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	Kommentare zu: Das Schweigen der Bischöfe	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Daniel		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 May 2020 03:28:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Eine differenzierte Betrachtung: &lt;a href=&quot;https://jochenteuffel.com/2020/05/20/wenn-die-corona-pandemie-keine-strafe-gottes-sein-kann-wie-ist-dann-gott-im-unheil-zugegen/&quot; rel=&quot;nofollow ugc&quot;&gt;Jochen Teuffel: Wenn die Corona-Pandemie keine Strafe Gottes sein kann, wie ist dann Gott im Unheil zugegen?&lt;/a&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine differenzierte Betrachtung: <a href="https://jochenteuffel.com/2020/05/20/wenn-die-corona-pandemie-keine-strafe-gottes-sein-kann-wie-ist-dann-gott-im-unheil-zugegen/" rel="nofollow ugc">Jochen Teuffel: Wenn die Corona-Pandemie keine Strafe Gottes sein kann, wie ist dann Gott im Unheil zugegen?</a></p>
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		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86942</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2020 14:36:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Charly 

Ihre Argumentationsweise scheint hingegen so über-scharf zu sein, dass sie damit problemlos ganze Passagen der Schrift herausschneiden und unter den Tisch fallen lassen können. 

Außerdem verbitte ich mir die Küchenpsychologie. So was funktioniert nämlich immer in beide Richtungen, weshalb man solcherlei Motivations-Vermutungen (s. Bulverism)  in einer sachlichen Diskussion ganz unterlassen sollte. Es geht doch hier nicht darum, was man haben möchte oder (angeblich) für sich braucht, sondern darum was die Schrift sagt!

Alles Gute!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Charly </p>
<p>Ihre Argumentationsweise scheint hingegen so über-scharf zu sein, dass sie damit problemlos ganze Passagen der Schrift herausschneiden und unter den Tisch fallen lassen können. </p>
<p>Außerdem verbitte ich mir die Küchenpsychologie. So was funktioniert nämlich immer in beide Richtungen, weshalb man solcherlei Motivations-Vermutungen (s. Bulverism)  in einer sachlichen Diskussion ganz unterlassen sollte. Es geht doch hier nicht darum, was man haben möchte oder (angeblich) für sich braucht, sondern darum was die Schrift sagt!</p>
<p>Alles Gute!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Charly		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86940</link>

		<dc:creator><![CDATA[Charly]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2020 12:41:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Tim-Christian Wie ich es bereits schrieb: wenn du für dein Frömmigkeitsempfinden unbedingt einen vor der Zeit strafenden und verdammenden Gott brauchst, der Plagen über Nationen und Völker ausgießt, statt das wir den Völkern das Evangelium der Gnade und des liebenden Gottes zu verkünden, dann darfst du das gerne so für dich haben. Wie auch schrieb: das sagt mir mehr über dich, als über Gott.
Da deine Argumentation immer unschärfer wird, lasse ich es nun einfach mal so stehen. :-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Tim-Christian Wie ich es bereits schrieb: wenn du für dein Frömmigkeitsempfinden unbedingt einen vor der Zeit strafenden und verdammenden Gott brauchst, der Plagen über Nationen und Völker ausgießt, statt das wir den Völkern das Evangelium der Gnade und des liebenden Gottes zu verkünden, dann darfst du das gerne so für dich haben. Wie auch schrieb: das sagt mir mehr über dich, als über Gott.<br />
Da deine Argumentation immer unschärfer wird, lasse ich es nun einfach mal so stehen. 🙂</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86939</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2020 08:28:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Charly 

(1.) Was heißt denn das, dass etwas nicht mehr berichtet wird? Die meisten Briefe des NT, zumindest die paulinischen, sind älter als die Apostelgeschichte. Und in der Apg wird, wie ich schon aufgezeigt habe, davon berichtet, dass Herodes Agrippa wegen seiner Anmaßung von Gott körperlich bestraft wurde (vgl. Apg 12,23). Das war auch schon nach der Kreuzigung, 

(2.) Es ist ja richtig, dass unsere Strafe auf ihm lag. Daraus folgt aber doch nicht, dass Gott jetzt niemanden mehr straft bzw. niemandem Widrigkeiten auferlegt. Zum einen nehmen etliche dieses Geschenk des Friedens und der Versöhnung nicht an und bleiben so unter dem Zorn Gottes (vgl. Joh 3,36). Zum anderen heißt es auch im NT bezüglich der Gläubigen/Heiligen ausdrücklich: &quot;Wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt&quot; (Heb 12,6). Diese Strafen und Anfechtungen haben dann freilich nicht den Sinn, dass jemand dadurch sühnt. In dieser Hinsicht gilt natürlich: Es ist vollbracht! Aber Strafen und Anfechtungen können durchaus einen pädagogischen Zweck haben. In den lutherischen Bekenntnisschriften heißt es daher: 

