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	Kommentare zu: Der Glaube an Gott im säkularen Zeitalter	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Johannes G.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87313</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes G.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2020 10:20:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Ron,
&#160;
wie bereits gezeigt, führt das Argument in seiner Konsequenz nicht nur zu einem abstrakten, sondern zu einem persönlichen Sein. Aber selbst ersteres kann sicher auch bereits einen Anstoß dazu geben, die Gottesfrage ernst zu nehmen oder zumindest einmal den Naturalismus und Materialismus aufzugeben.
&#160;
Ich meine dein Beispiel zeigt, unabhängig von der Methode, sehr schön auf, wie wichtig die persönliche Ebene bei diesen Fragen ist. Ich könnte jetzt einwenden, dass Edgar ja gar kein (hardcore) Atheist und sowieso bereits suchend war. Aber ich denke der entscheidende Punkt ist, dass jemand ihn mit seinen Fragen ernst genommen und ein wirkliches Interesse an ihm gezeigt hat (wie die Gespräche verlaufen sind bzw. wie argumentiert wurde, wird ja leider nicht näher ausgeführt). Überzeugungen ändern sich meiner Erfahrung nach so gut wie nie allein aufgrund einzelner Argumente oder reiner Logik, wenn nach wie vor eine &quot;emotionale Barriere&quot; gegen die Schlussfolgerung dieser Argumente und / oder gegen die Menschen existiert, die diese Argumente vorbringen. Wenn ich z.B. den Eindruck habe, dass der andere allein daran interessiert ist, mich von seiner Sichtweise zu überzeugen und meine Fragen oder Einwände nicht wirklich ernst nimmt, bin ich normalerweise auch nicht geneigt, zu versuchen ihn zu verstehen. Dann ist das beste Argument für die Tonne...
&#160;
Anyway, mir scheint wir sind auch hier nicht grundsätzlich anderer Meinung, wobei ich vielleicht weniger zurückhaltend bin, weil ich nicht so sehr auf andere reformierte Stimmen Rücksicht nehmen muss ;-) Ich will übrigens auch nicht sagen, dass &quot;voraussetzungsbewusste Apologetik&quot; per se unbrauchbar ist. Eine gute reductio ad absurdum kann in vielen Fällen auch hilfreich sein. Allein mit dieser Strategie kommt man meiner Einschätzung nach aber nicht besonders weit und eine darauf fußende &quot;positive Argumentation&quot; lehnen meiner Erfahrung nach alle &quot;eher rational orientierten&quot; Atheisten ab, da die Zirkularität der Argumente offensichtlich ist.
&#160;
Liebe Grüße
Johannes
&#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Ron,<br />
&nbsp;<br />
wie bereits gezeigt, führt das Argument in seiner Konsequenz nicht nur zu einem abstrakten, sondern zu einem persönlichen Sein. Aber selbst ersteres kann sicher auch bereits einen Anstoß dazu geben, die Gottesfrage ernst zu nehmen oder zumindest einmal den Naturalismus und Materialismus aufzugeben.<br />
&nbsp;<br />
Ich meine dein Beispiel zeigt, unabhängig von der Methode, sehr schön auf, wie wichtig die persönliche Ebene bei diesen Fragen ist. Ich könnte jetzt einwenden, dass Edgar ja gar kein (hardcore) Atheist und sowieso bereits suchend war. Aber ich denke der entscheidende Punkt ist, dass jemand ihn mit seinen Fragen ernst genommen und ein wirkliches Interesse an ihm gezeigt hat (wie die Gespräche verlaufen sind bzw. wie argumentiert wurde, wird ja leider nicht näher ausgeführt). Überzeugungen ändern sich meiner Erfahrung nach so gut wie nie allein aufgrund einzelner Argumente oder reiner Logik, wenn nach wie vor eine &#8222;emotionale Barriere&#8220; gegen die Schlussfolgerung dieser Argumente und / oder gegen die Menschen existiert, die diese Argumente vorbringen. Wenn ich z.B. den Eindruck habe, dass der andere allein daran interessiert ist, mich von seiner Sichtweise zu überzeugen und meine Fragen oder Einwände nicht wirklich ernst nimmt, bin ich normalerweise auch nicht geneigt, zu versuchen ihn zu verstehen. Dann ist das beste Argument für die Tonne&#8230;<br />
&nbsp;<br />
Anyway, mir scheint wir sind auch hier nicht grundsätzlich anderer Meinung, wobei ich vielleicht weniger zurückhaltend bin, weil ich nicht so sehr auf andere reformierte Stimmen Rücksicht nehmen muss 😉 Ich will übrigens auch nicht sagen, dass &#8222;voraussetzungsbewusste Apologetik&#8220; per se unbrauchbar ist. Eine gute reductio ad absurdum kann in vielen Fällen auch hilfreich sein. Allein mit dieser Strategie kommt man meiner Einschätzung nach aber nicht besonders weit und eine darauf fußende &#8222;positive Argumentation&#8220; lehnen meiner Erfahrung nach alle &#8222;eher rational orientierten&#8220; Atheisten ab, da die Zirkularität der Argumente offensichtlich ist.<br />
&nbsp;<br />
Liebe Grüße<br />
Johannes<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87312</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Aug 2020 07:00:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Johannes: M.E. kann man ziemlich leicht den Aktualisierer durch das Sein ersetzen. Dass durch solcher Argumente Menschen angestoßen werden, Gott zu suchen oder offener für die Gottesfrage werden, habe ich ja oben bestätigt. Sie weiten das Denken und schaffen in gewisser Weise Raum für den Glauben.&#160;

Doch, die voraussetzungsbewusste Apologetik hat schon vielen Menschen geholfen, zu verstehen, worum es geht. Besonders, wenn man den Kreis etwas größer zieht und nicht von DER voraussetzungsbewussten Apologetik spricht, ist der praktisch nutzen erkennbar. Ein Beispiel wäre William Edgar.&#160;

&lt;blockquote&gt;WE: It’s an unusual story. I was a sophomore at Harvard University, an agnostic toying with atheism, but I had a professor at the college who spoke about the Christian worldview. I was quite drawn to this. His name was Harold O. J. Brown. He’s now in heaven, but he and I became friends, and he talked about the Christian faith, and I was intellectually quite persuaded, but wasn’t a believer yet. I was going back to Switzerland in the summer of my sophomore year with my brother to do a bicycle trip. Harold wrote on a piece of paper, “Francis A. Schaeffer” and a telephone number and said, “If you get a chance you might look him up. This guy is a friend of mine and an Evangelical Christian, like me.” That’s the term he used.&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;Halfway through the summer, my brother wanted to go home, and I called Schaeffer from Zurich. Mrs. Schaeffer answered the phone, was very warm, and invited me to come for the weekend. I thought, “This is amazing”; I went down there and found out why: it was a Christian community where the main teacher, Francis Schaeffer, would give seminars, hold discussion groups, and preach in the church.&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;PL: How many people and who were there when you showed up?&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;WE: Probably twenty-five. A good number of them were nonbelievers. There were one or two Christians who were struggling. That first night we had a discussion group where Schaeffer answered all kinds of questions. I remember one was about prayer, and I hadn’t thought about this. I had said some prayers because my parents sent me to an Episcopal boarding school, but I’d never prayed to God. I wasn’t sure there was a God, and it was a riveting discussion on the way God answers prayer, and if he’s not there, prayer is futile. I’d never heard anything like this. So then, the next morning he had time to talk to me, and we spent about an hour and a half together. During that conversation I just knew it was true and I felt my heart change.&lt;/blockquote&gt;
Das vollständige Interview zwischen Peter Lillback und Edgar gibt es hier: https://uniocc.com/account/download_journal/4

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Johannes: M.E. kann man ziemlich leicht den Aktualisierer durch das Sein ersetzen. Dass durch solcher Argumente Menschen angestoßen werden, Gott zu suchen oder offener für die Gottesfrage werden, habe ich ja oben bestätigt. Sie weiten das Denken und schaffen in gewisser Weise Raum für den Glauben.&nbsp;</p>
<p>Doch, die voraussetzungsbewusste Apologetik hat schon vielen Menschen geholfen, zu verstehen, worum es geht. Besonders, wenn man den Kreis etwas größer zieht und nicht von DER voraussetzungsbewussten Apologetik spricht, ist der praktisch nutzen erkennbar. Ein Beispiel wäre William Edgar.&nbsp;</p>
<blockquote><p>WE: It’s an unusual story. I was a sophomore at Harvard University, an agnostic toying with atheism, but I had a professor at the college who spoke about the Christian worldview. I was quite drawn to this. His name was Harold O. J. Brown. He’s now in heaven, but he and I became friends, and he talked about the Christian faith, and I was intellectually quite persuaded, but wasn’t a believer yet. I was going back to Switzerland in the summer of my sophomore year with my brother to do a bicycle trip. Harold wrote on a piece of paper, “Francis A. Schaeffer” and a telephone number and said, “If you get a chance you might look him up. This guy is a friend of mine and an Evangelical Christian, like me.” That’s the term he used.</p></p><p><p></p></p><p><p>Halfway through the summer, my brother wanted to go home, and I called Schaeffer from Zurich. Mrs. Schaeffer answered the phone, was very warm, and invited me to come for the weekend. I thought, “This is amazing”; I went down there and found out why: it was a Christian community where the main teacher, Francis Schaeffer, would give seminars, hold discussion groups, and preach in the church.</p></p><p><p></p></p><p><p>PL: How many people and who were there when you showed up?</p></p><p><p></p></p><p><p>WE: Probably twenty-five. A good number of them were nonbelievers. There were one or two Christians who were struggling. That first night we had a discussion group where Schaeffer answered all kinds of questions. I remember one was about prayer, and I hadn’t thought about this. I had said some prayers because my parents sent me to an Episcopal boarding school, but I’d never prayed to God. I wasn’t sure there was a God, and it was a riveting discussion on the way God answers prayer, and if he’s not there, prayer is futile. I’d never heard anything like this. So then, the next morning he had time to talk to me, and we spent about an hour and a half together. During that conversation I just knew it was true and I felt my heart change.</p></blockquote>
<p>Das vollständige Interview zwischen Peter Lillback und Edgar gibt es hier: <a href="https://uniocc.com/account/download_journal/4" rel="nofollow ugc">https://uniocc.com/account/download_journal/4</a></p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes G.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87311</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes G.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2020 19:24:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87311</guid>

