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	Kommentare zu: Der „LGBTIQ-Freiheitsraum“	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Christian B.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88401</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian B.]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2021 11:36:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Klaus: Danke für den konstruktiven Austausch. Das ist bei diesem umkämpften Thema heutzutage leider nicht selbstverständlich. Du schreibst &quot;&lt;span&gt;&#160;Grundsätzlich unterscheiden wir uns offenbar darin, wie man zu ethischen Urteilen kommt. Ich kann diese nur aus der „Dogmatik“, und das heißt aus den biblischen Schriften ableiten&quot; &lt;/span&gt;

Genau hier ist aber der biblische Befund doch eindeutig: Praktizierte Homosexualität wird verurteilt. Sowohl im AT als auch im NT. Und das nicht nur in Sonderfällen (Ausbeutung, Prostitution), sondern als Ganzes. Es gibt nicht eine einzige Stelle, in der praktizierte Homosexualität positiv erwähnt wird. Wird Sexualität positiv erwähnt, handelt es sich um die Beziehung zwischen Mann und Frau. Unter anderem wegen der strengen Sexualethik empfand ich die Bibel, als ich sie zum ersten Mal gelesen hatte, als so anstößig und provokant: Ausgelebte Sexualität ist - laut Bibel - von Gott nur im Rahmen der heterosexuellen Ehe in Ordnung; selbst begehrliche Blicke und Gedanken außerhalb dieser Ehe werden als Sünde bezeichnet.


Lieben Gruß
Christian]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Klaus: Danke für den konstruktiven Austausch. Das ist bei diesem umkämpften Thema heutzutage leider nicht selbstverständlich. Du schreibst &#8222;<span>&nbsp;Grundsätzlich unterscheiden wir uns offenbar darin, wie man zu ethischen Urteilen kommt. Ich kann diese nur aus der „Dogmatik“, und das heißt aus den biblischen Schriften ableiten&#8220; </span></p>
<p>Genau hier ist aber der biblische Befund doch eindeutig: Praktizierte Homosexualität wird verurteilt. Sowohl im AT als auch im NT. Und das nicht nur in Sonderfällen (Ausbeutung, Prostitution), sondern als Ganzes. Es gibt nicht eine einzige Stelle, in der praktizierte Homosexualität positiv erwähnt wird. Wird Sexualität positiv erwähnt, handelt es sich um die Beziehung zwischen Mann und Frau. Unter anderem wegen der strengen Sexualethik empfand ich die Bibel, als ich sie zum ersten Mal gelesen hatte, als so anstößig und provokant: Ausgelebte Sexualität ist &#8211; laut Bibel &#8211; von Gott nur im Rahmen der heterosexuellen Ehe in Ordnung; selbst begehrliche Blicke und Gedanken außerhalb dieser Ehe werden als Sünde bezeichnet.</p>
<p>Lieben Gruß<br />
Christian</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes G.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88399</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes G.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2021 20:19:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88399</guid>

					<description><![CDATA[@Klaus, danke für die kurze Rückmeldung. Fallen dir tatsächlich abgesehen von dogmatischen keine rationalen Gründe ein, weshalb das vorsätzliche Töten unschuldiger Menschen falsch ist? Meinst du nicht, dass der Mensch dazu in der Lage ist, auch ohne einen biblischen Text, feststellen zu können, dass eine solche Handlung objektiv falsch ist und gerade nicht nur deshalb falsch ist, weil Gott diese verbietet bzw. Gott dies nicht einfach willkürlich anders festlegen kann? Es lässt sich doch kaum bestreiten, dass Menschen auch ohne Kenntnis biblischer Texte oder der Anerkennung deren Autorität durch Vernunftgründe zu der Überzeugung gelangen, dass eine solche Handlung objektiv falsch und moralisch verwerflich ist. Wenn wir tatsächlich nicht in der Lage sind, selbst das Gute zu erkennen, wie können wir uns dann überhaupt sicher sein, dass Gott &quot;gut&quot; ist oder dass der biblische Gott nicht vielleicht gar in Wirklichkeit ein bösartiger Demiurg ist?

Wir müssen das Thema an dieser Stelle aber nicht weiter diskutieren. Um meine Position nachvollziehen zu können, ist es auf jeden Fall hilfreich, den verlinkten Text zu lesen ;-) Falls du dazu Fragen oder kritische Anmerkungen hast, kannst du dich auch gerne diekt bei mir melden (E-Mail Adresse ist im Dokument)

Schöne Grüße
Johannes]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Klaus, danke für die kurze Rückmeldung. Fallen dir tatsächlich abgesehen von dogmatischen keine rationalen Gründe ein, weshalb das vorsätzliche Töten unschuldiger Menschen falsch ist? Meinst du nicht, dass der Mensch dazu in der Lage ist, auch ohne einen biblischen Text, feststellen zu können, dass eine solche Handlung objektiv falsch ist und gerade nicht nur deshalb falsch ist, weil Gott diese verbietet bzw. Gott dies nicht einfach willkürlich anders festlegen kann? Es lässt sich doch kaum bestreiten, dass Menschen auch ohne Kenntnis biblischer Texte oder der Anerkennung deren Autorität durch Vernunftgründe zu der Überzeugung gelangen, dass eine solche Handlung objektiv falsch und moralisch verwerflich ist. Wenn wir tatsächlich nicht in der Lage sind, selbst das Gute zu erkennen, wie können wir uns dann überhaupt sicher sein, dass Gott &#8222;gut&#8220; ist oder dass der biblische Gott nicht vielleicht gar in Wirklichkeit ein bösartiger Demiurg ist?</p>
<p>Wir müssen das Thema an dieser Stelle aber nicht weiter diskutieren. Um meine Position nachvollziehen zu können, ist es auf jeden Fall hilfreich, den verlinkten Text zu lesen 😉 Falls du dazu Fragen oder kritische Anmerkungen hast, kannst du dich auch gerne diekt bei mir melden (E-Mail Adresse ist im Dokument)</p>
<p>Schöne Grüße<br />
Johannes</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88398</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2021 17:43:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88398</guid>

					<description><![CDATA[@Johannes und Ron:

Danke für eure Stellungnahmen und den Link. Ich denke, die Unterschiede sind deutlich geworden. Grundsätzlich unterscheiden wir uns offenbar darin, wie man zu ethischen Urteilen kommt. Ich kann diese nur aus der &quot;Dogmatik&quot;, und das heißt aus den biblischen Schriften ableiten, nicht aber aus allgemeinen Vernunftgründen. Das ist schon ein recht ungewöhnlicher Ansatz, zumindest für einen Dozenten an einem reformierten Seminar, oder? Aus allgemeinen Vernunftgründen lässt sich doch alles Mögliche ableiten. Dann verabschiedet man sich doch, was ethische Fragen betrifft, von der biblischen Botschaft. Bestenfalls auf die Schöpfungsordnung könnte man eine ethische Stellungnahme zur Homosexualität gründen, aber dann fragt sich sofort, worin die Schöpfungsordnung eigentlich genau besteht.

Nun, ich werde eure Stellungnahmen genau bedenken und den Aufsatz lesen. Und immer mal wieder in diesem Blog vorbeischauen.

Viele Grüße
Klaus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Johannes und Ron:</p>
<p>Danke für eure Stellungnahmen und den Link. Ich denke, die Unterschiede sind deutlich geworden. Grundsätzlich unterscheiden wir uns offenbar darin, wie man zu ethischen Urteilen kommt. Ich kann diese nur aus der &#8222;Dogmatik&#8220;, und das heißt aus den biblischen Schriften ableiten, nicht aber aus allgemeinen Vernunftgründen. Das ist schon ein recht ungewöhnlicher Ansatz, zumindest für einen Dozenten an einem reformierten Seminar, oder? Aus allgemeinen Vernunftgründen lässt sich doch alles Mögliche ableiten. Dann verabschiedet man sich doch, was ethische Fragen betrifft, von der biblischen Botschaft. Bestenfalls auf die Schöpfungsordnung könnte man eine ethische Stellungnahme zur Homosexualität gründen, aber dann fragt sich sofort, worin die Schöpfungsordnung eigentlich genau besteht.</p>
<p>Nun, ich werde eure Stellungnahmen genau bedenken und den Aufsatz lesen. Und immer mal wieder in diesem Blog vorbeischauen.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Klaus</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88395</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2021 07:45:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88395</guid>

					<description><![CDATA[&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;@Klaus: Bevor ich auf deine Auslegungen eingehe: Ich denke übrigens in dieser Frage ähnlich aristotelisch wie Johannes G. Dabei sind wir beide keine katholischen Christen. Ich als Verteidiger des sola scriptura finde es jedoch etwas beängstigend, wenn man im Blick auf so große Felder wie die Sexualethik die von Gott vorgegebene Wirklichkeit außen vor lässt. Es gibt hinreichende ontologische, teleologische, psychologische und moralische Gründe, um die HS abzulehnen. Und zu sagen, es komme einfach darauf an, dass Beziehungen auf Dauer angelegt seien (oder sein sollten), halte ich für einen Taschenspielertrick, der wenig mit der Wirklichkeit oder mit der Exegese zu tun hat. Auf dieser Linie dachte übrigens auch Pannenberg, der in seiner gesamten Theologie ja meist von unten argumentiert (also von der Empirie) und seine Positionen eher mit der Schrift versiegelt hat.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Nun aber vielen Dank für die Darlegung Deiner Auslegungen. Das sind – wenn ich das richtig sehe – weiteresgehend die Deutungen, die man in der revisionistischen Literatur findet. Ich kann jetzt – wie schon angemerkt – nicht im Detail darauf eingehen. Aber mir fallen schon Sachen auf.&#160;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;In Lev 18,22 steht etwa: „Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.“ Du sagst einfach: Es geht um den aktiven, nicht um den passiven Mann. Der Exeget sagt dazu: Du kannst gerne jede Meinung haben, aber vergiss nicht, diese aus dem Text bzw. dem Kontext zu begründen. Und deshalb kann ich mit gutem Gewissen sagen: Es geht bei dieser Stelle einfach um einen Mann, der bei einem Manne liegt wie bei einer Frau. Wer sagt denn, dass die Frau immer passiv ist? War es damals erlaubt, einfach mal bei einer Frau zu liegen? In Lev 20,13 steht auch nichts davon, dass das Problem die Weiberrolle ist. Selbst wenn es so wäre, hieße das nicht, dass der Passive keine Verantwortung trägt (es ist also keine Vergewaltigung etc. gemeint). Es geht darum, dass diese Dinge, wie auch die anderen in diesem Text erwähnten (Ehebruch, Inzest, Sodomie), moralisch falsch sind.&#160;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Zu 1Kor 6,9–10 schreibst Du: „Auch in 1Kor 6,9-11 geht es um homosexuelle Handlungen zwischen Männern und Knaben. Die meisten Exegeten gehen (hier wie bei 1 Tim 1,10) davon aus, dass es hier um den Verkehr mit Lustknaben geht, d.h. um den Verkehr Heterosexueller mit Abhängigen, die ausgenutzt werden.“ Selbst wenn man mit Bauer μαλακοί mit „Lustknaben“ übersetzt, stimmt etwas mit der Argumentation nicht, da ja auch die μαλακοί vom Reich Gottes ausgeschlossen werden. Sie sind nicht nur unschuldige Opfer.&#160;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Ich frage mal zurück: Gibt es denn aus Deiner Sicht irgendeinen Hinweis darauf, dass Jesus, Paulus oder andere Apostel einer sexuellen Beziehung zwischen zwei Männern oder Frauen Raum geben? Gibt es einen Hinweis darauf, dass die Juden oder die Christen das so verstanden haben? Meines Wissens taucht diese exegetische „Lösung“ robust erst im 20. Jahrhundert auf. Und zwar nicht aufgrund neuer exegetischer Einsichten, sondern aufgrund des gesellschaftlichen Drucks.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Liebe Grüße, Ron&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="ql-align-justify">@Klaus: Bevor ich auf deine Auslegungen eingehe: Ich denke übrigens in dieser Frage ähnlich aristotelisch wie Johannes G. Dabei sind wir beide keine katholischen Christen. Ich als Verteidiger des sola scriptura finde es jedoch etwas beängstigend, wenn man im Blick auf so große Felder wie die Sexualethik die von Gott vorgegebene Wirklichkeit außen vor lässt. Es gibt hinreichende ontologische, teleologische, psychologische und moralische Gründe, um die HS abzulehnen. Und zu sagen, es komme einfach darauf an, dass Beziehungen auf Dauer angelegt seien (oder sein sollten), halte ich für einen Taschenspielertrick, der wenig mit der Wirklichkeit oder mit der Exegese zu tun hat. Auf dieser Linie dachte übrigens auch Pannenberg, der in seiner gesamten Theologie ja meist von unten argumentiert (also von der Empirie) und seine Positionen eher mit der Schrift versiegelt hat.</p>
<p class="ql-align-justify">Nun aber vielen Dank für die Darlegung Deiner Auslegungen. Das sind – wenn ich das richtig sehe – weiteresgehend die Deutungen, die man in der revisionistischen Literatur findet. Ich kann jetzt – wie schon angemerkt – nicht im Detail darauf eingehen. Aber mir fallen schon Sachen auf.&nbsp;</p>
<p class="ql-align-justify">In Lev 18,22 steht etwa: „Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.“ Du sagst einfach: Es geht um den aktiven, nicht um den passiven Mann. Der Exeget sagt dazu: Du kannst gerne jede Meinung haben, aber vergiss nicht, diese aus dem Text bzw. dem Kontext zu begründen. Und deshalb kann ich mit gutem Gewissen sagen: Es geht bei dieser Stelle einfach um einen Mann, der bei einem Manne liegt wie bei einer Frau. Wer sagt denn, dass die Frau immer passiv ist? War es damals erlaubt, einfach mal bei einer Frau zu liegen? In Lev 20,13 steht auch nichts davon, dass das Problem die Weiberrolle ist. Selbst wenn es so wäre, hieße das nicht, dass der Passive keine Verantwortung trägt (es ist also keine Vergewaltigung etc. gemeint). Es geht darum, dass diese Dinge, wie auch die anderen in diesem Text erwähnten (Ehebruch, Inzest, Sodomie), moralisch falsch sind.&nbsp;</p>
<p class="ql-align-justify">Zu 1Kor 6,9–10 schreibst Du: „Auch in 1Kor 6,9-11 geht es um homosexuelle Handlungen zwischen Männern und Knaben. Die meisten Exegeten gehen (hier wie bei 1 Tim 1,10) davon aus, dass es hier um den Verkehr mit Lustknaben geht, d.h. um den Verkehr Heterosexueller mit Abhängigen, die ausgenutzt werden.“ Selbst wenn man mit Bauer μαλακοί mit „Lustknaben“ übersetzt, stimmt etwas mit der Argumentation nicht, da ja auch die μαλακοί vom Reich Gottes ausgeschlossen werden. Sie sind nicht nur unschuldige Opfer.&nbsp;</p>
<p class="ql-align-justify">Ich frage mal zurück: Gibt es denn aus Deiner Sicht irgendeinen Hinweis darauf, dass Jesus, Paulus oder andere Apostel einer sexuellen Beziehung zwischen zwei Männern oder Frauen Raum geben? Gibt es einen Hinweis darauf, dass die Juden oder die Christen das so verstanden haben? Meines Wissens taucht diese exegetische „Lösung“ robust erst im 20. Jahrhundert auf. Und zwar nicht aufgrund neuer exegetischer Einsichten, sondern aufgrund des gesellschaftlichen Drucks.</p>
<p class="ql-align-justify">Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes G.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88394</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes G.]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2021 07:00:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88394</guid>