&lt;blockquote&gt; &quot;Und obwohl diese Anfechtungen meistens Strafen für die Sünden sind, so haben sie doch bei den Frommen einen anderen Zweck. Sie werden nämlich zur Tötung der gegenwärtigen Sünde auferlegt, weil sie in den Heiligen die böse Begierde auslöschen und töten.&quot; &lt;/blockquote&gt;

(3.) Sehr eigenwillige Auslegung des Hiob-Buches. Aber Hiob steht mit diesem Zeugnis ja nicht allein! Es heißt ja auch: „Geschieht etwa ein Unglück in der Stadt, und der HERR hat es nicht getan?“ (Am 3,6). Und: „Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut“ (Jes 45,6.7). Was das Wort &#039;versuchen&#039; in Bezug auf Gott angeht, so gibt es ganze Studien dazu! Denn es heißt ja in der Bibel schon explizit, dass Gott Abraham, Hiob und das Volk Israel versucht (z.B. Gen 22,1; Deut 13,4). &#039;Versuchung&#039; kann also auch die Bedeutung von &#039;Test&#039; oder &#039;Prüfung&#039; haben (mit der guten Intention, dass der Getestete sich bewährt und daran wächst bzw. zur Erkenntnis kommt). Jakobus will also nur sagen, dass Gott niemanden mit böser Absicht, aus Bosheit oder um des Bösen selbst willen versucht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Charly </p>
<p>(1.) Was heißt denn das, dass etwas nicht mehr berichtet wird? Die meisten Briefe des NT, zumindest die paulinischen, sind älter als die Apostelgeschichte. Und in der Apg wird, wie ich schon aufgezeigt habe, davon berichtet, dass Herodes Agrippa wegen seiner Anmaßung von Gott körperlich bestraft wurde (vgl. Apg 12,23). Das war auch schon nach der Kreuzigung, </p>
<p>(2.) Es ist ja richtig, dass unsere Strafe auf ihm lag. Daraus folgt aber doch nicht, dass Gott jetzt niemanden mehr straft bzw. niemandem Widrigkeiten auferlegt. Zum einen nehmen etliche dieses Geschenk des Friedens und der Versöhnung nicht an und bleiben so unter dem Zorn Gottes (vgl. Joh 3,36). Zum anderen heißt es auch im NT bezüglich der Gläubigen/Heiligen ausdrücklich: &#8222;Wen der Herr lieb hat, den züchtigt er, und er schlägt jeden Sohn, den er annimmt&#8220; (Heb 12,6). Diese Strafen und Anfechtungen haben dann freilich nicht den Sinn, dass jemand dadurch sühnt. In dieser Hinsicht gilt natürlich: Es ist vollbracht! Aber Strafen und Anfechtungen können durchaus einen pädagogischen Zweck haben. In den lutherischen Bekenntnisschriften heißt es daher: </p>
<blockquote><p> &#8222;Und obwohl diese Anfechtungen meistens Strafen für die Sünden sind, so haben sie doch bei den Frommen einen anderen Zweck. Sie werden nämlich zur Tötung der gegenwärtigen Sünde auferlegt, weil sie in den Heiligen die böse Begierde auslöschen und töten.&#8220; </p></blockquote>
<p>(3.) Sehr eigenwillige Auslegung des Hiob-Buches. Aber Hiob steht mit diesem Zeugnis ja nicht allein! Es heißt ja auch: „Geschieht etwa ein Unglück in der Stadt, und der HERR hat es nicht getan?“ (Am 3,6). Und: „Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr, der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut“ (Jes 45,6.7). Was das Wort &#8218;versuchen&#8216; in Bezug auf Gott angeht, so gibt es ganze Studien dazu! Denn es heißt ja in der Bibel schon explizit, dass Gott Abraham, Hiob und das Volk Israel versucht (z.B. Gen 22,1; Deut 13,4). &#8218;Versuchung&#8216; kann also auch die Bedeutung von &#8218;Test&#8216; oder &#8218;Prüfung&#8216; haben (mit der guten Intention, dass der Getestete sich bewährt und daran wächst bzw. zur Erkenntnis kommt). Jakobus will also nur sagen, dass Gott niemanden mit böser Absicht, aus Bosheit oder um des Bösen selbst willen versucht.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Charly		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86934</link>

		<dc:creator><![CDATA[Charly]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 22:19:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Tim-Christian
&lt;blockquote&gt;(1.) Ich habe auf 1 Kor 10,1-13 verwiesen. Da geht es gar nicht um die Folgen eines unwürdigen Empfang des Abendmahls. Das stünde in 1 Kor 11,17 ff. Aber sei’s drum.&lt;/blockquote&gt; Ich bitte um Entschuldigung, ich habe sowohl auf 1.Kor 10, als auch aus dem daraus folgendem, und auch von dir durchaus angesprochenen, Abendmahlstext im 1.Kor:11 geantwortet.
1.Kor.:10 - Hinweis auf Geschehnisse des AT als Mahnung
1.Kor.11 - sprichwörtliche Gerichtsandrohung

