue Zentrum der Welt ist das „Selbst“.</li>
<li><strong>Vom Glauben zum Fühlen:</strong> Früher war der Mensch religiös und wollte erlöst werden – dafür war er bereit, Pflichten zu erfüllen und zu verzichten („Ich glaube“). Der moderne Mensch will einfach nur, dass es ihm im Hier und Jetzt gut geht („Ich fühle“).</li>
<li><strong>Der Therapeut ersetzt den Priester:</strong> Wenn wir nicht mehr an Gott oder moralische Regeln glauben, um Sinn im Leben zu finden, gehen wir zum Therapeuten, um uns emotional „zusammenflicken“ zu lassen.</li>
</ul>
<p>Die Entstehung einer „Antikultur“Rieff argumentiert, dass dadurch eine Art „Antikultur“ entsteht. Eine traditionelle Kultur gibt den Menschen Regeln und gemeinsame Ziele vor. Die neue Kultur tut das genaue Gegenteil: Sie baut alte Regeln und Kontrollen ab, damit jeder Einzelne sich frei entfalten und das Leben ohne moralische Hürden genießen kann.<br />
Sogar in der Literatur spiegelt sich das wider: In Saul Bellows Roman <em>Humboldts Vermächtnis</em> erklärt ein Schriftsteller, dass unsere Kultur den Menschen nicht mehr vor der inneren Leere und Panik schützen kann. Deshalb greifen wir zu Therapie und billigen Schlagwörtern, um irgendwie zu funktionieren. Schuldgefühle sterben aus – das persönliche Wohlbefinden siegt über starre Formen und Pflichten.<br />
Das Fazit: Ein Leben zum AusprobierenDas Ganze führt laut Rieff zu einer neuen, „milden“ Form des Weltuntergangs. Die Gesellschaft der Zukunft braucht keine tiefen, allgemeingültigen Wahrheiten mehr, die den Menschen über seinen Alltag erheben.<br />
Es geht nicht mehr um den großen Sinn, sondern darum, dass jeder sein Leben versuchsweise so lebt, wie es sich für ihn gerade gut anfühlt. Und das Erstaunliche daran: Für den modernen Menschen ist dieser Verlust von tieferem Sinn nicht einmal mehr eine Tragödie – solange er nur gut unterhalten und zufrieden ist.</p>
<p>Ich meine, diese Übersetzung spricht mehr Klartext als die Worthülsen der Soziologen, ist daher so zugänglich, dass man die Basis derjenigen vergrößert, die die Botschaft verstehen können und sich nunmehr damit befassen könnten. Letzztendlich wird im langen Soziologenslang auch nur ausgedrückt, dass die Menschen sich zu individuellen A-Löchern Egoisten entwickeln.<br />
Um es mal in einen biblischen, zumindest religiösen, Kontext zu bringen:<br />
Das ICH steht im Mittelpunkt, und damit treten Demut, Nächstenliebe, Opferbereitschaft etc. in den Hintergrund.<br />
Im religiösen Umfeld geht es nicht darum, Gott die Ehre zu geben, oder zu missionieren, um Erlösung oder Ewigkeit, sondern ich will mich z.B. in einem Gottesdienst &#8222;wohlfühlen&#8220;, mich also eine halbe Stunde mich emotional in einem Bad der Annehmlichkeiten suhlen, um das werte Eigenempfinden positiv zu stärken.<br />
Und dann ersetzt der Therapeut den Priester. Denn den Sinn des Lebens findet man nicht durch Ausleben der eigenen Bedürfnisse, oftmals zu Lastern anderer, man findet keine Perspektive für letzten Lebensjahre, geschweige denn die Ewigkeit, denn der alternde Körper erinnert uns mit zunehmenden Wehwehchen immer öfter daran, dass alles mal ein Ende hat (außer die Wurst, die hat zwei). Nur sind die Therapeuten auch nicht besser dran als ich &#8211; wenn ich als gottloser Mensch das Ziel nicht sehe, wie soll dann eingottloser Therapeut mir den Lebenssinn vermitteln. Schlimmer noch ist, dass es viele Therapeuten mit unterschiedlichen Ideen gibt, so dass ich als zu Therapierender am Ende mit vielen Meinungen, aber genauso klug wie vorher darstehe.</p>
<p>Nun stehe ich als Einzelner nehmen vielen anderen Menschen, die ebenfalls keine gemeinsamen höheren Werte haben, keinen gemeinsamen ethischen oder moralischen Kompaß haben, ratlos da. Wie Rieff es sinngemäß sagt: es gibt keine gemeinsame, traditionelle Kultur mehr, die Orientierung bietet, die Gemeinschaft ist zerbrochen. Der christliche Glaube ist in der Gesellschaft verstorben, und die eingesetzte Völkerwanderung führt im besten Fall zu Parallelkulturen mit unterschiedlichen Wertmaßstäben und Abgrenzungen. Man kann sich ausrechnen, dass ein Mensch ohne Gruppenzugehörigkeit, ohne traditionelle Kultur, als Individuum das Gefühl hat unterzugehen. Und das wird er wohl auch, ob mit oder ohne Therapeut, der ihn dabei begleitet.</p>
<p>Wohl dem, der Jesus hat und eine Gemeinde.</p>
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