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	Kommentare zu: Die anglikanische Kirche auf der Suche nach einem Oberhaupt	</title>
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	<description>Die Welt sehen – aus einer reformatorischen Perspektive</description>
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		<title>
		Von: Jan Malcolm		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-anglikanische-kirche-auf-der-suche-nach-einem-oberhaupt/43194/comment-page-1/#comment-91637</link>

		<dc:creator><![CDATA[Jan Malcolm]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Mar 2025 12:02:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[&quot;Ich wäre lieber Kirchenmitglied in Bremen, weil theologisch passt das einfach.&quot;

Wenn die Meldeadresse über die eigene Bekenntnis entscheidet (inklusive der Frage, ob man lutherisch oder reformiert ist), dann darf man sich nicht weigern zu erkennen, dass diese Art Landeskirche aus dem Mittelalter komplett überholt ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8222;Ich wäre lieber Kirchenmitglied in Bremen, weil theologisch passt das einfach.&#8220;</p>
<p>Wenn die Meldeadresse über die eigene Bekenntnis entscheidet (inklusive der Frage, ob man lutherisch oder reformiert ist), dann darf man sich nicht weigern zu erkennen, dass diese Art Landeskirche aus dem Mittelalter komplett überholt ist.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-anglikanische-kirche-auf-der-suche-nach-einem-oberhaupt/43194/comment-page-1/#comment-91498</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 15:50:27 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Dazu kann man dann aus den Leitsätzen zur Kommunikation von St. Martini direkt einmal Nummer 3 zitieren: „&lt;span&gt;3. Mit allem, was wir tun (Predigt, Lehre, praktische Dienste, etc.) sind wir zuerst Gott dem Allmächtigen verpflichtet.“&lt;/span&gt;
Eine Kirche, die sich dem Zeitgeist anbiedert und Gottes Wort verachtet, hat keine Zukunft. Sie ist wie Israel zur Zeit der Propheten „ein Haus des Widerspruchs“ und steht unter dem Zorn Gottes. Da hilft auch kein Geld, da hilft nur Umkehr. Dazu aufzurufen, wäre die Aufgabe von Kirchenleitung]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dazu kann man dann aus den Leitsätzen zur Kommunikation von St. Martini direkt einmal Nummer 3 zitieren: „<span>3. Mit allem, was wir tun (Predigt, Lehre, praktische Dienste, etc.) sind wir zuerst Gott dem Allmächtigen verpflichtet.“</span><br />
Eine Kirche, die sich dem Zeitgeist anbiedert und Gottes Wort verachtet, hat keine Zukunft. Sie ist wie Israel zur Zeit der Propheten „ein Haus des Widerspruchs“ und steht unter dem Zorn Gottes. Da hilft auch kein Geld, da hilft nur Umkehr. Dazu aufzurufen, wäre die Aufgabe von Kirchenleitung</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stephan		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-anglikanische-kirche-auf-der-suche-nach-einem-oberhaupt/43194/comment-page-1/#comment-91497</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 12:45:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich wollte Deinen Beitrag nicht als &quot;Stammtisch-Parole&quot; diffamieren, sondern lediglich darauf hinweisen, dass ich froh bin, kein Kirchenleiter zu sein.

&quot;&lt;span&gt;Wenn man sich dabei an Mitgliederzahlen, Besucherzahlen und Zustimmungswerte orientiert, gerät man gerade in einer entchristlichten und verwöhnten westlichen Gesellschaft schnell aufs Glatteis.&quot;&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Ja. Aber ...&lt;/span&gt;

&lt;span&gt;Mir sind heute zwei Headlines über den Weg gelaufen.&lt;/span&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;St.-Martini läßt Aufgaben und Pflichten in der BEK ruhen&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Organisationsforscher: Kirche sollte gesellschaftlich relevante Angebote ausbauen&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;
Spontaner Gedanke zu 1.: wurde ja auch Zeit. 
Allerdings hat so ein Schritt möglicherweise Konsequenzen. Es droht die gänzliche Abspaltung, was in organisatorischer und ggf. finanzieller Hinsicht eine kleine Katastrophe ist. &quot;Dienstleistungen&quot; des bisherigen Kirchenbundes (Besoldung, Ausbildungsstellen, Verträge, Gebäudeunterhalt, ...) mögen dann entfallen, auch die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit als Kirche wird geringer - möglicherweise spricht man künftig nicht mehr als Mitglied einer Landeskirche, sondern als eine unabhängige Gemeinde (wird also eher als fundamentlistische Sekte wahrgenommen und kann daher weniger wirken).
Nun trifft sich so eine Entscheidung auf dieser Ebene leichter, als wenn die Spaltung von noch weiter oben (auf Ebene der Landeskirchenleitung) vorangetrieben würde.