&lt;blockquote&gt;(2.) Wenn das „Öhm … in der Bibel“ steht, können sie mir dann die betreffende Stelle nennen, damit ich sie mir anschauen kann? Das wäre mir nämlich neu.&lt;/blockquote&gt; Nun, das habe ich tatsächlich als Reaktion erwartet. Eine biblische Wahrheit wird also erst wahr, wenn sie als Zitat in einem Vers zusammengefasst ist? Wenn etwas hingegen nicht mehr berichtet wird, ist es demzufolge nicht wahr? Warum? Ist eine offensichtliche Fokusverschiebung in Gottes Handeln nicht Grund genug diese auch wahrzunehmen, ohne das in einer Epistel das ausdrücklich dargestellt ist? Obwohl ... wenn du die Bücher des NT aufmerksam liest, sollte dir diese Betonung der Gnade in Christus eigentlich nicht entgehen können.
So zum Beispiel dieser doch recht markante Satz (sogar aus dem AT): &lt;em&gt;Jes 53:5  Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. &lt;u&gt;Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden&lt;/u&gt;, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.&lt;/em&gt;
oder auch dieser: &lt;em&gt;1Jo 4:18  Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat es mit Strafe zu tun. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.&lt;/em&gt;
Sollte also Gott immer noch ganze Völker strafen, um sie zur Umkehr zu bewegen, wo doch die Strafe auf Jesus lag und ER um unserer Sünden willen durchbohrt wurde? Trotzdem sehen wir uns noch weiter nach einen strafenden Gott und das kommende Gerichtswirken am Ende der Zeiten ist uns nicht genug? Trotzdem, obwohl wir doch in der Liebe sein sollten, fürchten wir uns noch vor der Strafe Gottes?

&lt;blockquote&gt;(3.) Wie verstehen Sie denn Hiob 2,10: „Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen“?&lt;/blockquote&gt; Hat denn Hiob mit seiner Aussage recht gehabt? Kommt das Böse von Gott? Irrt Jakobus hier etwa:&lt;em&gt; Jak 1:13  .... Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand.&lt;/em&gt; Ich kann nur bei Zitaten aus dem Buch Hiob zur Vorsicht raten. Denn in nicht wenigen dortigen Aussagen wird uns lediglich das Gottesbild des Hiob und seiner Freunde vermittelt. Erst am Ende erkennt Hiob selbst, wie falsch er da gelegen hat. Auch wenn betont wird, dass er mit dieser damaligen Aussage nicht sündigte, heißt das nicht, dass er damit auch Recht hatte.
Wenn wir die Kernaussage dieses Hiobsvers nehmen, frage ich mich, warum wir dann nicht dieselbe Haltung einnehmen, stattdessen aber in einer Pandemie unbedingt die Strafe Gottes suchen? Sind wir da im Herzen so wie es Jona einst war? Der unbedingt die Strafe Gottes auf Ninive herabfallen sehen wollte - solange, bis er eine Speziallektion von Gott diesbezüglich bekam?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Tim-Christian</p>
<blockquote><p>(1.) Ich habe auf 1 Kor 10,1-13 verwiesen. Da geht es gar nicht um die Folgen eines unwürdigen Empfang des Abendmahls. Das stünde in 1 Kor 11,17 ff. Aber sei’s drum.</p></blockquote>
<p> Ich bitte um Entschuldigung, ich habe sowohl auf 1.Kor 10, als auch aus dem daraus folgendem, und auch von dir durchaus angesprochenen, Abendmahlstext im 1.Kor:11 geantwortet.<br />
1.Kor.:10 &#8211; Hinweis auf Geschehnisse des AT als Mahnung<br />
1.Kor.11 &#8211; sprichwörtliche Gerichtsandrohung</p>
<blockquote><p>(2.) Wenn das „Öhm … in der Bibel“ steht, können sie mir dann die betreffende Stelle nennen, damit ich sie mir anschauen kann? Das wäre mir nämlich neu.</p></blockquote>
<p> Nun, das habe ich tatsächlich als Reaktion erwartet. Eine biblische Wahrheit wird also erst wahr, wenn sie als Zitat in einem Vers zusammengefasst ist? Wenn etwas hingegen nicht mehr berichtet wird, ist es demzufolge nicht wahr? Warum? Ist eine offensichtliche Fokusverschiebung in Gottes Handeln nicht Grund genug diese auch wahrzunehmen, ohne das in einer Epistel das ausdrücklich dargestellt ist? Obwohl &#8230; wenn du die Bücher des NT aufmerksam liest, sollte dir diese Betonung der Gnade in Christus eigentlich nicht entgehen können.<br />
So zum Beispiel dieser doch recht markante Satz (sogar aus dem AT): <em>Jes 53:5  Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. <u>Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden</u>, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.</em><br />
oder auch dieser: <em>1Jo 4:18  Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat es mit Strafe zu tun. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.</em><br />
Sollte also Gott immer noch ganze Völker strafen, um sie zur Umkehr zu bewegen, wo doch die Strafe auf Jesus lag und ER um unserer Sünden willen durchbohrt wurde? Trotzdem sehen wir uns noch weiter nach einen strafenden Gott und das kommende Gerichtswirken am Ende der Zeiten ist uns nicht genug? Trotzdem, obwohl wir doch in der Liebe sein sollten, fürchten wir uns noch vor der Strafe Gottes?</p>
<blockquote><p>(3.) Wie verstehen Sie denn Hiob 2,10: „Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen“?</p></blockquote>
<p> Hat denn Hiob mit seiner Aussage recht gehabt? Kommt das Böse von Gott? Irrt Jakobus hier etwa:<em> Jak 1:13  &#8230;. Denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, er selbst aber versucht niemand.</em> Ich kann nur bei Zitaten aus dem Buch Hiob zur Vorsicht raten. Denn in nicht wenigen dortigen Aussagen wird uns lediglich das Gottesbild des Hiob und seiner Freunde vermittelt. Erst am Ende erkennt Hiob selbst, wie falsch er da gelegen hat. Auch wenn betont wird, dass er mit dieser damaligen Aussage nicht sündigte, heißt das nicht, dass er damit auch Recht hatte.<br />
Wenn wir die Kernaussage dieses Hiobsvers nehmen, frage ich mich, warum wir dann nicht dieselbe Haltung einnehmen, stattdessen aber in einer Pandemie unbedingt die Strafe Gottes suchen? Sind wir da im Herzen so wie es Jona einst war? Der unbedingt die Strafe Gottes auf Ninive herabfallen sehen wollte &#8211; solange, bis er eine Speziallektion von Gott diesbezüglich bekam?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86933</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 21:40:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Charly