					<description><![CDATA[@Ron,
&#160;
zunächst einmal ist nicht entscheidend, wie viele Menschen diese Beweisführung überzeugt hat, sondern ob sie stichhaltig ist ;-) Die kontroversen Prämissen dürften sich maßgeblich in den Teilen (1) bis (14) befinden. Was ich damit zeigen wollte ist eigentlich nur, dass sich, wenn man einmal bei (14) angekommen ist, der &quot;Rest&quot; recht einfach ableiten lässt und man daher durchaus einiges mehr aussagen kann als nur, dass es einen unbewegten Beweger oder vollkommen aktualer Aktualisierer geben muss.
&#160;
Davon abgesehen gibt es definitiv Menschen, die aufgrund solcher Argumente Theisten geworden sind und dann begonnen haben, sich ernsthaft mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen. Einer davon ist z.B. Feser ;-) Wenn du Zeit und Muße hast, kannst du dir mal die Kommentare im Blog von ihm zu Gemüte führen. Da findest du nicht wenige weitere Beispiele.
&#160;
Hingegen ist mir übrigens kein ehemaliger Atheist bekannt, der durch &quot;voraussetzungsbewusste Apologetik&quot; gläubig geworden ist oder sich dadurch ernsthaft mit dem Christentum auseinandergesetzt hat. Falls du hierzu Beispiele nennen kannst, würde mich das wiederum interessieren.
&#160;
Liebe Grüße
Johannes
&#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Ron,<br />
&nbsp;<br />
zunächst einmal ist nicht entscheidend, wie viele Menschen diese Beweisführung überzeugt hat, sondern ob sie stichhaltig ist 😉 Die kontroversen Prämissen dürften sich maßgeblich in den Teilen (1) bis (14) befinden. Was ich damit zeigen wollte ist eigentlich nur, dass sich, wenn man einmal bei (14) angekommen ist, der &#8222;Rest&#8220; recht einfach ableiten lässt und man daher durchaus einiges mehr aussagen kann als nur, dass es einen unbewegten Beweger oder vollkommen aktualer Aktualisierer geben muss.<br />
&nbsp;<br />
Davon abgesehen gibt es definitiv Menschen, die aufgrund solcher Argumente Theisten geworden sind und dann begonnen haben, sich ernsthaft mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen. Einer davon ist z.B. Feser 😉 Wenn du Zeit und Muße hast, kannst du dir mal die Kommentare im Blog von ihm zu Gemüte führen. Da findest du nicht wenige weitere Beispiele.<br />
&nbsp;<br />
Hingegen ist mir übrigens kein ehemaliger Atheist bekannt, der durch &#8222;voraussetzungsbewusste Apologetik&#8220; gläubig geworden ist oder sich dadurch ernsthaft mit dem Christentum auseinandergesetzt hat. Falls du hierzu Beispiele nennen kannst, würde mich das wiederum interessieren.<br />
&nbsp;<br />
Liebe Grüße<br />
Johannes<br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87306</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2020 12:45:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87306</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87298&quot;&gt;Johannes G.&lt;/a&gt;.

@Johannes: Oh, danke. Wirklich sehr beeindruckend! Darf ich fragen, wie viele Menschen diese Beweisführung überzeugt hat?

Ich räume ein, dass Argumente dieser Art zeigen, dass der Glaube an Gott vernünftig ist. Sie können auf diese Weise helfen, Denkblockaden aus dem Weg zu räumen. Aber der christliche Gott ist nur als „ganzer“ Gott zu haben, als Schöpfer, Bundespartner, Herr, Erlöser u. Erneuerer usw. Die Einsicht kann der Mensch nur durch Offenbarung finden.

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87298">Johannes G.</a>.</p>
<p>@Johannes: Oh, danke. Wirklich sehr beeindruckend! Darf ich fragen, wie viele Menschen diese Beweisführung überzeugt hat?</p>
<p>Ich räume ein, dass Argumente dieser Art zeigen, dass der Glaube an Gott vernünftig ist. Sie können auf diese Weise helfen, Denkblockaden aus dem Weg zu räumen. Aber der christliche Gott ist nur als „ganzer“ Gott zu haben, als Schöpfer, Bundespartner, Herr, Erlöser u. Erneuerer usw. Die Einsicht kann der Mensch nur durch Offenbarung finden.</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: philipp		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87299</link>

		<dc:creator><![CDATA[philipp]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2020 07:16:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87299</guid>

					<description><![CDATA[Inteeressante Gedanken habt ihr da - deswegen habe ich auch diese Frage gestellt. Denn ich halte mich zwar zu der voraussetzungsbewussten Apologetik, habe allerdings mit dem klassischen Ansatz, dass man aus der Vernunft Gott erkennen kann, keine Probleme, da Röm 1 das aussagt (damit meine ich natürlich nur zu erkennen, dass es ein ewiges Wesen gibt) - klar wissen wir, dass der Verstand unter die Sünde versklavt ist und deswegen nicht will, aber die Schöpfung bietet trotzdem diesen Rahmen etwas von Gott zu erkennen. Vom Heil erkennen wir natürlich nur etwas durch die spezielle Offenbarung und Erleuchtung des Geistes, wie es auch Johannes G. schon geschrieben hat...

Danke euch...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Inteeressante Gedanken habt ihr da &#8211; deswegen habe ich auch diese Frage gestellt. Denn ich halte mich zwar zu der voraussetzungsbewussten Apologetik, habe allerdings mit dem klassischen Ansatz, dass man aus der Vernunft Gott erkennen kann, keine Probleme, da Röm 1 das aussagt (damit meine ich natürlich nur zu erkennen, dass es ein ewiges Wesen gibt) &#8211; klar wissen wir, dass der Verstand unter die Sünde versklavt ist und deswegen nicht will, aber die Schöpfung bietet trotzdem diesen Rahmen etwas von Gott zu erkennen. Vom Heil erkennen wir natürlich nur etwas durch die spezielle Offenbarung und Erleuchtung des Geistes, wie es auch Johannes G. schon geschrieben hat&#8230;</p>
<p>Danke euch&#8230;</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes G.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87298</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes G.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 19:54:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87298</guid>

					<description><![CDATA[@Ron,

&lt;blockquote&gt;Es demonstriert, dass es einen unbewegten Beweger geben muss. Mehr aber auch nicht.&lt;/blockquote&gt;
Ich denke &quot;da geht noch mehr&quot; ;-) Ich meine man muss berücksichtigen, dass die Argumente in der Summa lediglich Zusammenfassungen sind und Thomas die Prämissen sowie Schlussfolgerungen daraus an anderer Stelle sehr viel ausführlicher behandelt. Feser hat daher freundlicherweise eine &quot;etwas ausführlichere&quot; Zusammenfassung zusammengstellt.