Spontaner Gedanke zu 2.: dann werden die Kirchen ja noch leerer und noch politischer. Andererseits, wenn sie gegen den Strom schwimmen, dann werden sie von einer weltlichen Gesellschaft umso mehr angegriffen, und missionarisch erfolgreich tätig zu werden fällt immer schwerer.

Und dann lese ich die Zahlen von St.-Martini, um die 1300 Mitglieder (also Kirchensteuersteuerzahler), und um die 300-400 Gottesdienstbesucher am Sonntag, also gut 25 - 30%. In meinen Dorfkirchen komme ich auf nur 2 - 3% im Schnitt.
Ich wäre lieber Kirchenmitglied in Bremen, weil theologisch passt das einfach.

Nur was machst Du als Landeskirchenleitung? Du weißt, Du hängst vom Wohlwollen des Staates ab, und das Thema Kirchensteuer kommt immer wieder in die Medien. Dazu noch die weiteren Kosten (Bischofsgehälter, Gebäude, ...), wo also noch außerhalb der Kirchensteuern Geld fließt, ohne dass die Institution Kirche nicht überleben würde. Gleichermaßen ist Dir bewußt, dass die Mehrheit der Pfarrerinnen und Pfarrer lau sind und oftmals eher politisch gängige als theologisch korrekte Predigten halten. Schwenkst Du auf bibeltreu um, dann wird der Laden richtigerweise zerfallen. Das Kirchensterben wäre nicht mehr aufzuhalten, und lediglich wenige &quot;Leuchttürme&quot; würden überleben. Da kann man sich ausrechnen, was dann auf dem platten Lande wegfällt. Als Kirchenleitung hast Du derzeit nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte Deinen Beitrag nicht als &#8222;Stammtisch-Parole&#8220; diffamieren, sondern lediglich darauf hinweisen, dass ich froh bin, kein Kirchenleiter zu sein.</p>
<p>&#8222;<span>Wenn man sich dabei an Mitgliederzahlen, Besucherzahlen und Zustimmungswerte orientiert, gerät man gerade in einer entchristlichten und verwöhnten westlichen Gesellschaft schnell aufs Glatteis.&#8220;</span></p>
<p><span>Ja. Aber &#8230;</span></p>
<p><span>Mir sind heute zwei Headlines über den Weg gelaufen.</span></p>
<ol>
<li>St.-Martini läßt Aufgaben und Pflichten in der BEK ruhen</li>
<li>Organisationsforscher: Kirche sollte gesellschaftlich relevante Angebote ausbauen</li>
</ol>
<p>Spontaner Gedanke zu 1.: wurde ja auch Zeit.<br />
Allerdings hat so ein Schritt möglicherweise Konsequenzen. Es droht die gänzliche Abspaltung, was in organisatorischer und ggf. finanzieller Hinsicht eine kleine Katastrophe ist. &#8222;Dienstleistungen&#8220; des bisherigen Kirchenbundes (Besoldung, Ausbildungsstellen, Verträge, Gebäudeunterhalt, &#8230;) mögen dann entfallen, auch die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit als Kirche wird geringer &#8211; möglicherweise spricht man künftig nicht mehr als Mitglied einer Landeskirche, sondern als eine unabhängige Gemeinde (wird also eher als fundamentlistische Sekte wahrgenommen und kann daher weniger wirken).<br />
Nun trifft sich so eine Entscheidung auf dieser Ebene leichter, als wenn die Spaltung von noch weiter oben (auf Ebene der Landeskirchenleitung) vorangetrieben würde.</p>
<p>Spontaner Gedanke zu 2.: dann werden die Kirchen ja noch leerer und noch politischer. Andererseits, wenn sie gegen den Strom schwimmen, dann werden sie von einer weltlichen Gesellschaft umso mehr angegriffen, und missionarisch erfolgreich tätig zu werden fällt immer schwerer.</p>
<p>Und dann lese ich die Zahlen von St.-Martini, um die 1300 Mitglieder (also Kirchensteuersteuerzahler), und um die 300-400 Gottesdienstbesucher am Sonntag, also gut 25 &#8211; 30%. In meinen Dorfkirchen komme ich auf nur 2 &#8211; 3% im Schnitt.<br />
Ich wäre lieber Kirchenmitglied in Bremen, weil theologisch passt das einfach.</p>
<p>Nur was machst Du als Landeskirchenleitung? Du weißt, Du hängst vom Wohlwollen des Staates ab, und das Thema Kirchensteuer kommt immer wieder in die Medien. Dazu noch die weiteren Kosten (Bischofsgehälter, Gebäude, &#8230;), wo also noch außerhalb der Kirchensteuern Geld fließt, ohne dass die Institution Kirche nicht überleben würde. Gleichermaßen ist Dir bewußt, dass die Mehrheit der Pfarrerinnen und Pfarrer lau sind und oftmals eher politisch gängige als theologisch korrekte Predigten halten. Schwenkst Du auf bibeltreu um, dann wird der Laden richtigerweise zerfallen. Das Kirchensterben wäre nicht mehr aufzuhalten, und lediglich wenige &#8222;Leuchttürme&#8220; würden überleben. Da kann man sich ausrechnen, was dann auf dem platten Lande wegfällt. Als Kirchenleitung hast Du derzeit nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-anglikanische-kirche-auf-der-suche-nach-einem-oberhaupt/43194/comment-page-1/#comment-91496</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 10:30:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@Stephan: Kurze kritische Kommentare haben natürlich oft eine überspitzte Tendenz. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass sie nur Stammtisch-Niveau haben. Die Anforderungen an ein Kirchenleitungsamt sind hoch, und es braucht viel Stärke, eine Kirche zu führen, Veränderungen zu ermöglichen, dabei aber nicht vor zeitgeistlichen Strömungen und Wünschen einzuknicken, sondern Bibel und Bekenntnis treu zu bleiben. Wenn man sich dabei an Mitgliederzahlen, Besucherzahlen und Zustimmungswerte orientiert, gerät man gerade in einer entchristlichten und verwöhnten westlichen Gesellschaft schnell aufs Glatteis.  Es gibt auch leider zu viele Leiter, die zu spät erkennen, dass sie einer Aufgabe nicht mehr gewachsen sind.