(1.) Ich habe auf 1 Kor 10,1-13 verwiesen. Da geht es gar nicht um die Folgen eines unwürdigen Empfangs des Abendmahls. Das stünde in 1 Kor 11,17 ff. Aber sei&#039;s drum. 

(2.) Wenn das &quot;Öhm … in der Bibel&quot; steht, können Sie mir dann die betreffende Stelle nennen, damit ich sie mir anschauen kann? Das wäre mir nämlich neu.

(3.) Wie verstehen Sie denn Hiob 2,10: &quot;Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen&quot;?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Charly</p>
<p>(1.) Ich habe auf 1 Kor 10,1-13 verwiesen. Da geht es gar nicht um die Folgen eines unwürdigen Empfangs des Abendmahls. Das stünde in 1 Kor 11,17 ff. Aber sei&#8217;s drum. </p>
<p>(2.) Wenn das &#8222;Öhm … in der Bibel&#8220; steht, können Sie mir dann die betreffende Stelle nennen, damit ich sie mir anschauen kann? Das wäre mir nämlich neu.</p>
<p>(3.) Wie verstehen Sie denn Hiob 2,10: &#8222;Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? In diesem allen versündigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen&#8220;?</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Charly		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86931</link>

		<dc:creator><![CDATA[Charly]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 17:31:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35093#comment-86931</guid>

					<description><![CDATA[@Tim-Christian Also die Erwähnung des Paulus beim unwürdigen Verhalten beim Abend-/Herrenmahl. Ok, schauen wir mal nüchtern und genau hin: Seit damals, hören die Berichte nicht auf, dass Christen verschiedener Gemeinden nach der Abendmahlsfeier reihenweise erkranken und sterben? Hab ich eine Bildungslücke oder kann es doch sein, dass wir diesen Text dann doch besser durchdenken müssen? Mir ist nämlich nichts dergleichen bekannt. Wohl aber ist mir bekannt, dass viele Christen durchaus dazu neigen, das Abend-/Herrenmahl allzu nachlässig zu behandeln und nicht wirklich würdigen. Womöglich liegt der Schwerpunkt von Paulus hier nicht auf Gerichtsandrohungen, sondern auf etwas anderes? Auf das asoziale Verhalten div. Gemeindeglieder etwa?

&lt;blockquote&gt;Und wo steht bitte, dass individuelle Gerichte wie das, das über Herodes Agrippa erging, nach der Apostelgeschichte aufgehört haben?&lt;/blockquote&gt; Öhm ... in der Bibel?

Nun ja, Jeder ist frei, sich sein Gottesbild zu bilden. Wenn man also unbedingt einen strafenden und seuchenschickenden Gott braucht, sagt mir das zumindest mehr über den derart Glaubenden, als über Gott. Wenn wir uns aber in unserer Verkündigung in derartiges versteigen, so muss auch jeder von uns damit leben, wenn wir darin zurecht kritisiert werden.
Ich halte es lieber damit, den Menschen einen liebenden, zugewandten Gott zu predigen, als irgendwelche Phantasien über Strafgerichte mittels Covid-19.