					<description><![CDATA[@Klaus, danke für deine ausführliche Rückmeldung. Deine Kommentare hier habe ich persönlich übrigens in keiner Weise als &quot;provozierend&quot; empfunden - im Gegenteil. Ich kann aus Zeitgründen leider auf deine exegetischen Anmerkungen nicht weiter eingehen (s. dazu z. B. Gagnon). Mir scheint jedoch, dass du von vielen Annahmen ausgehst, die sich weder explizit noch implizit in den Texten wiederfinden.

Davon abgesehen halte ich, wie bereits angemerkt, exegetische Argumente in allgemeinen moralischen Fragen (d. h. von Sachverhalten, die nicht einfach auf &quot;göttlichen Konventionen&quot; beruhen) aber auch für zweitrangig (um Missverständnissen vorzubeugen: im Sinne des Verstehens, nicht im Sinne der Autorität). Allgemeine moralische Prinzipien können meiner Auffassung nach durch die Vernunft erkannt bzw. entdeckt werden und sind keine willkürlichen oder grundlosen Setzungen Gottes. Ich vermute du benötigst beispielsweise auch keine Bibelstellen, um zu begründen, dass und vor allem warum Diebstahl, Lüge und Mord moralisch falsch sind. In der Sexualethik verhält sich dies meiner Überzeugung nach nicht anders. Weshalb ich daher gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen (ebenso wie vorsätzlich sterilisierte heterosexuelle Handlungen) für moralisch falsch halte, habe ich hier näher ausgeführt:

&lt;a href=&quot;https://www.dropbox.com/s/ervyem7ely8uidu/Sexualethik_und_Naturrecht.pdf?dl=0&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;noopener nofollow ugc&quot;&gt;&lt;u&gt;Sexuelle Revolution mit Subtraktion? - Eine moralphilosophische Begründung der traditionellen Sexualethik&lt;/u&gt;&lt;/a&gt;

Liebe Grüße aus dem Schwabenland ;-)
Johannes]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Klaus, danke für deine ausführliche Rückmeldung. Deine Kommentare hier habe ich persönlich übrigens in keiner Weise als &#8222;provozierend&#8220; empfunden &#8211; im Gegenteil. Ich kann aus Zeitgründen leider auf deine exegetischen Anmerkungen nicht weiter eingehen (s. dazu z. B. Gagnon). Mir scheint jedoch, dass du von vielen Annahmen ausgehst, die sich weder explizit noch implizit in den Texten wiederfinden.</p>
<p>Davon abgesehen halte ich, wie bereits angemerkt, exegetische Argumente in allgemeinen moralischen Fragen (d. h. von Sachverhalten, die nicht einfach auf &#8222;göttlichen Konventionen&#8220; beruhen) aber auch für zweitrangig (um Missverständnissen vorzubeugen: im Sinne des Verstehens, nicht im Sinne der Autorität). Allgemeine moralische Prinzipien können meiner Auffassung nach durch die Vernunft erkannt bzw. entdeckt werden und sind keine willkürlichen oder grundlosen Setzungen Gottes. Ich vermute du benötigst beispielsweise auch keine Bibelstellen, um zu begründen, dass und vor allem warum Diebstahl, Lüge und Mord moralisch falsch sind. In der Sexualethik verhält sich dies meiner Überzeugung nach nicht anders. Weshalb ich daher gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen (ebenso wie vorsätzlich sterilisierte heterosexuelle Handlungen) für moralisch falsch halte, habe ich hier näher ausgeführt:</p>
<p><a href="https://www.dropbox.com/s/ervyem7ely8uidu/Sexualethik_und_Naturrecht.pdf?dl=0" target="_blank" rel="noopener nofollow ugc"><u>Sexuelle Revolution mit Subtraktion? &#8211; Eine moralphilosophische Begründung der traditionellen Sexualethik</u></a></p>
<p>Liebe Grüße aus dem Schwabenland 😉<br />
Johannes</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Chrissen		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88391</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chrissen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jun 2021 01:52:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88391</guid>

					<description><![CDATA[Matthäus 18,7: Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Bösen verführt! Johannes 3,3-5: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. -ENDE- Mein Vater, Mitglied der EKD von Säugling an, und meine Mama, Mitglied der RKK von Säugling an, sind &lt;strong&gt;&lt;u&gt;leider&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; keine Christen und werden somit verlorengehen in der Hölle. &quot;Christen&quot;, Namenschristen, Traditionschristen, &quot;zwangsgetaufte Säuglingschristen&quot;, Scheinchristen, ja alle möglichen &quot;Christen&quot; gibt es da in Deutschland, in den Kirchen, auf den Kanzeln und an den theologischen Schulen … Das hat nichts mit &quot;Ich bin besser als diese!&quot; zu tun, muß aber aber auch ehrlich so gesagt werden ...

Folgendes will ich beherzigen für mein Leben: Psalm 119,109-110: Mein Leben ist immer in Gefahr; aber dein Gesetz vergesse ich nicht. Frevler legen mir Schlingen; ich aber irre nicht ab von deinen Befehlen. -ENDE- Zuletzt mein Taufspruch: Epheser 4,22-24: Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. -ENDE-

Macht&#039;s gut alle hier!
Chrissen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Matthäus 18,7: Weh der Welt der Verführungen wegen! Es müssen ja Verführungen kommen; doch weh dem Menschen, der zum Bösen verführt! Johannes 3,3-5: Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht geboren wird aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. -ENDE- Mein Vater, Mitglied der EKD von Säugling an, und meine Mama, Mitglied der RKK von Säugling an, sind <strong><u>leider</u></strong> keine Christen und werden somit verlorengehen in der Hölle. &#8222;Christen&#8220;, Namenschristen, Traditionschristen, &#8222;zwangsgetaufte Säuglingschristen&#8220;, Scheinchristen, ja alle möglichen &#8222;Christen&#8220; gibt es da in Deutschland, in den Kirchen, auf den Kanzeln und an den theologischen Schulen … Das hat nichts mit &#8222;Ich bin besser als diese!&#8220; zu tun, muß aber aber auch ehrlich so gesagt werden &#8230;</p>
<p>Folgendes will ich beherzigen für mein Leben: Psalm 119,109-110: Mein Leben ist immer in Gefahr; aber dein Gesetz vergesse ich nicht. Frevler legen mir Schlingen; ich aber irre nicht ab von deinen Befehlen. -ENDE- Zuletzt mein Taufspruch: Epheser 4,22-24: Legt von euch ab den alten Menschen mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. -ENDE-</p>
<p>Macht&#8217;s gut alle hier!<br />
Chrissen</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88390</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2021 20:04:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88390</guid>

					<description><![CDATA[@Johannes:

Danke für den Literaturhinweis. Ich weiß zwar nicht, warum es keine Bibelstellen braucht, um moralische Erwägungen zu begründen, aber dein Aufsatz wird mir das sicher erklären. Du kannst ihn gern für mich verlinken.

@Ron:

Vielen Dank für die Hinweise. Wahrscheinlich ist es unergiebig, jetzt in einen Streit um die richtige Schriftauslegung einzutreten. Dennoch will ich wenigstens einige Argumente zu den von Pannenberg genannten Stellen anführen:

In Lev 18,22 geht es nur um den aktiven Mann, nicht um den passiven. In Lev 20,13 ist dies dahingehend präzisiert, dass auch der passive Mann ausdrücklich genannt wird. Nach Lev 20,13 steht darauf die Todesstrafe, weil die Verweiblichung des Mannes dem Patriarchat widersprach. Er verrät die Männerherrschaft, indem er sich verweiblichen lässt. Ein Mann darf nicht die „Weiberrolle” einnehmen. Der Hintergrund ist also die Geschlechterhierarchie. Ein anderer Hintergrund ist, dass der Samen des Mannes als unheimlich kostbar galt und deshalb nicht vergeudet werden durfte. Der Mann musste mit seinem Samen für Nachkommen sorgen, die äußerst wichtig waren. Beide Gründe zogen die Todesstrafe nach sich. Es geht also nicht um eine dauerhafte Partnerschaft, sondern um einen für Männer entwürdigenden Sexualakt, der in ihrer Erniedrigung besteht. Frauen galten in der Antike nur als passive&#160;Gefäße und Eigentum des Mannes, der Mann allein galt als der Aktive. Wenn nun ein Mann in die Rolle des Passiven gedrängt wurde, war das für ihn entwürdigend.

Nach beiden Lev-Stellen Versen ist Homosexualität ein Gräuel. Ein Gräuel ist es aber nach AT auch, Schweinefleisch oder Schalentiere zu essen. Das ganze Kapitel ist von Anweisungen durchzogen, die wir heute nicht mehr befolgen, z.B. sind Ehebrecher zu töten und ist zwischen reinen und unreinen Vögeln zu unterscheiden. Wer letzteres nicht tut, ist aus dem Volk zu tilgen (Lev 20,25f). In Lev 20,19 ist der Verkehr mit einer menstruierenden Frau verboten.