&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(1) Veränderung ist eine Realität der Wirklichkeit.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(2) Veränderung ist immer die Aktualisierung einer Potentialität.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(3) Die Aktualisierung einer Potentialität ist somit eine Realität der Wirklichkeit.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(4) Eine Potentialität kann nur durch etwas aktualisiert werden, was bereits aktual ist (das Kausalitätsprinzip).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(5) Jede Veränderung wird somit durch etwas verursacht, was sich in Aktualität befindet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(6) Das Auftreten jeder Veränderung (V) setzt somit eine Entität oder Substanz (S) voraus, die sich ändert.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(7) Die Existenz von (S) setzt zu jedem Zeitpunkt die gleichzeitige Aktualisierung des Potentials zur Existenz von (S) voraus.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(8) Jede Substanz (S) benötigt somit zu jedem Zeitpunkt ihrer Existenz einen Aktualisierer (A).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(9) Die eigene Existenz von (A) im Moment der Aktualisierung von (S) setzt für (A) selbst entweder (a) eine gleichzeitige Aktualisierung des eigenen Potentials oder (b) die vollkommene Aktualität von (A) voraus&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(10) Wenn die Existenz von (A) im Moment der Aktualisierung von (S) eine gleichzeitige Aktualisierung voraussetzt, dann ergibt sich ein Regress von simultan äußerlich wirkenden Aktualisierern, welcher entweder unendlich ist oder bei einem vollkommen aktualen Aktualisierer endet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(11) Ein Regress von simultan äußerlich wirkenden Aktualisierern konstituiert jedoch eine hierarchische kausale Kette (d.h. eine Kette &quot;per se&quot; im Gegensatz zu &quot;per accidens&quot; und eine solche Kette kann nicht unendlich sein.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(12) D.h. entweder ist (A) selbst ein vollkommen aktualer Aktualisierer oder es gibt einen vollkommen aktualen Aktualisierer, bei welchem die Kette, die mit der Aktualisierung von (A) beginnt, endet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(13) Das Eintreten von (C) und die Existenz von (S) zu jedem Zeitpunkt erfordert somit einen vollkommen aktualen Aktualisierer.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(14) Somit existiert ein vollkommener aktualer Aktualisierer.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Theismus
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(15) Wenn es mehr als einen vollkommenen aktualen Aktualisierer gibt, dann muss es mindestens ein Unterscheidungsmerkmal geben, welches der eine Aktualisierer aufweist und dem anderen fehlt.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(16) Es kann jedoch nur ein solches Unterscheidungsmerkmal geben, wenn der vollkommen aktuale Aktualisierer wenigstens ein nicht aktualisiertes Potential aufweist. Ein vollkommen aktualer Aktualisierer kann jedoch kein nicht aktualisiertes Potential aufweisen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(17) Es kann somit kein solches Unterscheidungsmerkmal geben und somit ist es unmöglich, dass es mehr als einen vollkommen aktualen Aktualisierer gibt.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(18) Es gibt somit nur einen vollkommen aktualen Aktualisierer.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Monotheismus
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(19) Um veränderbar zu sein, muss dieser vollkommen aktuale Aktualisierer Potentiale aufweisen, die aktualisiert werden können.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(20) Weil das Wesen des vollkommen aktualen Aktualisierers jedoch vollkommen aktual ist, hat er keine solche Potentialität.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(21) Somit ist der vollkommen aktuale Aktualisierer unwandel- und unveränderbar.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Eigenschaft: Unwandelbarkeit
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(22) Wenn dieser vollkommen aktuale Aktualisierer innerhalb der Zeit existieren würde, dann wäre er wandel- und veränderbar, was, wie bereits gezeigt, unmöglich ist.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(23) Der vollkommen aktuale Aktualisierer existiert somit außerhalb der Zeit und ist ewig.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Eigenschaft: Ewig
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(24) Wenn dieser vollkommen aktuale Aktualisierer materiell wäre, dann wäre er veränderbar und würde innerhalb der Zeit existieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(25) Der vollkommen aktuale Aktualisierer existiert somit nichtmateriell.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Eigenschaft: Nichtmateriell
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(26) Wenn dieser vollkommen aktuale Aktualisierer körperlich oder physisch existieren würde, müsste er materiell sein, was nicht der Fall ist.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(27) Der vollkommen aktuale Aktualisierer existiert somit körperlos.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Eigenschaft: Körperlos
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(28) Wenn der vollkommen aktuale Aktualisierer in irgendeiner Weise unvollkommen wäre, dann müsste er ein nicht aktualisiertes Potential aufweisen, was, wie bereits gezeigt, unmöglich der Fall sein kann.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(29) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist somit in jeder Hinsicht vollkommen.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Eigenschaft: Vollkommenheit
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(30) Wenn ein Wesen nicht vollkommen Gut ist, impliziert dies eine Privation - d.h. es fehlt die Aktualisierung einer Eigenschaft, die diesem Wesen entspricht.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(31) Der vollkommen aktuale Aktualisierer kann, da er bereits vollkommen aktual ist, keine solche Privation aufweisen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(32) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist somit vollkommen gut.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Eigenschaft: Allgüte
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(33) Macht zu besitzen impliziert die Fähigkeit Potentiale zu aktualisieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(34) Jedes Potential das aktualisiert wird, wird entweder durch den vollkommen aktualen Aktualisierer oder durch eine Kette von Aktualisierern realisiert, die beim vollkommen aktualen Aktualisierer endet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(35) Alle Macht geht somit vom vollkommen aktualen Aktualisierer aus.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(36) Das Wesen, von dem alle Macht ausgeht, muss allmächtig sein.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(37) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist somit allmächtig.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Eigenschaft: Allmacht
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(38) Alles was in einer Wirkung enthalten ist, muss in irgendeiner Weise - d.h. formal, virtuell oder eminent - in der Ursache enthalten sein. (Das Prinzip der verhältnismäßigen Kausalität)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(39) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist die Ursache aller Dinge.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(40) Die Formen oder Blaupausen, die sich in den einzelnen Dingen manifestieren, müssen in irgendeiner Weise im vollkommen aktualen Aktualisierer existieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(41) Diese Formen können entweder in einer konkretisierten Weise existieren, wie das in den einzelnen Dingen der Fall ist, oder in einer abstrakten Weise, wie in den Gedanken eines Intellekts.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(42) Diese Formen können im vollkommen aktualen Aktualisierer nicht in derselben Weise wie in den einzelnen Dingen existieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(43) Diese Formen müssen im vollkommen aktualen Aktualisierer somit in abstrakter Weise als Gedanken in einem Intellekt existieren.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(44) Der vollkommen aktuale Aktualisierer besitzt somit Intellekt und Intelligenz.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Eigenschaft: Intellekt und somit Personalität
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(45) Da sich die Formen und Blaupausen aller Dinge im Intellekt des vollkommen aktualen Aktualisierers befinden, kann es nichts geben, was sich außerhalb seiner Gedanken befindet.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(46) Wenn es außerhalb der Reichweiter der Gedanken eines Wesens nichts Weiteres gibt, ist dieses Wesen allwissend.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(47) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist somit allwissend&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;=&#062; Eigenschaft: Allwissenheit
&lt;ul&gt;&lt;li&gt;(48) Es existiert somit eine vollkommen aktuale Ursache aller Dinge, die singulär, unveränderbar, ewig, nichtmateriell, körperlos, vollkommen, allgütig, allmächtig, intelligent und allwissend ist.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(49) Die Existenz einer solchen Ursache entspricht der Existenz des Wesens, welches wir Gott nennen.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;(50) Somit existiert Gott.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
Liebe Grüße
Jo]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Ron,</p>
<blockquote><p>Es demonstriert, dass es einen unbewegten Beweger geben muss. Mehr aber auch nicht.</p></blockquote>
<p>Ich denke &#8222;da geht noch mehr&#8220; 😉 Ich meine man muss berücksichtigen, dass die Argumente in der Summa lediglich Zusammenfassungen sind und Thomas die Prämissen sowie Schlussfolgerungen daraus an anderer Stelle sehr viel ausführlicher behandelt. Feser hat daher freundlicherweise eine &#8222;etwas ausführlichere&#8220; Zusammenfassung zusammengstellt.</p>
<ul>
<li>(1) Veränderung ist eine Realität der Wirklichkeit.</li>
<li>(2) Veränderung ist immer die Aktualisierung einer Potentialität.</li>
<li>(3) Die Aktualisierung einer Potentialität ist somit eine Realität der Wirklichkeit.</li>
<li>(4) Eine Potentialität kann nur durch etwas aktualisiert werden, was bereits aktual ist (das Kausalitätsprinzip).</li>
<li>(5) Jede Veränderung wird somit durch etwas verursacht, was sich in Aktualität befindet.</li>
<li>(6) Das Auftreten jeder Veränderung (V) setzt somit eine Entität oder Substanz (S) voraus, die sich ändert.</li>
<li>(7) Die Existenz von (S) setzt zu jedem Zeitpunkt die gleichzeitige Aktualisierung des Potentials zur Existenz von (S) voraus.</li>
<li>(8) Jede Substanz (S) benötigt somit zu jedem Zeitpunkt ihrer Existenz einen Aktualisierer (A).</li>
<li>(9) Die eigene Existenz von (A) im Moment der Aktualisierung von (S) setzt für (A) selbst entweder (a) eine gleichzeitige Aktualisierung des eigenen Potentials oder (b) die vollkommene Aktualität von (A) voraus</li>
<li>(10) Wenn die Existenz von (A) im Moment der Aktualisierung von (S) eine gleichzeitige Aktualisierung voraussetzt, dann ergibt sich ein Regress von simultan äußerlich wirkenden Aktualisierern, welcher entweder unendlich ist oder bei einem vollkommen aktualen Aktualisierer endet.</li>
<li>(11) Ein Regress von simultan äußerlich wirkenden Aktualisierern konstituiert jedoch eine hierarchische kausale Kette (d.h. eine Kette &#8222;per se&#8220; im Gegensatz zu &#8222;per accidens&#8220; und eine solche Kette kann nicht unendlich sein.</li>
<li>(12) D.h. entweder ist (A) selbst ein vollkommen aktualer Aktualisierer oder es gibt einen vollkommen aktualen Aktualisierer, bei welchem die Kette, die mit der Aktualisierung von (A) beginnt, endet.</li>
<li>(13) Das Eintreten von (C) und die Existenz von (S) zu jedem Zeitpunkt erfordert somit einen vollkommen aktualen Aktualisierer.</li>
<li>(14) Somit existiert ein vollkommener aktualer Aktualisierer.</li>
</ul>
<p>=&gt; Theismus</p>
<ul>
<li>(15) Wenn es mehr als einen vollkommenen aktualen Aktualisierer gibt, dann muss es mindestens ein Unterscheidungsmerkmal geben, welches der eine Aktualisierer aufweist und dem anderen fehlt.</li>
<li>(16) Es kann jedoch nur ein solches Unterscheidungsmerkmal geben, wenn der vollkommen aktuale Aktualisierer wenigstens ein nicht aktualisiertes Potential aufweist. Ein vollkommen aktualer Aktualisierer kann jedoch kein nicht aktualisiertes Potential aufweisen.</li>
<li>(17) Es kann somit kein solches Unterscheidungsmerkmal geben und somit ist es unmöglich, dass es mehr als einen vollkommen aktualen Aktualisierer gibt.</li>
<li>(18) Es gibt somit nur einen vollkommen aktualen Aktualisierer.</li>
</ul>
<p>=&gt; Monotheismus</p>
<ul>
<li>(19) Um veränderbar zu sein, muss dieser vollkommen aktuale Aktualisierer Potentiale aufweisen, die aktualisiert werden können.</li>
<li>(20) Weil das Wesen des vollkommen aktualen Aktualisierers jedoch vollkommen aktual ist, hat er keine solche Potentialität.</li>
<li>(21) Somit ist der vollkommen aktuale Aktualisierer unwandel- und unveränderbar.</li>
</ul>
<p>=&gt; Eigenschaft: Unwandelbarkeit</p>
<ul>
<li>(22) Wenn dieser vollkommen aktuale Aktualisierer innerhalb der Zeit existieren würde, dann wäre er wandel- und veränderbar, was, wie bereits gezeigt, unmöglich ist.</li>
<li>(23) Der vollkommen aktuale Aktualisierer existiert somit außerhalb der Zeit und ist ewig.</li>
</ul>
<p>=&gt; Eigenschaft: Ewig</p>
<ul>
<li>(24) Wenn dieser vollkommen aktuale Aktualisierer materiell wäre, dann wäre er veränderbar und würde innerhalb der Zeit existieren.</li>
<li>(25) Der vollkommen aktuale Aktualisierer existiert somit nichtmateriell.</li>
</ul>
<p>=&gt; Eigenschaft: Nichtmateriell</p>
<ul>
<li>(26) Wenn dieser vollkommen aktuale Aktualisierer körperlich oder physisch existieren würde, müsste er materiell sein, was nicht der Fall ist.</li>
<li>(27) Der vollkommen aktuale Aktualisierer existiert somit körperlos.</li>
</ul>
<p>=&gt; Eigenschaft: Körperlos</p>
<ul>
<li>(28) Wenn der vollkommen aktuale Aktualisierer in irgendeiner Weise unvollkommen wäre, dann müsste er ein nicht aktualisiertes Potential aufweisen, was, wie bereits gezeigt, unmöglich der Fall sein kann.</li>
<li>(29) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist somit in jeder Hinsicht vollkommen.</li>
</ul>
<p>=&gt; Eigenschaft: Vollkommenheit</p>
<ul>
<li>(30) Wenn ein Wesen nicht vollkommen Gut ist, impliziert dies eine Privation &#8211; d.h. es fehlt die Aktualisierung einer Eigenschaft, die diesem Wesen entspricht.</li>
<li>(31) Der vollkommen aktuale Aktualisierer kann, da er bereits vollkommen aktual ist, keine solche Privation aufweisen.</li>
<li>(32) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist somit vollkommen gut.</li>
</ul>
<p>=&gt; Eigenschaft: Allgüte</p>
<ul>
<li>(33) Macht zu besitzen impliziert die Fähigkeit Potentiale zu aktualisieren.</li>
<li>(34) Jedes Potential das aktualisiert wird, wird entweder durch den vollkommen aktualen Aktualisierer oder durch eine Kette von Aktualisierern realisiert, die beim vollkommen aktualen Aktualisierer endet.</li>
<li>(35) Alle Macht geht somit vom vollkommen aktualen Aktualisierer aus.</li>
<li>(36) Das Wesen, von dem alle Macht ausgeht, muss allmächtig sein.</li>
<li>(37) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist somit allmächtig.</li>
</ul>
<p>=&gt; Eigenschaft: Allmacht</p>
<ul>
<li>(38) Alles was in einer Wirkung enthalten ist, muss in irgendeiner Weise &#8211; d.h. formal, virtuell oder eminent &#8211; in der Ursache enthalten sein. (Das Prinzip der verhältnismäßigen Kausalität)</li>
<li>(39) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist die Ursache aller Dinge.</li>
<li>(40) Die Formen oder Blaupausen, die sich in den einzelnen Dingen manifestieren, müssen in irgendeiner Weise im vollkommen aktualen Aktualisierer existieren.</li>
<li>(41) Diese Formen können entweder in einer konkretisierten Weise existieren, wie das in den einzelnen Dingen der Fall ist, oder in einer abstrakten Weise, wie in den Gedanken eines Intellekts.</li>
<li>(42) Diese Formen können im vollkommen aktualen Aktualisierer nicht in derselben Weise wie in den einzelnen Dingen existieren.</li>
<li>(43) Diese Formen müssen im vollkommen aktualen Aktualisierer somit in abstrakter Weise als Gedanken in einem Intellekt existieren.</li>
<li>(44) Der vollkommen aktuale Aktualisierer besitzt somit Intellekt und Intelligenz.</li>
</ul>
<p>=&gt; Eigenschaft: Intellekt und somit Personalität</p>
<ul>
<li>(45) Da sich die Formen und Blaupausen aller Dinge im Intellekt des vollkommen aktualen Aktualisierers befinden, kann es nichts geben, was sich außerhalb seiner Gedanken befindet.</li>
<li>(46) Wenn es außerhalb der Reichweiter der Gedanken eines Wesens nichts Weiteres gibt, ist dieses Wesen allwissend.</li>
<li>(47) Der vollkommen aktuale Aktualisierer ist somit allwissend</li>
</ul>
<p>=&gt; Eigenschaft: Allwissenheit</p>
<ul>
<li>(48) Es existiert somit eine vollkommen aktuale Ursache aller Dinge, die singulär, unveränderbar, ewig, nichtmateriell, körperlos, vollkommen, allgütig, allmächtig, intelligent und allwissend ist.</li>
<li>(49) Die Existenz einer solchen Ursache entspricht der Existenz des Wesens, welches wir Gott nennen.</li>
<li>(50) Somit existiert Gott.</li>
</ul>
<p>Liebe Grüße<br />
Jo</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87297</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 18:01:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87297</guid>