Zu dem verlinken Artikel: Ich finde es unangebracht hier über Beiträge eines anderen Blogs zu diskutieren. Aber ich nehme ein Zitat, um zu zeigen, was ich davon halte:
&lt;blockquote&gt; Weil wir wissen, dass uns keine Krankheit und kein Unheil widerfährt, es sei denn, Gott will es ...&lt;/blockquote&gt; Ach ja, wissen wir das? Ich halte diese Aussage für nicht biblisch.
Mehr zu diesem Bolgartikel werde ich in diesem Blog hier nicht kommentieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Tim-Christian Also die Erwähnung des Paulus beim unwürdigen Verhalten beim Abend-/Herrenmahl. Ok, schauen wir mal nüchtern und genau hin: Seit damals, hören die Berichte nicht auf, dass Christen verschiedener Gemeinden nach der Abendmahlsfeier reihenweise erkranken und sterben? Hab ich eine Bildungslücke oder kann es doch sein, dass wir diesen Text dann doch besser durchdenken müssen? Mir ist nämlich nichts dergleichen bekannt. Wohl aber ist mir bekannt, dass viele Christen durchaus dazu neigen, das Abend-/Herrenmahl allzu nachlässig zu behandeln und nicht wirklich würdigen. Womöglich liegt der Schwerpunkt von Paulus hier nicht auf Gerichtsandrohungen, sondern auf etwas anderes? Auf das asoziale Verhalten div. Gemeindeglieder etwa?</p>
<blockquote><p>Und wo steht bitte, dass individuelle Gerichte wie das, das über Herodes Agrippa erging, nach der Apostelgeschichte aufgehört haben?</p></blockquote>
<p> Öhm &#8230; in der Bibel?</p>
<p>Nun ja, Jeder ist frei, sich sein Gottesbild zu bilden. Wenn man also unbedingt einen strafenden und seuchenschickenden Gott braucht, sagt mir das zumindest mehr über den derart Glaubenden, als über Gott. Wenn wir uns aber in unserer Verkündigung in derartiges versteigen, so muss auch jeder von uns damit leben, wenn wir darin zurecht kritisiert werden.<br />
Ich halte es lieber damit, den Menschen einen liebenden, zugewandten Gott zu predigen, als irgendwelche Phantasien über Strafgerichte mittels Covid-19.</p>
<p>Zu dem verlinken Artikel: Ich finde es unangebracht hier über Beiträge eines anderen Blogs zu diskutieren. Aber ich nehme ein Zitat, um zu zeigen, was ich davon halte:</p>
<blockquote><p> Weil wir wissen, dass uns keine Krankheit und kein Unheil widerfährt, es sei denn, Gott will es &#8230;</p></blockquote>
<p> Ach ja, wissen wir das? Ich halte diese Aussage für nicht biblisch.<br />
Mehr zu diesem Bolgartikel werde ich in diesem Blog hier nicht kommentieren.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86930</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 16:54:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35093#comment-86930</guid>

					<description><![CDATA[@Charly 

Nein, die Logik von 1 Kor 10,1-13 ist ganz klar:  &quot;Liebe Korinther, ja, ihr seid getauft, ja, ihr habt das Herrenmahl - aber seht euch vor, wenn ihr parallel Götzendienst und Hurerei betreibt, kann es euch genauso ergehen, wie damals der Exodus-Generation.&quot; Es ist also mitnichten so, dass solche Gerichtsakte in neutestamentlicher Zeit nicht mehr vorkommen können.

Und wo steht bitte, dass individuelle Gerichte wie das, das über Herodes Agrippa erging, nach der Apostelgeschichte aufgehört haben?! Bestehen nicht auch Völker aus Individuen? Und es hat ja niemand behauptet, dass Gott mit einer Pandemie nur ein einziges Ziel verfolgt. Für den einen ist Corona Gericht und Strafe, für den anderen Heimholung ins himmlische Vaterland, für wieder andere Ruf zu Buße etc. Das können wir in der Tat nicht überschauen oder im Detail wissen - aber ausschließen, dass Gott damit Ziele verfolgt, das sollten wir keinesfalls.   