Paulus führt in Röm 1 das sündige Verhalten päderastischer Männer der griechischen Kultur paradigmatisch für die Verlorenheit der Welt an. Das Fazit von Röm 1-3 ist nach Röm 3,9-20 die allgemeine Verstrickung aller Menschen in Sünde. Nach Studien sind 4-5% der Männer und 2-3% der Frauen homosexuell. Das gilt in allen Religionen und Kulturen. Es kann doch aber wohl kaum sein, dass Paulus die Gottlosigkeit der Menschen an solch einem Minderheitenproblem veranschaulichen will. Paulus will vielmehr zeigen, dass die römisch-hellenistische Oberschicht, die Menschen, die in Palästen leben, Gott danken sollten anstatt alle möglichen sexuellen Praktiken durchzutesten. Es gab ca. 16jährige Knaben, deren Körper im Hellenismus als ausgesprochen schön betrachtet wurde (im Unterschied zu Frauenkörpern). Sexueller Verkehr der Schickeria mit solchen Knaben ist Päderastie. Es geht nicht um eine Partnerschaft, sondern um Sexspiele von reichen verheirateten Männern und Frauen, die auf diese Weise ihre sexuellen Phantasien ausleben. Es geht überhaupt nicht um eine lebenslange homosexuelle Persönlichkeitskonstante. Davon wusste Paulus nichts und konnte davon auch nichts wissen. Paulus kritisiert zu Recht das Verhalten der Schickeria in Rom und Korinth, nicht aber Homosexuelle in unserem Sinn. „Gegen die Natur” ist es übrigens nach 1 Kor 11,14 auch, wenn Männer sich die Haare lang wachsen lassen (Ebach).

Auch in 1Kor 6,9-11 geht es um homosexuelle Handlungen zwischen Männern und Knaben. Die meisten Exegeten gehen (hier wie bei 1 Tim 1,10) davon aus, dass es hier um den Verkehr mit Lustknaben geht, d.h. um den Verkehr Heterosexueller mit Abhängigen, die ausgenutzt werden.

Pannenbergs letzten Absatz kann ich nicht nachvollziehen. Die Unterscheidung zwischen homosexueller Betätigung und homophiler Veranlagung halte ich aber für hilfreich. Ich würde nur bei Menschen mit einer homophilen Veranlagung (konstitutionelle Homosexualität) deren Betätigung nicht verurteilen.

Ich bin kein Exeget und muss mich da auf die Forschungsergebnisse der Exegeten verlassen. Natürlich weiß ich, dass es auch andere Auslegungen gibt. Ich kann also nicht für die Richtigkeit der obigen Auslegungen garantieren. Aber wer kann das schon? Es gäbe auch noch viel mehr dazu zu sagen, auch was die biblische Hermeneutik betrifft. Aber das würde wahrscheinlich jetzt zu weit führen, und online ist eine derart komplexe Diskussion sowieso schwierig.

Unser Austausch zeigt mir wieder: Wir sind alle auf dem Weg. Möge Gottes Geist uns in die Wahrheit leiten.

Danke nochmal für die Reaktionen auf meine etwas provozierenden Kommentare.

Viele Grüße
Klaus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Johannes:</p>
<p>Danke für den Literaturhinweis. Ich weiß zwar nicht, warum es keine Bibelstellen braucht, um moralische Erwägungen zu begründen, aber dein Aufsatz wird mir das sicher erklären. Du kannst ihn gern für mich verlinken.</p>
<p>@Ron:</p>
<p>Vielen Dank für die Hinweise. Wahrscheinlich ist es unergiebig, jetzt in einen Streit um die richtige Schriftauslegung einzutreten. Dennoch will ich wenigstens einige Argumente zu den von Pannenberg genannten Stellen anführen:</p>
<p>In Lev 18,22 geht es nur um den aktiven Mann, nicht um den passiven. In Lev 20,13 ist dies dahingehend präzisiert, dass auch der passive Mann ausdrücklich genannt wird. Nach Lev 20,13 steht darauf die Todesstrafe, weil die Verweiblichung des Mannes dem Patriarchat widersprach. Er verrät die Männerherrschaft, indem er sich verweiblichen lässt. Ein Mann darf nicht die „Weiberrolle” einnehmen. Der Hintergrund ist also die Geschlechterhierarchie. Ein anderer Hintergrund ist, dass der Samen des Mannes als unheimlich kostbar galt und deshalb nicht vergeudet werden durfte. Der Mann musste mit seinem Samen für Nachkommen sorgen, die äußerst wichtig waren. Beide Gründe zogen die Todesstrafe nach sich. Es geht also nicht um eine dauerhafte Partnerschaft, sondern um einen für Männer entwürdigenden Sexualakt, der in ihrer Erniedrigung besteht. Frauen galten in der Antike nur als passive&nbsp;Gefäße und Eigentum des Mannes, der Mann allein galt als der Aktive. Wenn nun ein Mann in die Rolle des Passiven gedrängt wurde, war das für ihn entwürdigend.</p>
<p>Nach beiden Lev-Stellen Versen ist Homosexualität ein Gräuel. Ein Gräuel ist es aber nach AT auch, Schweinefleisch oder Schalentiere zu essen. Das ganze Kapitel ist von Anweisungen durchzogen, die wir heute nicht mehr befolgen, z.B. sind Ehebrecher zu töten und ist zwischen reinen und unreinen Vögeln zu unterscheiden. Wer letzteres nicht tut, ist aus dem Volk zu tilgen (Lev 20,25f). In Lev 20,19 ist der Verkehr mit einer menstruierenden Frau verboten.</p>
<p>Paulus führt in Röm 1 das sündige Verhalten päderastischer Männer der griechischen Kultur paradigmatisch für die Verlorenheit der Welt an. Das Fazit von Röm 1-3 ist nach Röm 3,9-20 die allgemeine Verstrickung aller Menschen in Sünde. Nach Studien sind 4-5% der Männer und 2-3% der Frauen homosexuell. Das gilt in allen Religionen und Kulturen. Es kann doch aber wohl kaum sein, dass Paulus die Gottlosigkeit der Menschen an solch einem Minderheitenproblem veranschaulichen will. Paulus will vielmehr zeigen, dass die römisch-hellenistische Oberschicht, die Menschen, die in Palästen leben, Gott danken sollten anstatt alle möglichen sexuellen Praktiken durchzutesten. Es gab ca. 16jährige Knaben, deren Körper im Hellenismus als ausgesprochen schön betrachtet wurde (im Unterschied zu Frauenkörpern). Sexueller Verkehr der Schickeria mit solchen Knaben ist Päderastie. Es geht nicht um eine Partnerschaft, sondern um Sexspiele von reichen verheirateten Männern und Frauen, die auf diese Weise ihre sexuellen Phantasien ausleben. Es geht überhaupt nicht um eine lebenslange homosexuelle Persönlichkeitskonstante. Davon wusste Paulus nichts und konnte davon auch nichts wissen. Paulus kritisiert zu Recht das Verhalten der Schickeria in Rom und Korinth, nicht aber Homosexuelle in unserem Sinn. „Gegen die Natur” ist es übrigens nach 1 Kor 11,14 auch, wenn Männer sich die Haare lang wachsen lassen (Ebach).</p>
<p>Auch in 1Kor 6,9-11 geht es um homosexuelle Handlungen zwischen Männern und Knaben. Die meisten Exegeten gehen (hier wie bei 1 Tim 1,10) davon aus, dass es hier um den Verkehr mit Lustknaben geht, d.h. um den Verkehr Heterosexueller mit Abhängigen, die ausgenutzt werden.</p>
<p>Pannenbergs letzten Absatz kann ich nicht nachvollziehen. Die Unterscheidung zwischen homosexueller Betätigung und homophiler Veranlagung halte ich aber für hilfreich. Ich würde nur bei Menschen mit einer homophilen Veranlagung (konstitutionelle Homosexualität) deren Betätigung nicht verurteilen.</p>
<p>Ich bin kein Exeget und muss mich da auf die Forschungsergebnisse der Exegeten verlassen. Natürlich weiß ich, dass es auch andere Auslegungen gibt. Ich kann also nicht für die Richtigkeit der obigen Auslegungen garantieren. Aber wer kann das schon? Es gäbe auch noch viel mehr dazu zu sagen, auch was die biblische Hermeneutik betrifft. Aber das würde wahrscheinlich jetzt zu weit führen, und online ist eine derart komplexe Diskussion sowieso schwierig.</p>
<p>Unser Austausch zeigt mir wieder: Wir sind alle auf dem Weg. Möge Gottes Geist uns in die Wahrheit leiten.</p>
<p>Danke nochmal für die Reaktionen auf meine etwas provozierenden Kommentare.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Klaus</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Johannes G.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88387</link>

		<dc:creator><![CDATA[Johannes G.]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2021 09:11:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88387</guid>

					<description><![CDATA[@Klaus, hast du bezüglich der exegetischen Fragen das Buch &quot;The Bible and Homosexual Practice: Texts and Hermeneutics&quot; von Robert Gagnon gelesen? Wenn du an einer kritischen Auseinandersetzung mit den von dir vorgebrachten Argumenten bzw. einer &quot;Widerlegung&quot; interessiert bist, würde ich dir dieses Werk unbedingt empfehlen.

Ansonsten braucht es meiner Auffassung nach aber auch keine Bibelstellen, um zu begründen, weshalb man sich aufgrund moralischer Erwägungen grundsätzlich - d. h. unabhängig von den Rahmenbedingungen - gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen enthalten sollte. Wenn dich die entsprechende Argumentation interessiert, kann ich dir dazu gerne einen Aufsatz von mir verlinken.

Schöne Grüße
Johannes]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Klaus, hast du bezüglich der exegetischen Fragen das Buch &#8222;The Bible and Homosexual Practice: Texts and Hermeneutics&#8220; von Robert Gagnon gelesen? Wenn du an einer kritischen Auseinandersetzung mit den von dir vorgebrachten Argumenten bzw. einer &#8222;Widerlegung&#8220; interessiert bist, würde ich dir dieses Werk unbedingt empfehlen.</p>
<p>Ansonsten braucht es meiner Auffassung nach aber auch keine Bibelstellen, um zu begründen, weshalb man sich aufgrund moralischer Erwägungen grundsätzlich &#8211; d. h. unabhängig von den Rahmenbedingungen &#8211; gleichgeschlechtlicher sexueller Handlungen enthalten sollte. Wenn dich die entsprechende Argumentation interessiert, kann ich dir dazu gerne einen Aufsatz von mir verlinken.</p>
<p>Schöne Grüße<br />
Johannes</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88386</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jun 2021 09:05:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88386</guid>

					<description><![CDATA[@Klaus: Jetzt verstehe ich, was Du meinst. Du beziehst Dich auf die iDAF-Meldung. Ich glaube, da hast Du etwas falsch verstanden. Der &quot;Brief aus Brüssel&quot; ist der Titel eines Schreibens des Instituts. &quot;Brief aus Brüssel&quot; steht für Meldungen zum Thema EU, wobei die Autoren anonym bleiben. &quot;Brief aus Brüssel&quot; ist nicht so zu verstehen: das ist ein Brief. Siehe hier: https://www.i-daf.org/brief-aus-bruessel/select_category/64.html.