Missbrauchsfälle sind im Übrigen ein schlimmes Verbrechen und gehören wie alle Verbrechen angezeigt und vor ein Gericht. Sie sind weder in der Kirche noch in Sportvereinen und anderen Organisationen eine nur interne Angelegenheit.
&lt;span&gt;Bezüglich Kompromisse kann man übrigens viel von Salomon (Negativbeispiel: Bereits anscheinend kleinere Kompromisse haben das Potential, alles zu ruinieren.) und Jesus (Positivbeispiel: Kompromisslos sein heißt, aber nicht, lieblos zu sein.) lernen. &lt;/span&gt;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Stephan: Kurze kritische Kommentare haben natürlich oft eine überspitzte Tendenz. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass sie nur Stammtisch-Niveau haben. Die Anforderungen an ein Kirchenleitungsamt sind hoch, und es braucht viel Stärke, eine Kirche zu führen, Veränderungen zu ermöglichen, dabei aber nicht vor zeitgeistlichen Strömungen und Wünschen einzuknicken, sondern Bibel und Bekenntnis treu zu bleiben. Wenn man sich dabei an Mitgliederzahlen, Besucherzahlen und Zustimmungswerte orientiert, gerät man gerade in einer entchristlichten und verwöhnten westlichen Gesellschaft schnell aufs Glatteis.  Es gibt auch leider zu viele Leiter, die zu spät erkennen, dass sie einer Aufgabe nicht mehr gewachsen sind.</p>
<p>Missbrauchsfälle sind im Übrigen ein schlimmes Verbrechen und gehören wie alle Verbrechen angezeigt und vor ein Gericht. Sie sind weder in der Kirche noch in Sportvereinen und anderen Organisationen eine nur interne Angelegenheit.<br />
<span>Bezüglich Kompromisse kann man übrigens viel von Salomon (Negativbeispiel: Bereits anscheinend kleinere Kompromisse haben das Potential, alles zu ruinieren.) und Jesus (Positivbeispiel: Kompromisslos sein heißt, aber nicht, lieblos zu sein.) lernen. </span></p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-anglikanische-kirche-auf-der-suche-nach-einem-oberhaupt/43194/comment-page-1/#comment-91495</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 26 Nov 2024 08:44:49 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[@M.B.: Ironie versteht halt nicht jeder. <img alt="😉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" consent-original-src-_="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f609.png" consent-required="38341" consent-by="services" consent-id="38342"/>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@M.B.: Ironie versteht halt nicht jeder. 😉</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Stephan		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-anglikanische-kirche-auf-der-suche-nach-einem-oberhaupt/43194/comment-page-1/#comment-91493</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephan]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2024 20:24:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Außenstehende fällt es leider leicht Welbys Entscheidungen und Kompromisse zu kritisieren. Aber eigentlich sollten wir froh sein, dass wir selbst nicht in dieser Position und Funktion dienen müssen.
Schaut man sich z.B. auf Wikipedia seinen Lebenslauf an, dann erkennt man einen &quot;Spätberufenen&quot;, der wohl zum Glauben gekommen ist und dann als Berufung den Weg eines Pastoren eingeschlagen hat. Und anscheinend hat er in seinen ersten Verwendungen die Anzahl der aktiven Gemeindemitglieder deutlich erhöhen können. Soweit ein vorbildlicher Weg, den vielleicht manche von uns selbst eingeschlagen haben oder sofort einschlagen würden, wenn sie das als Gottes Auftrag wahrnehmen.