					<description><![CDATA[@Markus: Da stimme ich zu, die reformierte Apologetik ist uneinheitlich in manchen Fragen. Aber die von mir genannten Schwerpunkte sind typisch für mehrere Schulen.

Calvin selbst war übrigens der Auffassung, dass alle Menschen um ihre Geschöpflichkeit wissen. Sie verdrängen Gott nur, weil sie ihm nicht dienen wollen. Insofern ist es nicht ganz zutreffend, dass sich die voraussetzungsbewussten Apologeten nicht auf Calvin berufen können. Das ist mE nur die halbe Wahrheit.

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Markus: Da stimme ich zu, die reformierte Apologetik ist uneinheitlich in manchen Fragen. Aber die von mir genannten Schwerpunkte sind typisch für mehrere Schulen.</p>
<p>Calvin selbst war übrigens der Auffassung, dass alle Menschen um ihre Geschöpflichkeit wissen. Sie verdrängen Gott nur, weil sie ihm nicht dienen wollen. Insofern ist es nicht ganz zutreffend, dass sich die voraussetzungsbewussten Apologeten nicht auf Calvin berufen können. Das ist mE nur die halbe Wahrheit.</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87296</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 17:53:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87296</guid>

					<description><![CDATA[@ Johannes: Das Argument für einen unbewegten Beweger ist sehr stark. Es demonstriert, dass es einen unbewegten Beweger geben muss. Mehr aber auch nicht. 

Thomas kommt von Aristoteles her. Von daher kann er mit dem eher platonischen Rationalismus nicht so viel anfangen. Das heißt ja alles nicht, dass die Kritik von Aquin oder Kant am oGB stimmig ist. ;-)

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@ Johannes: Das Argument für einen unbewegten Beweger ist sehr stark. Es demonstriert, dass es einen unbewegten Beweger geben muss. Mehr aber auch nicht. </p>
<p>Thomas kommt von Aristoteles her. Von daher kann er mit dem eher platonischen Rationalismus nicht so viel anfangen. Das heißt ja alles nicht, dass die Kritik von Aquin oder Kant am oGB stimmig ist. 😉</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Markus Jesgarz		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87295</link>

		<dc:creator><![CDATA[Markus Jesgarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 16:24:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87295</guid>