Siehe auch hier: 

https://lutherischeslaermen.de/2020/04/03/gott-und-die-krankheit-wie-umgehen-mit-krankheit-leid-und-tod/]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Charly </p>
<p>Nein, die Logik von 1 Kor 10,1-13 ist ganz klar:  &#8222;Liebe Korinther, ja, ihr seid getauft, ja, ihr habt das Herrenmahl &#8211; aber seht euch vor, wenn ihr parallel Götzendienst und Hurerei betreibt, kann es euch genauso ergehen, wie damals der Exodus-Generation.&#8220; Es ist also mitnichten so, dass solche Gerichtsakte in neutestamentlicher Zeit nicht mehr vorkommen können.</p>
<p>Und wo steht bitte, dass individuelle Gerichte wie das, das über Herodes Agrippa erging, nach der Apostelgeschichte aufgehört haben?! Bestehen nicht auch Völker aus Individuen? Und es hat ja niemand behauptet, dass Gott mit einer Pandemie nur ein einziges Ziel verfolgt. Für den einen ist Corona Gericht und Strafe, für den anderen Heimholung ins himmlische Vaterland, für wieder andere Ruf zu Buße etc. Das können wir in der Tat nicht überschauen oder im Detail wissen &#8211; aber ausschließen, dass Gott damit Ziele verfolgt, das sollten wir keinesfalls.   </p>
<p>Siehe auch hier: </p>
<p><a href="https://lutherischeslaermen.de/2020/04/03/gott-und-die-krankheit-wie-umgehen-mit-krankheit-leid-und-tod/" rel="nofollow ugc">https://lutherischeslaermen.de/2020/04/03/gott-und-die-krankheit-wie-umgehen-mit-krankheit-leid-und-tod/</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Charly		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86927</link>

		<dc:creator><![CDATA[Charly]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 12:53:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35093#comment-86927</guid>

					<description><![CDATA[@Tim-Christian
Du zitierst NT-Stellen, die AT-Geschehnisse als Mahnung zitieren. Sprich: Solche Gerichte fanden zu AT-Zeiten statt.
Im NT finden wir sehr vereinzelt Gerichte Gottes an Einzelpersonen. Diese Berichte enden nach der APG. Wir finden erst in der Offenbarung wieder Strafen Gottes an ganzen Bevölkerungsgruppen.
Bedenke auch Hebr. 1:1ff
&quot;Heb 1:1 Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, 2  hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn ...
Gott redet heute durch Jesus zu uns, nicht mehr durch Gerichte über ganze Völker.

Weiter zeigt uns die Kirchengeschichte, dass kein einziges Gericht-Gottes-Unkengeschrei der Kirche jemals dazu beigetragen hätte, dass es zu einem kollektiven Umdenken in der Bevölkerung gekommen ist. Vielmehr zeigt sie uns, dass Kirche durch solche Drohungen weltliche Macht festigen wollte.

Gott bezweckt mit dieser Pandemie genau garnichts! Gott steht aber den Menschen - jedem Einzelnen der IHN sucht - innerhalb des Leidens bei. DAS ist die Botschaft des Evangeliums. Das Gericht wird sicherlich kommen, doch jetzt ist die Botschaft Gnade durch Jesus Christus.
Wenn du vermutest, dass Gott mit dieser Pandemie etwas bezweckt, stellst du IHN auch als dessen eigentlichen Verursacher dar - was Er aber definitiv nicht ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Tim-Christian<br />
Du zitierst NT-Stellen, die AT-Geschehnisse als Mahnung zitieren. Sprich: Solche Gerichte fanden zu AT-Zeiten statt.<br />
Im NT finden wir sehr vereinzelt Gerichte Gottes an Einzelpersonen. Diese Berichte enden nach der APG. Wir finden erst in der Offenbarung wieder Strafen Gottes an ganzen Bevölkerungsgruppen.<br />
Bedenke auch Hebr. 1:1ff<br />
&#8222;Heb 1:1 Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den Propheten, 2  hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn &#8230;<br />
Gott redet heute durch Jesus zu uns, nicht mehr durch Gerichte über ganze Völker.</p>
<p>Weiter zeigt uns die Kirchengeschichte, dass kein einziges Gericht-Gottes-Unkengeschrei der Kirche jemals dazu beigetragen hätte, dass es zu einem kollektiven Umdenken in der Bevölkerung gekommen ist. Vielmehr zeigt sie uns, dass Kirche durch solche Drohungen weltliche Macht festigen wollte.</p>
<p>Gott bezweckt mit dieser Pandemie genau garnichts! Gott steht aber den Menschen &#8211; jedem Einzelnen der IHN sucht &#8211; innerhalb des Leidens bei. DAS ist die Botschaft des Evangeliums. Das Gericht wird sicherlich kommen, doch jetzt ist die Botschaft Gnade durch Jesus Christus.<br />
Wenn du vermutest, dass Gott mit dieser Pandemie etwas bezweckt, stellst du IHN auch als dessen eigentlichen Verursacher dar &#8211; was Er aber definitiv nicht ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Clemens Altenberg		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86926</link>

		<dc:creator><![CDATA[Clemens Altenberg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 12:17:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35093#comment-86926</guid>

					<description><![CDATA[Wenn HIV Gottes Reaktion auf Promiskuität ist, dann ist Covid 19 seine Strafe für den Turbokapitalismus ;-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn HIV Gottes Reaktion auf Promiskuität ist, dann ist Covid 19 seine Strafe für den Turbokapitalismus 😉</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Daniel		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86925</link>

		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 May 2020 02:52:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35093#comment-86925</guid>

					<description><![CDATA[Vorab: Ich bin dem Autoren des FAZ-Artikels für seine Anfrage an Lehrer und Leiter der Kirche sehr dankbar!