Und dann kommt er in eine Position, in der er in einer Zwickmühle steckte. Auf der einen Seite steht es in der Bibel, dass Vergehen innerhalb der Gemeinde auch innerhalb der Gemeinde geklärt werden sollen und nicht vor weltlichen Gerichten, auf der anderen Seite besteht ein nachvollziehbares und sicherlich auch berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit, dass derartige Mißbrauchsfälle nicht unter den Tisch gekehrt werden und Konsequenzen haben müssen - nicht nur juristisch, sondern auch innerkirchlich. Aber dazu kommt aber auch eine seelsorgerische Verantwortung für den Sünder.
Und was man jetzt auch macht, man kann es nur falsch machen, es wird immer Kritiker geben. Seien es diejenigen, die der Meinung sind, dass man das unauffällig hätte innerhalb der Kirche regeln müssen, der Außenwirkung wegen und auch weil ein biblisch &quot;sauberer&quot; Umgang mit dem Smyth hätte erfolgen müssen, oder seien es diejenigen, die eine öffentliche Aufarbeitung fordern und (zu Recht) ein deutliches Signal der Kirche in Richtung der Mißbrauchsopfer erwarten bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen.
Dazu dann innerkirchliche Macht- und Richtungskämpfe, z.B. für oder gegen Frauenordination, weltliche Einflüsse von Außen z.B. zu sexualethischen Fragestellungen, ..., da ist es erklärlich, dass Depressionen auftreten, falls man die (genetischen) Veranlagung dazu hat.

Ich erzähle ja gerne christliche Stammtischparolen, wie denn welcher Sachverhalt zu beurteilen wäre, welche Wegrichtungen der Kirchen biblisch korrekt seien und welche nicht. Aber ich habe das große Glück, dass mir niemand zuhören und gehorchen muss und ich kein Amt bekleide, in dem man auf mich blickt. In einer leitenden Position ist die Chance leider viel größer, dass man Richtungen mitgehen muss, die man eigentlich aus Glaubensgründen nicht gehen möchte, aber erkennt, dass ein Nichtmitgehen noch größeren Schaden anrichten kann. Und Aussitzen, also lau, weder warm noch kalt sein, hilft da leider auch nicht durch.