Zu Karl Barth findest Du hier einen Abschnitt:

https://theoblog.de/karl-barth-zur-frage-der-homosexualitat/8571/

Pannenberg schrieb („Maßstäbe zur kirchlichen Urteilsbildung über Homosexualität“
,Zeitwende 65, 1994, S. 1–4):

&lt;blockquote&gt;Die biblischen Urteile über homosexuelles Verhalten sind eindeutig in ihrer mehr oder weniger scharfen Ablehnung, und alle biblischen Aussagen zu diesem Thema stimmen ausnahmslos darin überein. Das Heiligkeitsgesetz im dritten Buch Mose bestimmt apodiktisch: „einem männlichen Wesen darfst du nicht beiwohnen, wie man einer Frau beiwohnt; es wäre ein Gräuel“ (Lev 18,22). Das zwanzigste Kapitel des Buches rechnet solches Verhalten sogar zu den todeswürdigen Verbrechen (Lev 20,13), übrigens ebenso wie wenige Verse zuvor den Ehebruch (Lev 20,10). Die Juden wussten sich in diesen Fragen von den sie umgebenden Völkern geschieden, und das hat auch die neutestamentlichen Aussagen zum Thema der Homosexualität bestimmt, im Gegensatz zur hellenistischen Kultur, die an homosexuellen Beziehungen keinen Anstoß nahm. Paulus hat im Römerbrief homosexuelles Verhalten zu den Folgen der Abwendung der Menschen von Gott gerechnet (Röm 1,27), und im ersten Brief an die Korinther wird homosexuelle Praxis neben Unzucht, Ehebruch, Götzendienst, Wucherei, Trunksucht, Diebstahl und Raub zu den Verhaltensweisen gerechnet, die von der Teilhabe am Reiche Gottes ausschließen (1Kor 6,9f), und Paulus meint, die Christen seien von der Verstrickung in all solche Verhaltensweisen durch die Taufe frei geworden (1Kor 6,11).&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;Diesen paulinischen Aussagen steht im Neuen Testament keine einzige Stelle gegenüber, die ein günstigeres Urteil über homosexuelle Betätigung erkennen ließe. In der Gesamtheit des biblischen Zeugnisses wird also praktizierte Homosexualität ausnahmslos zu den Verhaltensweisen gerechnet, in denen die Abwendung des Menschen von Gott besonders eklatant zum Ausdruck kommt. Dieser Befund setzt dem Urteil einer an die Autorität der Schrift gebundenen Kirche zum Thema der Homosexualität sehr enge Grenzen, zumal die biblischen Aussagen zu diesem Thema das negative Gegenstück zu den positiven Anschauungen über die schöpfungsgemäße Bestimmung des Menschen in seiner Sexualität bilden, so dass es sich also keineswegs um marginale Urteile handelt, die ohne Schaden für die christliche Botschaft im ganzen vernachlässigt werden könnten. Die biblischen Aussagen über Homosexualität lassen sich auch nicht dadurch relativieren, dass man sie als Ausdruck einer für den modernen Menschen überholten kulturgeschichtlichen Situation betrachtet. Es handelt sich hier ja gerade um ein Thema, bei dem die biblischen Zeugnisse schon ursprünglich ganz bewusst den in ihrer kulturellen Umwelt herrschenden Auffassungen entgegentraten, und zwar um des Glaubens an den Gott Israels willen hinsichtlich der von ihm dem Menschen bei seiner Schöpfung verliehenen Bestimmung.&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;Nun hört man heute von Befürwortern einer Änderung des Urteils der Kirche über die Homosexualität, die biblischen Aussagen hätten einen erst durch moderne anthropologische Erkenntnisse gewonnenen Befund nicht berücksichtigen können, nämlich dass Homosexualität - wie es heißt - schon als „Gegebenheit“ der leiblich-seelischen Befindlichkeit homosexueller Menschen vor aller entsprechenden sexuellen Betätigung zu würdigen sei. Man sollte hier zur deutlicheren Unterscheidung von der homosexuellen Betätigung besser von einer homophilen Veranlagung sprechen. Dazu ist zu sagen, dass eine solche Veranlagung nur durch ihre Intensität auf eine Minderheit von Menschen beschränkt ist. Als ein Faktor menschlicher Sexualität unter anderen ist sie viel weiter verbreitet. Für den Menschen ist ja charakteristisch, dass sexuelle Antriebe nicht auf einen abgesonderten Verhaltensbereich beschränkt sind, sondern das ganze menschliche Verhalten in allen Lebensbereichen durchdringen. Dazu gehören auch Beziehungen zu Personen des eigenen Geschlechts. Doch gerade weil erotische Motive beim menschlichen Verhalten überall beteiligt sind, stellt sich dem Menschen die Aufgabe ihrer Integration in das Ganze der menschlichen Lebensführung. Die Tatsache homophiler Neigungen muss nicht automatisch zur homosexuellen Betätigung führen. Sie kann in eine Lebensführung integriert werden, in der sie der Beziehung zum andern Geschlecht untergeordnet wird und in der das Thema sexueller Betätigung überhaupt nicht das alles andere beherrschende Zentrum menschlicher Lebensführung sein sollte. Die Leistung der Ehe als Institution liegt, wie der Soziologe Helmut Schelsky mit Recht gesagt hat, nicht zuletzt darin, dass sie die menschliche Sexualität einbindet in darüber hinausgehende Aufgaben und Ziele.&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;br&gt;&lt;/blockquote&gt;Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Klaus: Jetzt verstehe ich, was Du meinst. Du beziehst Dich auf die iDAF-Meldung. Ich glaube, da hast Du etwas falsch verstanden. Der &#8222;Brief aus Brüssel&#8220; ist der Titel eines Schreibens des Instituts. &#8222;Brief aus Brüssel&#8220; steht für Meldungen zum Thema EU, wobei die Autoren anonym bleiben. &#8222;Brief aus Brüssel&#8220; ist nicht so zu verstehen: das ist ein Brief. Siehe hier: <a href="https://www.i-daf.org/brief-aus-bruessel/select_category/64.html" rel="nofollow ugc">https://www.i-daf.org/brief-aus-bruessel/select_category/64.html</a>.</p>
<p>Zu Karl Barth findest Du hier einen Abschnitt:</p>
<p><a href="https://theoblog.de/karl-barth-zur-frage-der-homosexualitat/8571/" rel="ugc">https://theoblog.de/karl-barth-zur-frage-der-homosexualitat/8571/</a></p>
<p>Pannenberg schrieb („Maßstäbe zur kirchlichen Urteilsbildung über Homosexualität“<br />
,Zeitwende 65, 1994, S. 1–4):</p>
<blockquote><p>Die biblischen Urteile über homosexuelles Verhalten sind eindeutig in ihrer mehr oder weniger scharfen Ablehnung, und alle biblischen Aussagen zu diesem Thema stimmen ausnahmslos darin überein. Das Heiligkeitsgesetz im dritten Buch Mose bestimmt apodiktisch: „einem männlichen Wesen darfst du nicht beiwohnen, wie man einer Frau beiwohnt; es wäre ein Gräuel“ (Lev 18,22). Das zwanzigste Kapitel des Buches rechnet solches Verhalten sogar zu den todeswürdigen Verbrechen (Lev 20,13), übrigens ebenso wie wenige Verse zuvor den Ehebruch (Lev 20,10). Die Juden wussten sich in diesen Fragen von den sie umgebenden Völkern geschieden, und das hat auch die neutestamentlichen Aussagen zum Thema der Homosexualität bestimmt, im Gegensatz zur hellenistischen Kultur, die an homosexuellen Beziehungen keinen Anstoß nahm. Paulus hat im Römerbrief homosexuelles Verhalten zu den Folgen der Abwendung der Menschen von Gott gerechnet (Röm 1,27), und im ersten Brief an die Korinther wird homosexuelle Praxis neben Unzucht, Ehebruch, Götzendienst, Wucherei, Trunksucht, Diebstahl und Raub zu den Verhaltensweisen gerechnet, die von der Teilhabe am Reiche Gottes ausschließen (1Kor 6,9f), und Paulus meint, die Christen seien von der Verstrickung in all solche Verhaltensweisen durch die Taufe frei geworden (1Kor 6,11).</p></p><p><p></p></p><p><p>Diesen paulinischen Aussagen steht im Neuen Testament keine einzige Stelle gegenüber, die ein günstigeres Urteil über homosexuelle Betätigung erkennen ließe. In der Gesamtheit des biblischen Zeugnisses wird also praktizierte Homosexualität ausnahmslos zu den Verhaltensweisen gerechnet, in denen die Abwendung des Menschen von Gott besonders eklatant zum Ausdruck kommt. Dieser Befund setzt dem Urteil einer an die Autorität der Schrift gebundenen Kirche zum Thema der Homosexualität sehr enge Grenzen, zumal die biblischen Aussagen zu diesem Thema das negative Gegenstück zu den positiven Anschauungen über die schöpfungsgemäße Bestimmung des Menschen in seiner Sexualität bilden, so dass es sich also keineswegs um marginale Urteile handelt, die ohne Schaden für die christliche Botschaft im ganzen vernachlässigt werden könnten. Die biblischen Aussagen über Homosexualität lassen sich auch nicht dadurch relativieren, dass man sie als Ausdruck einer für den modernen Menschen überholten kulturgeschichtlichen Situation betrachtet. Es handelt sich hier ja gerade um ein Thema, bei dem die biblischen Zeugnisse schon ursprünglich ganz bewusst den in ihrer kulturellen Umwelt herrschenden Auffassungen entgegentraten, und zwar um des Glaubens an den Gott Israels willen hinsichtlich der von ihm dem Menschen bei seiner Schöpfung verliehenen Bestimmung.</p></p><p><p></p></p><p><p>Nun hört man heute von Befürwortern einer Änderung des Urteils der Kirche über die Homosexualität, die biblischen Aussagen hätten einen erst durch moderne anthropologische Erkenntnisse gewonnenen Befund nicht berücksichtigen können, nämlich dass Homosexualität &#8211; wie es heißt &#8211; schon als „Gegebenheit“ der leiblich-seelischen Befindlichkeit homosexueller Menschen vor aller entsprechenden sexuellen Betätigung zu würdigen sei. Man sollte hier zur deutlicheren Unterscheidung von der homosexuellen Betätigung besser von einer homophilen Veranlagung sprechen. Dazu ist zu sagen, dass eine solche Veranlagung nur durch ihre Intensität auf eine Minderheit von Menschen beschränkt ist. Als ein Faktor menschlicher Sexualität unter anderen ist sie viel weiter verbreitet. Für den Menschen ist ja charakteristisch, dass sexuelle Antriebe nicht auf einen abgesonderten Verhaltensbereich beschränkt sind, sondern das ganze menschliche Verhalten in allen Lebensbereichen durchdringen. Dazu gehören auch Beziehungen zu Personen des eigenen Geschlechts. Doch gerade weil erotische Motive beim menschlichen Verhalten überall beteiligt sind, stellt sich dem Menschen die Aufgabe ihrer Integration in das Ganze der menschlichen Lebensführung. Die Tatsache homophiler Neigungen muss nicht automatisch zur homosexuellen Betätigung führen. Sie kann in eine Lebensführung integriert werden, in der sie der Beziehung zum andern Geschlecht untergeordnet wird und in der das Thema sexueller Betätigung überhaupt nicht das alles andere beherrschende Zentrum menschlicher Lebensführung sein sollte. Die Leistung der Ehe als Institution liegt, wie der Soziologe Helmut Schelsky mit Recht gesagt hat, nicht zuletzt darin, dass sie die menschliche Sexualität einbindet in darüber hinausgehende Aufgaben und Ziele.</p></p><p><p></p></blockquote>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88385</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 20:13:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88385</guid>

					<description><![CDATA[@Chrissen: Schade, dass du mich nun mit Welt, Irrglauben, Zeitgeist statt Bibel, &quot;Islam ist toll&quot;, &quot;Gott redet, wonach einem die Ohren jucken und kitzeln“, Verehrung eines &quot;Ego-Götzen&quot; und allerlei anderem in eine Ecke stellst. Ich denke, dazu hat kein Christenmensch das Recht. Keiner von uns ist unfehlbar. Keiner ist ein &quot;wiedergeborener Christ&quot;, während die anderen eben nur &quot;Christen&quot; sind oder nicht mal das. Jeder Christ und jede Christin ist wiedergeboren, also kann man das Wort auch weglassen - es sei denn, man will sich doch von denen, die bloß &quot;Christen&quot; sind, also nicht wiedergeboren, abgrenzen. Aber wer kann das Wiedergeborensein dem anderen absprechen?

Ich habe von alldem, wonach das, was ich geschrieben habe, für dich klingt, kein Wort gesagt. Warum unterstellst du mir solches?

Ich will dich gar nicht in Frage stellen. Sei doch so, wie du bist. Ich finde es beachtlich und bewundernswert, dass du so lebst, wie du lebst - auch wenn ich meine, das müsste gar nicht so sein. Aber wenn es deine Entscheidung ist, die du in der Kraft Gottes getroffen hast, dann ist es die für dich richtige Entscheidung. Für andere mag es andere Entscheidungen geben. Mit Gott gibt es viele Wege. Man sollte nur seinen eigenen nicht verbindlich machen für die ganze Welt. Damit meine ich nicht, dass es egal ist, wie man lebt. Aber auf manche (längst nicht alle!) Fragen gibt es mehrere Antworten, von denen nicht nur eine einzige richtig sein muss.