@Tim-Christian: Ich habe ein recht postives Verständnis von Strafe (Hebräer 12:6) als notwendig-schmerzhaft aber letztlich heilsam. Gott überlässt uns nicht unserem eigenen zerstörerischen Willen. 

Was man sich in der nach-apostolischen Zeit allerdings fragen muss, ist, ob wir das Mandat und die Befähigung haben, weltgeschichtliche oder persönliche Krisen als Strafgericht Gottes zu identifizieren (Lukas 13, 1-5; Johannes 9,1-2 ... aber auch schon bei Hiobs Freunden). 
Unser Auftrag ist, Menschen zur Umkehr und zur Versöhnung mit Gott zu rufen, ob wir das an einem aktuellen Strafgericht festmachen können, weiß ich nicht (vgl. Westboro Baptist Church, die überall Gottes Hass und Strafgericht sieht). Dafür finde ich den Tun-Ergehen-Zusammenhang in unserer Zeit zu unklar - wie z.B. Deutschlands Wiederaufstieg nach dem WKII (es sei denn, man deutet die zunehmende Säkularisierung als Gericht, aber das macht den Interpretationsspielraum weit auf). Wozu die Krise &quot;dient&quot; ist meines Erachtens allgemeiner: Sie bremst den Machbarkeitswahn aus, zeigt dem Menschen, dass er nicht Herr über sein Schicksal ist. So etwas kann ein heilsamer Schock sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorab: Ich bin dem Autoren des FAZ-Artikels für seine Anfrage an Lehrer und Leiter der Kirche sehr dankbar!</p>
<p>@Tim-Christian: Ich habe ein recht postives Verständnis von Strafe (Hebräer 12:6) als notwendig-schmerzhaft aber letztlich heilsam. Gott überlässt uns nicht unserem eigenen zerstörerischen Willen. </p>
<p>Was man sich in der nach-apostolischen Zeit allerdings fragen muss, ist, ob wir das Mandat und die Befähigung haben, weltgeschichtliche oder persönliche Krisen als Strafgericht Gottes zu identifizieren (Lukas 13, 1-5; Johannes 9,1-2 &#8230; aber auch schon bei Hiobs Freunden).<br />
Unser Auftrag ist, Menschen zur Umkehr und zur Versöhnung mit Gott zu rufen, ob wir das an einem aktuellen Strafgericht festmachen können, weiß ich nicht (vgl. Westboro Baptist Church, die überall Gottes Hass und Strafgericht sieht). Dafür finde ich den Tun-Ergehen-Zusammenhang in unserer Zeit zu unklar &#8211; wie z.B. Deutschlands Wiederaufstieg nach dem WKII (es sei denn, man deutet die zunehmende Säkularisierung als Gericht, aber das macht den Interpretationsspielraum weit auf). Wozu die Krise &#8222;dient&#8220; ist meines Erachtens allgemeiner: Sie bremst den Machbarkeitswahn aus, zeigt dem Menschen, dass er nicht Herr über sein Schicksal ist. So etwas kann ein heilsamer Schock sein.</p>
]]></content:encoded>
		
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		<item>
		<title>
		Von: Tim-Christian		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86922</link>

		<dc:creator><![CDATA[Tim-Christian]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2020 18:28:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35093#comment-86922</guid>

					<description><![CDATA[@Charly 

Wieso? Lehrt Jesus irgendwo, dass es keine temporären Strafgerichte Gottes mehr geben wird? 

Und was ist das für eine merkwürdige Vorstellung vom Verhältnis zwischen AT und NT? Die neutestamentlichen Apostel lehren doch: &quot;Was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben&quot; (Röm 15,4). Und in 1 Kor 10,5.6 lehrt Paulus explizit, dass wir uns auch das Strafgericht Gottes am ungehorsamen Teil Israels eine Warnung sein lassen sollen.