Anders ausgedrückt: wäre mein Verständnis, wie man die Bibel zu verstehen hat und danach lebt und handelt, maßgeblich, dann wären die Gemeinden, in denen ich regelmäßig bin, noch leerer. Also bin ich zurückhaltend und hoffe und bete, dass die Botschaft, die mit Lesungen und Predigt verkündet wird, mehr bewirkt, als meine Kritik bewirken würde. Dafür erzähle ich dann lieber in persönlichen Gesprächen, warum ich jeden Sonntag als ehrenamtlicher Organist 1-2 Gottesdienste bespiele und dafür auch mal 80-100km fahre, damit erreiche ich missionarisch mehr als mit Kritik an Kirchenfürsten (die ich am &quot;christlichen Stammtisch&quot; aber trotzdem gerne kritisiere).]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Außenstehende fällt es leider leicht Welbys Entscheidungen und Kompromisse zu kritisieren. Aber eigentlich sollten wir froh sein, dass wir selbst nicht in dieser Position und Funktion dienen müssen.<br />
Schaut man sich z.B. auf Wikipedia seinen Lebenslauf an, dann erkennt man einen &#8222;Spätberufenen&#8220;, der wohl zum Glauben gekommen ist und dann als Berufung den Weg eines Pastoren eingeschlagen hat. Und anscheinend hat er in seinen ersten Verwendungen die Anzahl der aktiven Gemeindemitglieder deutlich erhöhen können. Soweit ein vorbildlicher Weg, den vielleicht manche von uns selbst eingeschlagen haben oder sofort einschlagen würden, wenn sie das als Gottes Auftrag wahrnehmen.</p>
<p>Und dann kommt er in eine Position, in der er in einer Zwickmühle steckte. Auf der einen Seite steht es in der Bibel, dass Vergehen innerhalb der Gemeinde auch innerhalb der Gemeinde geklärt werden sollen und nicht vor weltlichen Gerichten, auf der anderen Seite besteht ein nachvollziehbares und sicherlich auch berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit, dass derartige Mißbrauchsfälle nicht unter den Tisch gekehrt werden und Konsequenzen haben müssen &#8211; nicht nur juristisch, sondern auch innerkirchlich. Aber dazu kommt aber auch eine seelsorgerische Verantwortung für den Sünder.<br />
Und was man jetzt auch macht, man kann es nur falsch machen, es wird immer Kritiker geben. Seien es diejenigen, die der Meinung sind, dass man das unauffällig hätte innerhalb der Kirche regeln müssen, der Außenwirkung wegen und auch weil ein biblisch &#8222;sauberer&#8220; Umgang mit dem Smyth hätte erfolgen müssen, oder seien es diejenigen, die eine öffentliche Aufarbeitung fordern und (zu Recht) ein deutliches Signal der Kirche in Richtung der Mißbrauchsopfer erwarten bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen.<br />
Dazu dann innerkirchliche Macht- und Richtungskämpfe, z.B. für oder gegen Frauenordination, weltliche Einflüsse von Außen z.B. zu sexualethischen Fragestellungen, &#8230;, da ist es erklärlich, dass Depressionen auftreten, falls man die (genetischen) Veranlagung dazu hat.</p>
<p>Ich erzähle ja gerne christliche Stammtischparolen, wie denn welcher Sachverhalt zu beurteilen wäre, welche Wegrichtungen der Kirchen biblisch korrekt seien und welche nicht. Aber ich habe das große Glück, dass mir niemand zuhören und gehorchen muss und ich kein Amt bekleide, in dem man auf mich blickt. In einer leitenden Position ist die Chance leider viel größer, dass man Richtungen mitgehen muss, die man eigentlich aus Glaubensgründen nicht gehen möchte, aber erkennt, dass ein Nichtmitgehen noch größeren Schaden anrichten kann. Und Aussitzen, also lau, weder warm noch kalt sein, hilft da leider auch nicht durch.</p>
<p>Anders ausgedrückt: wäre mein Verständnis, wie man die Bibel zu verstehen hat und danach lebt und handelt, maßgeblich, dann wären die Gemeinden, in denen ich regelmäßig bin, noch leerer. Also bin ich zurückhaltend und hoffe und bete, dass die Botschaft, die mit Lesungen und Predigt verkündet wird, mehr bewirkt, als meine Kritik bewirken würde. Dafür erzähle ich dann lieber in persönlichen Gesprächen, warum ich jeden Sonntag als ehrenamtlicher Organist 1-2 Gottesdienste bespiele und dafür auch mal 80-100km fahre, damit erreiche ich missionarisch mehr als mit Kritik an Kirchenfürsten (die ich am &#8222;christlichen Stammtisch&#8220; aber trotzdem gerne kritisiere).</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: M.B.		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-anglikanische-kirche-auf-der-suche-nach-einem-oberhaupt/43194/comment-page-1/#comment-91492</link>

		<dc:creator><![CDATA[M.B.]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2024 17:44:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://theoblog.de/?p=43194#comment-91492</guid>

					<description><![CDATA[Faule Kompromisse bemängeln und gleichzeitig Gendersternchen benutzen....und das in einem Satz - das habe ich bisher auch nicht gesehen]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Faule Kompromisse bemängeln und gleichzeitig Gendersternchen benutzen&#8230;.und das in einem Satz &#8211; das habe ich bisher auch nicht gesehen</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Udo		</title>
		<link>https://theoblog.de/die-anglikanische-kirche-auf-der-suche-nach-einem-oberhaupt/43194/comment-page-1/#comment-91491</link>

		<dc:creator><![CDATA[Udo]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Nov 2024 16:06:39 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Geistliche Leitung wäre seine Aufgabe gewesen. Stattdessen war er nur ein Moderator und Türöffner für faule Kompromisse. Gut, dass er zurück tritt. Bezüglich Nachfolger*in wird man sicher jemanden finden, der/die noch weniger geeignet ist. Alles andere wäre ein Wunder.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Geistliche Leitung wäre seine Aufgabe gewesen. Stattdessen war er nur ein Moderator und Türöffner für faule Kompromisse. Gut, dass er zurück tritt. Bezüglich Nachfolger*in wird man sicher jemanden finden, der/die noch weniger geeignet ist. Alles andere wäre ein Wunder.</p>
]]></content:encoded>
		
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