Ich wünsche dir viel Segen auf deinem Weg
Klaus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Chrissen: Schade, dass du mich nun mit Welt, Irrglauben, Zeitgeist statt Bibel, &#8222;Islam ist toll&#8220;, &#8222;Gott redet, wonach einem die Ohren jucken und kitzeln“, Verehrung eines &#8222;Ego-Götzen&#8220; und allerlei anderem in eine Ecke stellst. Ich denke, dazu hat kein Christenmensch das Recht. Keiner von uns ist unfehlbar. Keiner ist ein &#8222;wiedergeborener Christ&#8220;, während die anderen eben nur &#8222;Christen&#8220; sind oder nicht mal das. Jeder Christ und jede Christin ist wiedergeboren, also kann man das Wort auch weglassen &#8211; es sei denn, man will sich doch von denen, die bloß &#8222;Christen&#8220; sind, also nicht wiedergeboren, abgrenzen. Aber wer kann das Wiedergeborensein dem anderen absprechen?</p>
<p>Ich habe von alldem, wonach das, was ich geschrieben habe, für dich klingt, kein Wort gesagt. Warum unterstellst du mir solches?</p>
<p>Ich will dich gar nicht in Frage stellen. Sei doch so, wie du bist. Ich finde es beachtlich und bewundernswert, dass du so lebst, wie du lebst &#8211; auch wenn ich meine, das müsste gar nicht so sein. Aber wenn es deine Entscheidung ist, die du in der Kraft Gottes getroffen hast, dann ist es die für dich richtige Entscheidung. Für andere mag es andere Entscheidungen geben. Mit Gott gibt es viele Wege. Man sollte nur seinen eigenen nicht verbindlich machen für die ganze Welt. Damit meine ich nicht, dass es egal ist, wie man lebt. Aber auf manche (längst nicht alle!) Fragen gibt es mehrere Antworten, von denen nicht nur eine einzige richtig sein muss.</p>
<p>Ich wünsche dir viel Segen auf deinem Weg<br />
Klaus</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88384</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 19:57:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88384</guid>

					<description><![CDATA[@Ron: Okay, das Zeitproblem kann ich gut verstehen. Wäre auch für mich jetzt nicht einfach. Lassen wir es dabei und seien wir offen für neue Erkenntnisse. Ich werde Barth, den ich sonst überaus schätze, dazu noch lesen.

Über den sog. Brief habe ich alles geschrieben. Der Brief gibt ja selbst nicht an, wo seine Quellen zu finden sind. Danach kann ich jetzt auch nicht aufwendig forschen. Aber vieles erscheint mir sehr zweifelhaft.

Danke für die Gesprächsmöglichkeit ohne Verunglimpfung (ist leider selten geworden).

Viele Grüße
Klaus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Ron: Okay, das Zeitproblem kann ich gut verstehen. Wäre auch für mich jetzt nicht einfach. Lassen wir es dabei und seien wir offen für neue Erkenntnisse. Ich werde Barth, den ich sonst überaus schätze, dazu noch lesen.</p>
<p>Über den sog. Brief habe ich alles geschrieben. Der Brief gibt ja selbst nicht an, wo seine Quellen zu finden sind. Danach kann ich jetzt auch nicht aufwendig forschen. Aber vieles erscheint mir sehr zweifelhaft.</p>
<p>Danke für die Gesprächsmöglichkeit ohne Verunglimpfung (ist leider selten geworden).</p>
<p>Viele Grüße<br />
Klaus</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Chrissen		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88383</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chrissen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 10:49:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88383</guid>

					<description><![CDATA[@Klaus: Das klingt nach &quot;Welt&quot;, &quot;Politik&quot; und &quot;Zeitgeist&quot;, nicht nach der Bibel, nicht nach Gott. Ist wie mit so vielen Predigten (gerade in der EKD), wo es nur noch um Klima, Greta, FFF, &quot;Islam ist toll&quot;, &quot;MeToo&quot;, &quot;Flüchtlinge&quot;, &quot;BLM&quot;, &quot;veganes Essen&quot; und ähnliches geht ... Weißt Du, der Irrglaube heute ist, daß Gott &quot;politisch korrekt&quot; sei, daß die Bibel &quot;politisch korrekt&quot; sein muß, daß Gott jedem nach dem Mund redet, daß Gott redet, wonach einem die Ohren &quot;jucken und kitzeln&quot; - Gott schmiert aber niemandem Honig um den Mund. Das wird gerne bei so vielen Dingen in fragwürdigen, verweltlichten Kirchen den Leuten gesagt, damit man sich &quot;wohlfühlen&quot; kann. Nicht mehr Gott ist es, der den Menschen sagt, was gut und was böse, was richtig und was falsch ist, sondern die Menschen sagen, was Gott als gut und böse und was er als richtig und falsch anzusehen hat. Dieser psychotherapeutische &quot;Ego-Götze&quot; hat nichts mit dem Heiligen Gott der Bibel zu tun. Der Prediger Charles Stanley hat es mal bei &quot;InTouch&quot; sinngemäß so gesagt: &quot;Derjenige, der sündigen &lt;strong&gt;&lt;u&gt;will&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt;, wird genau &lt;strong&gt;&lt;u&gt;die&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; Bibelstelle, in der &lt;strong&gt;&lt;u&gt;jene Sünde verurteilt&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; wird, &lt;strong&gt;&lt;u&gt;in Frage&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; stellen und &lt;strong&gt;&lt;u&gt;in Zweifel&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; ziehen ...&quot;

Es ist sehr schade, daß immer mehr Kirchen, vor allem die EKD, aber inzwischen auch die RKK (zumindest in Deutschland), Pfarrer, Priester, Theologen und &quot;Christen&quot; hervorbringen, die nach &quot;Menschenlehre&quot; predigen und schmeicheln, was gerade &quot;angesagt&quot; und &quot;zwischenmenschlich&quot; und &quot;politisch&quot; ja so &quot;lieb&quot; und &quot;nett&quot; ist ...

Daß Du keine &quot;Abenteuer&quot; gesucht hast, ist doch schön. Nur gibt es Frauen und Männer, die eben auch Kraft und Geduld brauchen, um eben nicht den Verführungen der Welt nachzugehen. Nichts anderes wollte ich damit sagen.

Zum Schluß noch: 2. Timotheus 4,3: Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt ... 1. Thessalonicher 2,3-6: Denn unsere Ermahnung ⟨geschah⟩ nicht aus Irrtum, auch nicht aus Unlauterkeit, auch nicht mit List; sondern wie wir von Gott tauglich befunden worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. Denn weder sind wir jemals mit schmeichelnder Rede aufgetreten, wie ihr wisst, noch mit einem Vorwand für Habsucht – Gott ist Zeuge –, noch suchten wir Ehre von Menschen, weder von euch noch von anderen … Kolosser 2,8: Seht zu, dass niemand euch einfängt durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Klaus: Das klingt nach &#8222;Welt&#8220;, &#8222;Politik&#8220; und &#8222;Zeitgeist&#8220;, nicht nach der Bibel, nicht nach Gott. Ist wie mit so vielen Predigten (gerade in der EKD), wo es nur noch um Klima, Greta, FFF, &#8222;Islam ist toll&#8220;, &#8222;MeToo&#8220;, &#8222;Flüchtlinge&#8220;, &#8222;BLM&#8220;, &#8222;veganes Essen&#8220; und ähnliches geht &#8230; Weißt Du, der Irrglaube heute ist, daß Gott &#8222;politisch korrekt&#8220; sei, daß die Bibel &#8222;politisch korrekt&#8220; sein muß, daß Gott jedem nach dem Mund redet, daß Gott redet, wonach einem die Ohren &#8222;jucken und kitzeln&#8220; &#8211; Gott schmiert aber niemandem Honig um den Mund. Das wird gerne bei so vielen Dingen in fragwürdigen, verweltlichten Kirchen den Leuten gesagt, damit man sich &#8222;wohlfühlen&#8220; kann. Nicht mehr Gott ist es, der den Menschen sagt, was gut und was böse, was richtig und was falsch ist, sondern die Menschen sagen, was Gott als gut und böse und was er als richtig und falsch anzusehen hat. Dieser psychotherapeutische &#8222;Ego-Götze&#8220; hat nichts mit dem Heiligen Gott der Bibel zu tun. Der Prediger Charles Stanley hat es mal bei &#8222;InTouch&#8220; sinngemäß so gesagt: &#8222;Derjenige, der sündigen <strong><u>will</u></strong>, wird genau <strong><u>die</u></strong> Bibelstelle, in der <strong><u>jene Sünde verurteilt</u></strong> wird, <strong><u>in Frage</u></strong> stellen und <strong><u>in Zweifel</u></strong> ziehen &#8230;&#8220;</p>
<p>Es ist sehr schade, daß immer mehr Kirchen, vor allem die EKD, aber inzwischen auch die RKK (zumindest in Deutschland), Pfarrer, Priester, Theologen und &#8222;Christen&#8220; hervorbringen, die nach &#8222;Menschenlehre&#8220; predigen und schmeicheln, was gerade &#8222;angesagt&#8220; und &#8222;zwischenmenschlich&#8220; und &#8222;politisch&#8220; ja so &#8222;lieb&#8220; und &#8222;nett&#8220; ist &#8230;</p>
<p>Daß Du keine &#8222;Abenteuer&#8220; gesucht hast, ist doch schön. Nur gibt es Frauen und Männer, die eben auch Kraft und Geduld brauchen, um eben nicht den Verführungen der Welt nachzugehen. Nichts anderes wollte ich damit sagen.</p>
<p>Zum Schluß noch: 2. Timotheus 4,3: Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern nach ihren eigenen Begierden sich selbst Lehrer aufhäufen werden, weil es ihnen in den Ohren kitzelt &#8230; 1. Thessalonicher 2,3-6: Denn unsere Ermahnung ⟨geschah⟩ nicht aus Irrtum, auch nicht aus Unlauterkeit, auch nicht mit List; sondern wie wir von Gott tauglich befunden worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. Denn weder sind wir jemals mit schmeichelnder Rede aufgetreten, wie ihr wisst, noch mit einem Vorwand für Habsucht – Gott ist Zeuge –, noch suchten wir Ehre von Menschen, weder von euch noch von anderen … Kolosser 2,8: Seht zu, dass niemand euch einfängt durch die Philosophie und leeren Betrug nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt und nicht Christus gemäß!</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88382</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 10:40:50 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88382</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88381&quot;&gt;Klaus&lt;/a&gt;.

@Klaus: Sorry, ich habe nicht die Zeit, um jetzt jede Bibelstelle zu diskutieren. Stimmt, Wilckens hat seinen Kommentar zugunsten HS = Sünde revidiert. Er steht da wieder in einer Linie mit Pannenberg oder auch Barth. 

Gern kannst Du mir aber exegetisch beweisen, dass die HS, von der zB Paulus spricht, ausbeuterisch und gewaltsam ist. 

Zu dem Brief aus Brüssel. Ich stehe da etwas auf dem Schlauch. Kannst Du mit Quellenangaben Deine Bedenken formulieren?

Liebe Grüße, Ron ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88381">Klaus</a>.</p>
<p>@Klaus: Sorry, ich habe nicht die Zeit, um jetzt jede Bibelstelle zu diskutieren. Stimmt, Wilckens hat seinen Kommentar zugunsten HS = Sünde revidiert. Er steht da wieder in einer Linie mit Pannenberg oder auch Barth. </p>
<p>Gern kannst Du mir aber exegetisch beweisen, dass die HS, von der zB Paulus spricht, ausbeuterisch und gewaltsam ist. </p>
<p>Zu dem Brief aus Brüssel. Ich stehe da etwas auf dem Schlauch. Kannst Du mit Quellenangaben Deine Bedenken formulieren?</p>
<p>Liebe Grüße, Ron </p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88381</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jun 2021 09:24:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88381</guid>

					<description><![CDATA[@Ron: Lass uns doch über Bibelstellen reden und nicht über Kommentare. Du weißt doch auch, dass es jeweils Auslegungen gibt, die beide Sichten unterstützen - mitunter sogar durch dieselbe Person, die ihre Sicht revidiert hat, wie Ulrich Wilckens zeigt. Und das Alter der Auslegung spielt doch dabei überhaupt keine Rolle - es wird ja nichts dadurch unwahr, dass es in den letzten 30 Jahren geschrieben wurde.

Mich würde aber auch deine Meinung zu dem sog. &quot;Brief aus Brüssel&quot; interessieren.