					<description><![CDATA[Dies ist ein Kommentar zu der Aussage: 
https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87287 
Die reformatorische A. (Apologetik) ist da wenig optimistisch (im Vergleich zu der thomistischen Apologetik).&#160;
Meine Meinung ist: 
1. 
Die Anhänger von Johannes Calvin sind sich nicht einig in ihrer Interpretation seines apologetischen Ansatzes. 
Im Beitrag: 
Baker Encyclopedia of Christian Apologetics 
https://www.difa3iat.com/wp-content/uploads/2014/05/Baker-Encyclopedia-Of-Christian-Apologetics.pdf 
von Norman L. Geisler steht ab der Seite 204 von 1503 in der Seitenanzeige: 
Calvin, Johannes. Johannes Calvin (1509-1564) wurde in Noyon in der Picardie (Frankreich) geboren, wurde aber der Reformator von Genf (Schweiz). Als humanistischer Gelehrter in Paris, als er sich zu reformatorischen Prinzipien hingezogen fühlte, stützte er einen Großteil seines theologischen Denkens auf die Schriften des Augustinus. Zusätzlich zu seiner Systematisierung der Theologie, Unterricht in der christlichen Religion (Institutio Christianae Religionis), 
https://www.calvin-institutio.de/display_page.php?elementId=61 
war der Reformator John Calvin ein Pionier protestantischer Exegeten der Bibel. Calvins Kommentare zur Heiligen Schrift sind immer noch weit verbreitete Kommentare. Durch die Genfer Akademie leisteten Calvin und seine Kollegen auch Pionierarbeit in der Evangelisationsausbildung, der protestantischen Gelehrsamkeit und einer christlichen Lebensethik. 
Apologetik von Johannes Calvin. Die Anhänger von Johannes Calvin sind sich nicht einig in ihrer Interpretation seines apologetischen Ansatzes. Zu ihnen gehören klassische Apologeten und Vertreter der Präsuppositionalisten (etwa voraussetzungsbewusste Apologeten). 
Die Präsuppositionalisten, die ihre Wurzeln in Herman Dooyeweerd haben, werden von Cornelius Van Til und seinen Anhängern wie Greg Bahnsen und John Frame angeführt. Die klassischen Apologeten folgen B. B. Warfields Verständnis von Calvin und werden durch Kenneth Kantzer, John Gerstner und R. C. Sproul vertreten. Calvin hätte sich mit den klassischen Apologeten identifiziert. 
Calvins Wurzeln in der klassischen Apologetik. Entgegen der Ansicht der Präsuppositionalisten unterschied sich Calvins Auffassung vom Gebrauch der menschlichen Vernunft bei der Verkündigung des Evangeliums nicht wesentlich von großen Denkern vor ihm. Wie Augustinus und Thomas von Aquin glaubte Calvin, dass die allgemeine Offenbarung Gottes in der Natur manifest und in den Herzen aller Menschen verwurzelt ist. 
Der angeborene Sinn für Gott. &quot;Dass es im menschlichen Verstand und in der Tat durch natürlichen Instinkt einen gewissen Sinn für Gott gibt, halten wir für unbestreitbar&quot;, sagte Calvin in der Institutio Christianae Religionis, 1.3.1. Er behauptete, dass &quot;es keine Nation gibt, die so barbarisch und keine Rasse, die so brutal ist, dass sie nicht von der Überzeugung durchdrungen ist, dass es einen Gott gibt&quot; (ebd.). Dieser &quot;Sinn für Gott ist so natürlich in das menschliche Herz eingeprägt, dass gerade die Verdammten gezwungen sind, ihn anzuerkennen&quot; (ebd., 1.4.4). 
Die Existenz Gottes und die Unsterblichkeit der Seele. Im ersten Teil der Institutio betrachtet Calvin &quot;das unsichtbare und unbegreifliche Wesen Gottes, das in seinen Werken gewissermassen sichtbar gemacht wird&quot; und &quot;Beweise für die Unsterblichkeit der Seele&quot; (ebd., 1.5.1-2). Denn &quot;in jedem seiner [Gottes] Werke ist seine Herrlichkeit in Schriftzeichen eingraviert, die so hell, so deutlich und so erhellend sind, dass niemand, und sei er noch so stumpf und ungebildet, sich auf Unwissenheit als Entschuldigung berufen kann&quot; (ebd.). Calvin hat diese nicht formal ausgearbeitet, wie dies bei Aquin der Fall war, aber er hätte wahrscheinlich das teleologische Argument, das kosmologische Argument und sogar das moralische Argument akzeptiert. Die ersten beiden lassen sich an seiner Betonung von Design und Kausalität erkennen, die letzten an seinem Glauben an ein natürliches Moralgesetz. In seinem Kommentar zu Römer 1,20-21 kommt Calvin zu dem Schluss, dass Paulus &quot;hier eindeutig bezeugt, dass Gott dem Verstand als Mittel, ihn zu erkennen, vorgelegt hat, da er sich durch seine Werke so sehr manifestiert hat, dass sie notwendigerweise sehen müssen, was sie von sich aus nicht zu wissen suchen - dass es einen Gott gibt&quot; (Der Brief an die Römer. Ein Kommentar.,Johannes Calvin, 2). 
Naturrecht. Für Calvin schließt dieses angeborene Wissen von Gott die Kenntnis seines gerechten Gesetzes ein. Er vertrat die Ansicht, da &quot;die Heiden die Gerechtigkeit des Gesetzes auf natürliche Weise in ihrem Geist eingeprägt haben, können wir sicherlich nicht sagen, dass sie hinsichtlich der Herrschaft des Lebens völlig blind sind&quot; (Institutio, 1.2.22). Er nennt dieses moralische Bewusstsein &quot;Naturgesetz&quot;, das &quot;für ihre gerechte Verurteilung ausreicht&quot;, aber nicht für die Erlösung (ebd.). Durch dieses Naturgesetz ist &quot;das Gewissensurteil&quot; in der Lage, zwischen Gerechten und Ungerechten zu unterscheiden (Kommentare zum Neuen Testament, 48). Gottes rechtschaffenes Wesen &quot;ist in Schriftzeichen eingraviert, die so hell, so deutlich und so erhaben sind, dass niemand, und sei er noch so stumpf und ungebildet, sich auf Unwissenheit als Entschuldigung berufen kann&quot; (Institutio, 1.5.1). 
Das Naturrecht ist nicht nur klar, sondern auch spezifisch. Es &quot;prägt sich in ihren Herzen ein Unterscheidungs- und Urteilsvermögen ein, durch das sie zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Ehrlichkeit und Unehrlichkeit unterscheiden können&quot; (Institutio, 1.5.1). Nach Calvin beweisen selbst Völker, die Gottes Wort nicht kennen, &quot;ihr Wissen ..., dass Ehebruch, Diebstahl und Mord Übel sind und Ehrlichkeit zu schätzen ist&quot; (Kommentare zum Neuen Testament, 48). Gott hat für alle Menschen sowohl in der Schöpfung als auch im Gewissen einen Beweis seiner selbst hinterlassen. 
Da ein natürliches Moralgesetz einen Sittengesetzgeber impliziert, hätte Calvin dem zugestimmt, was später als das moralische Argument für die Existenz Gottes bekannt wurde. In der Tat steht er mit seiner Annahme des Naturrechtes ganz in der Tradition der klassischen Apologetik von Augustinus, Anselm und Aquin. 
2. 
Herr Norman L. Geisler argumentiert, dass der apologetische Ansatz des Johannes Calvin in der Tradition der klassischen Apologetik von Augustinus, Anselm und Aquin zu verorten ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dies ist ein Kommentar zu der Aussage:<br />
<a href="https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87287" rel="ugc">https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87287</a><br />
Die reformatorische A. (Apologetik) ist da wenig optimistisch (im Vergleich zu der thomistischen Apologetik).&nbsp;<br />
Meine Meinung ist:<br />
1.<br />
Die Anhänger von Johannes Calvin sind sich nicht einig in ihrer Interpretation seines apologetischen Ansatzes.<br />
Im Beitrag:<br />
Baker Encyclopedia of Christian Apologetics<br />
<a href="https://www.difa3iat.com/wp-content/uploads/2014/05/Baker-Encyclopedia-Of-Christian-Apologetics.pdf" rel="nofollow ugc">https://www.difa3iat.com/wp-content/uploads/2014/05/Baker-Encyclopedia-Of-Christian-Apologetics.pdf</a><br />
von Norman L. Geisler steht ab der Seite 204 von 1503 in der Seitenanzeige:<br />
Calvin, Johannes. Johannes Calvin (1509-1564) wurde in Noyon in der Picardie (Frankreich) geboren, wurde aber der Reformator von Genf (Schweiz). Als humanistischer Gelehrter in Paris, als er sich zu reformatorischen Prinzipien hingezogen fühlte, stützte er einen Großteil seines theologischen Denkens auf die Schriften des Augustinus. Zusätzlich zu seiner Systematisierung der Theologie, Unterricht in der christlichen Religion (Institutio Christianae Religionis),<br />
<a href="https://www.calvin-institutio.de/display_page.php?elementId=61" rel="nofollow ugc">https://www.calvin-institutio.de/display_page.php?elementId=61</a><br />
war der Reformator John Calvin ein Pionier protestantischer Exegeten der Bibel. Calvins Kommentare zur Heiligen Schrift sind immer noch weit verbreitete Kommentare. Durch die Genfer Akademie leisteten Calvin und seine Kollegen auch Pionierarbeit in der Evangelisationsausbildung, der protestantischen Gelehrsamkeit und einer christlichen Lebensethik.<br />
Apologetik von Johannes Calvin. Die Anhänger von Johannes Calvin sind sich nicht einig in ihrer Interpretation seines apologetischen Ansatzes. Zu ihnen gehören klassische Apologeten und Vertreter der Präsuppositionalisten (etwa voraussetzungsbewusste Apologeten).<br />
Die Präsuppositionalisten, die ihre Wurzeln in Herman Dooyeweerd haben, werden von Cornelius Van Til und seinen Anhängern wie Greg Bahnsen und John Frame angeführt. Die klassischen Apologeten folgen B. B. Warfields Verständnis von Calvin und werden durch Kenneth Kantzer, John Gerstner und R. C. Sproul vertreten. Calvin hätte sich mit den klassischen Apologeten identifiziert.<br />
Calvins Wurzeln in der klassischen Apologetik. Entgegen der Ansicht der Präsuppositionalisten unterschied sich Calvins Auffassung vom Gebrauch der menschlichen Vernunft bei der Verkündigung des Evangeliums nicht wesentlich von großen Denkern vor ihm. Wie Augustinus und Thomas von Aquin glaubte Calvin, dass die allgemeine Offenbarung Gottes in der Natur manifest und in den Herzen aller Menschen verwurzelt ist.<br />
Der angeborene Sinn für Gott. &#8222;Dass es im menschlichen Verstand und in der Tat durch natürlichen Instinkt einen gewissen Sinn für Gott gibt, halten wir für unbestreitbar&#8220;, sagte Calvin in der Institutio Christianae Religionis, 1.3.1. Er behauptete, dass &#8222;es keine Nation gibt, die so barbarisch und keine Rasse, die so brutal ist, dass sie nicht von der Überzeugung durchdrungen ist, dass es einen Gott gibt&#8220; (ebd.). Dieser &#8222;Sinn für Gott ist so natürlich in das menschliche Herz eingeprägt, dass gerade die Verdammten gezwungen sind, ihn anzuerkennen&#8220; (ebd., 1.4.4).<br />
Die Existenz Gottes und die Unsterblichkeit der Seele. Im ersten Teil der Institutio betrachtet Calvin &#8222;das unsichtbare und unbegreifliche Wesen Gottes, das in seinen Werken gewissermassen sichtbar gemacht wird&#8220; und &#8222;Beweise für die Unsterblichkeit der Seele&#8220; (ebd., 1.5.1-2). Denn &#8222;in jedem seiner [Gottes] Werke ist seine Herrlichkeit in Schriftzeichen eingraviert, die so hell, so deutlich und so erhellend sind, dass niemand, und sei er noch so stumpf und ungebildet, sich auf Unwissenheit als Entschuldigung berufen kann&#8220; (ebd.). Calvin hat diese nicht formal ausgearbeitet, wie dies bei Aquin der Fall war, aber er hätte wahrscheinlich das teleologische Argument, das kosmologische Argument und sogar das moralische Argument akzeptiert. Die ersten beiden lassen sich an seiner Betonung von Design und Kausalität erkennen, die letzten an seinem Glauben an ein natürliches Moralgesetz. In seinem Kommentar zu Römer 1,20-21 kommt Calvin zu dem Schluss, dass Paulus &#8222;hier eindeutig bezeugt, dass Gott dem Verstand als Mittel, ihn zu erkennen, vorgelegt hat, da er sich durch seine Werke so sehr manifestiert hat, dass sie notwendigerweise sehen müssen, was sie von sich aus nicht zu wissen suchen &#8211; dass es einen Gott gibt&#8220; (Der Brief an die Römer. Ein Kommentar.,Johannes Calvin, 2).<br />
Naturrecht. Für Calvin schließt dieses angeborene Wissen von Gott die Kenntnis seines gerechten Gesetzes ein. Er vertrat die Ansicht, da &#8222;die Heiden die Gerechtigkeit des Gesetzes auf natürliche Weise in ihrem Geist eingeprägt haben, können wir sicherlich nicht sagen, dass sie hinsichtlich der Herrschaft des Lebens völlig blind sind&#8220; (Institutio, 1.2.22). Er nennt dieses moralische Bewusstsein &#8222;Naturgesetz&#8220;, das &#8222;für ihre gerechte Verurteilung ausreicht&#8220;, aber nicht für die Erlösung (ebd.). Durch dieses Naturgesetz ist &#8222;das Gewissensurteil&#8220; in der Lage, zwischen Gerechten und Ungerechten zu unterscheiden (Kommentare zum Neuen Testament, 48). Gottes rechtschaffenes Wesen &#8222;ist in Schriftzeichen eingraviert, die so hell, so deutlich und so erhaben sind, dass niemand, und sei er noch so stumpf und ungebildet, sich auf Unwissenheit als Entschuldigung berufen kann&#8220; (Institutio, 1.5.1).<br />
Das Naturrecht ist nicht nur klar, sondern auch spezifisch. Es &#8222;prägt sich in ihren Herzen ein Unterscheidungs- und Urteilsvermögen ein, durch das sie zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Ehrlichkeit und Unehrlichkeit unterscheiden können&#8220; (Institutio, 1.5.1). Nach Calvin beweisen selbst Völker, die Gottes Wort nicht kennen, &#8222;ihr Wissen &#8230;, dass Ehebruch, Diebstahl und Mord Übel sind und Ehrlichkeit zu schätzen ist&#8220; (Kommentare zum Neuen Testament, 48). Gott hat für alle Menschen sowohl in der Schöpfung als auch im Gewissen einen Beweis seiner selbst hinterlassen.<br />
Da ein natürliches Moralgesetz einen Sittengesetzgeber impliziert, hätte Calvin dem zugestimmt, was später als das moralische Argument für die Existenz Gottes bekannt wurde. In der Tat steht er mit seiner Annahme des Naturrechtes ganz in der Tradition der klassischen Apologetik von Augustinus, Anselm und Aquin.<br />
2.<br />
Herr Norman L. Geisler argumentiert, dass der apologetische Ansatz des Johannes Calvin in der Tradition der klassischen Apologetik von Augustinus, Anselm und Aquin zu verorten ist.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes G.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87294</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes G.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 15:56:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87294</guid>

					<description><![CDATA[@Ron

Danke für die Rückmeldung :-) Mir ist jedoch noch nicht so ganz klar, wie das &quot;zwischen den Stühlen sitzen&quot; hier genau funktioniert und daher möchte gerne nochmals nachfragen ;-)

Nehmen wir beispielhaft den aristotelischen bzw. thomistischen Gottesbeweis, an dessen Ende die notwendige Existenz eines notwendigerweise singulären unbewegten Bewegers steht, der als das Sein selbst bzw. das Seiende angesehen werden muss.