 Dass Gott auch in neutestamentlicher Zeit noch straft, sieht man auch am Beispiel des Herodes Agrippa in Apg 12,23:  &quot;Alsbald schlug ihn der Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab. Und von Würmern zerfressen, gab er den Geist auf.&quot;  

Zudem heißt es auch im NT, dass Gott &quot;alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willens&quot; (Eph 1,11). Und wie man an Apg 27,24 + Apg 27,31 sehen kann, hebt eine solche Sicht die Verantwortung der Menschen keineswegs auf. Es ist aber vor diesem Hintergrund auch nicht verkehrt, sich zu fragen, was Gott mit der Epidemie bezweckt. Und ein Strafgericht, das zur Umkehr rufen soll, ist nicht kategorisch auszuschließen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Charly </p>
<p>Wieso? Lehrt Jesus irgendwo, dass es keine temporären Strafgerichte Gottes mehr geben wird? </p>
<p>Und was ist das für eine merkwürdige Vorstellung vom Verhältnis zwischen AT und NT? Die neutestamentlichen Apostel lehren doch: &#8222;Was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben&#8220; (Röm 15,4). Und in 1 Kor 10,5.6 lehrt Paulus explizit, dass wir uns auch das Strafgericht Gottes am ungehorsamen Teil Israels eine Warnung sein lassen sollen.</p>
<p> Dass Gott auch in neutestamentlicher Zeit noch straft, sieht man auch am Beispiel des Herodes Agrippa in Apg 12,23:  &#8222;Alsbald schlug ihn der Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab. Und von Würmern zerfressen, gab er den Geist auf.&#8220;  </p>
<p>Zudem heißt es auch im NT, dass Gott &#8222;alles wirkt, nach dem Ratschluss seines Willens&#8220; (Eph 1,11). Und wie man an Apg 27,24 + Apg 27,31 sehen kann, hebt eine solche Sicht die Verantwortung der Menschen keineswegs auf. Es ist aber vor diesem Hintergrund auch nicht verkehrt, sich zu fragen, was Gott mit der Epidemie bezweckt. Und ein Strafgericht, das zur Umkehr rufen soll, ist nicht kategorisch auszuschließen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Charly		</title>
		<link>https://theoblog.de/das-schweigen-der-bischoefe/35093/comment-page-1/#comment-86921</link>

		<dc:creator><![CDATA[Charly]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 May 2020 20:37:58 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35093#comment-86921</guid>

					<description><![CDATA[Für Alttestamentler steht in solch einem Krisengeschehen die Frage nach Strafe Gottes durchaus an. Für Neutestamentler hingegen aber nicht. Hier hat Jesus den Unterschied gebracht. Erst wenn wir von den Gerichten Gottes aus der Offenbarung reden, kann solches Leid zumindest in Gottes Agenda eingebracht werden.
Heute aber, da ich davon ausgehe dass wir gerade nicht Ausgießungen von Zornesschalen erleben, ist die Rede von Covid-19 als Strafe Gottes lediglich ein Zeugnis dafür, dass man das Evangelium nicht verstanden hat. Und es ist ein billiger, recht menschlicher Versuch die Verantwortung von sich, dem Menschen, auf Gott zu verschieben. Bei allem mühevollen Wollen, aber wir brauchen Gott nicht, um solche Pandemien u verursachen :-(
Sollte also die Kirche heute angesichts dieser Pandemie von einer Strafe Gottes reden? Ganz sicher nicht! Wovon sie aber deutlich lauter reden sollte, ist der Trost und der Halt, den der Glaube an Gott zu vermitteln vermag. Stattdessen jammern diverse Kirchenvertreter irgendwelchen Gottesdiensten nach, die mal nicht im üblichen Trott stattfinden können. Hat Jesus uns nicht deutlich genug gesagt, dass unser Gottesdienst auch und im großen Maße im Dienst am Menschen stattfindet? Da gibt es gerade jetzt wahrlich genug zu tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für Alttestamentler steht in solch einem Krisengeschehen die Frage nach Strafe Gottes durchaus an. Für Neutestamentler hingegen aber nicht. Hier hat Jesus den Unterschied gebracht. Erst wenn wir von den Gerichten Gottes aus der Offenbarung reden, kann solches Leid zumindest in Gottes Agenda eingebracht werden.<br />
Heute aber, da ich davon ausgehe dass wir gerade nicht Ausgießungen von Zornesschalen erleben, ist die Rede von Covid-19 als Strafe Gottes lediglich ein Zeugnis dafür, dass man das Evangelium nicht verstanden hat. Und es ist ein billiger, recht menschlicher Versuch die Verantwortung von sich, dem Menschen, auf Gott zu verschieben. Bei allem mühevollen Wollen, aber wir brauchen Gott nicht, um solche Pandemien u verursachen 🙁<br />
Sollte also die Kirche heute angesichts dieser Pandemie von einer Strafe Gottes reden? Ganz sicher nicht! Wovon sie aber deutlich lauter reden sollte, ist der Trost und der Halt, den der Glaube an Gott zu vermitteln vermag. Stattdessen jammern diverse Kirchenvertreter irgendwelchen Gottesdiensten nach, die mal nicht im üblichen Trott stattfinden können. Hat Jesus uns nicht deutlich genug gesagt, dass unser Gottesdienst auch und im großen Maße im Dienst am Menschen stattfindet? Da gibt es gerade jetzt wahrlich genug zu tun.</p>
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