Liebe Grüße
Klaus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Ron: Lass uns doch über Bibelstellen reden und nicht über Kommentare. Du weißt doch auch, dass es jeweils Auslegungen gibt, die beide Sichten unterstützen &#8211; mitunter sogar durch dieselbe Person, die ihre Sicht revidiert hat, wie Ulrich Wilckens zeigt. Und das Alter der Auslegung spielt doch dabei überhaupt keine Rolle &#8211; es wird ja nichts dadurch unwahr, dass es in den letzten 30 Jahren geschrieben wurde.</p>
<p>Mich würde aber auch deine Meinung zu dem sog. &#8222;Brief aus Brüssel&#8220; interessieren.</p>
<p>Liebe Grüße<br />
Klaus</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88380</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2021 20:25:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88380</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88379&quot;&gt;Klaus&lt;/a&gt;.

@Klaus: Hast Du schon einmal ein soliden Kommentar zu den Absätzen gelesen? Anders gefragt: Zeige mir einen Kommentar, der Deine Sicht bestätigt und älter als 30 Jahre ist!

Liebe Grüße, Ron ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88379">Klaus</a>.</p>
<p>@Klaus: Hast Du schon einmal ein soliden Kommentar zu den Absätzen gelesen? Anders gefragt: Zeige mir einen Kommentar, der Deine Sicht bestätigt und älter als 30 Jahre ist!</p>
<p>Liebe Grüße, Ron </p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88379</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2021 20:23:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88379</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Chrissen,

ich habe mich ausgiebig mit den biblischen Stellen zur Homosexualität beschäftigt. Noch niemand hat mein Verständnis dieser Stellen widerlegt, auch hier in den Kommentaren nicht. Würde das jemand tun, so würde ich meine Sicht sofort revidieren.

Ansonsten kann ich dir sagen, dass ich Enthaltsamkeit sehr wohl kennengelernt habe. Ich habe erst mit über 40 geheiratet und habe zuvor niemals &quot;schnelle Abenteuer&quot; gesucht. Also in dieser Hinsicht habe ich genügend Erfahrungen gemacht. Ich wünsche aber jedem, dass er sich in seiner Sexualität angenommen fühlt, soweit er damit nicht anderen oder sich selbst Schaden zufügt, sondern in einer treuen und liebevollen Partnerschaft lebt.

Viele Grüße
Klaus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Chrissen,</p>
<p>ich habe mich ausgiebig mit den biblischen Stellen zur Homosexualität beschäftigt. Noch niemand hat mein Verständnis dieser Stellen widerlegt, auch hier in den Kommentaren nicht. Würde das jemand tun, so würde ich meine Sicht sofort revidieren.</p>
<p>Ansonsten kann ich dir sagen, dass ich Enthaltsamkeit sehr wohl kennengelernt habe. Ich habe erst mit über 40 geheiratet und habe zuvor niemals &#8222;schnelle Abenteuer&#8220; gesucht. Also in dieser Hinsicht habe ich genügend Erfahrungen gemacht. Ich wünsche aber jedem, dass er sich in seiner Sexualität angenommen fühlt, soweit er damit nicht anderen oder sich selbst Schaden zufügt, sondern in einer treuen und liebevollen Partnerschaft lebt.</p>
<p>Viele Grüße<br />
Klaus</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88378</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jun 2021 20:14:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88378</guid>

					<description><![CDATA[Hallo Ron,
&#160;
vielen Dank für deine Antwort. Ich melde mich nochmal, weil ich erst jetzt gründlich den von dir verlinkten sog. „Brief aus Brüssel” gelesen habe, der ja gar kein Brief ist, sondern eine „Gemeinschaftsarbeit von Informanten und Redaktion”, wie am Ende im Kleingedruckten steht.
&#160;
Aber das wäre noch erträglich. Unerträglich finde ich hingegen die diskriminierende Sprache dieses Textes. Ich fühle mich weder als „Hassredner” noch als „politisch korrekten Gender-Fanatiker”, der sich eines „Gender-Baukastens” bedient und „Hetero-Diskriminierung” betreibt. Ich bin auch kein Teil einer „Gender-Community” und fühle mich nicht als „Klientel” der Grundrechte-Agentur in Wien. Ich habe mich vielmehr völlig frei für eine gendergerechte Sprache entschieden und benötige niemanden, der für mich „Klientelpolitik” betreibt. Wenn ich Homo-Beziehungen nicht diskriminiere, heißt das nicht, dass ich die „Hetero-Familie” diskriminiere, wie es der Text nahelegt. Dies nahezulegen empfinde ich vielmehr als Diskriminierung meiner Person.
&#160;
Der Text kritisiert, dass die WHO „dem politischen Druck der Homosexuellenvereine [?] nachgab und Homosexualität aus dem Verzeichnis medizinischer Diagnosen strich.” Einmal abgesehen davon, dass die WHO kaum dem Druck irgendwelcher Vereine nachgegeben haben wird, will der Text offensichtlich Homosexualität wieder als Krankheit im Verzeichnis medizinischer Diagnosen sehen. Homosexuelle, also ca. 5 Prozent der Bevölkerung, die konstitutionell homosexuell sind, werden als „statistisch irrelevante Bevölkerungsgruppe” mit „statistischer Bedeutungslosigkeit” bezeichnet. Ich kann das nur als Verunglimpfung von Menschen verstehen. Kein Mensch ist vor Gott irrelevant und bedeutungslos. Die Verfasser dieses Pseudo-Briefes scheint das nicht zu interessieren.
&#160;
Hinzu kommen offensichtliche Falschaussagen, angefangen mit der Brief-Irreführung bis hin zu den Europa-Abgeordneten, denen nicht die offiziellen Amtssprachen zur Verfügung gestellt worden seien, während „die Gewerkschaft [?] der Gender-Queer-Beamten [?] sogar Gebärdendolmetscher bereitgestellt” bekommen hätte. Hier wie auch an einigen anderen Stellen stellt man sich selbst als Opfer der „Gender-Community” dar. Viel schlimmer aber ist, dass offenbar Antiziganismus und Islamfeindlichkeit gutgeheißen werden, wenn gegen „mehr Geld für Maßnahmen gegen ,Antiziganismus’ und ,Islamfeindlichkeit’ [beides in Anführungszeichen, als ob es das gar nicht gebe]” polemisiert wird – so auch gegen die „Umsetzung der kompletten Kinderrechte-Agenda”.
&#160;
Ich will betonen, dass ich für den Schutz verfolgter Christinnen und Christen bin und Abtreibungen ablehne. In den sog. „Brief” finde ich eine sehr diskriminierende Redeweise gegenüber den Andersdenkenden. Man begegnet aber der Diskriminierung als „Hassredner” durch die „laute aber kleine Minderheit der politisch korrekten Gender-Fanatiker” nicht mit Diskriminierung eben dieser angeblichen Minderheit.
&#160;
Es gäbe noch mehr zu sagen, aber ich will es dabei belassen. Ich will nicht unterstellen, dass du die Aussagen des Textes teilst. Man sollte aber darüber nachdenken, ob man, wenn man diese Aussagen nicht teilt, solche Texte verlinkt. Man kann ja als Christenmensch extrem rechte politische Positionen vertreten. Aber christlich finde ich den Text nicht, weil er keinerlei christliche Begründungen für seine Thesen liefert, es mit der Wahrheit offenbar nicht so genau nimmt, Andersdenkende sprachlich diskriminiert und Antiziganismus sowie Islamfeindlichkeit offenbar nicht als Problem sieht.
&#160;
Ich wollte eigentlich gar nicht so viel schreiben, aber dass es jetzt ein so langer Text geworden ist, zeigt wohl, dass es mir ein Herzensanliegen war, auf die vielen meiner Meinung nach gar nicht christlichen Aspekte dieses Textes aufmerksam zu machen.
&#160;
Viele Grüße
Klaus]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Ron,<br />
&nbsp;<br />
vielen Dank für deine Antwort. Ich melde mich nochmal, weil ich erst jetzt gründlich den von dir verlinkten sog. „Brief aus Brüssel” gelesen habe, der ja gar kein Brief ist, sondern eine „Gemeinschaftsarbeit von Informanten und Redaktion”, wie am Ende im Kleingedruckten steht.<br />
&nbsp;<br />
Aber das wäre noch erträglich. Unerträglich finde ich hingegen die diskriminierende Sprache dieses Textes. Ich fühle mich weder als „Hassredner” noch als „politisch korrekten Gender-Fanatiker”, der sich eines „Gender-Baukastens” bedient und „Hetero-Diskriminierung” betreibt. Ich bin auch kein Teil einer „Gender-Community” und fühle mich nicht als „Klientel” der Grundrechte-Agentur in Wien. Ich habe mich vielmehr völlig frei für eine gendergerechte Sprache entschieden und benötige niemanden, der für mich „Klientelpolitik” betreibt. Wenn ich Homo-Beziehungen nicht diskriminiere, heißt das nicht, dass ich die „Hetero-Familie” diskriminiere, wie es der Text nahelegt. Dies nahezulegen empfinde ich vielmehr als Diskriminierung meiner Person.<br />
&nbsp;<br />
Der Text kritisiert, dass die WHO „dem politischen Druck der Homosexuellenvereine [?] nachgab und Homosexualität aus dem Verzeichnis medizinischer Diagnosen strich.” Einmal abgesehen davon, dass die WHO kaum dem Druck irgendwelcher Vereine nachgegeben haben wird, will der Text offensichtlich Homosexualität wieder als Krankheit im Verzeichnis medizinischer Diagnosen sehen. Homosexuelle, also ca. 5 Prozent der Bevölkerung, die konstitutionell homosexuell sind, werden als „statistisch irrelevante Bevölkerungsgruppe” mit „statistischer Bedeutungslosigkeit” bezeichnet. Ich kann das nur als Verunglimpfung von Menschen verstehen. Kein Mensch ist vor Gott irrelevant und bedeutungslos. Die Verfasser dieses Pseudo-Briefes scheint das nicht zu interessieren.<br />
&nbsp;<br />
Hinzu kommen offensichtliche Falschaussagen, angefangen mit der Brief-Irreführung bis hin zu den Europa-Abgeordneten, denen nicht die offiziellen Amtssprachen zur Verfügung gestellt worden seien, während „die Gewerkschaft [?] der Gender-Queer-Beamten [?] sogar Gebärdendolmetscher bereitgestellt” bekommen hätte. Hier wie auch an einigen anderen Stellen stellt man sich selbst als Opfer der „Gender-Community” dar. Viel schlimmer aber ist, dass offenbar Antiziganismus und Islamfeindlichkeit gutgeheißen werden, wenn gegen „mehr Geld für Maßnahmen gegen ,Antiziganismus’ und ,Islamfeindlichkeit’ [beides in Anführungszeichen, als ob es das gar nicht gebe]” polemisiert wird – so auch gegen die „Umsetzung der kompletten Kinderrechte-Agenda”.<br />
&nbsp;<br />
Ich will betonen, dass ich für den Schutz verfolgter Christinnen und Christen bin und Abtreibungen ablehne. In den sog. „Brief” finde ich eine sehr diskriminierende Redeweise gegenüber den Andersdenkenden. Man begegnet aber der Diskriminierung als „Hassredner” durch die „laute aber kleine Minderheit der politisch korrekten Gender-Fanatiker” nicht mit Diskriminierung eben dieser angeblichen Minderheit.<br />
&nbsp;<br />
Es gäbe noch mehr zu sagen, aber ich will es dabei belassen. Ich will nicht unterstellen, dass du die Aussagen des Textes teilst. Man sollte aber darüber nachdenken, ob man, wenn man diese Aussagen nicht teilt, solche Texte verlinkt. Man kann ja als Christenmensch extrem rechte politische Positionen vertreten. Aber christlich finde ich den Text nicht, weil er keinerlei christliche Begründungen für seine Thesen liefert, es mit der Wahrheit offenbar nicht so genau nimmt, Andersdenkende sprachlich diskriminiert und Antiziganismus sowie Islamfeindlichkeit offenbar nicht als Problem sieht.<br />
&nbsp;<br />
Ich wollte eigentlich gar nicht so viel schreiben, aber dass es jetzt ein so langer Text geworden ist, zeigt wohl, dass es mir ein Herzensanliegen war, auf die vielen meiner Meinung nach gar nicht christlichen Aspekte dieses Textes aufmerksam zu machen.<br />
&nbsp;<br />
Viele Grüße<br />
Klaus</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Chrissen		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88377</link>

		<dc:creator><![CDATA[Chrissen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2021 18:21:44 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88377</guid>

					<description><![CDATA[@Christian B.: Danke schön - das hast Du ja sehr lieb geschrieben! :-)

Hallo Klaus!

Eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben, aber was mir auffällt, ist, daß Du genau so argumentierst, wie es jene tun, die nicht nur bei der Homosexualität, sondern auch bei sehr vielen anderen Bibelstellen Gottes Wort verneinen, verdrehen und in der Weise &quot;überausdeuten&quot;, daß es ihnen in den letztlich weltlichen und somit gottlos-ungläubigen Zeitgeist paßt. Möchtest Du das wirklich? Ich finde es auch schade, daß bei Dir anscheinend nur hängengeblieben ist, daß ich auch weiterhin Kämpfe und Konflikte habe - siehst Du umgekehrt nicht, welche Freude es ist für einen Sünder, für den HERRN &quot;sauber&quot; zu leben? Ich meine, das betrifft doch nicht nur uns Homosexuelle, die wiedergeborene Christen sind, auch Heterosexuelle in unseren Gemeinden sind davon betroffen, sogar ganz stark betroffen, wenn sie viele, viele Jahre lang ohne Mann oder Frau sind. Ich erinnere mich an einen lieben Bruder aus meiner alten Gemeinde hier in Frankfurt am Main, der in meinem Alter ist, und der, wie ich von Freunden auf meine Nachfrage hin gehört habe, immer noch keine Frau gefunden hat. Denkst Du, daß er keine sexuellen Wünsche und Bedürfnisse hat? Er ist doch auch keine Maschine! Dennoch wird er sich davor hüten, seine sexuellen Bedürfnisse durch schnelle &quot;Abenteuer&quot; mit irgendwelchen ungläubigen Frauen auszuleben oder sich, weil die &quot;Auswahl&quot; größer ist, eine Nicht-Christin zur Frau zu nehmen. Ein solch schwerer Weg kann durchaus auch bis zum Lebensende bestehen. Ich erinnere mich ebenfalls an eine Schwester aus derselben Gemeinde. Sie war damals vor knapp 10 Jahren fast 50 und ohne Mann, obwohl sie sich so sehr einen Ehemann und Kinder gewünscht hatte. Das ist auch nicht &quot;putzimutzi&quot;. Das unterscheidet uns homosexuelle Christen nicht von heterosexuellen Christen, die niemanden für die Ehe finden. Daß für uns homosexuelle Christen natürlich bereits im vorhinein auf Lebenszeit schriftgemäß erst gar keine Möglichkeit besteht, irgendwann einmal eine Ehe einzugehen und homosexuell zu leben, ist dabei unerheblich. Viel wichtiger ist es doch, in unseren Gemeinden dafür zu sorgen, Alleinstehende, aus welchen Gründen sie auch immer alleinstehend sind, in die Gemeinde voll zu integrieren, auch außerhalb der Gemeinde Freundschaft mit ihnen zu haben und regelmäßig Gemeinschaft zu pflegen, um Einsamkeit und ähnlichem vorzubeugen. In den Gemeinden, in denen ich bisher war, war das tatsächlich so üblich. Mein Freundeskreis besteht zu 99 Prozent aus wiedergeborenen Christen, die sich rührend um mich kümmern und Gemeinschaft mit mir pflegen ... Hier noch ein Link zu einem Video von einem schwulen Bruder aus den USA und wie er Zeugnis davon ablegt, wie Jesus Christus ihn gerettet hat. (Verwunderlich, daß YouTube das noch nicht gelöscht hat.) Ich teile zwar nicht gänzlich seine Haltung und nicht jeder Schwule hat solch ein exzessives Leben, aber sein Zeugnis ist wunderbar: https://www.youtube.com/watch?v=FvmnuHtci6M]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Christian B.: Danke schön &#8211; das hast Du ja sehr lieb geschrieben! 🙂</p>
<p>Hallo Klaus!</p>
<p>Eigentlich wollte ich nichts mehr schreiben, aber was mir auffällt, ist, daß Du genau so argumentierst, wie es jene tun, die nicht nur bei der Homosexualität, sondern auch bei sehr vielen anderen Bibelstellen Gottes Wort verneinen, verdrehen und in der Weise &#8222;überausdeuten&#8220;, daß es ihnen in den letztlich weltlichen und somit gottlos-ungläubigen Zeitgeist paßt. Möchtest Du das wirklich? Ich finde es auch schade, daß bei Dir anscheinend nur hängengeblieben ist, daß ich auch weiterhin Kämpfe und Konflikte habe &#8211; siehst Du umgekehrt nicht, welche Freude es ist für einen Sünder, für den HERRN &#8222;sauber&#8220; zu leben? Ich meine, das betrifft doch nicht nur uns Homosexuelle, die wiedergeborene Christen sind, auch Heterosexuelle in unseren Gemeinden sind davon betroffen, sogar ganz stark betroffen, wenn sie viele, viele Jahre lang ohne Mann oder Frau sind. Ich erinnere mich an einen lieben Bruder aus meiner alten Gemeinde hier in Frankfurt am Main, der in meinem Alter ist, und der, wie ich von Freunden auf meine Nachfrage hin gehört habe, immer noch keine Frau gefunden hat. Denkst Du, daß er keine sexuellen Wünsche und Bedürfnisse hat? Er ist doch auch keine Maschine! Dennoch wird er sich davor hüten, seine sexuellen Bedürfnisse durch schnelle &#8222;Abenteuer&#8220; mit irgendwelchen ungläubigen Frauen auszuleben oder sich, weil die &#8222;Auswahl&#8220; größer ist, eine Nicht-Christin zur Frau zu nehmen. Ein solch schwerer Weg kann durchaus auch bis zum Lebensende bestehen. Ich erinnere mich ebenfalls an eine Schwester aus derselben Gemeinde. Sie war damals vor knapp 10 Jahren fast 50 und ohne Mann, obwohl sie sich so sehr einen Ehemann und Kinder gewünscht hatte. Das ist auch nicht &#8222;putzimutzi&#8220;. Das unterscheidet uns homosexuelle Christen nicht von heterosexuellen Christen, die niemanden für die Ehe finden. Daß für uns homosexuelle Christen natürlich bereits im vorhinein auf Lebenszeit schriftgemäß erst gar keine Möglichkeit besteht, irgendwann einmal eine Ehe einzugehen und homosexuell zu leben, ist dabei unerheblich. Viel wichtiger ist es doch, in unseren Gemeinden dafür zu sorgen, Alleinstehende, aus welchen Gründen sie auch immer alleinstehend sind, in die Gemeinde voll zu integrieren, auch außerhalb der Gemeinde Freundschaft mit ihnen zu haben und regelmäßig Gemeinschaft zu pflegen, um Einsamkeit und ähnlichem vorzubeugen. In den Gemeinden, in denen ich bisher war, war das tatsächlich so üblich. Mein Freundeskreis besteht zu 99 Prozent aus wiedergeborenen Christen, die sich rührend um mich kümmern und Gemeinschaft mit mir pflegen &#8230; Hier noch ein Link zu einem Video von einem schwulen Bruder aus den USA und wie er Zeugnis davon ablegt, wie Jesus Christus ihn gerettet hat. (Verwunderlich, daß YouTube das noch nicht gelöscht hat.) Ich teile zwar nicht gänzlich seine Haltung und nicht jeder Schwule hat solch ein exzessives Leben, aber sein Zeugnis ist wunderbar: <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FvmnuHtci6M" rel="nofollow ugc">https://www.youtube.com/watch?v=FvmnuHtci6M</a></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88376</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2021 14:20:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88376</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88375&quot;&gt;Klaus&lt;/a&gt;.

@Klaus, danke für die offenen Worte. Ich kenne die von Dir vorgetragen Argumente recht gut, sie erinnern an das, was man dazu seit ca. 20 Jahren lesen kann, just etwa bei Martin Grabe. Überzeugend finde ich das freilich nicht. Zu den exegetischen Befunden kann ich gern Literatur empfehlen. Leider wird da in der revisionistischen Literatur viel gepfuscht. 

Den Schuh: ethisch „Konservative“ reden nicht über Lieblosigkeit, Brutalität o. Vergewaltigung, mag ich mir auch nicht anziehen. Dass sie sich massiv gegen h.O. richten, ist auch nichts anderes als ein Bauchgefühl oder eine Schablone. Fast alle die ich kennen, haben keine Lust mehr, überhaupt darüber zu reden. Ihnen wird das Thema aber laufend aufgedrückt?

Liebe Grüße, Ron]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88375">Klaus</a>.</p>
<p>@Klaus, danke für die offenen Worte. Ich kenne die von Dir vorgetragen Argumente recht gut, sie erinnern an das, was man dazu seit ca. 20 Jahren lesen kann, just etwa bei Martin Grabe. Überzeugend finde ich das freilich nicht. Zu den exegetischen Befunden kann ich gern Literatur empfehlen. Leider wird da in der revisionistischen Literatur viel gepfuscht. </p>
<p>Den Schuh: ethisch „Konservative“ reden nicht über Lieblosigkeit, Brutalität o. Vergewaltigung, mag ich mir auch nicht anziehen. Dass sie sich massiv gegen h.O. richten, ist auch nichts anderes als ein Bauchgefühl oder eine Schablone. Fast alle die ich kennen, haben keine Lust mehr, überhaupt darüber zu reden. Ihnen wird das Thema aber laufend aufgedrückt?</p>
<p>Liebe Grüße, Ron</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Klaus		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88375</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jun 2021 10:09:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=36817#comment-88375</guid>