Dieses Argument ist entweder stichhaltig oder nicht. Wenn es stichhaltig ist und ein Mensch die zu Grunde liegenden Prämissen akzeptiert, dann folgt daraus notwendigerweise der Monotheismus. Wenn dieses Argument nicht die Existenz des Gottes der Bibel beweist, dann müsste gezeigt werden, dass&#160;die Schlussfolgerung aus diesem Argument im Widerspruch zum Gotteskonzept der Bibel steht. Hier scheint mir jedoch genau das Gegenteil der Fall zu sein: Alle weiteren Eigenschaften Gottes, die sich aus diesem Argument deduzieren lassen (Allmacht, Allgüte, Ewigkeit, Allwissenheit, Unveränderlichkeit, Unteilbarkeit etc. etc.) entsprechen ohne Einschränkung exakt dem Wesen Gottes, wie es uns die Bibel beschreibt. Mir ist nicht ein einziger Widerspruch bekannt. Warum sollte dieses Argument daher nicht als Beweis für die Existenz des einen Gottes aufgefasst werden?

Ich denke wir sind uns darüber einig, dass der natürliche Mensch nicht in der Lage ist, das trinitarische Wesen Gottes zu erkennen oder eine &quot;heilswirksame Gotteserkenntnis&quot; ohne spezifische Offenbarung zu erlangen. Das heißt meiner Ansicht nach aber nicht, dass er selbst im gefallenen Zustand nicht um die Existenz Gottes (und der Tatsache, dass es nur einen Gott geben kann) sowie ggf. einige seiner Eigenschaften wissen kann. Ich muss ja auch nicht die chemische Zusammensetzung von Wasser kennen um zu der Erkenntnis zu kommen, dass Wasser existiert, oder? Ich meine zwischen der Erkenntnis der Existenz einer Entität und dem Wesen einer Entität besteht ein bedeutender Unterschied.

Die Vertreter der klassischen Natürlichen Theologie (wie z.B. Thomas) behaupten daher auch nicht, dass Gott durch Argumente oder eigenes Nachdenken direkt &quot;erfahrbar&quot; ist oder man gar das Wesen Gottes mit diesen Argumenten erfassen könnte (daher bei Thomas auch die Betonung analoger Prädikationen in Bezug auf Gott). Hier geht es lediglich um einen Existenzbeweis und die Ableitung einiger zentraler Eigenschaften Gottes auf Basis der erkennbaren Wirklichkeit. Aus diesem Grund hat z.B. auch Thomas das Ontologische Argument von Anselm abgelehnt. Es setzt voraus, dass wir das Wesen Gottes im Verstand haben bzw. denken können und das ist eben nicht möglich (und das ändert sich auch dann nicht, wenn wir gläubig geworden sind ;-) ).

Liebe Grüße
Jo]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Ron</p>
<p>Danke für die Rückmeldung 🙂 Mir ist jedoch noch nicht so ganz klar, wie das &#8222;zwischen den Stühlen sitzen&#8220; hier genau funktioniert und daher möchte gerne nochmals nachfragen 😉</p>
<p>Nehmen wir beispielhaft den aristotelischen bzw. thomistischen Gottesbeweis, an dessen Ende die notwendige Existenz eines notwendigerweise singulären unbewegten Bewegers steht, der als das Sein selbst bzw. das Seiende angesehen werden muss.</p>
<p>Dieses Argument ist entweder stichhaltig oder nicht. Wenn es stichhaltig ist und ein Mensch die zu Grunde liegenden Prämissen akzeptiert, dann folgt daraus notwendigerweise der Monotheismus. Wenn dieses Argument nicht die Existenz des Gottes der Bibel beweist, dann müsste gezeigt werden, dass&nbsp;die Schlussfolgerung aus diesem Argument im Widerspruch zum Gotteskonzept der Bibel steht. Hier scheint mir jedoch genau das Gegenteil der Fall zu sein: Alle weiteren Eigenschaften Gottes, die sich aus diesem Argument deduzieren lassen (Allmacht, Allgüte, Ewigkeit, Allwissenheit, Unveränderlichkeit, Unteilbarkeit etc. etc.) entsprechen ohne Einschränkung exakt dem Wesen Gottes, wie es uns die Bibel beschreibt. Mir ist nicht ein einziger Widerspruch bekannt. Warum sollte dieses Argument daher nicht als Beweis für die Existenz des einen Gottes aufgefasst werden?</p>
<p>Ich denke wir sind uns darüber einig, dass der natürliche Mensch nicht in der Lage ist, das trinitarische Wesen Gottes zu erkennen oder eine &#8222;heilswirksame Gotteserkenntnis&#8220; ohne spezifische Offenbarung zu erlangen. Das heißt meiner Ansicht nach aber nicht, dass er selbst im gefallenen Zustand nicht um die Existenz Gottes (und der Tatsache, dass es nur einen Gott geben kann) sowie ggf. einige seiner Eigenschaften wissen kann. Ich muss ja auch nicht die chemische Zusammensetzung von Wasser kennen um zu der Erkenntnis zu kommen, dass Wasser existiert, oder? Ich meine zwischen der Erkenntnis der Existenz einer Entität und dem Wesen einer Entität besteht ein bedeutender Unterschied.</p>
<p>Die Vertreter der klassischen Natürlichen Theologie (wie z.B. Thomas) behaupten daher auch nicht, dass Gott durch Argumente oder eigenes Nachdenken direkt &#8222;erfahrbar&#8220; ist oder man gar das Wesen Gottes mit diesen Argumenten erfassen könnte (daher bei Thomas auch die Betonung analoger Prädikationen in Bezug auf Gott). Hier geht es lediglich um einen Existenzbeweis und die Ableitung einiger zentraler Eigenschaften Gottes auf Basis der erkennbaren Wirklichkeit. Aus diesem Grund hat z.B. auch Thomas das Ontologische Argument von Anselm abgelehnt. Es setzt voraus, dass wir das Wesen Gottes im Verstand haben bzw. denken können und das ist eben nicht möglich (und das ändert sich auch dann nicht, wenn wir gläubig geworden sind 😉 ).</p>
<p>Liebe Grüße<br />
Jo</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87292</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 12:27:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87292</guid>

					<description><![CDATA[@Johannes: Die Kritik nehme ich dankbar an. Auch viele protestantische A. arbeiten mit einem thomistischen (o. a. klassischen) Ansatz.&#160;

Mit dem Kategorisieren ist das oft schwierig. Die Unterscheidung zwischen evidenzbasierter A. und voraussetzungsbewusster A. verleitet z.B. dazu, zu meinen, die voraussetzungsbewusste Apologetik vernachlässige die Fakten.&#160;

Die natürliche Theologie setzt voraus, dass die Schöpfung als solche ausreicht, um Erkenntnis des Schöpfer zu erlangen (oder ihn zu beweisen). Sie unterschätzt m.E. die verbiegenden Kräfte und Neigungen des sündigen Menschen. Der Sünder verzweckt die Evidenzen der Schöpfung zu seinen Gunsten und erkennt so nicht den wahren Gott. Er fabriziert sich sein Gleichnis von Gott.&#160;

Es braucht – so meine Auffassung – die Erleuchtung durch den Heiligen Geist (vgl. 1Kor 2,9–12). Der durch den Geist Erleuchtete findet Gottes Spuren überall in der Schöpfung, sogar zum ontologischen Gottesbeweis kann er „Ja“ sagen. Insofern – und nun merkst Du es – sitze ich zwischen den Stühlen. Ich kann – unter gewissen Umständen – sogar mit einer natürlichen Theologie oder eine analogia entis etwas anfangen, da Gott durch seine Schöpfung seine ewige Kraft und Gottheit offenbart.&#160;

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Johannes: Die Kritik nehme ich dankbar an. Auch viele protestantische A. arbeiten mit einem thomistischen (o. a. klassischen) Ansatz.&nbsp;</p>
<p>Mit dem Kategorisieren ist das oft schwierig. Die Unterscheidung zwischen evidenzbasierter A. und voraussetzungsbewusster A. verleitet z.B. dazu, zu meinen, die voraussetzungsbewusste Apologetik vernachlässige die Fakten.&nbsp;</p>
<p>Die natürliche Theologie setzt voraus, dass die Schöpfung als solche ausreicht, um Erkenntnis des Schöpfer zu erlangen (oder ihn zu beweisen). Sie unterschätzt m.E. die verbiegenden Kräfte und Neigungen des sündigen Menschen. Der Sünder verzweckt die Evidenzen der Schöpfung zu seinen Gunsten und erkennt so nicht den wahren Gott. Er fabriziert sich sein Gleichnis von Gott.&nbsp;</p>
<p>Es braucht – so meine Auffassung – die Erleuchtung durch den Heiligen Geist (vgl. 1Kor 2,9–12). Der durch den Geist Erleuchtete findet Gottes Spuren überall in der Schöpfung, sogar zum ontologischen Gottesbeweis kann er „Ja“ sagen. Insofern – und nun merkst Du es – sitze ich zwischen den Stühlen. Ich kann – unter gewissen Umständen – sogar mit einer natürlichen Theologie oder eine analogia entis etwas anfangen, da Gott durch seine Schöpfung seine ewige Kraft und Gottheit offenbart.&nbsp;</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes G.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87288</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes G.]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 10:33:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87288</guid>

					<description><![CDATA[@Ron,
&#160;
zunächst einmal vielen Dank für die Buchbesprechung. Wenn der Stapel auf meinem Schreibtisch nicht bereits so hoch wäre, würde ich in das Buch direkt mal reinschauen ;-)
&#160;
Bezugnehmend auf deinen Kommentar würde ich jedoch nicht zwischen &quot;katholischer&quot; und &quot;protestantischer&quot; Apologetik unterscheiden. Meiner Einschätzung nach vertritt die große Mehrheit protestantischer Apologeten den Standpunkt, dass Natürliche Theologie durchaus ihren Nutzen hat (vor allem in der Auseinandersetzung mit dem Atheismus) und unterscheidet sich somit nicht wesentlich vom katholischen Ansatz. Tlw. empfinde ich hier die katholische Sichtweise sogar bedeutend zurückhaltender bzw. misst diese der Gnade meiner Auffassung nach oft sogar einen sehr viel differenzierteren und höheren Stellenwert bei als bei so manchem Protestanten...
&#160;
&quot;Reinformen&quot; wären meiner Auffassung nach, dass einerseits die menschliche Vernunft völlig untauglich ist, um irgendetwas über Gott herausfinden und aussagen zu können und andererseits, dass die menschliche Vernunft hinreichend ist, um das Wesen Gottes zu erfassen und das Evangelium annehmen zu können.
&#160;
Liebe Grüße
Jo
&#160;
PS: Im ersten &quot;Extrembereich&quot; würde ich übrigens zumindest einige reformierte Theologen verorten, während mir kein einziger Katholik bekannt ist, der in den zweiten Extrembereich fällt ;-)
&#160;
PPS: Der Aussage von Pius stimme ich in dieser Differenziertheit zu (wobei ich &quot;mit Sicherheit&quot; nicht so verstehe, dass die Existenz Gottes unbezweifelbar wäre oder von jedem Menschen durch die Vernunft erkannt werden kann, sondern dass ausgehend von der Akzeptanz entsprechender Prämissen, Gott notwendigerweise (und nicht nur &quot;möglicherweise&quot;, wie z.B. bei Swinburne ;-) ) existieren muss). Falls du anderer Ansicht bis würde mich interessieren, warum du diese Aussage für falsch hältst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Ron,<br />
&nbsp;<br />
zunächst einmal vielen Dank für die Buchbesprechung. Wenn der Stapel auf meinem Schreibtisch nicht bereits so hoch wäre, würde ich in das Buch direkt mal reinschauen 😉<br />
&nbsp;<br />
Bezugnehmend auf deinen Kommentar würde ich jedoch nicht zwischen &#8222;katholischer&#8220; und &#8222;protestantischer&#8220; Apologetik unterscheiden. Meiner Einschätzung nach vertritt die große Mehrheit protestantischer Apologeten den Standpunkt, dass Natürliche Theologie durchaus ihren Nutzen hat (vor allem in der Auseinandersetzung mit dem Atheismus) und unterscheidet sich somit nicht wesentlich vom katholischen Ansatz. Tlw. empfinde ich hier die katholische Sichtweise sogar bedeutend zurückhaltender bzw. misst diese der Gnade meiner Auffassung nach oft sogar einen sehr viel differenzierteren und höheren Stellenwert bei als bei so manchem Protestanten&#8230;<br />
&nbsp;<br />
&#8222;Reinformen&#8220; wären meiner Auffassung nach, dass einerseits die menschliche Vernunft völlig untauglich ist, um irgendetwas über Gott herausfinden und aussagen zu können und andererseits, dass die menschliche Vernunft hinreichend ist, um das Wesen Gottes zu erfassen und das Evangelium annehmen zu können.<br />
&nbsp;<br />
Liebe Grüße<br />
Jo<br />
&nbsp;<br />
PS: Im ersten &#8222;Extrembereich&#8220; würde ich übrigens zumindest einige reformierte Theologen verorten, während mir kein einziger Katholik bekannt ist, der in den zweiten Extrembereich fällt 😉<br />
&nbsp;<br />
PPS: Der Aussage von Pius stimme ich in dieser Differenziertheit zu (wobei ich &#8222;mit Sicherheit&#8220; nicht so verstehe, dass die Existenz Gottes unbezweifelbar wäre oder von jedem Menschen durch die Vernunft erkannt werden kann, sondern dass ausgehend von der Akzeptanz entsprechender Prämissen, Gott notwendigerweise (und nicht nur &#8222;möglicherweise&#8220;, wie z.B. bei Swinburne 😉 ) existieren muss). Falls du anderer Ansicht bis würde mich interessieren, warum du diese Aussage für falsch hältst.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87287</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 08:34:31 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87287</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87286&quot;&gt;philipp&lt;/a&gt;.

@Philipp: Die thomistische A. bejaht eine natürliche Theologie. Z.B. Pius X (1910): Gott, der Ursprung und das Ende aller Dinge, [kann] mit einem natürlichen Licht der Vernunft durch das, was geschaffen ist, d. h. durch die sichtbaren Werke der Schöpfung, als Ursache mittels der Wirkung, mit Sicherheit erkannt und auch bewiesen werden kann“. Die reformatorische A. ist da wenig optimistisch. Sie betont den Bundescharakter der Beziehung zwischen Gott und Mensch, die noetischen Folgen der Sünde auf die menschliche Erkenntnisfähigkeit, die Erleuchtung des Verstandes durch den Heiligen Geist und gibt der Heiligen Schrift als Offenbarung einen viel größeren Stellenwert. Freilich gibt es nie die oder jene A. in Reinform.

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87286">philipp</a>.</p>
<p>@Philipp: Die thomistische A. bejaht eine natürliche Theologie. Z.B. Pius X (1910): Gott, der Ursprung und das Ende aller Dinge, [kann] mit einem natürlichen Licht der Vernunft durch das, was geschaffen ist, d. h. durch die sichtbaren Werke der Schöpfung, als Ursache mittels der Wirkung, mit Sicherheit erkannt und auch bewiesen werden kann“. Die reformatorische A. ist da wenig optimistisch. Sie betont den Bundescharakter der Beziehung zwischen Gott und Mensch, die noetischen Folgen der Sünde auf die menschliche Erkenntnisfähigkeit, die Erleuchtung des Verstandes durch den Heiligen Geist und gibt der Heiligen Schrift als Offenbarung einen viel größeren Stellenwert. Freilich gibt es nie die oder jene A. in Reinform.</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: philipp		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87286</link>

		<dc:creator><![CDATA[philipp]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Aug 2020 07:27:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87286</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Ron,
wie würdest du denn in Kürze den Unterschied zwischen thomistischer und reformatorischer Verteidigung des Glaubens beschreiben?
Grüße philipp]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ron,<br />
wie würdest du denn in Kürze den Unterschied zwischen thomistischer und reformatorischer Verteidigung des Glaubens beschreiben?<br />
Grüße philipp</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Markus Jesgarz		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-glaube-an-gott-im-saekularen-zeitalter/35452/comment-page-1/#comment-87281</link>

		<dc:creator><![CDATA[Markus Jesgarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Aug 2020 20:29:28 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=35452#comment-87281</guid>