					<description><![CDATA[Vielen Dank für eure Antworten. Vielen Dank, Chrissen, für deine beeindruckende persönliche Stellungnahme. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwer manche Zeiten für dich waren oder auch noch sind.
&#160;
@Ron: Ich finde es schwierig, Homosexualität mit irgendwelchen anderen Neigungen, Sehnsüchten oder Begehren auf eine Ebene zu stellen, geht es in ihr doch um eine Kernidentität des Menschen. Natürlich sind auch mit einem Ausleben innerer Neigungen nicht alle Probleme beseitigt. Aber mit einem Unterdrücken oder Nicht-Ausleben der eigenen sexuellen Identität sicher auch nicht. Es geht dabei nicht darum, ein bestimmtes Konzept von Identität zu entwickeln, das alles andere dominiert; die sexuelle Identität &lt;strong&gt;ist&lt;/strong&gt; vielmehr ein dominierender Aspekt unseres Lebens, ob wir das wollen oder nicht.
&#160;
Aber das Maßgebende sind für uns Christinnen und Christen gar nicht solche Überlegungen, sondern es ist die biblische Botschaft. Ich selbst habe Homosexualität früher für Sünde gehalten, habe mich aber erst vor einigen Jahren intensiv mit den diesbezüglichen Bibelstellen beschäftigt. Das Ergebnis war: Konstitutionelle Homosexualität wird in der Bibel gar nicht angesprochen, war damals wahrscheinlich auch noch gar nicht bekannt. Die (wenigen!) biblischen Stellen, die sich mit dem Thema beschäftigen, sprechen von kultischer Reinheit, Vergewaltigung und Knabenschändung, also von einer freien Entscheidung des Menschen zu homosexueller Praxis. Das wird auch in Röm 1 deutlich, wo es heißt, dass die Menschen die Wahrheit Gottes mit der Lüge „vertauschten” und den den natürlichen Verkehr miteinander „verließen” bzw. in den unnatürlichen „verwandelten”. Vertauschen, verlassen und verwandeln sind aber willentliche Akte. Nun kann man natürlich sagen, der homosexuelle Mensch treffe auch eine willentliche Entscheidung, wenn er seine Homosexualität praktiziere. Wenn man aber von ihm verlangt, dass er sie nicht praktiziere, fordert man von ihm, gegen sich selbst zu handeln, gegen das, was er konstitutionell ist. Und das kann schwerwiegende psychische Folgen und lebenslanges Leiden mit sich bringen, wie ja vielleicht auch die Konflikte zeigen, in denen sich Chrissen noch immer befindet.
&#160;
Um nicht missverstanden zu werden: Ich bin gegen jede Überhöhung von LBGTQ, nicht wenig daran ist sicher kritisch zu sehen. Vieles schafft wieder neue Probleme, auch für die einzelnen Menschen. Nicht alles, wonach ich gerade Lust habe oder was mir interessant erscheint, ist gut zu praktizieren. Leider findet man meist eine radikale Haltung pro oder eine ebenso radikale Haltung contra – Zwischentöne kommen kaum noch vor und werden nicht verstanden. Eine Abwertung des herkömmlichen Familienmodells halte ich für ebenso verwerflich wie eine Abwertung anderer Lebensformen, in denen wahrhafte zwischenmenschliche Liebe (Agape) praktiziert wird. Manchmal wundert es mich, dass das Engagement vieler konservativ denkender Menschen sich massiv gegen die homosexuelle Orientierung richtet, sie aber nie über die Lieblosigkeit, Brutalität und Vergewaltigung in heterosexuellen Beziehungen sprechen.
&#160;
Von daher würde ich vorschlagen, darüber nachzudenken, ob konstitutionell homosexuellen Menschen, die in einer liebevollen dauerhaften Beziehung leben möchten, die ethische Legitimität der sexuellen Betätigung abgesprochen werden kann. Andererseits sollte aber homosexuelles Verhalten auch nicht gesellschaftlich gefördert werden. Kriterium jeder zwischenmenschlichen Beziehung sollte die personale Liebe in gegenseitiger Verantwortung sein.
&#160;
Man kann die Meinung vertreten, dass jede Form der Diskriminierung homosexuell lebender Menschen (also deren Herabwürdigung als Sünder, Benachteiligung, Ausschluss aus der Gemeinde etc.) unmenschlich und unchristlich ist. Ich will hier niemandem vorwerfen, dass er diese Absicht hat. Ich denke aber, Homosexuelle sollten ihre Orientierung bekennen und annehmen können. Dadurch könnte viel Leid vermieden werden.
&#160;
Das Entscheidende ist für mich aber, wie gesagt, die biblische Botschaft. Wenn wir gezeigt wird, dass in der Bibel konstitutionelle homosexuelle Praxis verworfen wird, bin ich bereit, meinen Standpunkt neu zu formulieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für eure Antworten. Vielen Dank, Chrissen, für deine beeindruckende persönliche Stellungnahme. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwer manche Zeiten für dich waren oder auch noch sind.<br />
&nbsp;<br />
@Ron: Ich finde es schwierig, Homosexualität mit irgendwelchen anderen Neigungen, Sehnsüchten oder Begehren auf eine Ebene zu stellen, geht es in ihr doch um eine Kernidentität des Menschen. Natürlich sind auch mit einem Ausleben innerer Neigungen nicht alle Probleme beseitigt. Aber mit einem Unterdrücken oder Nicht-Ausleben der eigenen sexuellen Identität sicher auch nicht. Es geht dabei nicht darum, ein bestimmtes Konzept von Identität zu entwickeln, das alles andere dominiert; die sexuelle Identität <strong>ist</strong> vielmehr ein dominierender Aspekt unseres Lebens, ob wir das wollen oder nicht.<br />
&nbsp;<br />
Aber das Maßgebende sind für uns Christinnen und Christen gar nicht solche Überlegungen, sondern es ist die biblische Botschaft. Ich selbst habe Homosexualität früher für Sünde gehalten, habe mich aber erst vor einigen Jahren intensiv mit den diesbezüglichen Bibelstellen beschäftigt. Das Ergebnis war: Konstitutionelle Homosexualität wird in der Bibel gar nicht angesprochen, war damals wahrscheinlich auch noch gar nicht bekannt. Die (wenigen!) biblischen Stellen, die sich mit dem Thema beschäftigen, sprechen von kultischer Reinheit, Vergewaltigung und Knabenschändung, also von einer freien Entscheidung des Menschen zu homosexueller Praxis. Das wird auch in Röm 1 deutlich, wo es heißt, dass die Menschen die Wahrheit Gottes mit der Lüge „vertauschten” und den den natürlichen Verkehr miteinander „verließen” bzw. in den unnatürlichen „verwandelten”. Vertauschen, verlassen und verwandeln sind aber willentliche Akte. Nun kann man natürlich sagen, der homosexuelle Mensch treffe auch eine willentliche Entscheidung, wenn er seine Homosexualität praktiziere. Wenn man aber von ihm verlangt, dass er sie nicht praktiziere, fordert man von ihm, gegen sich selbst zu handeln, gegen das, was er konstitutionell ist. Und das kann schwerwiegende psychische Folgen und lebenslanges Leiden mit sich bringen, wie ja vielleicht auch die Konflikte zeigen, in denen sich Chrissen noch immer befindet.<br />
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Um nicht missverstanden zu werden: Ich bin gegen jede Überhöhung von LBGTQ, nicht wenig daran ist sicher kritisch zu sehen. Vieles schafft wieder neue Probleme, auch für die einzelnen Menschen. Nicht alles, wonach ich gerade Lust habe oder was mir interessant erscheint, ist gut zu praktizieren. Leider findet man meist eine radikale Haltung pro oder eine ebenso radikale Haltung contra – Zwischentöne kommen kaum noch vor und werden nicht verstanden. Eine Abwertung des herkömmlichen Familienmodells halte ich für ebenso verwerflich wie eine Abwertung anderer Lebensformen, in denen wahrhafte zwischenmenschliche Liebe (Agape) praktiziert wird. Manchmal wundert es mich, dass das Engagement vieler konservativ denkender Menschen sich massiv gegen die homosexuelle Orientierung richtet, sie aber nie über die Lieblosigkeit, Brutalität und Vergewaltigung in heterosexuellen Beziehungen sprechen.<br />
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Von daher würde ich vorschlagen, darüber nachzudenken, ob konstitutionell homosexuellen Menschen, die in einer liebevollen dauerhaften Beziehung leben möchten, die ethische Legitimität der sexuellen Betätigung abgesprochen werden kann. Andererseits sollte aber homosexuelles Verhalten auch nicht gesellschaftlich gefördert werden. Kriterium jeder zwischenmenschlichen Beziehung sollte die personale Liebe in gegenseitiger Verantwortung sein.<br />
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Man kann die Meinung vertreten, dass jede Form der Diskriminierung homosexuell lebender Menschen (also deren Herabwürdigung als Sünder, Benachteiligung, Ausschluss aus der Gemeinde etc.) unmenschlich und unchristlich ist. Ich will hier niemandem vorwerfen, dass er diese Absicht hat. Ich denke aber, Homosexuelle sollten ihre Orientierung bekennen und annehmen können. Dadurch könnte viel Leid vermieden werden.<br />
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Das Entscheidende ist für mich aber, wie gesagt, die biblische Botschaft. Wenn wir gezeigt wird, dass in der Bibel konstitutionelle homosexuelle Praxis verworfen wird, bin ich bereit, meinen Standpunkt neu zu formulieren.</p>
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		<title>
		Von: Christian B.		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88374</link>

		<dc:creator><![CDATA[Christian B.]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jun 2021 18:11:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Chrissen: Danke für Deine Beiträge. Jesus mit Dir. Bis, so der Herr will, bald mal wieder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Chrissen: Danke für Deine Beiträge. Jesus mit Dir. Bis, so der Herr will, bald mal wieder.</p>
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		<title>
		Von: Ron		</title>
		<link>https://theoblog.de/der-lgbtiq-freiheitsraum/36817/comment-page-1/#comment-88372</link>

		<dc:creator><![CDATA[Ron]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Jun 2021 14:31:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;@Klaus: Vielen Dank für die Rückfrage. Also ich habe schon mal so meine Schwierigkeiten mit dem, was diese Fragen voraussetzen. Vorausgesetzt wird nämlich, dass aus einer bestimmten Neigung das Recht abgeleitet werden darf oder muss, dieser Neigung nachzugeben. Ich kenne Menschen mit allerlei Begehren, z.B. Leute, die das Gefühl haben, ein bestimmtes Körperteil störe ihre innere Harmonie. Dieses Gefühl kann so mächtig werden, dass ein extremer Wunsch entsteht, ein völlig gesundes Glied, etwa ein Bein, abzuschneiden (Apotemnophilia genannt, griech. die „die Liebe zum Abschneiden“).&#160;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Aber es müssen ja nicht solche schweren Themen sein. Letztlich kennen wir alle solche wiederkehrenden Momente, in denen uns klar ist, dass es falsch wäre, dem inneren Begehren zu folgen.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Es bleiben noch viele andere Fragen: Löst das Nachgeben wirklich die inneren Konflikte dauerhaft. Oder folgen den anfänglichen Entspannungserfahrungen nicht auch Gefühle der Trauer und Unsicherheit usw. Die Literatur jedenfalls ist voll davon, dass ein Geschlechtswechsel, mal abgesehen von den Folgen der sehr wuchtigen medizinischen Eingriffe, die ersehnte Zufriedenheit nicht bringt.&#160;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Hinterfragt werden sollte auch das Konzept von Identität. Dort, wo ich erlaube, dass mein sexuelles Begehren meine ganze Identität ausmacht oder zumindest sehr stark definiert, kommt etwas aus dem Lot.&#160;&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Schließlich will ich anmerken, dass es viele Menschen gibt, von denen selbstverständlich erwartet wird, dass sie trotz starker Sehnsüchte Verzicht üben. Denken wir an Singles oder Verwitwete oder Menschen, die suchtartig allerlei sexuelle Erlebnisse suchen und Menschen dafür verzwecken.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Also ich würde, so wie Chrissen, raten, jenen, die schwere Kämpfe in diesem Bereich auszufechten haben, mit Verständnis und Liebe zu begegnen. So wie jenen, die in einem anderen Bereich ähnlich intensiv zu kämpfen haben, auch. Wir sollen dem Guten und Richtigen nachgehen und uns gegenseitig dabei unterstützen. Wir leben in einer Welt, die so, wie sie ist, nicht in Ordnung ist und auf Erlösung wartet.&lt;/p&gt;
&lt;p class=&quot;ql-align-justify&quot;&gt;Liebe Grüße, Ron&lt;/p&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="ql-align-justify">@Klaus: Vielen Dank für die Rückfrage. Also ich habe schon mal so meine Schwierigkeiten mit dem, was diese Fragen voraussetzen. Vorausgesetzt wird nämlich, dass aus einer bestimmten Neigung das Recht abgeleitet werden darf oder muss, dieser Neigung nachzugeben. Ich kenne Menschen mit allerlei Begehren, z.B. Leute, die das Gefühl haben, ein bestimmtes Körperteil störe ihre innere Harmonie. Dieses Gefühl kann so mächtig werden, dass ein extremer Wunsch entsteht, ein völlig gesundes Glied, etwa ein Bein, abzuschneiden (Apotemnophilia genannt, griech. die „die Liebe zum Abschneiden“).&nbsp;</p>
<p class="ql-align-justify">Aber es müssen ja nicht solche schweren Themen sein. Letztlich kennen wir alle solche wiederkehrenden Momente, in denen uns klar ist, dass es falsch wäre, dem inneren Begehren zu folgen.</p>
<p class="ql-align-justify">Es bleiben noch viele andere Fragen: Löst das Nachgeben wirklich die inneren Konflikte dauerhaft. Oder folgen den anfänglichen Entspannungserfahrungen nicht auch Gefühle der Trauer und Unsicherheit usw. Die Literatur jedenfalls ist voll davon, dass ein Geschlechtswechsel, mal abgesehen von den Folgen der sehr wuchtigen medizinischen Eingriffe, die ersehnte Zufriedenheit nicht bringt.&nbsp;</p>
<p class="ql-align-justify">Hinterfragt werden sollte auch das Konzept von Identität. Dort, wo ich erlaube, dass mein sexuelles Begehren meine ganze Identität ausmacht oder zumindest sehr stark definiert, kommt etwas aus dem Lot.&nbsp;</p>
<p class="ql-align-justify">Schließlich will ich anmerken, dass es viele Menschen gibt, von denen selbstverständlich erwartet wird, dass sie trotz starker Sehnsüchte Verzicht üben. Denken wir an Singles oder Verwitwete oder Menschen, die suchtartig allerlei sexuelle Erlebnisse suchen und Menschen dafür verzwecken.</p>
<p class="ql-align-justify">Also ich würde, so wie Chrissen, raten, jenen, die schwere Kämpfe in diesem Bereich auszufechten haben, mit Verständnis und Liebe zu begegnen. So wie jenen, die in einem anderen Bereich ähnlich intensiv zu kämpfen haben, auch. Wir sollen dem Guten und Richtigen nachgehen und uns gegenseitig dabei unterstützen. Wir leben in einer Welt, die so, wie sie ist, nicht in Ordnung ist und auf Erlösung wartet.</p>
<p class="ql-align-justify">Liebe Grüße, Ron</p>
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