					<description><![CDATA[Meine Meinung ist: 
1. 
Der römische Katholizismus ist nicht nur eine Entwicklung der christlichen Wahrheit. 
Im Beitrag: 
Eine Bewertung von John Henry Newmans Essay über die Entwicklung der christlichen Doktrin 
http://normangeisler.com/evaluation-jhnewman-dev-christian-doctrine/ 
von Dr. Norman L. Geisler steht unter „Pagan Religions are the Source of Many Roman Doctrines and Practices“ („Heidnische Religionen sind die Quelle vieler römischer Lehren und Praktiken“): 
Newman räumte ein, dass &quot;Eusebius uns auf verschiedene Weise mitteilte, dass Konstantin, um den Heiden die neue Religion zu empfehlen, die äußerlichen Ornamente, an die sie in ihrer eigenen gewöhnt waren, in sie übertrug&quot;. Dazu gehörten Weihwasser, Tempel, heilige Tage, priesterliche Gewänder, Bilder, Weihrauch und Kerzen. Diese &quot;sind alle heidnischen Ursprungs und durch ihre Aufnahme in die Kirche geheiligt&quot; (369). &quot;Sie [die Kirche] braucht daher nicht, wegen des absurden Gebrauchs der Griechen, unseren so frommen Gebrauch abzuschaffen&quot; (371). &quot;Die Kontinuität dieser verschiedenen eigenen Prinzipien bis zum heutigen Tag und ihr Wirken sind zwei verschiedene Garantien dafür, daß die theologischen Schlußfolgerungen, denen sie unterworfen sind, in Übereinstimmung mit der göttlichen Verheißung wahre Entwicklungen und keine Verfälschung der Offenbarung sind&quot; (374). Er fügt hinzu: &quot;Es gibt in Wahrheit eine gewisse Tugend oder Gnade im Evangelium, die die Qualität von Lehren, Meinungen, Bräuchen, Handlungen und persönlichen Charakteren, die sich mit ihm verbinden, verändert und sie für seinen göttlichen Autor richtig und annehmbar macht... So verlieren äußere Rechte, die an sich aber wertlos sind, ihren eigenen Charakter und werden zu Sakramenten unter dem Evangelium [z.B. die Beschneidung wird zur Taufe]&quot; (365). 
Antwort: Zunächst einmal ist dies ein überraschendes Eingeständnis, das zu der Gegenthese passt, dass Rom eine Verfälschung enthält und nicht nur eine Entwicklung der christlichen Wahrheit. Tatsächlich müssen seine Worte fettgedruckt werden, denn sie sind selbstverurteilend: Diese &quot;...sind alle heidnischen Ursprungs und durch ihre Aufnahme in die Kirche geheiligt&quot; (369). Er fügt hinzu: &quot;Sie [die Kirche] braucht also nicht deshalb, wegen des absurden Gebrauchs der Griechen, unsere Benutzung, die so fromm ist, abzuschaffen. Aber wie &quot;heiligt&quot; die Adoption durch die Kirche das Heidentum? Wie rechtfertigt die Frömmigkeit der Kirche die Absurdität der heidnischen Lehren oder Praktiken (371). Das Heidentum zu taufen und ihm einen christlichen Namen zu geben, macht es nicht irgendwie christlich. Das Evangelium &quot;verwandelt&quot; weder eine falsche Doktrin in eine wahre, noch nimmt es heidnische Praktiken und &quot;macht sie richtig&quot;. 
Zweitens wird damit einer der schwerwiegendsten Vorwürfe gegen den römischen Katholizismus erhoben, nämlich dass er Götzendienst sanktioniert und als solcher unter der Verurteilung der Schrift steht. Dies ist in mehrfacher Hinsicht der Fall: (1) durch die Heiligenverehrung (dulia), (2) durch die Marienverehrung (hyper-dulia), (3) durch die Bilderverehrung, (4) durch Gebete an Heilige, (5) durch Gebete an Maria, (6) durch Gebete für die Toten und (7) durch die tatsächliche Verehrung (latria) der geweihten Gemeinschaftselemente. 
Die Kommunikation mit den Toten war eine heidnische Praxis, die im Alten Testament verurteilt wurde (Deut 18,11). Das Anfertigen, nicht nur das Anbeten, von Götzenbildern war in den Zehn Geboten verboten (2. Mose 20,4). Ebenso wurde das Gebet (eine Form der Anbetung) von Mose (5. Mose 6,13) und Jesus verboten, als er befahl: &quot;Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten, und ihm allein sollst du dienen&quot;. Vergeblich versucht Newman zu erklären, warum die frühen Christen gegen die Verwendung eines Bildes als Gegenstand der Anbetung waren. Er schrieb: &quot;In ähnlicher Weise wendet Celsus ein, dass die Christen &#039;den Anblick von Tempeln, Altären und Statuen nicht ertrugen&#039;; Porphyr, dass &#039;sie den Riten der Anbetung, den Opfern und dem Weihrauch die Schuld geben&#039;; der heidnische Disputant in Minucius fragt: &#039;Warum haben die Christen keine Altäre, keine Tempel, keine auffälligen Bilder&#039; und &#039;keine Opfer&#039; (366). Newmans Antwort, dass nur Bilder und Opfer an falsche Götter verurteilt wurden; der wahre Gott kann falsche Götter überwinden (367), ist nur ein weiteres nicht überzeugendes Beispiel für die Kapitulation des Katholizismus vor der heidnischen Kultur um ihn herum. 
Vielleicht eines der ungeheuerlichsten Beispiele für Kompromisse war die sich entwickelnde Mariolatrie. Gebete zu Maria, der &quot;Mutter Gottes&quot;, wurden zu einem festen Bestandteil des Andachtslebens der gläubigen Katholiken. In der Tat räumt Newman ein, dass &quot;ihr Wesen als Mutter Gottes die Quelle all der außerordentlichen Ehrungen ist, die Maria gebühren&quot; (441). Einer der populärsten aller katholischen Frömmigkeitsführer, Die Herrlichkeiten Mariens (1750), 
https://en.wikipedia.org/wiki/The_Glories_of_Mary 
veranschaulicht den übertriebenen Überschwang in der Marienverehrung. Er bekräftigt zum Beispiel, dass: &quot;Der Weg des Heils steht niemandem anders offen als durch Maria&quot; oder &quot;Viele Dinge werden von Gott erbeten und nicht gewährt: sie werden von Maria erbeten und erhalten&quot; oder &quot;Auf Marias Geheiß gehorchen alle - selbst Gott&quot;[!!!]. Diese Gebete sind abstoßend, wenn nicht gar blasphemisch. Es ist nicht möglich, ein Geschöpf so hoch zu erheben, ohne dem Schöpfer das Herz zu entziehen. 
Newmans Theorie der &quot;Entwicklung&quot; ist eine schöne Theorie, aber sie wird durch eine brutale Bande von Fakten über das Heidentum ruiniert, die vom Katholizismus übernommen wurde. Es handelt sich eindeutig um eine Verfälschung der biblischen Wahrheit, nicht um eine wirkliche Entwicklung derselben. Tatsächlich gibt es ein besseres Modell für das Verständnis dessen, was Jaroslav Pelikan 
https://de.wikipedia.org/wiki/Jaroslav_Pelikan 
in seinem ausgezeichneten Buch zu diesem Thema &quot;Das Rätsel des römischen Katholizismus&quot; (1959) 
https://www.worldcat.org/title/riddle-of-roman-catholicism/oclc/1495060 
genannt hat. 
2. 
Die Heiligenverehrung ist eine Verfälschung der biblischen Wahrheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Meinung ist:<br />
1.<br />
Der römische Katholizismus ist nicht nur eine Entwicklung der christlichen Wahrheit.<br />
Im Beitrag:<br />
Eine Bewertung von John Henry Newmans Essay über die Entwicklung der christlichen Doktrin<br />
<a href="http://normangeisler.com/evaluation-jhnewman-dev-christian-doctrine/" rel="nofollow ugc">http://normangeisler.com/evaluation-jhnewman-dev-christian-doctrine/</a><br />
von Dr. Norman L. Geisler steht unter „Pagan Religions are the Source of Many Roman Doctrines and Practices“ („Heidnische Religionen sind die Quelle vieler römischer Lehren und Praktiken“):<br />
Newman räumte ein, dass &#8222;Eusebius uns auf verschiedene Weise mitteilte, dass Konstantin, um den Heiden die neue Religion zu empfehlen, die äußerlichen Ornamente, an die sie in ihrer eigenen gewöhnt waren, in sie übertrug&#8220;. Dazu gehörten Weihwasser, Tempel, heilige Tage, priesterliche Gewänder, Bilder, Weihrauch und Kerzen. Diese &#8222;sind alle heidnischen Ursprungs und durch ihre Aufnahme in die Kirche geheiligt&#8220; (369). &#8222;Sie [die Kirche] braucht daher nicht, wegen des absurden Gebrauchs der Griechen, unseren so frommen Gebrauch abzuschaffen&#8220; (371). &#8222;Die Kontinuität dieser verschiedenen eigenen Prinzipien bis zum heutigen Tag und ihr Wirken sind zwei verschiedene Garantien dafür, daß die theologischen Schlußfolgerungen, denen sie unterworfen sind, in Übereinstimmung mit der göttlichen Verheißung wahre Entwicklungen und keine Verfälschung der Offenbarung sind&#8220; (374). Er fügt hinzu: &#8222;Es gibt in Wahrheit eine gewisse Tugend oder Gnade im Evangelium, die die Qualität von Lehren, Meinungen, Bräuchen, Handlungen und persönlichen Charakteren, die sich mit ihm verbinden, verändert und sie für seinen göttlichen Autor richtig und annehmbar macht&#8230; So verlieren äußere Rechte, die an sich aber wertlos sind, ihren eigenen Charakter und werden zu Sakramenten unter dem Evangelium [z.B. die Beschneidung wird zur Taufe]&#8220; (365).<br />
Antwort: Zunächst einmal ist dies ein überraschendes Eingeständnis, das zu der Gegenthese passt, dass Rom eine Verfälschung enthält und nicht nur eine Entwicklung der christlichen Wahrheit. Tatsächlich müssen seine Worte fettgedruckt werden, denn sie sind selbstverurteilend: Diese &#8222;&#8230;sind alle heidnischen Ursprungs und durch ihre Aufnahme in die Kirche geheiligt&#8220; (369). Er fügt hinzu: &#8222;Sie [die Kirche] braucht also nicht deshalb, wegen des absurden Gebrauchs der Griechen, unsere Benutzung, die so fromm ist, abzuschaffen. Aber wie &#8222;heiligt&#8220; die Adoption durch die Kirche das Heidentum? Wie rechtfertigt die Frömmigkeit der Kirche die Absurdität der heidnischen Lehren oder Praktiken (371). Das Heidentum zu taufen und ihm einen christlichen Namen zu geben, macht es nicht irgendwie christlich. Das Evangelium &#8222;verwandelt&#8220; weder eine falsche Doktrin in eine wahre, noch nimmt es heidnische Praktiken und &#8222;macht sie richtig&#8220;.<br />
Zweitens wird damit einer der schwerwiegendsten Vorwürfe gegen den römischen Katholizismus erhoben, nämlich dass er Götzendienst sanktioniert und als solcher unter der Verurteilung der Schrift steht. Dies ist in mehrfacher Hinsicht der Fall: (1) durch die Heiligenverehrung (dulia), (2) durch die Marienverehrung (hyper-dulia), (3) durch die Bilderverehrung, (4) durch Gebete an Heilige, (5) durch Gebete an Maria, (6) durch Gebete für die Toten und (7) durch die tatsächliche Verehrung (latria) der geweihten Gemeinschaftselemente.<br />
Die Kommunikation mit den Toten war eine heidnische Praxis, die im Alten Testament verurteilt wurde (Deut 18,11). Das Anfertigen, nicht nur das Anbeten, von Götzenbildern war in den Zehn Geboten verboten (2. Mose 20,4). Ebenso wurde das Gebet (eine Form der Anbetung) von Mose (5. Mose 6,13) und Jesus verboten, als er befahl: &#8222;Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten, und ihm allein sollst du dienen&#8220;. Vergeblich versucht Newman zu erklären, warum die frühen Christen gegen die Verwendung eines Bildes als Gegenstand der Anbetung waren. Er schrieb: &#8222;In ähnlicher Weise wendet Celsus ein, dass die Christen &#8218;den Anblick von Tempeln, Altären und Statuen nicht ertrugen&#8216;; Porphyr, dass &#8217;sie den Riten der Anbetung, den Opfern und dem Weihrauch die Schuld geben&#8216;; der heidnische Disputant in Minucius fragt: &#8218;Warum haben die Christen keine Altäre, keine Tempel, keine auffälligen Bilder&#8216; und &#8218;keine Opfer&#8216; (366). Newmans Antwort, dass nur Bilder und Opfer an falsche Götter verurteilt wurden; der wahre Gott kann falsche Götter überwinden (367), ist nur ein weiteres nicht überzeugendes Beispiel für die Kapitulation des Katholizismus vor der heidnischen Kultur um ihn herum.<br />
Vielleicht eines der ungeheuerlichsten Beispiele für Kompromisse war die sich entwickelnde Mariolatrie. Gebete zu Maria, der &#8222;Mutter Gottes&#8220;, wurden zu einem festen Bestandteil des Andachtslebens der gläubigen Katholiken. In der Tat räumt Newman ein, dass &#8222;ihr Wesen als Mutter Gottes die Quelle all der außerordentlichen Ehrungen ist, die Maria gebühren&#8220; (441). Einer der populärsten aller katholischen Frömmigkeitsführer, Die Herrlichkeiten Mariens (1750),<br />
<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/The_Glories_of_Mary" rel="nofollow ugc">https://en.wikipedia.org/wiki/The_Glories_of_Mary</a><br />
veranschaulicht den übertriebenen Überschwang in der Marienverehrung. Er bekräftigt zum Beispiel, dass: &#8222;Der Weg des Heils steht niemandem anders offen als durch Maria&#8220; oder &#8222;Viele Dinge werden von Gott erbeten und nicht gewährt: sie werden von Maria erbeten und erhalten&#8220; oder &#8222;Auf Marias Geheiß gehorchen alle &#8211; selbst Gott&#8220;[!!!]. Diese Gebete sind abstoßend, wenn nicht gar blasphemisch. Es ist nicht möglich, ein Geschöpf so hoch zu erheben, ohne dem Schöpfer das Herz zu entziehen.<br />
Newmans Theorie der &#8222;Entwicklung&#8220; ist eine schöne Theorie, aber sie wird durch eine brutale Bande von Fakten über das Heidentum ruiniert, die vom Katholizismus übernommen wurde. Es handelt sich eindeutig um eine Verfälschung der biblischen Wahrheit, nicht um eine wirkliche Entwicklung derselben. Tatsächlich gibt es ein besseres Modell für das Verständnis dessen, was Jaroslav Pelikan<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Jaroslav_Pelikan" rel="nofollow ugc">https://de.wikipedia.org/wiki/Jaroslav_Pelikan</a><br />
in seinem ausgezeichneten Buch zu diesem Thema &#8222;Das Rätsel des römischen Katholizismus&#8220; (1959)<br />
<a href="https://www.worldcat.org/title/riddle-of-roman-catholicism/oclc/1495060" rel="nofollow ugc">https://www.worldcat.org/title/riddle-of-roman-catholicism/oclc/1495060</a><br />
genannt hat.<br />
2.<br />
Die Heiligenverehrung ist eine Verfälschung der biblischen Wahrheit.</p>
]]></content:encoded>
		
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	</channel>
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